User TB25 sieht das vermutlich ähnlich.
... jo.
Laut der von mir in Beitrag #28 angeführten Links erfordert eine fachmännische Reparatur eine dazu befägigte Person / Fachwerkstatt und die Reparatur mittels Vulkanisieren.
Nur dann besteht auch weiterhin Versicherungsschutz.
Eine Not-Reparatur wie die mit Vulkanisier-Streifen, Pilz-Stopfen oder speziellen Schrauben ist hingegen KEINE fachmännische Reparatur, also nicht für den dauerhaften uneingeschränkten Gebrauch zulässig. "Üblich" sind für so reparierte Reifen max. ca. 100 km Wegstrecke und Geschwindigkeiten von bis max. ca. 80 km/h.
Im Grunde heißt das also: Ab zur nächsten Werkstatt und ersetzen lassen.
Wer das anders handhabt, hat im Falle eines Falles zumindest mal keinen Versicherungsschutz.
Die Chancen stehen zudem recht gut, dass ggf. auch noch unbeteiligte Dritte zu Schaden kommen. Für den Richter ganz sicher ein gefundenes Fressen.
Denn die/der Betreffende dürfte mindestens fahrlässig, ggf. sogar grob fahrlässig gehandelt haben.
Nun gilt es, noch einige Begrifflichkeiten zu entwirren, die gern falsch verwendet werden.
"Gefahr" ist eine Situation oder Lage, die bei weiterem ungestörten Ablauf eines Geschehens mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Schaden führt.
Der Begriff Gefahr sagt also niGS aus über die Schwere eines zu erwartenden Schadens oder die Wahrscheinlicheit des Schadens-Eintrittes.
Der Begriff "Risiko" verknüpft die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt mit den potenziellen Schwere eines Schadens.
Es gibt diverse Risiko-Matrizen, die versuchen, ein "Grenzrisiko" zu definieren. Oberhalb ist ein Risiko inakzeptabel, darunter zu tolerieren (also notfalls hinzunehmen) oder zu akzeptieren (das heißt "gutheißen" und spielt sich auf der Ebene unvermeidlicher allgemeiner Lebensrisiken ab).
Eine nicht fachmännische Reparatur
kann zu plötzlichem, schlagartigen Druckverlust bzw. schlimmstenfalls sogar zum Reifenplatzer führen.
Begünstigende Faktoren dürften - neben der nicht fachgerechter Reparaturmethode selbst - insbesondere falscher Reifendruck, hohe Außentemperaturen und hohe Fahrgeschwindigkeiten sein. Bei den Schrauben sicher auch (zu) geringe verbleibende Wandungsstärke des Reifens.
Und nun darf sich jeder selbst ausrechnen, ob er/sie bereit ist, sein persönliches dahingehendes Risiko zu tragen.