Verunglückter Motorradfahrer nach mehr als 1 Woche tot aufgefunden

Da kommt doch eine Meldung, also bei meiner 1250er zumindest.
zb. Notruffunktion eingeschränkt oder so.

Ich gehe davon aus, wenn keine Meldung kommt, dass des au funzt.
Leider nein. Ich war auf meinen Reisen fortwährend außerhalb jeglicher Netzabdeckung und da kommt definitiv keine Meldung.
 
Wie oft passiert das, das man einen Verunfallten erst nach Tagen findet?
Vor längerer Zeit war in der dortigen Regionalzeitung zu lesen, daß bei Alpirsbach zufällig jemand hinter ein dichtes Gebüsch schaute und dort ein Motorrad entdeckte - sowie die beiden Fahrer, die wohl schon seit einer Woche tot da lagen.
 
Hallo Klaus..
Es nimmt mich wunder wie Du das handhabst, bei Deinen Mongolei Reisen. Da bist Du ja sicher auch ab und zu in der Pampa?!
Und 3/4 Wochen, 13000km sind ja nicht ohne!

Und ja eine 100% Lösung gibt es nicht.

Du bist doch sicher manchmal alleine Unterwegs?

Haben die zurückgebliebenen die Möglichkeit Deine Standorte zu verfolgen?
Regelmässige abgemachte Meldungen deinerseits?
Oder doch, konsequent nie alleine?

Auf Mongolei Reisen habe ich einen Tracker, den man auf meiner Webseite auch Live verfolgen kann.
Aber eben nur dann.
 
Deswegen nutze ich auch mit inreach Garmin mini zwei, am Körper – am Motorrad nutzt es nichts, wenn es woanders liegt
Siehste, kannte ich noch nicht. Danke für den Tipp- gefällt mir richtig gut. Mittlerweile sind sie ja auch bezahlbar und die Akkus halten richtig lange.
Ich treibe mich ja auch gern mal im Nirvana herum, da haben meine Mädels öfter mal Bauchweh. Mit so einem Spielzeug haben sie bestimmt ein besseres Gefühl.
 
Wickle den Kauf und die Registrierung über Protogear ab, sind billiger und besser konfigurierbar — die Firma ist eh bei dir ums Eck!
Die Rallye Jacken von BMW haben eine Schlaufe für den Clip (am Oberkörper), ansonsten musst du dir da irgendwas nähen lassen
 
So tragisch solche Unfälle auch sind, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem selbst so etwas passiert? Die ist extrem klein, sonst würden wir laufend davon lesen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass mich jemand beim Abbiegen abräumt, ist signifikant größer. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf dem Fahrrad einen Dooring-Unfalll erleide, ebenfalls. Wir wissen nicht, warum der Motorradfahrer aus der Kurve gerutscht ist, ist auch nicht wichtig. Ein Kollege von mir ist vor Jahren in einer einfachen Kurve geradeaus gefahren. Es gab dort nur einen Baum, den er genau getroffen hat. Er hinterließ Frau und 2 Kinder. Es gab keine Gründe für einen Suizid und keine Bremsspuren. Ein entfernter Verwandter ging mit 52 Jahren joggen, er kam nicht mehr wieder. Im Wald hatte er einen Herzinfarkt, Stunden später wurde er tot gefunden.

Die beste Absicherung zwecks Hilfe oder Notruf ist, wenn man zu zweit unterwegs ist. Ich bin auch schon unter der Woche mit dem Fahrrad auf einer Schotterstrecke ziemlich schnell bergab gefahren, bis ich eine Kurve fast verlassen musste. Wäre ich dort ins Gebüsch gerast und gegen einen Baum geprallt, hätte mich vermutlich auch so schnell niemand mehr hinter dem Gebüsch gefunden, denn Mobilfunk gab es dort (in Deutschland) auch nicht. Auf 20 km Schotterstrecke sind mir an diesem Tag gerade mal 3 Fahrräder begegnet.

Ein Freund von mir wurde beim Training auf dem Rennrad trotz Abstandsradarmessung am Hinterrad vom 4. Motorrad eine Gruppe abgeräumt. Drei haben überholt, der vierte hat das überschätzt und hat das Hinterrad des Fahrrads mitgenommen.

Wir sind doch alle Jahrzente ohne Helferlein wie Notruf etc. unterwegs gewesen - und leben noch. Wie haben wir das nur geschafft? Haben wir da laufend darüber nachgedacht oder laufend solche Nachrichten gelesen? Also ist diese "Sucht" nach Absicherung vielleicht auch ein Zeichen unseres höheren Alters? Früher gab es keine Handys, keine Ortung durch Mobilfunk, kein Satelllitentelefon. Trotzdem sind wir unbelastet von solchen "Gefahren" einfach nur unterwegs gewesen. Wie viele Alpenstraßen haben wir alle unbeschadet hinter uns gebracht, ohne über den Rand den Abhang runter zu schlittern?

In Lech ist vor Jahren ein Teenager beim Skifahren von einem Ziehweg abgekommen, einen relativ kleinen Abhang runtergerutscht und üblerweise in einen Bach mit Geröll unter einen Schneeüberhang gerutscht. Leider konnte er Wochen später erst tot geborgen werden. Da sind haufenweise Skifahrer dran vorbeigefahren. Das ist tragisch, aber nun mal glücklicherweise auch extrem selten.

Die beste Absicherung ist, dass man nicht alleine unterwegs ist, möglichst daher 2 Motorräder zusammen , 2 Skifahrer, 2 Taucher etc.. Oder andere in Sichtweite hat, sofern das möglich ist.

Gruß
Klaus
 
Die beste Lösung wäre dann doch eher garnicht unterwegs zu sei!

Und: wird das jetzt eine Diskussion wie -- "Wir sind auch ohne ABS gut gefahren?"
 
Nein, das wollte ich damit nicht auslösen. Wir sollten nur irgendwie auf dem Teppich bleiben. Die Anzahl der Motorräder ohne Notrufsystem ist erheblich höher als die mit diesem System. Im Ausland sowieso. Fahre ich deswegen beunruhigter Motorrad oder Leihmotorrad? Nein. Ich mache mir keinen Kopf deswegen. Habe ich Bedenken wegen eines möglichen Unfalls, muss ich selbst abwägen, ob ich das Risiko des Motorradfahrens überhaupt eingehen möchte. Aber das Risiko, dass mir etwas Schlimmes passiert, weil ich solch ein System eben nicht habe, ist so extrem klein, dass ich das einfach ignoriere. Und genau das sollte mein Beitrag zeigen. Hätten wir kein Social Media (also auch keine GS-Gruppe), würden wir so etwas kaum realisieren.

Ich kenne keine Statistik, die zeigt, ob und wie das Notrufsystem bei PKWs die Auswirkung bei Unfällen begrenzen konnte. Deswegen will ich es nicht abschaffen, es wäre nur wirklich hilfreich, dazu etwas zu sehen. Leider gehen solche Anrufe aber zu den Herstellern der Systeme, die sicherlich keine Statistik liefern werden.

Gruß
Klaus
 
Mittwoch oder Donnerstag wird meine GSA beim :) vom ÖAMTC angeliefert, dann kann dieser das Moped auslesen. Er ist selbst verwundert, warum kein Notruf rausgegangen ist, er wird sich dies ansehen. Laut seiner Aussage funktioniert das System sehr zuverlässig. Vielleicht war es ja bei meiner GSA defekt, einen manuellen Test habe ich nie gemacht. Werde ich aber, sobald es mir wieder möglich ist, testweise bei der RT und beim CE04 ausprobieren. Mein Vertrauen in dies Systeme ist gerade auf Null gesunken.
 
Ich finde es durchaus interessant zu erfahren was es alles an Systemen gibt, die im Notfall unterstützen können. Das kann Kaufentscheidungen beeinflussen, muss es aber nicht.

Letzten Endes ist es wichtig wieder unversehrt anzukommen. Ob das wegen ein paar Globuli zur Unterstützung der Konzentration oder wegen eines elektronischen Schutzengels ist - der einen unbeschwert fahren lässt - oder anderen Gründen gelungen, ist ist Endeffekt egal.
 
Mir ist die 1250er 1 Mal und die 900er 2 Mal umgefallen. In allen 3 Fällen hat sich nach ganz kurzer Zeit BMW/München gemeldet. In den 3 Fällen war ich allerdings immer in D. Für mich habe ich entschieden, kein Motorrad mehr ohne Notruf zu kaufen.

Jonni
 
Auch bei Kontakten aus Italien und Frankreich hat sich bei mir BMW München, eine deutsche Stimme, gemeldet.
 
Auch bei Kontakten aus Italien und Frankreich hat sich bei mir BMW München, eine deutsche Stimme, gemeldet.
Das war für mich damals mit ein Grund für die Entscheidung, es zu bestellen. Medizinische Hilfe herbeirufen mit Handy ist okay. Aber im Ausland in fremder Landessprache u.U. schwierig.
Mit dem BMW System deutlich einfacher. Meine Lieblingssozia hat eine Krankheit, bei der ich in unregelmäßigen Abständen u.U. auf einen Notarzt angewiesen bin. Da trägt das System zu einer gewissen Beruhigung bei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oweia, ich vergesse mein Smartphone so oft Zuhause, muss ich mir jetzt was anderes einfallen lassen ? :eek:
 
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