RDGA 2026

Sonntag Tag 13



Das Frühstücksbuffet enthält alles was man braucht und noch einiges mehr. Soll ich heute Morgen, schließlich ist Sontag, mal sündigen dürfen.

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Einmal ist keinmal, also los.

Auch Emil’s Hotel bekommt eine klare Weiterempfehlung. Unter anderem weil die kleinen Croissants auch tatsächlich welche waren. Man merkt die Nähe zu Frankreich.

Zehn nach neun soll die Abfahrt sein. Wer kommt wie üblich zu spät, Portos. Dabei sind es heute 302km und wir sollen bitte zwischen sechs und sieben zum Abendessen da sein. Na denn man Gas.

Pirmasens liegt mitten im Weg. Bei der Planung hatte ich ursprünglich ein anderes Hotel im Auge. Aber Aramis hat hier gebucht. Durch die Stadt durchquälen, auch wenn es Sonntag ist. Och nö. Dann doch lieber ein Stück A62 in Kauf nehmen.

Erst Autobahnzubringer…

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… dann dieselbe.

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Aber nur zwei Abfahrten weit, dann geht es wieder auf schöne Wege.

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Ab und zu gibt es auch mal Aussicht im Pfälzer Wald.

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Rumschwuchteln ist heute nicht. Es geht (und muss gehen) eher zügig voran. Da muss der eine oder andere Sonntagsauto- oder -motorradfahrer dran glauben.

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Und unsere Reifen, Heidenau K60 und Mitas E07, können mal wieder mehr als die Fahrer sich trauen.

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Eigentlich wollten wir bei Hansemann einen zweiten Kaffee schnorren, aber der hat sich leider in einen dreimonatigen Urlaub verdrückt. Zu allen Überfluss ist auch noch die Straße gesperrt. Die Ankündigung haben wir mal wieder ignoriert, irgendwie kommt man sonntags da schon durch. Haben sie aber gut abgesperrt. Über einen Gehweg knapp am Radlader vorbei quetschen wir uns durch die Absperrung. Ist mal wieder typisch deutsch, alles fertig nur die Markierung fehlt noch. Das kann man nicht provisorisch vor dem Wochenende frei geben, nein da muss erst die Markierung drauf und dann wird das vielleicht eine Woche später freigegeben.

Kurze Zeit später auf der B 48 nochmal das gleiche Spiel ohne Absperrung, nur die fertige Straße ist noch gesperrt. Gut das heute Sonntag ist.

Im Alsenztal begegnen uns massenweise schönste Oldtimer. Wenigstens einen kann ich vor der geschlossenen Bahnschranke ablichten.

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In Bad Münster am Stein queren wir die Nahe.

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Manchmal ist die Planungseinstellung „kürzere Strecke“ einfach Mist. Anstatt die 3m mehr über die Hauptstraße zu leiten muss man die Stahlrösser durchs Wohngebiet treiben.

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Danach entern wir einen Weinberg und düngen die Trauben noch etwas.

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In Bingen ist die nächste Baustelle, die uns mit einer viel zu kurzen Ampelschaltung lange aufhält. Die Trottel lernen aber auch gar nichts dazu. Kurze Ampelphasen führen nur zu Staus.

Dann endlich kommt Vater Rhein in Sicht. Obwohl, eigentlich könnte man ihn heute eher Baby Rhein nennen.

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Vor der Tour hatte ich die Fähren nochmal überprüft. Da fuhren schon wieder alle. Mittlerweile wohl nicht mehr, weil die Fähre nach Lorch ist out of order. Die Frage heisst zurück nach Bingen oder weiter nach Kaub. Die Entscheidung fällt für Kaub. Glück gehabt. Die Fähre fährt noch.

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Aber sonstiger Schiffsverkehr ist eher weniger. Lediglich ein holländisches Containerschiff, oder soll ich zwei sagen, begegnet uns bei der Überfahrt.

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Auf der Suche nach einem Café irren wir ein wenig durch Lorch.

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Wir dürfen hier durch. Wir haben nämlich ein dringendes Kaffeeanliegen.

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Bis wir uns dann hier niederlassen.

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Die Jungs sind nett, Kaffee und Kuchen schmecken. Allein die Deutschkenntnisse sind noch ausbaufähig. Aber sie schaffen was!

Im Wispertal, finde ich, ist erstaunlich wenig Verkehr. So lassen wir den Stahlrössern mal die Zügel frei.

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Ah jetzt weiß ich auch warum, die Jungs sind alle beim Vesper machen.

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Dann geht es auf die Höhen des östlichen Westerwaldes. Irgendwann muss der Kaffee auch wieder raus.

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Bestes Wetter, weite Sicht, gute Straßen, was will man mehr.

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An der einen oder anderen Straße hier dürfte mein Vater noch mitgewirkt haben in dem er den Bauern die Grundstücke abgekauft hat. So wie er immer erzählt hat war das bei den knorrigen alten Westerwäldern nicht so ganz einfach.

Wir erwischen mal wieder eine Baustelle. Die müsste eigentlich lt. Navi durchs Industriegebiet umfahrbar sein. Tja, die beiden Wege liegen genau nebeneinander nur durch eine 1 m breite Böschung getrennt. Aber wofür hat man eigentlich eine GS…

In Haiger tanken wir an einer freien, aber trotzdem völlig überteuerten Tankstelle.

Auf dem Weg hoch zur Haincher Höhe kann man die Borkenkäferschäden gut erkennen.

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Ich war ja schon seit über 40 Jahren nicht mehr hier und unterschätze natürlich die Kurve auf der Höhe so ganz leicht.

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Aber auch hier gilt, der Reifen kann mehr als der Fahrer. Danach muss ich zunächst mal meinen Adrenalinspiegel wieder etwas nach unten fahren.

Durch Hainchen durch hoch Richtung alte Eisenstraße. Dann rechts ins Ilsetal. Die Straße ist zwar ziemlich neu gemacht aber auch ziemlich schmal. Bei Gegenverkehr muss einer ins Bankett.

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Vor langer Zeit haben wir mal mit unserem damaligen Motorradclub unsere traditionelle Ostermontagsausfahrt hierhin gemacht. Die Stelle finde ich aber nicht mehr wieder. Bin damals mit der XT und Metzler Trial Reifen einen steilen, leicht verschneiten Holzabfuhrweg hochgefahren. Soweit, bis die XT kapituliert hat.

Macht aber Spaß bei minimalem Sonntagsverkehr durchs Tälchen zu fahren.

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Kurz drauf ist das Hotel erreicht.

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Sieht ja ganz proper hier aus.

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Auch das Zimmer ist schön.

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Das Ankommbier haben wir auf nach dem Duschen verschoben, damit wir fürs Essen rechtzeitig fertig sind.

Das sieht hier alles frisch renoviert aus.

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Auch von hinten alles fein. Der Garten ist tip top gepflegt.

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Endlich können wir den Durst stillen. Mit einem leckeren König-Ludwig-Weissbier. Sozusagen als Aperitiv.

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Anschließend Hirschkalbsgulasch mit einem halbtrockenen Durbacher Spätburgunder dazu. Äußerst lecker.

Ich ziehe mich relativ früh zurück, ich muss noch ein wenig Tagebuch schreiben. Portos macht noch ein schönes Nachtbild.

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Mein lieber Matthias,
ich könnte so wieder los fahren! Der Reisebericht ist wirklich klasse geschrieben👍. Hat sich gelohnt dir das Heft des Schreiberlings mitzubringen 😂
Vorsichtig setzt sich Portos in die Ecke. Ganz wohl scheint ihm nicht zu sein.
nö, eigentlich war ich immer gut drauf. Du hast die hohe Gabe die besonderen Augenblicke bei mir fest zu halten:ROFLMAO: Ich staune manchmal selber wie ich drein gucke
Andere Teile der Strecke kommen mir total unbekannt vor. Es sieht doch aus der anderen Richtung manches völlig anders aus.
Das wird mit zunehmendem Alter auch nicht besser :cool:
Die jeweils drei Kugeln Eis, die sich der Rest der Meute gönnt, 7 Euro. Kein Verhältnis.
aber lägga! 🤩
Wer kommt wie üblich zu spät, Portos. Dabei sind es heute 302km und wir sollen bitte zwischen sechs und sieben zum Abendessen da sein. Na denn man Gas
Gemach; gemach... es ist doch Urlaub und ich muss ja auch immer mehr anziehen, damit ich unterwegs nicht friere 🤭
 
Montag Tag 14



Die jahrzehntelange Aufwachzeit schlägt heute mal wieder durch, 5.50 Uhr. Was mache ich nun mit der bis zum Frühstück verbleibenden Zeit? Eine Runde schwimmen gehen im hauseigenen Schwimmbad. Für die Sauna wäre es etwas früh.

Ein leckeres Frühstücksbuffet erwartet uns, leider nunmehr ohne Croissants.

Auch das Hotel im Auerbachtal bekommt eine klare Weiterempfehlung

Die beiden Nordlichter haben ja noch deutlich mehr Kilometer heute nach Hause zu fahren als ich. 08.45 Uhr soll Abfahrt sein, wer kommt wie immer zu spät, derjenige der es am weitesten hat. Kann man nichts machen.

Nach Tagen der Hitze im Süden, empfinde ich die 12,5° Celsius doch als ein wenig schattig.
Dafür gibt es wenigstens ein schönes Haus gegenüber.

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Auf dem Weg nach Bad Laasphe gute relativ neue Straße, dann 100m wilde Bitumenflickerei und dann wieder neue Oberfläche. Kriegen wir jetzt hier auch schon italienische Verhältnisse?

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Die erste Baustelle erwartet uns in Bad Laasphe und zwingt uns schon eine Umleitung auf. Die ist aber ganz nett.

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Auf der Höhe bietet sich dann ein schöner Ausblick.

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Die nassen Straßen werden langsam weniger feucht. Da kann man schon mal eine kleine Schüppe auf die Geschwindigkeit drauf packen.

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Auf der nächsten Anhöhe gibt’s die nächste Aussicht.

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Wir bleiben von oben trocken. In der Ferne kann man aber gut die Regenschauer erkennen.

Und es geht gelegentlich auch mal geradeaus.

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Auf trockener Straße steigen dann auch die Kurvengeschwindigkeiten wieder.

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Nach so einer Stunde Fahrt ist allmählich die ‚ich muss den Kaffee wegbringen Pause‘ fällig.

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Zwischendurch nutzen wir immer wieder mal ein paar Feldwege, leider mittlerweile alle asphaltiert. Anscheinend gab’s vor nicht allzu langer hier mal ein Programm dafür. Sieht fast alles ziemlich neu aus.

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Wovon gibt es im Sauerland genug…richtig, Kurven.

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Und was erwartet uns auf der Staumauer der Diemeltalsperre…auch richtig, natürlich eine Baustelle.

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Hinter der nicht weit entfernten Aabachtalsperre kommt das lippische Windmühlenland in Sicht. Hier hat man in der Nähe der A44 mehrere mittlerweile sehr große Windparks gebaut.

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Auf dem Weg nach Lichtenau noch eine schöne Allee gefunden.

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In Lichtenau verspürt Aramis dann einen nicht mehr zu ignorierenden Drang nach einer Kaffeepause. Die Location in der Bäckerei Lange am Netto-Markt ist zwar jetzt nicht gerade der Superburner, aber sowohl der Kaffee wie auch die Teilchen schmecken. Warm ist es mittlerweile auch geworden, was will man mehr.

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Hinter Lichtenau habe ich dann zufällig einen Weg mit meinem Lieblingsschild gefunden.

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Es gab übrigens vor und hinter Lichtenau natürlich noch jeweils eine Baustelle.

Wir fahren mitten durch einen der Windparks.

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Schöne Sträßchen führen uns durchs Lippische.

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Das Tempo wird zügiger.

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Und immer noch können die Reifen mehr als die Fahrer.

Hier habe ich im Tagebuch folgendes notiert, der Vollpfosten mit dem Transporter, der mich beinahe noch vom Motorrad geholt hätte. Man sollte doch meinen, dass man sich daran erinnern könnte. Weit gefehlt. Verarbeiten durch Verdrängen ist wohl angesagt.

Kurz vor Vlotho, also fast bei mir zu Hause, muss noch eine P-Pause sein. Geht halt manchmal nicht anders.

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Und dann geschafft. Wieder zu Hause.

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Portos öffnet Aramis noch die letzten Lüftungsöffnungen an der Jacke. So frisch es heute Morgen war, jetzt sind wieder 303 Kelvin angesagt.

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Die Beiden müssen jetzt noch nach Ostfriesland bzw. ins Ammerland. Also geht es gleich weiter. Gute Fahrt.
 
So, das wars. Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen und vielleicht die eine oder andere Idee geliefert.

Ich stelle mal noch die Touren zusammen und werde sie als gpx-files hier einstellen.
 
Vielen Dank, Matthias 👌😀
Es war eine sehr große Freude, mal wieder so einen schönen Reisebericht von Dir (euch ) zu lesen 😊
 
Mathias vielen herzlichen Dank für deinen tollen Bericht und die sehr schönen Bildern 🥰 DU bist eine 💣🧨
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Reiseberichte von dir :cool: DANKE und weiter SO ‼️
 
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