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Sonntag Tag 13
Das Frühstücksbuffet enthält alles was man braucht und noch einiges mehr. Soll ich heute Morgen, schließlich ist Sontag, mal sündigen dürfen.

Einmal ist keinmal, also los.
Auch Emil’s Hotel bekommt eine klare Weiterempfehlung. Unter anderem weil die kleinen Croissants auch tatsächlich welche waren. Man merkt die Nähe zu Frankreich.
Zehn nach neun soll die Abfahrt sein. Wer kommt wie üblich zu spät, Portos. Dabei sind es heute 302km und wir sollen bitte zwischen sechs und sieben zum Abendessen da sein. Na denn man Gas.
Pirmasens liegt mitten im Weg. Bei der Planung hatte ich ursprünglich ein anderes Hotel im Auge. Aber Aramis hat hier gebucht. Durch die Stadt durchquälen, auch wenn es Sonntag ist. Och nö. Dann doch lieber ein Stück A62 in Kauf nehmen.
Erst Autobahnzubringer…

… dann dieselbe.

Aber nur zwei Abfahrten weit, dann geht es wieder auf schöne Wege.

Ab und zu gibt es auch mal Aussicht im Pfälzer Wald.

Rumschwuchteln ist heute nicht. Es geht (und muss gehen) eher zügig voran. Da muss der eine oder andere Sonntagsauto- oder -motorradfahrer dran glauben.

Und unsere Reifen, Heidenau K60 und Mitas E07, können mal wieder mehr als die Fahrer sich trauen.

Eigentlich wollten wir bei Hansemann einen zweiten Kaffee schnorren, aber der hat sich leider in einen dreimonatigen Urlaub verdrückt. Zu allen Überfluss ist auch noch die Straße gesperrt. Die Ankündigung haben wir mal wieder ignoriert, irgendwie kommt man sonntags da schon durch. Haben sie aber gut abgesperrt. Über einen Gehweg knapp am Radlader vorbei quetschen wir uns durch die Absperrung. Ist mal wieder typisch deutsch, alles fertig nur die Markierung fehlt noch. Das kann man nicht provisorisch vor dem Wochenende frei geben, nein da muss erst die Markierung drauf und dann wird das vielleicht eine Woche später freigegeben.
Kurze Zeit später auf der B 48 nochmal das gleiche Spiel ohne Absperrung, nur die fertige Straße ist noch gesperrt. Gut das heute Sonntag ist.
Im Alsenztal begegnen uns massenweise schönste Oldtimer. Wenigstens einen kann ich vor der geschlossenen Bahnschranke ablichten.

In Bad Münster am Stein queren wir die Nahe.

Manchmal ist die Planungseinstellung „kürzere Strecke“ einfach Mist. Anstatt die 3m mehr über die Hauptstraße zu leiten muss man die Stahlrösser durchs Wohngebiet treiben.

Danach entern wir einen Weinberg und düngen die Trauben noch etwas.

In Bingen ist die nächste Baustelle, die uns mit einer viel zu kurzen Ampelschaltung lange aufhält. Die Trottel lernen aber auch gar nichts dazu. Kurze Ampelphasen führen nur zu Staus.
Dann endlich kommt Vater Rhein in Sicht. Obwohl, eigentlich könnte man ihn heute eher Baby Rhein nennen.

Vor der Tour hatte ich die Fähren nochmal überprüft. Da fuhren schon wieder alle. Mittlerweile wohl nicht mehr, weil die Fähre nach Lorch ist out of order. Die Frage heisst zurück nach Bingen oder weiter nach Kaub. Die Entscheidung fällt für Kaub. Glück gehabt. Die Fähre fährt noch.


Aber sonstiger Schiffsverkehr ist eher weniger. Lediglich ein holländisches Containerschiff, oder soll ich zwei sagen, begegnet uns bei der Überfahrt.

Auf der Suche nach einem Café irren wir ein wenig durch Lorch.

Wir dürfen hier durch. Wir haben nämlich ein dringendes Kaffeeanliegen.

Bis wir uns dann hier niederlassen.


Die Jungs sind nett, Kaffee und Kuchen schmecken. Allein die Deutschkenntnisse sind noch ausbaufähig. Aber sie schaffen was!
Im Wispertal, finde ich, ist erstaunlich wenig Verkehr. So lassen wir den Stahlrössern mal die Zügel frei.

Ah jetzt weiß ich auch warum, die Jungs sind alle beim Vesper machen.

Dann geht es auf die Höhen des östlichen Westerwaldes. Irgendwann muss der Kaffee auch wieder raus.

Bestes Wetter, weite Sicht, gute Straßen, was will man mehr.

An der einen oder anderen Straße hier dürfte mein Vater noch mitgewirkt haben in dem er den Bauern die Grundstücke abgekauft hat. So wie er immer erzählt hat war das bei den knorrigen alten Westerwäldern nicht so ganz einfach.
Wir erwischen mal wieder eine Baustelle. Die müsste eigentlich lt. Navi durchs Industriegebiet umfahrbar sein. Tja, die beiden Wege liegen genau nebeneinander nur durch eine 1 m breite Böschung getrennt. Aber wofür hat man eigentlich eine GS…
In Haiger tanken wir an einer freien, aber trotzdem völlig überteuerten Tankstelle.
Auf dem Weg hoch zur Haincher Höhe kann man die Borkenkäferschäden gut erkennen.

Ich war ja schon seit über 40 Jahren nicht mehr hier und unterschätze natürlich die Kurve auf der Höhe so ganz leicht.

Aber auch hier gilt, der Reifen kann mehr als der Fahrer. Danach muss ich zunächst mal meinen Adrenalinspiegel wieder etwas nach unten fahren.
Durch Hainchen durch hoch Richtung alte Eisenstraße. Dann rechts ins Ilsetal. Die Straße ist zwar ziemlich neu gemacht aber auch ziemlich schmal. Bei Gegenverkehr muss einer ins Bankett.

Vor langer Zeit haben wir mal mit unserem damaligen Motorradclub unsere traditionelle Ostermontagsausfahrt hierhin gemacht. Die Stelle finde ich aber nicht mehr wieder. Bin damals mit der XT und Metzler Trial Reifen einen steilen, leicht verschneiten Holzabfuhrweg hochgefahren. Soweit, bis die XT kapituliert hat.
Macht aber Spaß bei minimalem Sonntagsverkehr durchs Tälchen zu fahren.

Kurz drauf ist das Hotel erreicht.

Sieht ja ganz proper hier aus.

Auch das Zimmer ist schön.

Das Ankommbier haben wir auf nach dem Duschen verschoben, damit wir fürs Essen rechtzeitig fertig sind.
Das sieht hier alles frisch renoviert aus.

Auch von hinten alles fein. Der Garten ist tip top gepflegt.

Endlich können wir den Durst stillen. Mit einem leckeren König-Ludwig-Weissbier. Sozusagen als Aperitiv.

Anschließend Hirschkalbsgulasch mit einem halbtrockenen Durbacher Spätburgunder dazu. Äußerst lecker.
Ich ziehe mich relativ früh zurück, ich muss noch ein wenig Tagebuch schreiben. Portos macht noch ein schönes Nachtbild.

Das Frühstücksbuffet enthält alles was man braucht und noch einiges mehr. Soll ich heute Morgen, schließlich ist Sontag, mal sündigen dürfen.

Einmal ist keinmal, also los.
Auch Emil’s Hotel bekommt eine klare Weiterempfehlung. Unter anderem weil die kleinen Croissants auch tatsächlich welche waren. Man merkt die Nähe zu Frankreich.
Zehn nach neun soll die Abfahrt sein. Wer kommt wie üblich zu spät, Portos. Dabei sind es heute 302km und wir sollen bitte zwischen sechs und sieben zum Abendessen da sein. Na denn man Gas.
Pirmasens liegt mitten im Weg. Bei der Planung hatte ich ursprünglich ein anderes Hotel im Auge. Aber Aramis hat hier gebucht. Durch die Stadt durchquälen, auch wenn es Sonntag ist. Och nö. Dann doch lieber ein Stück A62 in Kauf nehmen.
Erst Autobahnzubringer…

… dann dieselbe.

Aber nur zwei Abfahrten weit, dann geht es wieder auf schöne Wege.

Ab und zu gibt es auch mal Aussicht im Pfälzer Wald.

Rumschwuchteln ist heute nicht. Es geht (und muss gehen) eher zügig voran. Da muss der eine oder andere Sonntagsauto- oder -motorradfahrer dran glauben.

Und unsere Reifen, Heidenau K60 und Mitas E07, können mal wieder mehr als die Fahrer sich trauen.

Eigentlich wollten wir bei Hansemann einen zweiten Kaffee schnorren, aber der hat sich leider in einen dreimonatigen Urlaub verdrückt. Zu allen Überfluss ist auch noch die Straße gesperrt. Die Ankündigung haben wir mal wieder ignoriert, irgendwie kommt man sonntags da schon durch. Haben sie aber gut abgesperrt. Über einen Gehweg knapp am Radlader vorbei quetschen wir uns durch die Absperrung. Ist mal wieder typisch deutsch, alles fertig nur die Markierung fehlt noch. Das kann man nicht provisorisch vor dem Wochenende frei geben, nein da muss erst die Markierung drauf und dann wird das vielleicht eine Woche später freigegeben.
Kurze Zeit später auf der B 48 nochmal das gleiche Spiel ohne Absperrung, nur die fertige Straße ist noch gesperrt. Gut das heute Sonntag ist.
Im Alsenztal begegnen uns massenweise schönste Oldtimer. Wenigstens einen kann ich vor der geschlossenen Bahnschranke ablichten.

In Bad Münster am Stein queren wir die Nahe.

Manchmal ist die Planungseinstellung „kürzere Strecke“ einfach Mist. Anstatt die 3m mehr über die Hauptstraße zu leiten muss man die Stahlrösser durchs Wohngebiet treiben.

Danach entern wir einen Weinberg und düngen die Trauben noch etwas.

In Bingen ist die nächste Baustelle, die uns mit einer viel zu kurzen Ampelschaltung lange aufhält. Die Trottel lernen aber auch gar nichts dazu. Kurze Ampelphasen führen nur zu Staus.
Dann endlich kommt Vater Rhein in Sicht. Obwohl, eigentlich könnte man ihn heute eher Baby Rhein nennen.

Vor der Tour hatte ich die Fähren nochmal überprüft. Da fuhren schon wieder alle. Mittlerweile wohl nicht mehr, weil die Fähre nach Lorch ist out of order. Die Frage heisst zurück nach Bingen oder weiter nach Kaub. Die Entscheidung fällt für Kaub. Glück gehabt. Die Fähre fährt noch.


Aber sonstiger Schiffsverkehr ist eher weniger. Lediglich ein holländisches Containerschiff, oder soll ich zwei sagen, begegnet uns bei der Überfahrt.

Auf der Suche nach einem Café irren wir ein wenig durch Lorch.

Wir dürfen hier durch. Wir haben nämlich ein dringendes Kaffeeanliegen.

Bis wir uns dann hier niederlassen.


Die Jungs sind nett, Kaffee und Kuchen schmecken. Allein die Deutschkenntnisse sind noch ausbaufähig. Aber sie schaffen was!
Im Wispertal, finde ich, ist erstaunlich wenig Verkehr. So lassen wir den Stahlrössern mal die Zügel frei.

Ah jetzt weiß ich auch warum, die Jungs sind alle beim Vesper machen.

Dann geht es auf die Höhen des östlichen Westerwaldes. Irgendwann muss der Kaffee auch wieder raus.

Bestes Wetter, weite Sicht, gute Straßen, was will man mehr.

An der einen oder anderen Straße hier dürfte mein Vater noch mitgewirkt haben in dem er den Bauern die Grundstücke abgekauft hat. So wie er immer erzählt hat war das bei den knorrigen alten Westerwäldern nicht so ganz einfach.
Wir erwischen mal wieder eine Baustelle. Die müsste eigentlich lt. Navi durchs Industriegebiet umfahrbar sein. Tja, die beiden Wege liegen genau nebeneinander nur durch eine 1 m breite Böschung getrennt. Aber wofür hat man eigentlich eine GS…
In Haiger tanken wir an einer freien, aber trotzdem völlig überteuerten Tankstelle.
Auf dem Weg hoch zur Haincher Höhe kann man die Borkenkäferschäden gut erkennen.

Ich war ja schon seit über 40 Jahren nicht mehr hier und unterschätze natürlich die Kurve auf der Höhe so ganz leicht.

Aber auch hier gilt, der Reifen kann mehr als der Fahrer. Danach muss ich zunächst mal meinen Adrenalinspiegel wieder etwas nach unten fahren.
Durch Hainchen durch hoch Richtung alte Eisenstraße. Dann rechts ins Ilsetal. Die Straße ist zwar ziemlich neu gemacht aber auch ziemlich schmal. Bei Gegenverkehr muss einer ins Bankett.

Vor langer Zeit haben wir mal mit unserem damaligen Motorradclub unsere traditionelle Ostermontagsausfahrt hierhin gemacht. Die Stelle finde ich aber nicht mehr wieder. Bin damals mit der XT und Metzler Trial Reifen einen steilen, leicht verschneiten Holzabfuhrweg hochgefahren. Soweit, bis die XT kapituliert hat.
Macht aber Spaß bei minimalem Sonntagsverkehr durchs Tälchen zu fahren.

Kurz drauf ist das Hotel erreicht.

Sieht ja ganz proper hier aus.

Auch das Zimmer ist schön.

Das Ankommbier haben wir auf nach dem Duschen verschoben, damit wir fürs Essen rechtzeitig fertig sind.
Das sieht hier alles frisch renoviert aus.

Auch von hinten alles fein. Der Garten ist tip top gepflegt.

Endlich können wir den Durst stillen. Mit einem leckeren König-Ludwig-Weissbier. Sozusagen als Aperitiv.

Anschließend Hirschkalbsgulasch mit einem halbtrockenen Durbacher Spätburgunder dazu. Äußerst lecker.
Ich ziehe mich relativ früh zurück, ich muss noch ein wenig Tagebuch schreiben. Portos macht noch ein schönes Nachtbild.
