Moped einwintern - Sinn und Unsinn der verschiedenen Maßnahmen

Trockenfahren ist doch Klimaschädigend und daher out.

Ich mach das nach dem Waschen mit einem Akkulaubbläser. :LOL:
Abblasen mit dem Draußensauger mach' ich vor der Trockenfahrt. Alles kriegt man dabei nie raus.

Ich halte Waschen und dann in die Garage stellen für extrem kontraproduktiv. Dann lieber dreckig stehen lassen.
 
Ich halte das wie mit allen Gebrauchsgegenständen: Putzen nur wenn's wirklich nötig ist. Ansonsten rein in den Schuppen oder auf den Parkplatz, Dreck konserviert ja auch. Ich benutze die Sachen alle und stelle sie nicht aus. Wenn ich drauf (oder drinnen) sitze, dann müssen die Scheiben und die Spiegel sauber sein, den Rest sehe ich beim Fahren nicht. Vollgetankt wird, wenn der Tank leer ist. Sämtliche Additive und Konservierungsmittel sind m.E. teuer erkaufte Placebos für den Besitzer.
Meine alte Varadero aus dem Jahr 2002 stand früher sogar immer draußen. Da habe ich nie Benzinhähne zugedreht oder die Batterie abgeklemmt. Selbst nach vielen Wochen, Luft rein und vielleicht ein wenig länger beim Anlassen orgeln. Die fährt immer noch und zeigt kaum Alterung, lediglich das Plastik ist was ausgeblichen.
Ich erwarte von einem so teuren Motorrad wie die BMW ähnliches.
 
Da ich fast immer fahre macht einwintern keinen Sinn. Optisch leidet selbst eine teuer bezahlte BMW über die Jahre, nur der Kunststoff ( R 1200 GS K50 triple Black ) nahm bei dieser Behandlung keinen Schaden. Aber sonst lässt die Optik nach einigen Jahren schon zu wünschen übrig. Wobei ich auch nicht putze, außer die Scheibe und die Armaturen. Wie es bei der R 1300 GS sein wird zeigt sich nach ein paar Jahren und vielen Kilometern.
 
Und wie macht ihr das bei Mopeds mit Vergasern (ja, solche gibt es auch noch) - Schwimmerkammer leeren oder nicht? Ich habe da ganz zwiespältige Erfahrungen gemacht. Leert man die nicht, orgelt man zum Saisonstart mitunter fleißig, bis wieder zündfähiger Sprit bereitsteht – was weder die Batterie noch den Anlasser freut. Leert man sie, so können Dichtungen im Vergaser "austrocken". Dann hat man zum Saisonstart eine saubere Überflutung.
 
Und wie macht ihr das bei Mopeds mit Vergasern (ja, solche gibt es auch noch) - Schwimmerkammer leeren oder nicht? Ich habe da ganz zwiespältige Erfahrungen gemacht. Leert man die nicht, orgelt man zum Saisonstart mitunter fleißig, bis wieder zündfähiger Sprit bereitsteht – was weder die Batterie noch den Anlasser freut. Leert man sie, so können Dichtungen im Vergaser "austrocken". Dann hat man zum Saisonstart eine saubere Überflutung.

Ich kippe bei der RT (Vergasermoppett) etwas Baktofin in den nach Möglichkeit vollen Tank.

Allerdings wird die RT bei eisfreien und ungepökelten Straßen im Winter auch gefahren.

Werden die Moppetts, besonders die GS, wegen widriger Wetterverhältnisse längere Zeit nicht bewegt, betätige ich den Batterietrennschalter, da mir sonst die mechanischen Uhren die Batterien leerziehen.

Den 35 - Liter Kunststofftank der GS fahre ich in der Regel vor dem Abstellen bis unter Reserve.

Chrom- und Blechteile werden mit WD40 eingerieben.

Die Schwimmerkammern rühre ich nicht an und auch die Batterie wird, wenn unbedingt nötig, nur vor Inbetriebnahme kurz aufgeladen. Meistens jedoch nicht, was sie mir mit einem langen Leben dankt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann liegen wir ja auf einer Linie ;-)
 
Und wie macht ihr das bei Mopeds mit Vergasern (ja, solche gibt es auch noch) - Schwimmerkammer leeren oder nicht? Ich habe da ganz zwiespältige Erfahrungen gemacht. Leert man die nicht, orgelt man zum Saisonstart mitunter fleißig, bis wieder zündfähiger Sprit bereitsteht – was weder die Batterie noch den Anlasser freut. Leert man sie, so können Dichtungen im Vergaser "austrocken". Dann hat man zum Saisonstart eine saubere Überflutung.
Meine alte Varadero aus dem Jahr 2002 stand früher sogar immer draußen. Da habe ich nie Benzinhähne zugedreht oder die Batterie abgeklemmt. Selbst nach vielen Wochen, Luft rein und vielleicht ein wenig länger beim Anlassen orgeln.
 
Ich mach immer die Schwimmerkammern leer. Hatte noch nie Probleme wegen der Dichtungen.
Wenn der Benzinhahn zu ist, dauerts eh nicht lange, dann ist der Sprit in der Schwimmerkammer verdunstet.
 
Den 35 - Liter Kunststofftank der GS fahre ich in der Regel vor dem Abstellen bis unter Reserve.
Der Tank rostet zwar nicht, aber Kondenswasser will man trotzdem keines drin haben. Das brennt so schlecht.

Wenn die GS keine großen Temperaturschwankungen erfährt, ist es egal. Aber sie z.B. unter der Plane im Freien zu haben (am besten scheint tagsüber noch die Sonne drauf), macht jeden Tag einen dicken Zyklus, bei dem sie sich "einen Schluck" Wasser nimmt. In diesem Fall wäre ein voller Tank sehr hilfreich.
 
Guter Hinweis!

Sie steht zwar nicht im Wohnzimmer, aber in der Garage.

Sollte sich die Inbetriebnahme verzögern, bekommt sie vorab noch 5l frischen Sprit.
 
Also: In unseren Breiten gibt es kein Kondenswasser im Kunststofftank.
Am besten volltanken, damit man bei entsprechendem Wetter direkt startklar ist
 
Auch ne Möglichkeit.

Aber wenn ich zu Bastelzwecken den Tank abnehmen will/muss, dann sind 35l schon eine Hausnummer...💪
 
Wenn sie in der Garage steht, wird sie kaum Temperaturzyklen erfahren. Dann ist alles egal.

Also: In unseren Breiten gibt es kein Kondenswasser im Kunststofftank.

Ich skizziere mal den Pumpeffekt, der unabhängig vom Breitengrad wirkt. Die Physik ist halt überall die gleiche.
  • Tagsüber steht der leere Tank in der Sonne. Die Luft darin erwärmt sich und dehnt sich aus. Über die Entlüftung entweicht sie.
  • Am Abend geht die Sonne weg, es wird kühler. Der Tank auch. Die Luft darin zieht sich wieder zusammen und über die Entlüftung kommt die aktuelle Außenluft rein. Die ist noch warm vom Tag und kann daher mehr Wasser aufnehmen. Das kommt also in der Luft aufgelöst mit in den Tank.
  • Über Nacht wird es richtig kalt, der Taupunkt der Luft im Tank wird unterschritten. Das Wasser fällt aus, kondensiert innen an der Tankwand und läuft runter.
  • Am nächsten Tag das gleiche wieder und so weiter. Am Ende des Winters hat es dann unten im Tank eine Pfütze Wasser - immerhin destilliertes ;) .
 
Wenn sie in der Garage steht, wird sie kaum Temperaturzyklen erfahren. Dann ist alles egal.



Ich skizziere mal den Pumpeffekt, der unabhängig vom Breitengrad wirkt. Die Physik ist halt überall die gleiche.
  • Tagsüber steht der leere Tank in der Sonne. Die Luft darin erwärmt sich und dehnt sich aus. Über die Entlüftung entweicht sie.
  • Am Abend geht die Sonne weg, es wird kühler. Der Tank auch. Die Luft darin zieht sich wieder zusammen und über die Entlüftung kommt die aktuelle Außenluft rein. Die ist noch warm vom Tag und kann daher mehr Wasser aufnehmen. Das kommt also in der Luft aufgelöst mit in den Tank.
  • Über Nacht wird es richtig kalt, der Taupunkt der Luft im Tank wird unterschritten. Das Wasser fällt aus, kondensiert innen an der Tankwand und läuft runter.
  • Am nächsten Tag das gleiche wieder und so weiter. Am Ende des Winters hat es dann unten im Tank eine Pfütze Wasser - immerhin destilliertes ;) .
Ich hätte es nicht besser erklären können 👍🤗
 
Löle!
Hab da mal als Nicht-Physiker grob drüber nachgedacht.
1 m³ Luft bei 80% Luftfeuchte = 6,64g Wasser.
Bei 30 Liter Tankvolumen = 0,03 m³ => 0,20 g Wasser
Volumenänderung Luft ("Pumpen") bei 10° Temperaturdifferenz = Faktor 0,037
Ergäbe 0,0074 g Wasser/Tag (Pumpvorgang) unter der Annahme eines 100% igen Kondenswasserausfalls (was nicht eintritt)
Bei 120 Tagen wären das 0,88 g Wasser.
Zudem beim Erwärmen auch wieder Feuchtigkeit aufgenommen und über die Entlüftung nach Außen abgeführt wird und es somit am Ende fast null sein dürfte.
Kann das zu Schäden führen??
Falls ich Unfug berechnet habe, freue ich mich über Korrektur :)
 
Löle!
Hab da mal als Nicht-Physiker grob drüber nachgedacht.
1 m³ Luft bei 80% Luftfeuchte = 6,64g Wasser.
Bei 30 Liter Tankvolumen = 0,03 m³ => 0,20 g Wasser
Volumenänderung Luft ("Pumpen") bei 10° Temperaturdifferenz = Faktor 0,037
Ergäbe 0,0074 g Wasser/Tag (Pumpvorgang) unter der Annahme eines 100% igen Kondenswasserausfalls (was nicht eintritt)
Bei 120 Tagen wären das 0,88 g Wasser.
Zudem beim Erwärmen auch wieder Feuchtigkeit aufgenommen und über die Entlüftung nach Außen abgeführt wird und es somit am Ende fast null sein dürfte.
Kann das zu Schäden führen??
Falls ich Unfug berechnet habe, freue ich mich über Korrektur :)
Jetzt komm uns bitte nicht mit Logik! 🤩
 
... Wasser, das im Tank kondensiert, würde nach unten absinken, da es schwerer ist. Das Bezin steht also darüber, da es leichter ist.

Über dem Bezin im Tank steht ein Benzindampf-Luftgemisch.

Ohne irgendwas berechnen zu wollen (oder auch zu können): Während der Winterpause wird groß keine Außenluft in den Tank eindringen können.
Denn wenn das so wäre und es würde Wasser im Tank kondensieren, würden unsere Maschinen im Frühjahr allenfalls noch kurz anlaufen
und dann sofort wieder ausgehen. Ich habe sowas jedenfalls noch nie erlebt. Sonst jemand?
 
Die für mich seit Jahren bewährte Methode zur Konservierung im Winter ist Silikonspray und zum Abputzen Baumwolle Einmalhandschuhe von eBay oder Amazon.

Bis auf Bremse und Reifen alles grosszügig einsprühen. Besonders die elektrischen Verbindungen und beweglichen Teile.

Danach die Baumwollhandschuhen anziehen und überall den Überschuss abwischen. Der Dreck bleibt dabei im Handschuh.

Die Hände bleiben unverletzt und man kommt besser als mit nem Lappen in die kleinsten Ecken.

Dort wol man hinterher kein Silikon haben möchte einfach nen Handschuh mit Glasreiniger einsprühen und abwischen. Griffe und Display zB.

Geht superschnell und schützt vor Korrosion.

Das Bike sieht danach aus wie neu.

Batterie... Seit 7 Jahren hängt die Batterie am Cetek per Direktanschluss wenn ich nicht fahre.

Hat sich bewährt und auch meine Harley war immer am Cetek seit 2016 als die originale Batterie den Geist aufgab.
 
Das Bike sieht danach aus wie neu.
Was hat man davon? Wird doch nach der nächsten Fahrt eh wieder schmutzig? Das wäre mir alles viel zu anstrengend. Mein Motorrad steht in der Garage und wird von niemanden beachtet. Mein Staubsauger steht im Schrank und wird auch nicht geputzt. Der soll saugen und gut is. Moped soll fahren, Spaß machen und gut is.
 
Was hat man davon? Wird doch nach der nächsten Fahrt eh wieder schmutzig? Das wäre mir alles viel zu anstrengend. Mein Motorrad steht in der Garage und wird von niemanden beachtet. Mein Staubsauger steht im Schrank und wird auch nicht geputzt. Der soll saugen und gut is. Moped soll fahren, Spaß machen und gut is.

Traurig. Ganz schön Emotionslos.
 
Was hat man davon? Wird doch nach der nächsten Fahrt eh wieder schmutzig? Das wäre mir alles viel zu anstrengend.

Nja Ich esse ja auch und werde auch wieder hungerig, ich wasche mich und wede auch wieder dreckig….etc.
Ist zwar auch eine Argumentationskette (jeder wie er es mag) aber nicht mein Ding. muss es auch nicht…..
 
Rechnen muss man da nichts, dafür gibt es Tabellen.

Grob gesagt der Wassergehalt für 1 Kubikmeter Luft und 100% Feuchte:

0°C - 5 g
15°C - 13 g
30°C - 30 g
 
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