Moped einwintern - Sinn und Unsinn der verschiedenen Maßnahmen

... Wasser, das im Tank kondensiert, würde nach unten absinken, da es schwerer ist. Das Bezin steht also darüber, da es leichter ist.

Über dem Bezin im Tank steht ein Benzindampf-Luftgemisch.

Ohne irgendwas berechnen zu wollen (oder auch zu können): Während der Winterpause wird groß keine Außenluft in den Tank eindringen können.
Denn wenn das so wäre und es würde Wasser im Tank kondensieren, würden unsere Maschinen im Frühjahr allenfalls noch kurz anlaufen
und dann sofort wieder ausgehen. Ich habe sowas jedenfalls noch nie erlebt. Sonst jemand?
Der Tank "atmet" bei Temperaturschwankungen. Wird es kälter, ziehen Benzin und Luft sich zusammen und es strömt Luft von außen nach. Wird es wärmer, geht es umgekehrt. Wenn man mit vollem Tank überwintert, ist das Luftvolumen gering und es sollte nicht passieren. Ist der Tank fast leer, kann es schon ein wenig Wasser im Tank geben. Damit man das bei Starten merkt, müsste es schon eine größere Menge sein. Ich hatte das mal beim Tank eines Außenborders eines Segelbootes. Wenn ich unter Motor fuhr und es gab ein paar Wellen, ging auf einmal der Motor aus. Wenn es ruhiger wurde, sprang er wieder an. Ich habe dann aus dem 20 l Tank ca. 200 ml Wasser rausgeholt, die da am flachen Boden rumwaberten und bei Schwell auch mal in den Ansaugschlauch kamen. Der Tank war natürlich am Wasser in recht feuchter Umgebung. Aber es gibt auch durchgerostete Motorradtanks, woher wohl?
 
Ich habe doch geschrieben, es soll fahren und Spaß machen. Für mich sind das Emotionen. Putzen, ob Motorrad oder Klo, ist eher lästig und für mich eine negative Emotion.
Aber jeder wie er mag.

Ist ja auch nur meine Meinung. Für mich gehört das genauso wie das fahren dazu, zumindest ab und zu und danach erfreue ich mich an einem sauberen blinkenden Schätzchen.
 
Der Eine oder Andere mag das Putzen des Motorrad auch als meditative Ablenkung mit dem Ergebnis das ersann sieht was er bewirkt hat. Das ist dann für denjenigen gut und richtig. Ich bin auch eher der Fahrer, dem das technische Funktionieren wichtig ist......der Rest ist mir nicht so wichtig. Wenn es anders wäre könnte ich ja nie über gesalzene Straßen fahren.
 
Rechnen muss man da nichts, dafür gibt es Tabellen.

Grob gesagt der Wassergehalt für 1 Kubikmeter Luft und 100% Feuchte:

0°C - 5 g
15°C - 13 g
30°C - 30 g
Einen Hub von 0°C auf 30°C und zurück halte ich für möglich, wenn das Moped draußen in der Sonne steht und es Nachts kalt wird. Allerdings sind das Zahlen für 1 m³. Bei 20 Liter Luft im Tank bleibt von den 25 g nur noch ein halbes übrig. Also wahrscheinlich macht das gar nix.
 
Einen Hub von 0°C auf 30°C und zurück halte ich für möglich, wenn das Moped draußen in der Sonne steht und es Nachts kalt wird. Allerdings sind das Zahlen für 1 m³. Bei 20 Liter Luft im Tank bleibt von den 25 g nur noch ein halbes übrig. Also wahrscheinlich macht das gar nix.
So ist es.
Das war auch nur als Ergänzung zu den weiter oben ohne klaren Zusammenhang genannten Zahlen bzgl. max. Feuchtegehalt der Luft.
 
Wieder was gelernt. Klar ist es unpraktisch, einen vollen Tank zu haben, wenn man den für Winter-Bastelarbeiten abnehmen muss. Aber dann steht das Moped vermutlich temperiert. Da passiert dann auch unter den obigen übertriebenen Randbedingungen nichts. Da ich über den Winter noch nie am Moped rumgeschraubt habe und gerne ein losfahrbereites Fahrzeug in der Garage habe, würde ich natürlich auch weiterhin vor dem Winter volltanken. Und: Wer weiß, was der Sprit im Frühjahr kostet 😂 ?
 
Rechnen muss man da nichts, dafür gibt es Tabellen.

Grob gesagt der Wassergehalt für 1 Kubikmeter Luft und 100% Feuchte:

0°C - 5 g
15°C - 13 g
30°C - 30 g
Löle!
100% Luftfeuchte kommt in der Regel nicht vor, da es dann meist zu Regen kommt ;)
Normalerweise haben wir unter 80% relative Luftfeuchte, weshalb ich die dafür genannten Werte genommen habe. Erwärmt sich die Luft, wird der Wassergehalt auch nicht mehr, es bleibt bei den genannten Gramm Wasser, da die Luft bei höheren Temperaturen aber mehr Wasserdampf aufnehmen könnte, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit.

Sinkt die Temperatur, sinkt auch die Wasserdampfaufnahmefähigkeit und die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Der absolute Wassergehalt in Gramm bleibt dabei gleich, bis es bei 100% rel. Luftfeuchtigkeit zu Kondensatausfall kommt.

So halten wir auch unsere Wohnungen und Häuser trocken: Warme/feuchte Luft rauslüften <> trockene kalte Luft herein. Diese kann beim erwärmen mehr Feuchtigkeit aufnehmen, Wände / Polster usw. werden trockener, dann wieder lüften...

Und ein Kondensatausfall von 0,0074 g Wasser dürfte auf der inneren Tankoberfläche kaum zu ablaufenden Tropfen führen.
 
Und ein Kondensatausfall von 0,0074 g Wasser dürfte auf der inneren Tankoberfläche kaum zu ablaufenden Tropfen führen.
Du kommst nach langer Rede zum gleichen Schluss, wie bereits mehrere vor dir. Schön, dass wir uns jetzt alle einig sind und jeder weiterhin macht, was er will :D .
 
Du kommst nach langer Rede zum gleichen Schluss, wie bereits mehrere vor dir. Schön, dass wir uns jetzt alle einig sind und jeder weiterhin macht, was er will :D .

Leute seid friedlich, wenigstens zu Weihnachten. Trotz aller theoretischen Betrachtungen das das Wasser im Tank so gering ist kommt es doch vor das Tanks ( aus Metall) durchrosten. Hier kommt dann zeitlichr Komponente zum Tragen, auch vermeintlich geringe Mengen Wasser können sich über die Zeit läppern und Korrosionsschäden herbeiführen. Jedoch fahren die meisten ihre Maschine garnicht so lange bis das zum Ttragen kommt. Ich mache jedenfalls den Blechtank meiner 1150 GS immer voll. Bein überwintern und auch wenn ich von einer Tour zurückkomme und das seit über 20 Jahre bei der gleichen Maschine.
 
Ja, und das, obwohl man beim Einwintern möglicherweise mehr falsch machen kann als beim Stilfser Joch.
 
Hallo zusammen,

wie handhabt ihr die anstehende Winterpause?

Also Motorrad aufbocken, sodass die Räder entlastet sind und volltanken ist klar. Wie macht ihr das mit der Batterie? Baut ihr die aus oder habt ihr ein Batterieerhaltungsladegerät? Wenn ja, habt ihr Produktempfehlungen?

Gruß, Ezzpi
 
Also im Laden sehe ich keine aufgebockten bikes. Einige hängen ab & an an einer Erhaltungsladung via originalem BMW Motorrad Ladegerät.
Ganz Vorsichtige tanken immer noch voll, damit der Plastiktank nicht von innen rostet; gibt es noch welche hier, die Kerzen ausbauen und Öl in die Brennräume träufeln & dann von Hand den Motor durchdrehen? Oder einen ölgetränkten Lappen in den Auspuff stecken?
Am wichtigsten ist (ernsthaft jetzt) ein trockener & frostfreier Abstellplatz.
 
Die Antwort könnte komplex ausfallen, hielte man sie allgemein: Alle möglichen Motorräder und Unterbringungsmöglichkeiten betreffend ... oder nur auf Dein Modell und Deinen Fall bezogen. Ich nehme an, Du interessierst Dich für letzteres.

Mit einem Hauptständer würde ich mir keine Gedanken um das Entlasten der Räder machen, aber die R12 G/S hat offenbar keinen. Also Entlasten willst Du sie ohnehin.
Du frägst nach Empfehlungen für ein Batterieerhaltungsgerät? Kann ich Dir nicht liefern, entnehme daraus aber, dass Du Strom am Unterstellort (Garage?) hast.
Also weshalb dann Batterie ausbauen. Erwartest Du dauerhaft Minusgrade in der Garage?

Für meinen Teil würde ich die Batterie nicht dauerhaft unter Strom setzen, sondern vielleicht alle ein oder zwei Monate ein paar Stunden ans Ladegerät hängen.
Dazu braucht es kein besonderes, lediglich CAN-Bus-tauglich (ich weiß, ich weiß ... hängt euch nicht an diesem Ausdruck auf).

Die R12 G/S hat einen Stahlblechtank. Da kann man sich tatsächlich Gedanken machen, wie man bei längeren Standzeiten damit umgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
vorbereiten auf den Winter? solche Gedanken machen sich auffalend viel mehr Käufer von neuen Maschinen..
20 AH Lifepo drinlassen. Motorrad in der Garage lassen, aber ganz vorschieben damit das Auto auch noch Platz hat.
Ledeklamotten Fetten säubern, Stiefel wegräumen usw.. Haedset aufladen, Helm wegpacken.
Alle paar Wochen oder Monate mal aufs Handy schauen, was die Spannung Intact Batteriechecker macht.
Tank voll machen? warum ? der Blechrand beim Deckel ist so wie so verrostet da etwas Fett draufgeben.
Reifen entlasten? dafür sind die gebaut..
Kümmer polieren, ok

solange Ölfreds oder Batteriefreds lesen.. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz Vorsichtige tanken immer noch voll, damit der Plastiktank nicht von innen rostet;

Sehr schön! ;) Aber im Ernst: Vor der Winterpause volltanken macht heutzutage immer noch Sinn, kostet der Sprit in 6 Monaten doch wahrscheinlich schon 2,98,- der Liter... :(

Die meisten Batterien werden den Winter über "zu Tode" gepflegt. Wenn die intakt ist und nochmal eine ordentliche Saisonabschlussrunde gedreht wird, sollte die bis zum nächsten Frühjahr ausreichen. Tiefe Fröste und die Abwesenheit einer DWA mal vorraus gesetzt.
 
Solange die Straßen nicht gepökelt oder überfroren sind, sehe ich keinen Grund für eine Winterpause.

Ansonsten Tank füllen, Lifepo ausbauen (->Brandgefahr).

Sollte eine richtige Batterie vorhanden sein: Masse abklemmen und auf keinen Fall ans Erhaltungsladegerät anschließen. Allerhöchstens einen Tag vor Wiederinbetriebnahme, wenn überhaupt.
 
Brandgefahr = Gibt es nachgewiesenermaßen bei Lifepo4 nicht, nicht mehr als bei Blei.
Eine Lifepo4 ist eine "Richtige Batterie" seit 20 Jahren, sogar in der Erstausstattung bei BMW Motorrad.
Muss meine 10 KWh Lifepo4 im Keller auch nicht im Winter "ausbauen. "
 
Brandgefahr = Gibt es nachgewiesenermaßen bei Lifepo4 nicht, nicht mehr als bei Blei.
Eine Lifepo4 ist eine "Richtige Batterie" seit 20 Jahren, sogar in der Erstausstattung bei BMW Motorrad.
Muss meine 10 KWh Lifepo4 im Keller auch nicht im Winter "ausbauen. "

Nicht, oder nicht mehr als bei Blei?

Wo bzw. durch wen wurde es nachgewiesen?

Werde bitte konkret!
 
... Ansonsten Tank füllen, Lifepo ausbauen (->Brandgefahr) ...
Gegenfrage: Wie hoch schätzt Du die Gefahr (Wahrscheinlichkeit) ein?
Gibt's auch dazu eine belastbare Quelle?

Ich hab zwar solch hochmodernes Zeug nicht, aber interessieren tut es mich schon.
 
Gegenfrage: Wie hoch schätzt Du die Gefahr (Wahrscheinlichkeit) ein?
Gibt's auch dazu eine belastbare Quelle?

Ich hab zwar solch hochmodernes Zeug nicht, aber interessieren tut es mich schon.

Vor drei Jahren fing bei einem Motorradkumpel von mir die relativ neu eingebaute LifePO4 während der Fahrt an zu brennen.

Zu seinem großen Glück konnte er geistesgegenwärtig den Masseanschluss trennen.

Die Feuerwehr rückte mit sechs Mann an und holte die Batterie aus dem Motorrad, um sie in einen Löschbehälter zu stellen.

19335.jpg

102530.jpg

Mir hat das als Argument gereicht.

Letztendlich ist die Batteriepflege nur ein kleiner Teil der Überwinterungsprozedur.

Mein Beitrag stellt auch nur meine Sicht der Dinge dar. Jeder soll es so handhaben, wie es beliebt.
 
Nachvollziehbar, dass ein Erlebnis aus dem nahen Umfeld die persönliche Haltung beeinflusst.

Ebenso nachvollziehbar, dass sich nicht jeder Einzelfälle zu eigen macht und eine Gefahr für sich daraus ableitet.
Mir ist - vom Fall oben abgesehen - noch keine Empfehlung begenet, Akkus (welchen Typs auch immer) wegen Brandgefahr zu Beginn einer Winterpause auszubauen.
 
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