Die Debit Karte ist eine Kreditkarte.
Das ist so leider nicht richtig. Bei einer Kreditkarte laufen die Buchungen beim Kreditkartenunternehmen auf, sie werden dann einmal im Monat beglichen, durch Einzug vom Girokonto oder durch Überweisung. Damit hat man einen Zahlungsaufschub, also tatsächlich einen Kredit. Man kann oftmals auch Geld auf das Kreditkartenkonto überweisen und damit den verfügbaren Betrag erhöhen.
Bei einer Debitkarte (Debit = Abbuchung) wird der Betrag direkt dem Konto belastet. Für die Zahlung muss daher zu diesem Zeitpunkt genug Guthaben vorhanden sein. Vermutlich steht da auch irgendwo Visa oder Master drauf. Das jeweilige Unternehmen verdient kräftig mit. Diese Art der Abrechnung ist damit vergleichbar zum Einsatz der früheren EC-Karte. Allerdings ist die Gebührenstruktur bei der Debitkarte eine andere und leider höher als bei der früheren EC-Karte. Daher bieten die deutschen Banken die Girocard an.
In Deutschland und der EU fallen 0,8% bis 1,5% an Kosten bei Bezahlungen mit der Debit- oder Kreditkarte an, die der Händler zu tragen hat. Wenn man in Neuseeland bezahlt, kommen die Gebühren on top, der Bezahlende zahlt diese. Dazu kommen die Kosten für die Lesegeräte und das WLAN-Netz für die drahtlose Übermittlung.
Bei den EC-Zahlungen lagen die Gebühren deutlich niedriger. Daher akzeptieren viele auch die Girocard. Wenn man die Bank geeignet wählt, kann man die Girocard auch im Handy-Wallet als Bezahlmethode verwenden. Oder es gibt eine eigene App. Leider geht die Bezahlung dann aber nur in den EU-Ländern. Behogen auf die Abhebungen von Bargeld hat sich an der Gebührenstruktur wenig geändert. Auch früher konnte man nicht mit jeder EC-Karte an jedem Automaten gratis Geld abheben. Man war auf den jeweiligen Automatenverbund des Banksystems angewiesen.
Bei meinem Motorradhändler lege ich die Girocard vor und unterschreibe, es gibt eine Lastschrift. Die Gebühren dafür sind minimal. Dafür zahle ich 13³ im Jahr an die Bank für diese Girocard. Meine beiden Kreditkarten sind gratis. Es gibt mittlerweile auch immer mehr Lokale, die keine "Kartenzahlung" mehr akzeptieren. Ich hatte kürzlich ein Gespräch, warum das so ist. Mir wurde gesagt, dass der Wirt die 500€ monatlich anfallenden Gebühren für die Kartenunternehmen nicht mehr tragen kann. Wir hatten genug Bargeld dabei.
Gruß
Klaus