Kühlwesten (aus gegebenem Anlass ;-) )

Wir hatten unsere Altherren-Jahrestour vom 25.06. - 28.06. Weserbergland. Genau in diesem Zeitraum kochte der Planet. In der Spitze gab es 40 Grad. Mein Bruder hatte für uns alle Inuteq-Kühlwesten dabei. Er verkauft die Dinger (Arbeitsschutz) und hatte 5 Probewesten vom Hersteller zu Testzwecken erhalten. Es war diese hier
https://inuteq.com/de/bodycool-smart-valve/#black
Befüllung und Handling am Anfang ungewohnt. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Morgens vor der Tour befüllt, verteilt und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Hielt den ganze Tag. Wenn man sie erste während der Tour anziehen/aktivieren will geht das auch recht schnell (normales Leitungswasser entweder dabei haben oder z.B. an der Tanke besorgen). Temperaturunterschied sehr gut (locker 10 Grad) und ein echter Segen. Luftzufuhr durch die Jacke auf die Weste sollte vorhanden sein (Lüftungsschlitze etc.).
Ich hatte mich bisher mit dem Thema noch überhaupt nicht beschäftigt. Auch vor der Tour nicht. Am Treffpunkt hat mein Bruder dann die Westen verteilt. OK, kann ja nicht schaden und somit ausprobiert. Toll. Sehr angenehm. Die hängt jetzt gut getrocknet im Schrank für die nächste Höllenglut. Musste ich haben!
Welche Marke muss jeder selber wissen. Bei extremen Temperaturen ist die ab sofort immer mit dabei.

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Auch ich zählte mich bislang zu den Skeptikern, was Kühlwesten und deren effektive Wirkung angeht.

Pünktlich vor meiner > 3.000 km Tour durch die Dolomiten / Alpen bis runter zum Gardasee war die BMW-Kühlweste dann plötztlich im Angebot.
Da konnte ich dann nicht wiederstehen und habe zugeschlagen.

Was soll ich sagen? Ich bin restlos begeistert!

Mit kaltem Wasser ausgiebig übergossen / kurz darin "gewässert" hält die BMW-Kühlweste wirklich sehr angenehm kühl.

Unter der Kühlweste habe ich nur ein Funktions-TShirt (Moped-Unterwäsche) angezogen.
Darüber dann meine BMW Rallye GTX Jacke (natürlich ohne das Goretex-Outsert). Jede andere gut durchlüftete Jacke / Mesh-Jacke dürfte es natürlich ebenso tun.

Die BMW Rallye GTX ist an sich schon exzellent durchlüftet. Dadurch kommt also viel Fahrtwind an die BMW Kühlweste, insbesondere vorn, also an der Brust.
Unter diesen Konditionen hält die Kühlweste vorn (an der Brust), wo der Fahrtwind hauptsächlich wirkt, gute 2 h lang schön kühl.
Dann lässt die Wirkung vorn aber spürbar nach, während es hinten am Rücken immer noch angenehm kühl ist.

Für mich kein Problem, da ich sowieso spätestens nach jeweils 2 h eine Pause einlege und die Kühlweste dann nachwässern kann.
Das ist zur Not auch in einem Müllbeutel / einer Plastiktüte und mit 0,5 l Trinkwasser (selbst wenn es lauwarm ist) möglich.

Ich trage die Kühlweste bereits ab + 28°C. Bis + 34°C (heißer war es bei der Tour nicht) habe ich dank der Kühlweste nicht geschwitzt.
Welche Erleiterung im Vergleich zu früher! Hammer!!!

Allerdings sollte man kein Poblem damit haben, dass sich Brust und Rücken feucht anfühlen.
Der Körper wird zwar nicht wirklich feucht (geschweige denn nass), die durch die Verdunstung erzeugte Kälte fühlt sich aber so an.
Ich schwitze am Oberkörper recht stark, daher bin ich das "Feuchte"-Gefühl ja gewohnt, für mich also kein Problem.

Und die über der Kühlweste getragenen Klamotten wie z. B. Nierengurt, Halstuch und natürlich die Mopedjacke werden tatsächlich "klamm".
Aber das werden sie ohne Kühlweste durch das Schwitzen des Körpers ja ebenso.
 
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