Kabeldefekt / Nagerschaden?

@Mr_Wolf
Zu spät - habe jetzt die einfachere Lösung implementiert.
Trotzdem danke für deine Tips - hilft dem Nächsten der mit dem Anschluß der DWA zu kämpfen hat.
Gruß

Hans
 
Vorsicht: Habe mit dem kleinen Finger mal in die Buchse getastet um zu erkennen ob das was drin ist.
Es ist - habe einen blutenden kleinen Finger wieder rausgezogen. Die Kontakte (nehme ich an) darin sind messerscharf.
Die Buchse ist in der Tat nicht leer. Da ist der Terminierungswiderstand für den CAN-Bus drin, wenn keine DWA vorhanden ist.
Der Stecker muss deswegen immer an der Buchse angeschlossen sein, selbst wenn da augenscheinlich kein Gerät dran hängt.
 
Habe die Maschine mal gestartet ohne Stecker in der Buchse - hat funktioniert.
Hoffentlich war das kein Fehler.
Gruß

Hans
 
Leider zu Spät gesehen, sonst hätte ich Dir sowas Empfohlen.
Geiles Zeugs, verschweißt mit sich selbst (allerdings nur mit sich selbst) und wesentlich flexibler als Panzertape.
Das muss jetzt nicht Tesa sein, gibt auch andere - habe jetzt nur auf die schnelle das Bild gefunden.
1773682488978.png
 
Habe die Maschine mal gestartet ohne Stecker in der Buchse - hat funktioniert.
Hoffentlich war das kein Fehler.
Gruß

Hans
Ne, ist kurzzeitig schon OK solange der Bus am anderen Ende (Cockpit-Einheit) noch terminiert ist. Dauerhaft würde sich aber der Fehlerspeicher füllen, weil die Kommunikation auf dem Bus ohne Terminierung an beiden Enden deutlich an Robustheit verliert.
 
Habe die Maschine mal gestartet ohne Stecker in der Buchse - hat funktioniert.
Hoffentlich war das kein Fehler.
Das kann funktionieren, muss es aber nicht und kann auch - als Zwischending - zu einer Unzuverlässigkeit führen, wie von @Mr_Wolf beschrieben.
Spätere Folgen oder gar Schäden sind jedoch unwahrscheinlich.
 
@Mr_Wolf
Ne, ist kurzzeitig schon OK solange der Bus am anderen Ende (Cockpit-Einheit) noch terminiert ist. Dauerhaft würde sich aber der Fehlerspeicher füllen, weil die Kommunikation auf dem Bus ohne Terminierung an beiden Enden deutlich an Robustheit verliert.
Wieso kennst du dich so gut mit der Elektrik aus und was bedeutet „terminiert“?
Gruß
Hans
 
Klugscheiss:

In der Elektrotechnik und Informationstechnik bedeutet Terminierung, dass ein Bussystem an seinen physikalischen Enden mit einem Abschlusswiderstand versehen wird.

Diese Maßnahme ist entscheidend für eine stabile Datenübertragung und erfüllt zwei Hauptaufgaben:
  1. Vermeidung von Signalreflexionen: Ohne Terminierung treffen die elektrischen Signale am Ende der Leitung auf einen offenen Stromkreis und werden wie ein Echo zurückgeworfen. Diese reflektierten Signale überlagern sich mit neuen Daten und verursachen Übertragungsfehler.
  2. Definition des Pegels: Der Widerstand sorgt dafür, dass die Signalleitungen bei Inaktivität einen definierten elektrischen Zustand einnehmen (z. B. 60 Ohm Gesamtwiderstand bei einem korrekt terminierten CAN-Bus).
 
@Mr_Wolf

Wieso kennst du dich so gut mit der Elektrik aus und was bedeutet „terminiert“?
Gruß
Hans
Ist nun mal das, was ich mache, wenn ich nicht Motorrad fahre, Ski fahre, sonst irgendwie in die Berge gehe, in Motorradforen abhänge, etc. Also wenn ich hin und wieder mal arbeite...

Zum Thema CAN-Terminierung hat GS-Dirgi alles perfekt zusammengefasst. Fällt mir sonst nix weiteres dazu ein.
 
Zum Thema CAN-Terminierung hat GS-Dirgi alles perfekt zusammengefasst. Fällt mir sonst nix weiteres dazu ein.
Gebe zu, für die Formulierung war die KI zuständig - Aber es passt - Kannte das noch vom alten BNC Netzwerk, da musste auch immer terminiert werden
 
In der Elektrotechnik und Informationstechnik bedeutet Terminierung, dass ein Bussystem an seinen physikalischen Enden mit einem Abschlusswiderstand versehen wird.
Buuhh !
Wenn der Abschlussstecker der Terminierung dient, dann sitzt darin natürlich ein Terminator !
Das ist (in diesem Zusammenhang) zwar das Gleiche, klingt aber viel geiler als Dein KI-Text.
Ist nun mal das, was ich mache, wenn ich nicht Motorrad fahre, Ski fahre, sonst irgendwie in die Berge gehe, in Motorradforen abhänge, etc. Also wenn ich hin und wieder mal arbeite...
Was ? Ich dachte, die GS-Fahrer sind alles Rentner ... alte Säcke wie ich ;)... aber tatsächlich gab es davor auch bei mir mal eine CAN-Bus Zeit.
Kannte das noch vom alten BNC Netzwerk, da musste auch immer terminiert werden
Auch in der ISDN-Zeit hatte man noch damit zu tun. Weil sich die Physik nicht geändert hat, gilt das grundsätzlich für die aktuellen Netzwerktopologien auch noch, nur hat man da Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, wobei die passende Impedanz immer geräteintern hergestellt wird, also ohne separaten Abschlusswiderstand (ein Aufteilen der Verbindung auf mehrere Geräte ist nur mit zusätzlichen Geräten - Hubs oder Switches - möglich).
Fällt mir sonst nix weiteres dazu ein.
Für den Normalgebrauch reicht die Kurzfassung sicherlich aus. Wer es etwas genauer will, liest den Wikipedia-Artikel dazu:
und wirft mal einen Blick ins Schaltbild des Motorrads. Denn was hier höchstwahrscheinlich stimmt, muss nicht für jedes Fahrzeug gelten. Ich habe auch schon Schaltbilder gesehen, wo solche Abschlusstecker irgendwelche Brücken haben, für eine Alarmanlage könnte das z. B. eine Leitung zum Unterbrechen der Zündung sein.
 
@Eckart
@Mr_Wolf

Um jetzt nicht ganz blöde dazustehen habe ich auch mal CAN-Bus gegoogelt und folgendes gefunden hier:

….. Die Nachteile dieser Bustopologie wirken sich wie folgt auf den CAN-Bus aus:
  • ……
  • ……
  • Um die Signalgüte zu optimieren, müssen die Enden der Busleitung mit Abschlusswiderständen "terminiert" werden. Besonders bei hohen Übertragungsgeschwindigkeiten kann ein nicht richtig terminiertes Kabelende den gesamten Bus funktionsunfähig machen.

Also was ich jetzt gelernt habe: Einfach abschneiden oder „baumeln“ lassen geht heutzutage nicht mehr.
Gruß
Hans
 
Also was ich jetzt gelernt habe: Einfach abschneiden oder „baumeln“ lassen geht heutzutage nicht mehr.
Dass es doch geht, hast Du doch mit Deinem eigenen Experiment bewiesen ?!
Google bzw. die dahinterliegende Quelle (???) haben mit ihrer allgemeinen Aussage natürlich trotzdem recht und selbstverständlich hat es auch einen Grund, dass BMW den Abschlusswiderstand vorsieht, denn es geht eben nicht unter allen Umständen. In diesem Sinne sind ja die durchaus "legal" vorkommenden Stichleitungen schon eine Einschränkung. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird ja sicherlich auch nicht höchstmöglich festgelegt sein, sondern im Interesse der Störsicherheit nur so hoch wie nötig
 
Moin,

soweit ich weiß, ist die DWA ein LIN Bus (Master Slave) Gerät und benötigt deshalb auch keinen Abschlusswiderstand.
Ich schaue mir heute Abend den Stecker aber mal an.
 
Die Übertragungsgeschwindigkeit wird ja sicherlich auch nicht höchstmöglich festgelegt sein, sondern im Interesse der Störsicherheit nur so hoch wie nötig
500kbps bei der F800 (K72), falls es jemanden interessiert.

Moin,
soweit ich weiß, ist die DWA ein LIN Bus (Master Slave) Gerät und benötigt deshalb auch keinen Abschlusswiderstand.
Ich schaue mir heute Abend den Stecker aber mal an.
Bei meiner F800 und bei der von Hans-Stephan ist es ganz sicher ein CAN-Teilnehmer. Eine herstellerseitig verbaute DWA ohne Anschluss am CAN-Bus würde mich ehrlich gesagt wundern.
 
Freunde,
obwohl der Faden ja weiter mit Interesse geknüpft wird, habe ich trotzdem noch einen:
Heute habe, ich wie von Eckart empfohlen, nach weiteren möglichen Nageschäden gesucht.
Die gute Nachricht: Es wurde nur weniger Wichtiges angeknabbert.

IMG_0346.jpeg

Der noch zu bewertende sonstige Fund:

IMG_0349.jpeg
Frage: Gehört da ein Terminator drauf?
Von der linken Seite fotografiert, das Seitenteil abgeschraubt.

Kann sein das ich jetzt „Widerstandsmäßig“ hypersensibilisiert bin.
Gruß

Hans
 
Kommando zurück 😇

ich hatte den Stecker verlegt um etwas Stauraum für Kleinigkeiten zu haben und hatte mich vor 5 Jahren schon das gleiche gefragt.
Die Kabelfarben und der Abschlusswiderstand sagen ganz klar CanBus,
DWA.jpeg
 
Der noch zu bewertende sonstige Fund:

Anhang anzeigen 39110
Frage: Gehört da ein Terminator drauf?
Von der linken Seite fotografiert, das Seitenteil abgeschraubt.

Kann sein das ich jetzt „Widerstandsmäßig“ hypersensibilisiert bin.
Gruß

Hans
Ohje, jetzt haben wir Dich völlig verunsichert... Keine Sorge, die Motorradsaison ist gesichert - dass da unten ein loser Stecker rumbaumelt, ist nicht sonderlich elegant aber normal. Das ist der Stecker für die Tankentlüftung des in USA obligatorischen Aktivkohlefilters. In Deutschland ist das nicht nötig, aber es ist halt der gleiche Kabelbaum. Den Stecker hätte man wirklich eleganter verstauen können, als es BMW hier gemacht hat.
Und nochmal Entwarnung: Die einzige "lange Leitung" (nach elektrotechnischer Definition) im Kabelbaum der F800 ist der CAN-Bus. Sonst muss nichts terminiert werden.
 
Gehört da ein Terminator drauf?
Auch wenn die Terminatorfrage beantwortet wurde - gesteckte Steckverbindungen sind ja halbwegs gegen Umwelteinflüsse geschützt, anders als unbenutze Steckverbindungen, die offen verstärkt Korrosionseinflüssen wie Feuchtigkeit und Staub ausgesetzt sind. Für Anschlüsse, die im Laufe des Motorradlebens nie belegt werden, spielt das keine Rolle, aber in anderen Fällen ist es keine schlechte Idee, unbenutze Steckverbinder mit einer Kappe oder notfalls Isolierband zu schützen, auch wenn der unbenutze Anschluss keine elektrischen Verbindungen wie Abschlusswiderstände erfordert.
 
Kommando zurück 😇

ich hatte den Stecker verlegt um etwas Stauraum für Kleinigkeiten zu haben und hatte mich vor 5 Jahren schon das gleiche gefragt.
Die Kabelfarben und der Abschlusswiderstand sagen ganz klar CanBus,
Anhang anzeigen 39132
@MichaelR
Michael,
ich habe eine Verständnisfrage:
Bei meiner Maschine steckt der Stecker in einer Dose mit Abschlusswiderstand.
Bei dir scheint das Kabel - wohin zu führen? Zur DWA?
Gruß

Hans
 
Zurück
Oben Unten