Gibt es hier einen Anwalt für Arbeitsrecht?

Den Hinweis, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu beauftragen hast Du hier mindestens schon 10 x erhalten, mach das doch einfach.
hab ich doch schon....dann wurde die Kündigung zurück genommen und jetzt versuchen sie es auf einem anderen Weg.
Übrigends gibt es auf dem Firmengelände keine Hinweisschilder auf Videoüberwachung.
 
Klingt etwas komisch,
der Junior Chef ist zu sehen, ein frankierter Brief liegt im Briefkasten,
steht da auch Einschreiben drauf ?
Denn sowas muss ich ja nicht selbst vorbei bringen.
Vielleicht wollte er zeitgleich kontrollieren ob du als Krankgeschriebener auch zu Hause bist. Sprich : Sie trauen dir nicht
 
hab ich doch schon....dann wurde die Kündigung zurück genommen und jetzt versuchen sie es auf einem anderen Weg.
Übrigends gibt es auf dem Firmengelände keine Hinweisschilder auf Videoüberwachung.
Auch nicht am schwarzen Brett von der Firma?

Weiterhin: ein Einschreiben muss von der Post dokumentiert werden.
Hat der Briefumschlag einen Stempel bzw Einschreiben Aufkleber drauf?
Wenn nicht kannst du es bestreiten das du es bekommen hast.
 
Der Chef war allein und ich hab ihn auf meinem Grudstück gesehen. Das Kuvert war mit 6,65 Euro frankiert...also praktisch eine Einschreiben

Sehr merkwürdig - also ich musste ja auch schonmal so ähnliche Dinge tun - aber so?

Hat jetzt absolut nichts mit Deinem Fall zu tun, nur als Erklärung warum man sowas manchmal machen muss:
MA Probleme mit diversen chemischen und biologischen Substanzen, fällt bei Kunden um und braucht Notarzt, erscheint nicht zur Arbeit, tagelang nicht mehr erreichbar - Kollege vorbeigeschickt, Briefkasten voll bis oben, etc. - da ist eine reguläre Zustellung nicht mehr zielführend.
Da fährt man mit neutralem Zeugen hin und stellt das Ding persönlich zu - mit penibler Dokumentation und wenn man Glück hat findet man das Firmenfahrzeug mit den teuren Werkzeugen und Messgeräten noch und kann das mit dem Ersatzschlüssel sicherstellen.
 
Klingt etwas komisch,
der Junior Chef ist zu sehen, ein frankierter Brief liegt im Briefkasten,
steht da auch Einschreiben drauf ?
Denn sowas muss ich ja nicht selbst vorbei bringen.
Vielleicht wollte er zeitgleich kontrollieren ob du als Krankgeschriebener auch zu Hause bist. Sprich : Sie trauen dir nicht
Ich hab mich auch gewundert warum er den Brief persönlich einwirft. Der Umschlag war mit 6,80 Euro frankiert aber es war nichts von Einschreiben drauf gestanden.
Und am schwarzen Brett ist auch kein Hinweis auf Videoüberwachung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mach ich....schade dass ich nicht schnell genug im Hof war und ihn zur Rede stellen konnte
 
Mach ich....schade dass ich nicht schnell genug im Hof war und ihn zur Rede stellen konnte

Keine gute Idee ... in erhitzter Atmosphäre fallen zu schnell Aussagen, die der Anwalt nicht mehr geradebiegen kann.
 
Mach ich....schade dass ich nicht schnell genug im Hof war und ihn zur Rede stellen konnte
Bloß keinen persönlichen Kontakt mehr! Lass das deinen Anwalt erledigen.

Den Brief hätte er wohl aufgeben sollen, wollte aber bestimmt sicher gehen, dass du ihn erhältst. Darum hat er ihn als Junior Chef persönlichen eingeworfen um die Zustellung vor Gericht bezeugen zu können. Meist macht sowas auch ein Angestellter aus der Personalabteilung (gehobene Stellung), der vor Gericht dann auch erscheint. Erübrigt sich meistens.
 
Bloß keinen persönlichen Kontakt mehr! Lass das deinen Anwalt erledigen.

Den Brief hätte er wohl aufgeben sollen, wollte aber bestimmt sicher gehen, dass du ihn erhältst. Darum hat er ihn als Junior Chef persönlichen eingeworfen um die Zustellung vor Gericht bezeugen zu können. Meist macht sowas auch ein Angestellter aus der Personalabteilung (gehobene Stellung), der vor Gericht dann auch erscheint. Erübrigt sich meistens.
Muss dann eigentlich der Empfänger das dann nicht quittieren?

Ich kenne das arbeitsrechtlich gültig nur über Einschreiben.
 
Ein Schreiben persönlich unter Anwesenheit eines Zeugen gilt ebenfalls als zugestelllt. Man ist dafür verantwortlich, dass der eigene Briefkasten regelmäßig geleert und der Inhalt entsprechend gesichtet und bearbeitet wird. Mti dem Einwurf laufen die Widerspruchsfristen. Ein Einschreiben ist auch nichts anderes, hier ist der Briefträger der Zeuge. Einschreiben mit Rückschein ist sicherer, aber der bezeugte Einwurf in den Briefkasten reicht arbeitsrechtlich.

Wie bereits geschrieben wollte der AG den Mitarbeiter "loswerden". Der Grund ist hier egal. Auch wenn die Kündigung nicht rechtskonform war und daher zurückgenommen wurde, bleibt hier ein massiv gestörtes Vertrauensverhältnis. Sofern der betroffene Mitarbeiter nicht auf die Beseitigung des Grundes für das gestörte Vertrauensverhältnis aus Arbeitgebersicht hinarbeiten kann, empiehlt sich eine geregelte Trennung. Also Bewerbungen einleiten und Anwalt hinsichtlich Abbfindung, Freistellung etc.. einbinden.

Der AG wird meiner Erfahrung nach keine Ruhe geben. Denn er hat erst einmal Gesichtsverlust, was er nicht haben will. Der wird ihm aber bei jedem Erscheinen des AN wieder bewusst. Das geht nicht lange gut. Also wird man über den Weg Abmahnungen (auch wegen zu geringer Leistung) versuchen, die Trennung arbeitsrechtlich sauber zu machen. Dann gibt es aber üblicherweise keine Abfindung mehr.

Gruß
Klaus
 
Muss dann eigentlich der Empfänger das dann nicht quittieren?

Ich kenne das arbeitsrechtlich gültig nur über Einschreiben.

Nunja,

das Schreiben muss halt in den Verfügungsbereich des Empfängers gelangen. Der Nachweis hierüber ist über die mit dem Einschreiben verbundene Bestätigung der Zustellung recht einfach.

Bei zeitkritischen Zustellungen wird aufgrund einer möglichen verspäteten Zustellung durch die Post auch gerne die persönliche Zustellung durch Chef/Personaler gewählt, welche dann halt mit der schwierigeren Beweisbarkeit einhergeht.
 
Mach ich....schade dass ich nicht schnell genug im Hof war und ihn zur Rede stellen konnte
Und dann wäre das Schreiben fristgerecht und nachweislich übergeben. Keine schlaue Idee in der gegebenen Situation.
 
Servus!

Ich frage mich, welchen Grund es gibt, dass sich der AG so ekelhaft benimmt?

Es wäre spannend, wenn man seine Aussagen dazu kennen würde.

Es gibt halt immer zwei Seiten...

In der heutigen Zeit ist eigentlich jeder AG froh über vernünftige Mitarbeiter.
 
Und dann wäre das Schreiben fristgerecht und nachweislich übergeben. Keine schlaue Idee in der gegebenen Situation.

...ist es (theoretisch) auch im Briefkasten - so oder so fehlt hier der Zeuge / Nachweis - beim Einschreiben ist es der neutrale Postler.
 
Die Angelegenheit ist bereits so eskaliert, da geht es nur noch um die Durchsetzung von Interessen,
ohne Rücksicht auf Vernunft.

Ein Brake oder eine Deeskalation hätte schon zu einem früheren Stadium stattfinden müssen.
 
Ich meine schon einmal gefragt zu haben.
Wieviele Jahre bist du bei der Firma?
 
Muss dann eigentlich der Empfänger das dann nicht quittieren?

Ich kenne das arbeitsrechtlich gültig nur über Einschreiben.
Siehe Antwort von KlausB., alles gut erklärt!
(Ich sitze im Büro und hab nicht soviel Zeit zum Tippen am Handy). 😉
 
und ihn zur Rede stellen
Auch wenn dies hier schon geschrieben steht;
Achte darauf, dass du zukünftig nur noch unter Zeugen kommunizierst.
Zur Not sagst du: „…warte bitte, ich muss eben die Diktierfunktion an meinem Handy einschalten damit ich später nichts vergesse…“ Hilft immer. ;)

Ich hatte während einer Kündigung mit Kündigungsschtzklage leider eine Prozessbeschäftigung erhalten. DAS ist nicht lustig! (Bitte diese Sauerei selber ergooglen)
Dabei wurde mir das älteste Mobiliar was man in irgend einem Keller gefunden hat untergejubelt!
Kein Witz:
IMG_3327.jpegIMG_3325.jpeg
Das Ding war über 25 Jahre alt!

Auf meine Frage nach nem anderen Stuhl auf dem ich nicht so viele Rückenschmerzen bekomme, bekam ich die Ansage doch bitte ein Attest vom Arzt vorzulegen.
Auf das vorgelegte Attest folgend erhielt ich Rückmeldung vom Anwalt, dass man ein Attest beim Arbeitsgericht eingereicht habe, welches als Beweis gewertet werden soll, dass ich nicht mehr fähig sei meine Arbeit weiter auszuüben. :oops:
Der beigefügte Text war ich hätte unter Zeugen ausgesagt ich könne wegen andauernder Rückenschmerzen nicht mehr arbeiten.
Zwar waren die Beweisfotos (und noch einiges mehr) hilfreich und anschließende Standpaucke des Vorsitzenden Richters mit Rechtsprechung zu meinen Gunsten genugtuend. Aber der Weg dahin war schon sehr kräftezehrend und langwierig.
Hätte ich die Bilder nicht gemacht und das Tagebuch nicht geführt, wäre die Sache anders ausgegangen!
Daher, bitte absichern, dokumentieren und Kommunikation nur auf das allernötigste beschränken. Also, Faust in der Tasche.
Ja ist doof aber bis du aus der Nummer raus bist, der sinnvollste Weg.

Ich drück dir die Daumen.
 
Auch wenn dies hier schon geschrieben steht;
Achte darauf, dass du zukünftig nur noch unter Zeugen kommunizierst.
Zur Not sagst du: „…warte bitte, ich muss eben die Diktierfunktion an meinem Handy einschalten damit ich später nichts vergesse…“ Hilft immer. ;)

Ich hatte während einer Kündigung mit Kündigungsschtzklage leider eine Prozessbeschäftigung erhalten. DAS ist nicht lustig! (Bitte diese Sauerei selber ergooglen)
Dabei wurde mir das älteste Mobiliar was man in irgend einem Keller gefunden hat untergejubelt!
Kein Witz:
Anhang anzeigen 11614Anhang anzeigen 11615
Das Ding war über 25 Jahre alt!

Auf meine Frage nach nem anderen Stuhl auf dem ich nicht so viele Rückenschmerzen bekomme, bekam ich die Ansage doch bitte ein Attest vom Arzt vorzulegen.
Auf das vorgelegte Attest folgend erhielt ich Rückmeldung vom Anwalt, dass man ein Attest beim Arbeitsgericht eingereicht habe, welches als Beweis gewertet werden soll, dass ich nicht mehr fähig sei meine Arbeit weiter auszuüben. :oops:
Der beigefügte Text war ich hätte unter Zeugen ausgesagt ich könne wegen andauernder Rückenschmerzen nicht mehr arbeiten.
Zwar waren die Beweisfotos (und noch einiges mehr) hilfreich und anschließende Standpaucke des Vorsitzenden Richters mit Rechtsprechung zu meinen Gunsten genugtuend. Aber der Weg dahin war schon sehr kräftezehrend und langwierig.
Hätte ich die Bilder nicht gemacht und das Tagebuch nicht geführt, wäre die Sache anders ausgegangen!
Daher, bitte absichern, dokumentieren und Kommunikation nur auf das allernötigste beschränken. Also, Faust in der Tasche.
Ja ist doof aber bis du aus der Nummer raus bist, der sinnvollste Weg.

Ich drück dir die Daumen.
Bei diesem Bungerang hätte ich mich geduckt und der wäre zurück geflogen mit Hinweis an die Berufsgenossenschaft. Nicht alles was sich eine Personalabteilung oder ein Anwalt ausdenkt ist gut.....
 
Kann man alles machen, aber der Bumerang hilft doch nur extrem kurzfristiig weiter. Wenn das Vertrauensverhältnis derart zerstört ist (egal, wer mehr oder weniger daran Schuld trägt), wird der Arbeitgeber immer der Stärkere sein. Es ist keine Ehe, bei der man einen Moderator einschalten kann und im Zweifelsfall nach einem Trennungsjahr die Scheidung einreicht. Es ist ein Vertragsverhältnis mit Kündigungsfrist, welches der AG beenden will. Man kann in den Kampfmodus übergehen, aber dann geht man nicht mehr mit Freude zur Arbeit. Und das ist fatal, dann gibt man immer wieder Blößen zu erkennen, die der AG ahnden wird.
Kampfmodus hilft nur vorübergehen, um Abfindungen zu erstreiten und um parallel aus ungekündigter Stellung eine neue Anstellung zu suchen.

Gruß
Klaus
 
Zurück
Oben Unten