Auf Instagram hat BMW auf jemanden geantwortet, der gefragt hat, wann BMW das Problem endlich einmal richtig lösen wird. Die Antwort von BMW lautete:
„Schick uns eine DM, wenn du dieses Problem immer noch hast.“ Angesichts der vielen Menschen, die im Internet angeben, dieses Problem zu haben, kann man kaum noch davon sprechen, dass es nur „sporadisch“ auftritt. Na ja, vielleicht sollten wir dann einfach alle mal eine DM schicken.
Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum manche Leute BMW immer noch verteidigen und versuchen, die Probleme herunterzuspielen. Marken liebe ist ja schön und gut, aber man sollte nicht vergessen, dass diese Liebe ausschließlich einseitig ist. BMW liebt uns nicht, genauso wenig wie andere Hersteller. Das haben sie nie getan und werden sie auch nie tun.
Das Ziel eines Herstellers ist es, möglichst günstig zu produzieren, möglichst kurz zu testen und möglichst hohe Gewinnmargen mit seinen Motorrädern zu erzielen. Ein Hersteller bewegt sich dabei stets am Rand des Abgrunds: Wie weit kann man die Gewinne maximieren, auch auf Kosten der Qualität, ohne dass die Kunden das Produkt nicht mehr kaufen?
Letztlich geht es ausschließlich um Gewinnoptimierung und die Steigerung des Shareholder Value. Die Marketingabteilungen lieben „Markenfans“, die alles entschuldigen und jedes Problem schönreden.
Der einzige Weg, eine bessere Qualität durchzusetzen, besteht darin, den Herstellern deutlich zu machen, dass wir das nicht länger akzeptieren. Und eigentlich ist genau das der ultimative Ausdruck von Markenliebe.
Denn nur wenn Kunden eine bessere Qualität einfordern, wird die Marke auch besser. Wir lieben doch die Marke selbst und nicht den CEO oder die shareholders, oder?