Wie Reise ich? Alleine oder in einer Gruppe?

OT und Stöckchen übersprungen: Da viele Werte aus individueller Bewertung abgeleitet werden, ich hätte z. B. für so manche Kunst bei Sotheby's keine 10 € geschweige 10 Mio € ausgegeben, wird eine Umfrage letztendlich auch nur eine individuelle Bewertung erfahren. Und wenn es nur die Neugierde befriedigt.
OT2: Danke für den Hinweis. Hatte ich den Anlass meiner Einlassung nicht vollumfänglich verstanden.
 

Wie Reise ich? Alleine oder in einer Gruppe?​

Ich habe bisher nur ein einziges - und auch mein letztes - Gruppenerlebnis über ein langes Wochenende erleben "müssen". Aber sorry: Da bin ich raus!

in der Unterkunft wird Morgens nur dummes Zeuch gelabert, und am Abend erst Recht, wenn das 2. Glas Alkohol langsam seine Wirkung entfaltet.
Tagsüber und dazwischen fuhren sie sich recht fragwürdigen Kram zusammen, da fiel mir nichts mehr zu ein.
Da musste Ich Sachen erleben, da wußte ich nicht, ob ich lachen oder weinen solle:

Das war eine Gruppe von seit Jahren befreundeten Motorradfahrern, die angeblich regelmäßige, mehrtägige Ausfahrten zusammen machten. Nun ja:
Der eine hatte null Kurventechnik und ist tatsächlich mehrfach in oder kurz nach dem Kurvenscheitelpunkt vollbremsend in der Bankette gelandet. Und dabei war er vollkommen beratungsresistent. Mit Engelszungen haben die Mitfahrer auf den eingeredet - absolut erfolglos. Der andere bat da drum, nur an Tankstellen auf der rechten Seite zu halten. Er war nicht Imstande, aus dem Stand ein Wendemanöver hin zu bekommen. Abbiegen hingegen war kein Problem...
Der nächste hatte sich seine 800er GS für seine kurzen Beinchen eine Nummer zu hoch ausgesucht und war froh, wenn der den Tag ohne Umfallen herum bekam. Der Guido hingegen konnte gut und flüssig fahren, fuhr aber allen davon, weil er um Klassen besser war als der Rest der Truppe. "Die kommen schon nach..."
Ich habe dann freiwillig den Lumpensammler mit großem Abstand gemacht, weil ich es mir nicht mehr mit ansehen konnte...

Auch ich schliesse mich als Alleinreisender im Urlaub gerne mal artverwandten Grüppchen zum Abendessen an, wenn ich mal Lust auf Konversation habe und fahre ganz selten auch immer mal wieder ne Stunde mit.

Aber das wird nicht besser, weder in Sportgruppen noch sonstwo. Auf Sardinien habe ich mal eine 9er-Truppe auf dem Campingplatz gehabt, von denen saß fast an jedem Abend einer weniger am Esstisch, oder aber mit Gips oder sonstigen weißen Wickelzeugs behangen. Die waren mehr im Krankenhaus, ihre Kumpels besuchen, als auf der Strecke.

Nein, ich bin auch relativ zügig unterwegs und meine auch - zumindest wird mir das von anderen Fahrern auch durchaus bestätigt - eingermaßen sicher und mit einem runden Fahrstil onroad unterwegs zu sein. Doch bleibe ich lieber allein oder fahre höchstens mit meinem "Besserfahrer", der ein ähnlichen Fahrstil hat, oder noch einem weiteren Fahrer zusammen.
Aber mehr als drei würde ich grundsätzlich mal ablehen. Doch mal sehen, vielleicht findet sich ja nochmal irgendwann eine passenden Gruppe?

Meine Urlaubsfahrten hingegen fahre ich lieber mehr oder weniger allein. Da kann man einfach anhalten oder vielleicht sogar zurück fahren um ein Motiv richtig "in den Kasten" zu bekommen oder sich auch einfach mal mit der Reisehängematte zur Mittagszeit ne Stunde zwischen 2 Bäume hängen oder oder oder...

All das, was in einer Gruppe so einfach nicht funktioniert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Jan,
das sind halt deine Erfahrungen und halt auch ein Problem unserer Gesellschaft, jeder für sich und ich mach das nur für mich ! Ich bin im Beruf, Sport, Politik, Freizeit und Motorradfahren immer und mit vielen Menschen unterwegs, wenn sich keiner mehr ehrenamtlich und mit Freude engagiert, wo soll das hinführen ? Daß das nicht immer easy ist und es auch Meinungsverschiedenheiten gibt, das gehört halt dazu. Wie ich oben geschrieben habe, bin ich da halt etwas anders gestrickt.
 
Wenn das in der Gruppe mehrtägig fahrtechnisch gut und sozial angenehm ist, hat irgendwer dafür gesorgt. :D

Ich fahr schon auch sehr gerne solo, aber ich freu mich auch wie Bolle auf die zwei lange WE Touren im Jahr mit zwei alten eingespielten Truppen, die mit sporadischen Ab- und Zugängen auf einem stabilen Level gehalten werden.

Man trifft sich ein paar Mal im Jahr zu Tagestouren. Da kann man einen Gast mitbringen für den man dann auch verantwortlich ist.
Dann trifft man sich auch mal in der Kneipe und wenn alle happy sind hat man einen neuen Aspiranten.

Der Schwerpunkt liegt auf Kompatibilität.
Das führt idR dazu das übel viel gelacht wird und jeder was dazu lernt weil es nach jeder Fahrt einen kurzen Qualitätszirkel gibt.

Wie in jeder mir bekannten Gruppe braucht man dazu einen harten Kern von Leuten, die sich richtig gut verstehen und die Bälle in der Luft halten. Und das Glück die passenden Menschen zu finden.

Zufallsgruppen brauch ich auch nicht mehr, habe ich anfänglich in den Alpen gemacht. Das war gut zum lernen, fand ich aber auch was anstrengend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fahr ausschließlich alleine und bin oft entsetzt, wenn ich sehe, wie manche Gruppen unterwegs sind.

Zunächst einmal sind Gruppen extrem schwierig zu überholen. Die Teilnehmer der Gruppe sind schon fast beleidigt, wenn man an ihn vorbeifährt und dann fällt mir zunehmend auf, dass die alte Regel die schwächsten Fahrer fahren vorne wohl nicht mehr gilt, so zieht sich die Gruppe ewig.
Und das nervt noch mehr.
 
...
das sind halt deine Erfahrungen und halt auch ein Problem unserer Gesellschaft, jeder für sich und ich mach das nur für mich !

Nun, wir können doch auch nichts anderes tun, als über "unsere" persönliche Erfahrungen hier zu schreiben.

Aber warum sollte man sich denn in einer Gruppe engagieren, wenn es einem "nichts bringt", es einem "nicht gedankt wird" und es einen nur runter zieht?

Da bin ich schon bei Dir und der heutigen Gesellschaft. Da ist - das nehme auch ich jeden Tag wahr - in den letzten Jahren einiges auf der Strecke geblieben.

Ich für meinen Teil bin durchaus sozial-kompatibel, hilfsbereit, engagiert, der Gruppe und ihrem Ziel zugetan und unterstütze, wo ich nur kann, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Was bringt mir das aber, wenn diese Eigenschaften ausgenutzt werden und sich immer mehr Typen einfach nur "blöd stellen" weil sie keinen Bock haben, und die anderen machen lassen?

"Früher" war es doch mal so, dass man sich auf gemeinsame Unternehmungen - egal welcher Art - vorbereitet hat, um nicht weiter in der Gruppe aufzufallen oder diese aufzuhalten.
Heute fällt man doch hauptsächlich auf, um sich in einer Gruppe nicht weiter engagieren zu müssen. Die Leute pflegen ihre Befindlichkeiten mit ausufernder Wonne. Das nervt.

Und mit so einer LMAA-Mentalität bin ich nicht gesegnet, dass ich mich da komplett drüber hinweg setzen kann und möchte.

Da bin ich lieber alleine oder im kleinsten Kreis unterwegs.

Natürlich gibt es die "guten Gruppen" wie oben mehrfach beschrieben. Aber die muss man auch erstmal finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
dass die alte Regel die schwächsten Fahrer fahren vorne wohl nicht mehr gilt, so zieht sich die Gruppe ewig.
Und das nervt noch mehr.

Wie weiter vorne erwähnt, halten wir das genau umgekehrt. Unsere Gruppe, maximal 5 Teilnehmer, zieht sich kaum, habe ich aber bei anderen schon beobachten können. Wenn sich eine Gruppe (auseinander-)zieht, ist diese leichter zu überholen. Falls dies erforderlich ist.

Grundsätzlich wird mir zuviel Aufhebens um "Regeln" etc. gemacht. Auch die Organisation läuft nebenbei - und gut. Letztendlich wollen wir, zumindest die meisten, alle Spaß beim Motorradfahren haben. Bei uns sind z. B. auch Fotostopps kein Problem. Wenn einer ein Foto machen möchte, hält er an und erledigt das. Kommt häufiger vor. Spätestens an der nächsten Abbiegung ist er wieder dabei. Unruhe oder Missmut ist deshalb noch nie aufgekommen.
 
Alleine Reisen heist ja nicht das man alleine ist.
Auch ich fahre meine Touren mittlerweile alleine, aber bei einer Rast oder Unterkunft ergibt sich immer etwas. Hier finden dann für mich die schönsten Begegnungen statt. Diese interessanten Begegnungen mit Menschen, auch wenn sie nur kurz sind, hab ich bei Gruppenfahrten nicht gehabt, meistens blieb man unter sich und kam mit anderen kaum ins Gespräch. Diese kurzen Begegnungen möchte ich nicht mehr missen.
 
Dem stimme ich zu und die Begegnung sind viel besser, als wenn man mit der eigenen Gruppe unterwegs ist.
Man muss sich auf neue Menschen einlassen, muss vielleicht manche Sachen mit Hände und Füße besprechen und ist viel aufgeschlossener
 
Genau das ist der Punkt. Gruppen bleiben meist "unter sich". Mir würde etwas fehlen wenn ich alleine unterwegs u. a. abends im Hotel, wo hoffentlich keine ganze Horden Motorradfahrer übernachten, nicht mit den Einheimischen oder anderen normalen Gästen sprechen könnte.
 
Wenn das in der Gruppe mehrtägig fahrtechnisch gut und sozial angenehm ist, hat irgendwer dafür gesorgt. :D

Ich fahr schon auch sehr gerne solo, aber ich freu mich auch wie Bolle auf die zwei lange WE Touren im Jahr mit zwei alten eingespielten Truppen, die mit sporadischen Ab- und Zugängen auf einem stabilen Level gehalten werden.

Man trifft sich ein paar Mal im Jahr zu Tagestouren. Da kann man einen Gast mutbringen für den man dann auch verantwortlich ist.
Dann trifft man sich auch mal in der Kneipe und wenn alle happy sind hat man einen neuen Aspiranten.

Der Schwerpunkt liegt auf Kompatibilität.
Das führt idR dazu das übel viel gelacht wird und jeder was dazu lernt weil es nach jeder Fahrt einen kurzen Qualitätszirkel gibt.

Wie in jeder mir bekannten Gruppe braucht man dazu einen harten Kern von Leuten, die sich richtig gut verstehen und die Bälle in der Luft halten. Und das Glück die passenden Menschen zu finden.

Zufallsgruppen brauch ich auch nicht mehr, habe ich anfänglich in den Alpen gemacht. Das war gut zum lernen, fand ich aber auch was anstrengend.
Melde mich als Gast (Kölner aus Weinheim) an - den Mut habe ich jetzt einfach mal. Würde mich jeder Fahrweise anpassen. Habe keine TKC mehr wie früher hab jetzt CTA4 und warte auf den Nachfolger.
 
Melde mich als Gast (Kölner aus Weinheim) an - den Mut habe ich jetzt einfach mal. Würde mich jeder Fahrweise anpassen. Habe keine TKC mehr wie früher hab jetzt CTA4 und warte auf den Nachfolger.
Wir nehmen Leute aus der Nähe, die wir schon länger und aus dem echten Leben kennen.
 
Kurze Ausfahrten ins Berliner Umland mache ich auch mal mit bis zu 4/5 Teilnehmern.

Einmal an einem Gruppenausflug, allerdings mit individueller Anreise, nach Danzig teilgenommen. Die 25 Maschinen wurden bei den zwei Rundfahrten vor Ort in zwei Gruppen aufgeteilt. Es ging, aber entspannt war anders. Bei der Gruppenheimreise habe ich mich schnell ausgeklinkt.

Fazit:
Ich fahre am liebsten zu zweit. Alleine habe ich aber auch kein Problem.
 
Ich bin Anfangs immer mit der Clique irgendwo herumgefahren.
Irgendwann haben wir dann sogar einen Verein gegründet.
Bis dann die ersten auf ihr Studium gingen und andere sich eine Partnerin gesucht haben, wurde die Clique immer dünner.
Also war ich oft alleine unterwegs.
Für gewisse Motorrad Treffen hat man sich wieder zusammengetan und ist auf die Treffen gefahren.
Das hat mit den Jahren dann auch nachgelassen.
Mit der Beruflichen Weiterbildung musste ich dann selbst das Moped oft stehenlassen.
Danach verschlug es mich Jobmäßig durch halb Deutschland und die Möhre musste eh nach einem Crash weichen.
Erst als es mich wieder in die Heimat zurück zog, fing ich auch wieder an regelmäßig zu fahren.
Allerdings hauptsächlich alleine, die anderen waren dann ebenfalls über Deutschland verstreut.

Nach einem Arbeitsunfall war für mich eh erstmal alles vorbei.

Die Hoffnung schwindete etwas dahin überhaupt jemals wieder fahren zu können.
Aber es verlief zu meinem Glück doch so, dass ich auch wieder fahren konnte.

Da die gebückte Haltung eh nichts mehr für mich war, stieg ich so auf die GS um.
In fer Hoffnung auch etwas entschleunigter Unterwegs zu sein.
Anfangs ging das auch ganz gut, mit der Zeit holte mich (durch viel Fahrtraining) der flüssige flotte Fahrstiel jedoch wieder ein.

Dann lernte ich durch ein Motorrad Forum und deren Treffen neue Leute kennen.
Auch welche die, wie ich gerne zügig unterwegs sind.

So hatte sich mit der Zeit eine Gruppe (6-7 Personen, jenachdem) gebildet, die sich ab und an trifft um gemeinsame Touren zu bewältigen. (auchmal nur zu dritt, oder so)
Klar ist nicht immer alles grün dabei,
aber wenns ums fahren geht, passt alles perfekt zusammen.
Da hier eigentlich alles auf das gemeinsame Kurvenräubern ausgelegt ist, hab ich mir eine Kamera zugelegt, dass ich im Nachgang auch was von mancher Landschaft habe. 😉😛
Abends dann gemeinsam zum Abendessen zu gehen, den Tag Revue passieren zu lassen, 2-3 🍺 zu trinken unf etwas dummes Zeugs zu babbeln.

Ebenfalls unternehmen wir auch immer eine reine Endurotour.
Zwischendurch bin ich auch mal mit einer durch und durch organisierten Gruppe unterwegs, bei der allerdings immer neue Bekanntschaften dabei sind mit querbeet unterschiedlichen Fahrzeugen.
Wenn es mir nicht dabei ums Offroad fahren gehen würde, hätte ich das höchstens einmal gemacht und nie mehr wieder.
Das kommen Sachen zu Tage, wo man sich echt fragt, wo haben die fahren gelernt um dann mit einer ADV ins Offroad zu gehen.
Das ist meisten fahren und Fitnessstudio in einem für mich und 2-3 andere, denn wir können dann immer den Karren aus dem Dreck ziehen.

Unser Verein ist mittlerweile wieder etwas mehr aktiv geworden und es gibt jedes Jahr einen Ausflug, oder einmal im Monat eine Ausfahrt.
Das isr aber für mich entspanntes fahren und ich habe so auch mal Zeit das drum herum etwas mehr zu begutachten.
Das wirklich ein total kunter bunter Haufen, ob Bikes, oder Fahrer. 🤣

Egal, es geht da um die Gemeinschaft.

Ansonsten fahr ich mehr alleine, denn von meinen Vereinsmitgliedern, ist keiner dabei, der öfters fährt, bzw. meinen zügigen Fahrstiel akzeptiert.

Gut, dieses Jahr wurde ich mal wieder Gesundheitlich ausgebremst, doch das wird auch wieder und ich freue mich schon riesig auf die ersten Ausfahrten.
(jedoch erstmal alleine um mich auch wieder daran einzugewöhnen)

Ich hab nichts dagegen, auch mit anderen zu fahren, jedoch sollte hier schon der Fahrstil zusammen passen.

Bei einigen hier kann man das sogar heraus lesen, dass da eine gemeinsame Tour mal passen würde. 🤔 😉
 
Ich fahr ausschließlich alleine und bin oft entsetzt, wenn ich sehe, wie manche Gruppen unterwegs sind.

Zunächst einmal sind Gruppen extrem schwierig zu überholen. Die Teilnehmer der Gruppe sind schon fast beleidigt, wenn man an ihn vorbeifährt und dann fällt mir zunehmend auf, dass die alte Regel die schwächsten Fahrer fahren vorne wohl nicht mehr gilt, so zieht sich die Gruppe ewig.
Und das nervt noch mehr.

Also weil das auch diskutiert wird:
Ich fahre gern mit Anderen, es muss nur passen.

Und überholen geht gut, wenn der erste Fahrer einfach auch im Auge hat, ds andere auch Platz zum Überholen brauchen, also muss man einfach schauen wann es passt.

Grundsätzlich wird mir zuviel Aufhebens um "Regeln" etc. gemacht. Auch die Organisation läuft nebenbei - und gut. Letztendlich wollen wir, zumindest die meisten, alle Spaß beim Motorradfahren haben. Bei uns sind z. B. auch Fotostopps kein Problem. Wenn einer ein Foto machen möchte, hält er an und erledigt das. Kommt häufiger vor. Spätestens an der nächsten Abbiegung ist er wieder dabei. Unruhe oder Missmut ist deshalb noch nie aufgekommen.

Genau so sollte das funktionieren ohne das man groß darüber diskutieren muss.

Einfach mal vorab alles abklären und es sollte passen.
Theoretisch.
denn meine Erfahrung:
Man klärt das vorher, und unterwegs erinnert sich keiner daran.
Mir mal passiert.
Umgekehrt: Ich würde immer wieder mit aAnderen fahren, weil es unfair wäre, wegen einer schlechten Erfahrung alle in einen Topf werfen.
Aber ich würde in Zukunft früher reagieren und nicht warten bis es zu spät ist.

Dem stimme ich zu und die Begegnung sind viel besser, als wenn man mit der eigenen Gruppe unterwegs ist.
Man muss sich auf neue Menschen einlassen, muss vielleicht manche Sachen mit Hände und Füße besprechen und ist viel aufgeschlossener
Genau das ist der Punkt. Gruppen bleiben meist "unter sich". Mir würde etwas fehlen wenn ich alleine unterwegs u. a. abends im Hotel, wo hoffentlich keine ganze Horden Motorradfahrer übernachten, nicht mit den Einheimischen oder anderen normalen Gästen sprechen könnte.

Beides hat Vor und Nachteile.

Ich mag es gerne mit Kumpels am Abend zu quatschen, aber man kommt selten mit anderen Leuten ins Gespräch.
(Und Gruppen mit Fahrern, die nur reden wie toll sie fahren brauche ich auch nicht)

Aber alleine trifft man halt sehr viele Menschen, die einen oft einladen und man hat so die tollsten Begegnungen mit Menschen und Erinnerungen die einem keiner nimmt.
Aber eben nicht täglich, und dann ist man am Abend alleine.
Wobei, das kommt dann gar nicht so oft vor, den irgendwen trifft man immer.
Aber das funktioniert nur, wenn man sich selbst auch öffnet und kommunikativ ist.
Als introvertierter wird das schwer.
 
Darum Tagesrunden bis 500 km immer solo.
Einige Touren pro Jahr mit einem Kumpel der gleich fährt.
2 Touren im Jahr mit mehreren die gleich gepolt sind. Paßt.
 
Ich bin, obwohl ich seitdem ich 16 bin Motorrad fahre, erst spät zu Motorradreisen gekommen. Meine Frau fährt seit unserer Tochter nicht mehr mit. Zunächst war ich mit einem befreundeten Briten unterwegs. Zu zweit hatten wir eine sehr gute Zeit, ich habe sehr viel gelernt. Dann bin ich mit seinen Freunden in die Alpen. Wir waren zu acht. Alle fuhren eine GS, nur ich hatte eine HD Dyna Wide Glide. Und wie es sich schon liest, war das keine gute Idee. Trotzdem haben alle immer auf mich an Abzweigungen gewartet. Es gab zwar einige der hier beschriebenen Ereignisse, aber ich war da außen vor und es betraf mich nicht. Zudem war ich ganz glücklich mit der neuen Erfahrung Motorradreisen.
Im Großen entsprach das den Erlebnissen von Klausmong, KaTeeM is a schee... und anderen in der gleichen Art. Die Fahrweise, Dinge, die einem wichtig, oder eben weniger wichtig sind und natürlich Vertrauen muss harmonisieren.

Im darauffolgenden Jahr sollte es mit dieser Gruppe nach Nord Spanien gehen. Also habe ich beschlossen mir eine GS zu leihen und nach Rückkehr wieder meine geliebte HD zu fahren. Um“s kurz zu machen, ich habe nach der Rückkehr die HD verkauft nie mehr zurück geschaut - einzig um die 10 an HD verlorenen Jahre tut es mir Leid.
In der Pandemie bin ich alleine losgefahren, habe das gelernte genutzt und es war eine Offenbarung.

Ich habe GSXR13 hier getroffen und das passt auf zahlreichen Touren sehr gut. Ich freue mich auch schon auf eine längere gemeinsame Tour.
Darüber wie es mir sonst auf Reisen ergangen ist brauch ich keine großen Worte zu verlieren, das habe ich schon an anderer Stelle erwähnt.
Was bleibt, noch nie hatte ich so viele nette, freundliche und auch unvergessliche Begegnungen wie auf Reisen alleine. Genauso ist es eine tolle Reise mit einem Freund Erlebnissen zu teilen. Irgendwann hat man erkannt was für einen passt.

Ich lebe mit meiner Frau und unserer Tochter. Was auch gilt, wochenlang mit niemanden über irgendetwas zu diskutieren, für mich unbezahlbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben Unten