TET Finnland 2026 - Solo Tour

GBAdventure

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Moin Gemeinde,
als "skandophilen" Friesen zieht es mich immer wieder in den Norden.
Mehrfach wurden Norwegen und Schweden -mit und ohne TET- befahren, nur Finnland passte nie so recht in die Planung.
Addiert man alle TET Routen in Finnland kommt man auf beeindruckende 10.000 km, genug Gravel für mehrere Reisen
Dokumentiert mit einer alten GoPro9 am Helm und Handykamera, wurden jeweils kurze Tagesclips erstellt und für die Lieben daheim auf meinen WhatsApp Status veröffentlicht.
Was ev. ungewöhnliche Formate und Perspektiven angeht, so stammen einige der gezeigten Bilder aus den Videos,

Dienstag 26.Mai -die Seefahrt-
Das Moped ist gepackt und heute geht es los.
Abfahrt in Travemünde ist um 2:00 Nachts, daher startet meine Anreise gemütlich am späten Nachmittag des Vortages.
Die Fährpassage dauert 32 Stunden, Ankunft am Donnerstag 28.05. um 10:00.

Warum so früh im Jahr?
Eine Rabattaktion von Finnlines im Februar = Bedingung Reiseantritt bis Ende Mai.
Mit Aktionsrabatt kostete eine Innenkabine, Moped plus Mahlzeiten, WLan-Paket 420 EUR -„One-Way“.
Nur wenige Tage später im Juni liegt man schon bei 650 EUR, das reichte mir als Motivation.
Alternative wäre von Stockholm nach Turku überzusetzen, was aber neben den Fähren eine Anreise von 1000km bedeutet hätte, dazu Sprit, Reifen, Übernachtung - nein das macht keinen Sinn.
Viele Mopedfahrer waren nicht da, eine Gruppe Finnen auf dem Rückweg von ihrer Kroatien Tour, eine Handvoll Deutsche.
Die Fähre selbst ist eher schlicht, aber sauber, das Essen war tadellos.
Ein deutscher Auswanderer (lebt mit seiner finnischen Frau in Helsinki), meinte die Qualität vom Essen schwankt oft.
Außerhalb der gebuchten Mahlzeiten wird es allerdings schnell teuer.

Startklar
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Die "Finnlady" wartet
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Innenkabine muss reichen
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Donnerstag 28.Mai -erster Schotter in Finnland-
Ankunft im Hafen relativ pünktlich, aber es dauert noch fast 45 Minuten bis man vom Schiff ist. Dafür winkt der Zoll die Mopedfahrer durch.
Ich hatte meine Stirnlampe vergessen und wollte Ersatz in Helsinki besorgen „varuste.net“ ist nicht nur ein Onlineversand sondern betreibt auch ein beeindruckendes 3.000 m2 Ladengeschäft.
In der Waffenabteilung gab es neben Jagdflinten auch Sturmgewehre, angesichts der Security hab ich auf ein Foto verzichtet und nur in die besagte Stirnlampe investiert.
Aus der Stadt raus (Magenta), dann als „warm-up“ ein Stückchen TET Sektion 13 (Grün) bis zur Gabelung auf die Sektion 1 (Rot). Insgesamt etwa 220km.
Bereits auf der Sektion 13 meldetet sich die Reifendruckkontrolle mit 0,7 Bar am Hinterrad = na toll eine fette Schraube im bis dato 500km alten Dunlop Trailmax Raid.
Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und mitten in der Pampa hat erstmal eine Dichtschraube das Loch verschlossen.
Was für ein Zufall, ausgerechnet auf dieser Tour feiert erstmals ein kleiner Akkukompessor Premiere im Bordwerkzeug.

In der Nähe von Häämelina hatte ich im Vorfeld ein kleines Appartement mit Frühstück gebucht, die riesige Anlage auf dem Gelände eines historischen Jagdsitzes nebst Golfclub mit Sterne Restaurant war beeindruckend.
Enduro Fahrer sind sicher nicht das übliche Klientel, was aber der Herzlichkeit keinen Abbruch tat.
Im angeschlossenen Café gab es eine preiswerte Alternative zur „Haute Cuisine“ und so klang der Tag aus.

Varuste
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Trail
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Plattfuss im Wald
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Hotelzufahrt
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Dinner im Golf Cafe
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To be continued...
Grüße
GB
 
Oh, der TET Finnland steht auch noch auf meiner Liste - ich bin gespannt wie es weitergeht
 
Und der Bericht geht ja bestimmt noch weiter !
 
Bei mir bzw. uns läuft alles, vielleicht mal den Browser wechseln.
 
mir hat der TIP von @steff geholfen, Router neu starten (ausschalten und nach einigen minuten neu starten). Danke hierfür nochmals an Stefan (y)
 
Moin,
über mobilen Hotspot vom Telefon komme ich rein.
Danke für die vielen (y), es geht weiter.

Freitag, 29.Mai -TET pur-
Das Hotel lag quasi am TET und so ging es direkt auf die Sektion 1 Richtung Norden.
Im Gegensatz zu Schweden ist der TET in Finnland einsamer, wilder und abwechslungsreicher.
Das erste Hindernis war eine 5m lange Birke, die gleich mehrere Nadelhölzer mit umgerissen hat. Wohl dem, der eine Säge im Gepäck hat.
Die lange Birke durchzusäbeln habe ich mich nicht getraut, also so viel wie möglich frei schneiden und mit eingezogenem Kopf unter durch.
Nach rund 320 km habe ich den Track verlassen und 15km südlich in Jyväskylä übernachtet.

Finlandia Hotel Alba liegt in einem Industriegebiet, die Parkflächen völlig offen - davon stand natürlich nichts auf Booking.
Auf Nachfrage durfte mein Bike zumindest etwas blick-geschützt unter Dach parken.
Zimmer waren sauber und das Restaurant gut.

Erste Station: ein ehemaliges russisches Frauengefängnis, welches heute als Jugendherberge dient (war alternative Übernachtungsoption)
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Forstarbeiten
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Selbst im Süden Finnlands kann man Stunden alleine unterwegs sein
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Route
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Samstag, 30.Mai -Strasse & TET im Wechsel-
Im weiteren Verlauf des TET folgt nach etwa 75 auf dem Track eine Fährpassage (gelber Stern) mit starren Zeiten (10:00, 12:00, 15:00), verpasst man die Überfahrt heisst es zwei Stunden warten, eine Möglichkeit auszuweichen git es nicht.
Stattdessen habe ich mich für die Umfahrung on-road entschieden.
Den ganzen Tag wechselten sich Strasse (blau) und TET (rot) Abschnitte ab.
Kurios war ein ausrangierter Bahnwaggon im Wald, der stand sogar auf eigens gelegten Schienen.
Obacht niemand macht sich die Mühe Findlinge auf den Trail auszubuddeln, die größeren Exemplare ragen 15 cm oder mehr aus dem Boden.
Da kann es auch schon Mal ein 10mm Bolzen sauber abscheren.

Nach 380km Quartier bezogen im Hotel Kalevala, direkt am See in Kumo.
Die nette Chefin meinte, ein Abendessen ohne vorher die Sauna besucht zu haben, ginge gar nicht.
Gesagt getan, derart erholt sorgte das Abendessen nebst Feierabendbier für die nötige Bettschwere.

Bahnwaggon
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Findling
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Abendstimmung am (Hotel) See
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Route
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More to come!
Gruß
GB
 

Anhänge

  • Tag05.30.-Trail1.jpeg
    Tag05.30.-Trail1.jpeg
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Moin Gemeinde,
bin grade in Schwung:

Sonntag, 31. Mai -TET pur-
Heute standen nochmal reichlich TET Kilometer auf dem Plan und endlich wollte ich eine Nacht draussen schlafen.
Ein Großteil der Route führte nordwärts parallel zur russischen Grenze.
Im Laufe des Tages zogen es sich immer mehr zu.
Bei Ankunft an dem vorab ausgesuchten Shelter stellte sich heraus, dass dieser von Anwohnern als Holzlager benutzt wurde.
Mittlerweile legte der Wind im gleichem Maße zu wie die Temperatur fiel.
Die Wetter App kündigte eine massive Regenfront an, dazu meldete der Bordcomputer erneut Druckverlust.
So viel die Wahl leicht: schnell aufpumpen und im stärker werdenden Regen das 60km entfernte Scandic Rukahovi ansteuern.
Das riesige Hotel (175 Zimmer) liegt zentral im Ruka Ski Resort und es war herrlich überheizt 😊.
Am Hotel angekommen, standen 432 km mehr auf dem Tacho.


Den Schatten hinterher
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Shelter
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Ein warmer Platz
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Route
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Montag, 01. Juni -Regenflucht-
Es ist klüger in Skandinavien nicht gegen das Wetter anzukämpfen zu wollen.
Am nächsten Morgen stand die Außentemperatur bei 4 Grad und es schüttete aus Eimern.
Die WetterApp machte keine Hoffnung auf Besserung und so habe ich noch um eine weitere Nacht verlängert.
Das Moped stand unter Dach und so konnte ich mich in Ruhe um den Hinterreifen kümmern:
alte Dichtschraube entfernen, den Stichkanal aufrauen und mit Gummiwürsten versiegeln.
Aufpumpen und noch die Kette fetten.
Mir war schon etwas mulmig, scheitert die Reparatur bleibt nur einen Reifendienst zu suchen.
Zurück auf dem Zimmer erstmal Klamotten waschen, hilfreich war der Trockenschrank.
Offenbar für nasse Winterklamotten gedacht, hat dieser auch bei Funktionswäsche einen guten Job gemacht.
Am Abend gab es finnische Carbonara mit Speck vom Renntier.

Wetter
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Bike parkt im Trockenen
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Druckverlust über Nacht
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Reparatur, zweiter Versuch
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Hausarbeit mit "Trockner"
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Carbonara "finnische Art"
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More to come.
Gruß
GB
 
Moin Gemeinde,
Solo Reisen muss nicht immer Solo bleiben...

Dienstag, 02.Juni -Adventure Blinddate-
Der Tag begann mit einem Check des Hinterreifens: kein Druckverlust über Nacht (y).
Neben meinem Bike parkte eine R1300 Trophy mit Mosko Rackless.

Auf dem Weg zum Frühstück sprach mich ein kleiner, drahtiger Kerl im perfekten Englisch an, ob das mein Moped draussen wäre und in welche Richtung ich denn wolle.
Zwei Kaffee weiter lernte ich Matti -Finne und Besitzer der Trophy- kennen und der Entschluss war schnell gefasst, wir fahren zusammen!

Das Wetter mit 6 Grad immer noch lausig, aber wenigstens hatte der Dauerregen aufgehört.
Erstmal Sprit im 90km entfernten Salla bunkern, danach gibt es für über 300km keine Tanke nur Wildnis.
Gute Gelegenheit mein FuelBag zu nutzen.

Ab Salla ist man ständig in Nähe der russischen Grenze.
Matti riet mir, den Flugmodus am Telefon zu aktivieren.
Offenbar versuchen die Russen fremde Mobiltelefone zu hacken und idR folgt eine fette Roaming-Rechnung - kurioserweise aus der Türkei.

Nach weiteren 150km Piste war unsere erste Pause das bekannte Roadhouse Tulppion Majat.
Vor dem Cafe stand ein weisser Geländewagen mit dem unaussprechlichen Aufdruck „Rajavartiolaitos“.
Beim Betreten des Cafe’s kamen uns zwei Hünen in dunkelblauer Uniform, militärischen Schutzwesten und Pistolen entgegen.
Sie fragen Matti etwas und später erklärte er: es handelte sich um Grenzschützer der „First Response“ Unit.
Sozusagen eine Elite, deren Aufgabe ist ua. im "Erstfall" die Grenze bis zum zum Eintreffen des Militärs zu sichern.

Die Grenzer berichteten, dass die Piste ab Ruuvaoja parallel zum Lokka-Stausee in sehr schlechtem Zustand ist und würden dringend vom befahren abraten.
Bis der betroffene Abschnitt wieder die E75 kreuzt geht es über 110km durch pure Wildnis, ohne Möglichkeit abzukürzen.
Für ein Umkehren würden Sprit & Zeit niemals reichen, zumal wir ja schon 150km aus den Tanks "entnommen" hatten.
Das Risko -besonders nach den heftigen Regenfällen- ist einfach zu hoch.

Unsere Entscheidung war schnell getroffen: den betroffenen Bereich umfahren.

Als wir am Abend unser Hotel am Inari See erreichten standen 565 km auf den Tachos.
Rukkahovi-Salla 90km + Salla-Tulppion 150km + Tulppion-Inari 325km = 565 km

Das „Wilderness Hotel Inari & Igloos“ liegt wunderschön am See, neben modernen Zimmern, werden luxuriöse Blockhütten für Gruppen und Iglus mit Glasdächern angeboten - klare Empfehlung.

Ein spätes Dinner mit Feierabendbier und viele persönliche Geschichten rundeten diesen Abend ab.

Stay tuned...
Gruß
GB

Aufgeweichte Piste nach Salla
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Spritreserve
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TET Richtung Tulppion
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Einfahrt zum Roadhouse
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Erinnerungsfoto an der alten Dampflok auf dem Gelände von Tulppion
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Nicht jede Tankstelle an der E45 hat auch Sprit
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Abendstimmung am Inari See
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Route
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Moin,
die Abendlektüre...Teil 1

Mittwoch, 03.Juni -Kirkenes und der RussianBorderTrail-
Nach einem gemeinsamen Frühstück teilen sich heute unsere Wege.
Matti wollte Richtung Nordkap und mich zog es nach Kirkenes um dort den „Russian Border Trail“ unter die Stollen zu nehmen.

Ab Inari ging es -bei bestem Wetter- auf den TET Sektion 7.
Die Strecke ist komplett asphaltiert und folgt den Fluss an der norwegischen Grenze, landschaftlich nett, fahrerisch eher langweilig.

Kirkenes als Stadt wirkte ein wenig düster, fast trostlos.
Das Scandic vor Ort scheint von Kreuzfahrern zu leben = 240 EUR wollte ich nicht für eine Übernachtung ausgeben.
Ein kleines privates Apartment via Booking kostete die Hälfte und war wirklich schnuckelig eingerichtet.
Schnell das Gepäck abgeladen und auf zum „Russian Border Trail“
Der Trail ist nur 28km lang und beginnt an der geschlossenen Grenzstation Norwegen-Russland und endet in einer Sackgasse mit Blick auf die Grenze.
Teils grober Schotter, teils Matsch mit einzelnen Schneefeldern und im Hinterland finden sich einige Jagdhütten.
Nach etwa 22 km werden die Schneefelder immer länger, höher und damit unpassierbar.
Just als ich ein Foto mache, kommt ein Grenzer in Tarnfleck auf einem 6x6 Quad vorbei und fragt woher / wohin.
Er bestätigt, dass die Schneefelder ohne Allrad aussichtslos sind und wünscht mir noch eine schöne Reise.
Auf dem Rückweg hatte mich doch eine Schneewehe erwischt, gar nicht so einfach die festgefahrene Kiste wieder frei zu bekommen.
Tagespensum insgesamt 500km, abgesehen den 50km im Grenzbereich nur on-road.

Bestes Wetter am Morgen
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Wohnküche des Apartements (auf Booking zu finden unter "Leilighet")
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Geschlossene Grenze Norwegen - Russland
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Auf dem Border Trail
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Schneefeld - 6 km vor dem Endpunkt
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Der Rückweg - falsche Seite gewählt
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Route
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Zuletzt bearbeitet:
Abendlektüre Teil 2...

Donnerstag, 04.Juni -auf Richtung Nordkap-
Für den Transfer zum Nordkap waren ursprünglich zwei Tage angesetzt, mit Besuch und Übernachtung am Leuchtturm von "Slettnes fyr".
Durch die Regenpause fehlte die Zeit und so waren die Erwartungen an die gekürzte Variante nicht sehr hoch.
Ich sollte mich irren, aber dass wusste ich beim Start in Kirkenes noch nicht.

Erster touristischer Stopp am Skoltefossen Wasserfall.
Im Laufe des Tages klarte es auf und die Fahrt an der Küste war abwechslungsreich, dazu nur wenig Verkehr.
Beim Tankstopp zwei Wohnmobiltpiloten aus der Heimat getroffen, ansonsten kaum "weisse Ware" unterwegs.

In Hoeningsvag noch ein paar Lebensmittel & Bierchen gebunkert und dann ging es die letzten Kilometer zum „Hytte Camp Nordkapp“.
Hier hatte ich im Vorfeld zwei Nächte gebucht, um flexibel auf das Wetter am Kap regieren zu können.
Die Entfernung zum Kap beträgt nur 13km.

Das Camp bietet drei Kategorien: Basecamp, Camp Red & Camp Blue.
Die Hütten im Camp Blue verfügen über ein eigenes Bad.

Noch Abendessen zubereiten und früh ins Bett, ab 3:30 sollte es an den Globus gehen.

Wunderschöne Küstenabschnitte in Verbindung mit gutem Wetter, liessen die 530 km kurzweiliger erscheinen als sie waren.


Skoltefossen
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Küstenpanorama Sværholthavet
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IRichtung Nordkap, immer am Wasser lang
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Mein Zuhause für zwei Nächte
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Selbst ist der Koch
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Route
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Das Nordkap wartet...
Gruß
GB
 
Forum nicht erreichbar, es muss -mal wieder- der mobile Hotspot herhalten...

Freitag, 05.Juni -Nordkap Spezial-
Ich schrecke aus dem Schlaf: verpennt, schon nach 4:00!

Ab in die Klamotten, Tür auf…eine weisse Wand aus dichtem Nebel verschluckte alles.
Einen Moment dachte ich an das warme Bett, aber es ist nur ein „Katzensprung“ zum Kap und angezogen ist man auch.

Es war unter 10m Sicht und die feinen Tropfen krochen überall durch.
In der dichten Suppe suchte ich einen Weg zum Plateau: auf dem Busparkplatz waren die Lücken zwischen den Findlingen gross genug um sich durchzuquetschen.

Etwa auf Höhe des Nordkap Gebäudes war der Nebel plötzlich weg!
Wie abgeschnitten: das gesamte Plateau lag im strahlenden Sonnenschein.
Absolut surreal, unterhalb der Klippen waberten Wolken & Nebel.

Ein einzelner Motorradfahrer kam mir entgegen, René -ein junger Schweizer- auf Europatour mit seiner alten Teneré.
Eigentlich wollte er grade los, aber dann verständigten wir uns auf eine gemeinsame Fotosession.

Gegen 6:15 war ich zurück in der Hütte und es gab erstmal ein ordentliches Frühstück.
Noch ein wenig Wäsche waschen und den verlorenen Schlaf nachholen.

Gegen 14:00 bin ich nochmal zum Kap, auf dem Weg war immer noch leichter Nebel, am Globus nur wenig Touris.
Ein Besuch in der Nordkap Halle kostet 360 NOK = 33 EUR viel Geld für den Eintritt in eine Ausstellung mit Souveniershop und Schnellrestaurant. Schade um das Geld, würde ich nicht nochmal machen.
Gegen 15:30 kamen die ersten Reisebusse, da war es dann mit der Ruhe vorbei.

Auf der Rücktour habe ich noch den idyllischen Hafen von Skarsvåg besucht.


Surrealer Nebel unterhalb des Plateaus
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Fotosession
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Ein besonderer Moment
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Frühstück
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Hausarbeit
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"The Globe" am Nachmittag
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Der Hafen von Skarsvåg
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Ein wunderschöner Tag geht zu Ende, das Abenteuer nicht!
Challenges ahead...
Gruß
GB
 
Tolle Bilder danke fürs Zeigen! Dachte der finnische TET wäre nur schnurrgerade Schotterautobahn, aber das sieht doch super aus
 
Ja bitte. Ich bin 2020 schon mal die Via Karelia hoch zum Kap gefahren und im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich Finnland nicht mehr Zeit gegeben habe. Diese Weite, diese Ruhe und Schönheit der Natur vermisse ich heute noch.
 
Moin,
nach wie vor, erlaubt nur der mobile Hotspot Zugang zum Forum.
Die Story geht weiter...

Samstag, 06.Juni -Abenteuer Poststrasse-
Ab heute geht es südwärts, die „Arctic Post Road“ auch bekannt als „Alte Poststrasse“ zwischen Alta & Kautokino war das Tagesziel.
Der Trail ist etwa 90km lang und durch die E45 zweigeteilt.
Im nördlichen Teil führt die Piste über ein Hochplateau und ist Bestandteil des TET.
Da von diesem Part der Wanderweg zum Alta Canyon abzweigt, ist durchaus Betrieb auf der Strecke.
Überwiegend grober Schotter, insgesamt gut zu fahren bis massive Schneeverwehungen ein Weiterkommen verhindern.

Ein Pole -ebenfalls F900 Pilot- ist bei dem Versuch das Schneefeld zu passieren gescheitert.
Zufällig war ein Renntierhirte mit seinem 6x6 Quad zur Stelle und hat das havarierte Bike geborgen.
Die spontane Idee des polnischen Bikers das Hindernis querfeldein zu umfahren, kommentierte der Retter:
„wenn es euch 10.000 NOK Bussgeld wert ist…"
Illegales OffRoad (per Definition abseits von Wegen) ist ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz in Norwegen.

Also Umdrehen und zurück auf die E45, an der Gabelung zum Start des südlichen Teil des Trails überwiegt meine Neugier und ich bog ab.

Matti hatte berichtet, dass bereits seit Jahren eine Brücke fehlt und der Weg durch den Fluss zu risikoreich wäre.
Weshalb dieser Part auch nicht mehr Bestandteil des TET ist.
Sind ja nur 50km: im Zweifel dreht man halt um, eine naive Vorstellung…

Nach einem kurzen Anstieg passiert man ein Gatter und ab da geht es in die Tundra.
Neben einige verstreuten Wohnwagen -hier leben Renntierhirten im Sommer- gab es sonst nur endlose Weite.
Anfangs ging es gut vorwärts, sogar die Furt neben der eingefallen Brücke hatte nur wenig Wasser und war -mit etwas Schwung- zu überwinden.

An einigen Stellen fand sich grober Bauschutt als Füllmaterial auf dem Weg und über tieferen Gräben lagen lose Bohlen.
Neben kleinen Bachläufen warten unzählige Wasserlöcher darauf durchquert zu werden.
Die Oberfläche wurde zunehmend weicher.

Irgendwann passierte es: das Bike wurde quasi verschluckt.
Ich stand bis zu den Köcheln im Matsch, die Sitzbank 20cm tiefer und das Hinterrad fand keine Traktion - nix ging mehr.
Absolute Stille man hört nur seinen Herzschlag, die totale Einsamkeit.
So viel zu: "dann dreht man halt um…"

Der Versuch die Kiste seitlich aus dem Loch zu ziehen war angesichts des zementartigen Matsch/Sand Gemisches aussichtslos.
Auch Umlegen funktionierte nicht, sofort verfüllte der Matsch jeden noch so kleinen Spalt.
Nach 30 Minuten kippen, zerren und ziehen, gab es keinen Fortschritt.

Mit zunehmender Verzweiflung habe ich 3 kleine Birken gefällt und die Stämme tief im Matsch vor dem Hinterrad gebohrt.
Anschließend neben dem Bike stehend den Motor an und langsam die Kupplung kommen lassen.
Die Stämme blieben tatsächlich in der zähen Pampe fixiert und nach zwei, drei Versuchen war das Heck frei.
Auflrödeln und weiter, ab jetzt deutlich vorsichtiger.

Parallel zum Fluss fand sich vor der letzten Brücke ein Biwakplatz.
Kurz überlegt ob ich hier die Nacht verbringe, mein Energielevel war schon weit unten und langsam begann es zu tröpfeln.
Übrigens: an dem Trail finden sich mehrere Rastplätze und sogar ein Shelter.

Irgendwann kam das Gatter was Ende/Anfang des Trail markiert und ich dachte, ab hier wird es besser.
Pustekuchen, es folgten nochmal 15-20km sandige -mit tiefen Wasserlöchern- gespickte Piste.
Dreckig und nass, war ich froh als die E45 in Sicht kam.

An der Tankstelle in Kautokino angekommen war es schon 18 Uhr und ich hatte noch kein Quartier.

Booking zeigte eine FeWo in der Nähe für umgerechnet 115 EUR = direkt zugeschlagen.
Als ich an dem Haus ankam, meinte die Vermieterin eigentlich sei die Wohnung so kurzfristig nicht zu buchen, ich könne stornieren oder 40 Min warten, bis Sie alles hergerichtet hat.
Ich muss wohl einen traurigen Anblick gegeben haben, jedenfalls gab es einen Kaffee für den Fahrer und für das Bike einen Gartenschlauch.
Danke Ann Catharina (y)

Eine heiße Dusche und etwas zu futtern aus der Notration wecken die Lebensgeister.

Tagespensum ca. 410 km
350 km plus 60km Umfahrung des ersten Teils auf der E45.


Schneefeld auf dem ersten Teil ab Alta
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Furten neben der eingestürzten Brücke
Tag06.06.-PostRoute-Furt.jpg

Luftaufnahme der Brücke und Furt
Tag06.06.-PostRoute-Bridge3.jpg

Brücken-Varianten
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Tag06.06.-PostRoute-Bridge4.jpg

Tag06.06.-PostRoute-Bridge1.JPG

Vom Trail verschluckt
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Das südliche Gatter zur Poststrasse, OffRoad war noch nicht vorbei
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Einsam gestorben
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Mein Quartier für die Nacht
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Mit so etwas fahren die "Locals"
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Route
Tag06.06.-Trail.png
 
Moin Gemeinde,
hurra, das Forum ist wieder erreichbar, danke Mods !
Zeit für (Reise-) Geschichten...

Sonntag, 07. Juni -on-road im „nassen Dreieck“-
Mit dem „nassen Dreieck“ verbinden Hanseaten die Häfen „Bremerhaven-Bremen-Hamburg“,
am heutigen Tag steht es für die Grenzregion Norwegen-Finnland-Schweden.

Der gestrige Tag steckte mir noch in den Knochen, es war regnerisch, aber warm und so war die Strategie ein wenig Meilen zu machen.

Die Flucht vor einem Gewitter endete an einer SEO Tankstelle mit Imbiss im finnisch-/schwedischen Grenzgebiet.
Richtung Süden standen der TET-FIN Section 3 oder der TET-SWE Section 16 zur Auswahl.
Schweden versprach etwas besseres Wetter.

Booking hatte jede Menge Hütten zu bieten, aber mir war nach einem Hotel: das nächste Scandic lag in Kiruna.
Leider gab es am Hotel nur einen öffentlichen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straße und das Restaurant hatte geschlossen 😡

Google hilft und nach einem kurzen Spaziergang landete ich in einer Mischung aus Spezialitätenshop mit angeschlossenen Bistro:
Spill Saluhall & Eatery.
Hier gab es Pizza aus dem Holzofen und diverse italienische Leckereien, sehr zu empfehlen 😋
Infos

Tagesetappe 385km on road

"Back-to-EU" = Grenze Norwegen / Finnland
Tag06.07.-GrenzeNOR.jpg

Tag06.07-GrenzeFIN.jpg

Über den Grenzfluss nach Schweden
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Richtung Kiruna - dem Regen entkommen
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"Open Kitchen" mit Holzofen im Spill
Tag06.07.-Spill Saluhall&Eatery.jpeg

Passt (y)
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Route
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Mittlerweile war ich schon 13 Tage unterwegs und immer noch in Lappland...
Gruß
GB
 
Moin,
weniger ist manchmal mehr....

Montag, 08. Juni -Crusing the Artic Circle-
Nach 11 Fahrtagen war die Festplatte im Kopf voll und der Akku leer.
So gestaltete sich der Start in den Tag ein wenig „planlos“.

Aufgrund des „DurchfahrtVerboten“ Zeichens riet der freundliche Rezeptionist davon ab das Moped vor dem Eingang zu beladen.
Besser den Behindertenparkplatz an der Strasse nutzen, klingt komisch ist aber so.
Alles etwas umständlich, so ging es auch erst um 11.11 Uhr los.

Zu Beginn zeigte sich das Wetter mal wieder von launischen Seite, dunkel mit kurzen Schauern.
Den erster Schotter des Tages bot eine 15km lange Baustelle auf der E10.

Am Polarkreis gab es das obligatorische Selfie und das Wetter klarte etwas auf.
Die TET Sektion 16 kreuzt zwischen Jokkmokk und Tårrajour die E45, dem Track folgend geht es über einer -mit Schranke verschlossene- Zufahrt quer über eine Art Steinbruch in den Wald.
Die Piste wechselte von groben auf feinen Schotter und anschliessend kam Tiefsand.
Mit schwindenden Profil und bereits 240 km auf dem Tageszähler war mir das nicht geheuer und daher ging es wieder zurück zur E45 Richtung Avisjaur.
Dort angekommen standen 367km auf den Tacho, 16:00 Uhr war etwas früh um den Tag zu beenden.

Im rund 150km entfernten Lycksele kannte ich ein Hotel, doch statt der im September 2025 aufgerufenen 60 EUR standen jetzt 120 EUR/ Nacht bei Booking.
Eine Alternative fand sich auf dem Campingplatz „First Camp“.
Neben klassischen Camping und Hütten werden auch Hotelzimmer (mit privater Sauna) angeboten, inklusive Frühstück für 110 EUR.

Mit einsetzenden Regen erreichte ich Lycksele gegen 19:00 und konnte noch im gegenüberliegenden Supermarkt einkaufen.
Ein schnelles Abendbrot in der Gemeinschaftsküche zubereiten und dann ab in die Sauna.
Kein spektakulärer Tag aber genau richtig um den Akku etwas aufzuladen.

Tagesetappe 520km

Stop am Akkats Kraftwerk Jokkmockk (Vattenfall)
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Bekannt für die bemalten Stautore
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Polar Circle
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Abzweig auf den TET Section 16
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Kein Tag für Sandkasten-Spiele
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So macht die E45 Spass
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Eine von vielen Begegnungen
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First Camp Hotel
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Gemeinschaftsküche
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Route
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Demnächst südwärts auf Gravel...

Gruß
GB
 
Moin Gemeinde,
Zeit für die Abendunterhaltung...

Dienstag 09. Juni -back on Gravel-
Mit einem guten Frühstück gestärkt und bestem Wetter standen die Zeichen heute wieder auf TET.

Erstes Ziel das Bjurfors Wasserkraftwerk.
Die Strasse über den Staudamm ist frei befahrbar, der Blick bei geöffneten Stautoren beeindruckend,
Ab dem Kraftwerk geht es weiter zumTET, Sektion 6.

Deja vu: mitten im Nirgendwo hatte es eine Birke quer über den Trail gezimmert.
Keine Chance sich vorbei zu quetschen, also wieder die Säge auspacken.
Aufgrund der Länge und Gewicht musste der Stamm in 3 Teile zerlegt werden.
Bei 22 Grad kommt man schnell ins schwitzen.

Ein paar Kilometer weiter gab es eine improvisierte Bachqueerung mittels grob entasteten dicken Baumstämmen.
Mein Vorderrad schaffte es zwar locker über das Hindernis, aber das Hinterrad hatte an den Stämmen keine Traktion.
Zudem waren die Hölzer nur lose aufgelegt und nicht verbunden.
Rauf ging es nicht und das VR zu befreien war auch kein Spass, dafür eine alternative Umfahrung kein Problem.
Leider kein Bild gemacht.

Zwei schöne Shelter lagen direkt am Trail, aber das Tagesziel war ein Lost Place:
der ehemalige Nato Flugplatz „Kubbe Airfield“.
Das Gelände ist völlig offen, problemlos begeh- & befahrbar, aber nicht sehr spektakulär.
Ein wenig umschauen und wie bei TopGun einmal auf der Start- / Landebahn Gas geben.
Infos:

In der näheren Umgebung gab es gleich zwei Natur Campingplätze.
Wetter war Bombe und so fand sich ein schönes Plätzchen direkt am See.

Später schaute Dawe -ein schwedischer Nachbar- zum Plausch vorbei.
Nette und freundliche Unterhaltung, nur die Mücken waren aggressiv.

Die Outdoorküche bot einen fantastischen Ausblick auf den See = Schweden aus dem Bilderbuch.

Tagesetappe ca. 320km

Kuriositäten im Vorgarten: ausgemusterter Volvo
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Bjurfors Kraftwerk
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Staudamm als öffentlicher Weg
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Blick direkt über dem geöffneten Stautor
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Erinnert an einem Truppenübungsplatz
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Sägen Teil 1
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Sägen Teil 2
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Lohn der Mühe
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Hangar aus Holz
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Top Gun : Gas geben auf dem Runway
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Endlich: Camp am SeeTag06.09.-Camp1.jpeg

Outdoorküche
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Route
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Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt ein paar Teile der Reise gelesen (genossen) und möchte mich ausdrücklich für das Einstellen dieses Berichtes bedanken. Sehr inspirierend! (y)
 
Herzlichen Dank für deinen beeindruckenden Reisebericht. Hat sehr viel Spaß gemacht und inspiriert. Hatte ich nicht gekannt. Ich habe es mir auf die Liste der Reisen geschrieben. Eine tolle Mischung aus - zum Teil anspruchsvollem - Enduro, Natur, Einsamkeit und schönen Begegnungen. Ja, manchmal ist die Hoffnung auf eine beeindruckende Passage trügerisch. Das sind dann die Geschichten, die einem in Erinnerung bleiben. 🙂
Eine Säge hatte ich bisher nicht in der Ausrüstung, nur ein Beil. Für Skandinavien nach deinen Erfahrungen wohl eine sinnvolle Ergänzung.
Schöne Reise! Lieben Dank!
 
Als Schweden Fahrer ist ein Besuch bei Gränsfors Bruk sehr zu empfehlen, so war bisher ein Handbeil im Gepäck.
Wunderschöne Teile.

Einen liegenden Baum durchzusägen ist schneller und kräfteschonender als zu schlagen, obendrein wiegt die Silky nur die Hälfte.
Bei Anzündholz ist die Axt im Vorteil, zur Not geht auch ein Messer und „Batoning“.
 
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