Südtirol Verbot von "Motorsportveranstaltungen"

Doch, das steht in der Verordnung selbst.

Da steht, dass Veranstaltungen nicht mehr genehmigt werden, die bisher auch immer schon eine Genehmigung benötigt und i.d.R. auch erhalten haben. Mehr nicht.

In den FAQs ist der Begriff Veranstaltung erläutert. Eine lockere Reisegruppe von 5 oder mehr Freunden oder Bekannten fällt aber nicht unter "Veranstaltung".
Zusätzlich steht in den FAQs, dass Individualverkehr nicht eingeschränkt wird.

Hier wird eine Sau durchs Dorf getrieben, die es gar nicht gibt.

Ganz praktisch: Polizist hält eine Gruppe an und fragt nach dem Veranstalter. Wer ist das? Der, der vorne fährt? Der, der die letzte Runde bezahlt hat?

Veranstalter haben eine Einladung mit Teilnahmebedingungen verschickt, sollten eine Haftpflichtversicherung für die Veranstaltung haben, begleiten/führen die Teilnehmer, die Teilnehmer haben eine Teilnahmebestätigung, womöglich einen Haftungsausschluss des Veranstalters...

Man kann den ganzen Text durchsuchen und soweit zerlegen, dass der Moped Stammtisch Kettenriss mit Paul, Otto und Kay Uwe eine Veranstaltung veranstalten, welche sie sich hätten genehmigen lassen müssen.

Also Frage an die Skeptiker:
Seid ihr der Meinung, dass ihr bisher legal als Gruppe in Südtirol unterwegs wart?
Wenn ja, habt ihr euch selbst das Argument geliefert, warum euch die Verordnung nicht betrifft.

Wenn ihr meint, dass jetzt die Fahrt mit einer Gruppe illegal wäre, dann seid ihr bisher auch schon illegal unterwegs gewesen, weil es ja eine Veranstaltung war, die hätte genehmigt werden müssen.

Das Hoteliers das alles blöd finden ist klar. Wenn eine Veranstaltung wie "Südtirol Classic" o.ä. unterwegs sind, kommen mit dem ganzen Orga-Team ganz schnell ein paar 100 Personen zusammen, die alle Betten und Verpflegung brauchen. Und ganz sicher nicht in der Holzklasse.
Seh ich auch so. Der Knackpunkt ist die genaue Definition von Veranstaltung.

Das wurde nmE nicht so ganz glücklich definiert. Hatte oben ja auch etwas verlinkt, was den Begriff in diesem Zusammenhang erläutert. Da steht explizit: gewerblich
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Begriff "Motorsportveranstaltung" ist vielleicht mißverständlich. Oder nicht gut gewählt. Ich lese aber aus den Links heraus, dass man auf jeden Fall die geführten Touren jedweder Art unterbinden möchte. Vorrangig sicherlich die gewerblichen Anbieter, aber sicher auch die größeren Gruppen an privaten Motorrad- und Autotouren. Weil Gruppendynamik oft besondere "Höchstleistungen" wie quietschende Reifen etc. herausfordert. Das Ganze wird sicherlich auch irgendwann nochmal präzisiert oder überarbeitet.
Betreffen wird es aber sicherlich alle Gruppen, egal wo und wie "organisiert".

Lt. Liste ist da ja auch wirklich alles inkludiert, Timmelsjoch, Penser Joch etc. Also auch Strecken, die nicht direkt in den Dolomiten sind.
 
Wer hätte das gedacht?

Stilfser Joch GmbH begrüßt Aus für Motor-Events

Der Präsident der Stilfser Joch Gesellschaft, Roland Brenner, ist froh über das Aus für Motorsportveranstaltungen auf Passstraßen.


Am Ende dieses Beschlusses sind die betroffenen Straßen mit Namen aufgeführt. Mit dem KM Angaben am Ende komme ich nicht klar

Ein kleiner Auszug:

Anhang anzeigen 57909
Und wer zahlt die Strafe nach dem Zeitungsartikel?
Der "Veranstalter der Motorveranstaltung".
Alle Skeptiker hier können nun nochmal überlegen, welche Person dies bei einer privaten Tour im Freundeskreis ist.
Mir fällt niemand ein.
 
Auf Seite 5 des in #54 verlinkten Beschlusses ist "Motorsportveranstaltung" m.E. ausreichend genau definiert.
Mein "like" für Beitrag #54 gilt ginfizz.
 
Die meisten Straßen wurde erbaut um Fahrzeuge von A nach B zu bringen. Irgendwann hat man angefangen zusätzliche Regelungen wie Überholverbote und Geschwindigkeisbeschränkungen anzubringen, um die Verkehrsicherheit zu erhöhen. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass man lieber ein Schild einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h an Stelle von 80 km/h anbringt, damit man die Personen, die deutlich über 80 km/h unterwegs sind direkt aus dem Verkehr ziehen kann. Fahrzeuge mit modernen Assistenzsystemen halten sich automatisch an die Beschränkungen und so zockelt der ganze Tross wie an einer Perlenschnur aufgereiht gemütlich durch die Lande.
Die Verordnungen in Südtirol werden ebenfalls zum Ziel haben zusätzliche Handhabe gegen „Täter“ zu liefern. Wenn man nicht gerade als Hundertschaft unterwegs ist oder sich nicht durch besondere Sportlichkeit hervortut, wird nichts zu fürchten haben, so meine Einschätzung.
Da ist mir eine ehrliche Sektion Control mit realistischen Beschränkungen lieber.
 
Vielleicht wirkt sich das ja auch positiv aus, und die ganzen Veranstalter, die so Lifestyle-Touren anbieten, werden abgeschreckt. Das kann ja auch für den Verkehr allgemein entspannend wirken.
 
und die ganzen Veranstalter, die so Lifestyle-Touren anbieten, werden abgeschreckt.
Das ist auch meine Hoffnung, denn gerade diese Veranstaltungen sind mir die letzten Jahre extrem aufgefallen.
 
wenn man sieht, wie schnell hier reagiert und ergänzt wird... wird einem mehr als mulmig

daher. WEHRET DEN ANFÄNGEN :mad:


es begann schon vor einigen Jahren mit Sperrungen für die Fahrrad "Terroristen"

die dB95 aus Tirol am Hahntennjoch

diesen Sommer mit der Demo und Sperrung am Brenner,

Ankündigung die Selle Runde nicht mehr zu ermöglichen

Ankündigung von mehreren Demo Sperrungen über den Sommer verteilt,
sodaß man nur noch kurzfristig eine R>oute planen kann

einige Pässe nur noch mit abgezählter Erlaubnis freizugeben


bei allen Verboten und Einschränkungen versucht man Beispiele heranzuziehen, wo einzelne Punkte von Einigen akzeoptiert werden...
es gibt jedoch immer mehr erfinderische Begründungen...
bis irgendwann alles dicht sein soll

ich sehe da schon eine langjährig geplante konzentrierte Aktion dahinter
 
AlleinFahrer, ob sportlich oder touristisch unterwegs, sind nicht das Problem. Das Problem sind geführte Gruppen und Motorradfahrer und andere Menschen, die meinen, sie müssen die Sau rauslassen.
Ich finde es gut, dass sich die Menschen in den Tälern und Regionen wehren.

Nur so (!) Bleibt die Akzeptanz für Motorrad fahren erhalten
 
Und hier ist der nächste Schwachsinn zu sehen:

Die so genannten Influencer machen unser Hobby kaputt,
Mal sehen wie Skandinavien auf diesem Blödsinn reagiert.

Dann lieber Menschen in Reisebussen gepackt
 
Ich war vor zwei Wochen in den Dolomiten unterwegs. Auch richtig: Auffällig etliche Autogruppen des Premium Segments.
Für mich nachhaltig war. Ich bewege mich allein mit flotter Sohle bergaufwärts. So flott, dass ich mir aber auch noch die Natur zu Gemüte führen kann. Also für mich, Emotionen pur!
Bis halt von unten 2 Porsche XThastenichtgesehen mit sehr hoher Geschwindigkeit zwangsläufig auf mich auflaufen weil die Straße nicht hergab, dass sie mich gefahrlos überholen konnten. Einer hat dann doch waghalsig überholt.

Weil ja oben der Respekt erwähnt wurde.
War das respektvoll wenn mir brachial diese "Porsche-Emotionen" ungefragt in meinen Rücken gestempelt werden?
Dazu hallte es noch kilometerweit von den Felswänden.
Da wurden mit voller Absicht weiteren Wanderer etc. deren Emotionen respektlos und ungefragt durchkreuzt.

Und mal eine Suche starten nach Dolomiten Porsche Emotionen > 10 Volltreffer auf der ersten Seite.
Eine Fundstelle wurde wohl schon wegen der Umsetzung des Beschlusses stillgelegt > 404.

So könnte man im PDF lesen:
Die Europäischen Richtlinie 92/43/CEE („Habitat“),
welche die rechtliche Grundlage für den
Umgebungsschutz der Natura 2000 Gebiete bildet.
Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass der
Straßeneigentümer zeitlich begrenzte oder
unbegrenzte Gebote, Verbote und
Beschränkungen für jede Straße oder für
bestimmte Straßenabschnitte oder für bestimmte
Verkehrsteilnehmergruppen erlassen kann, wenn
die Verkehrslage oder die Beschaffenheit der
Straße dies erfordert, insbesondere bei Straßen
durch jene Gebiete, die in die Welterbeliste der
Organisation der Vereinten Nationen für Bildung,
Wissenschaft und Kultur (UNESCO) aufgenommen
wurden.
........
Mit Beschluss vom 18.07.2023 Nr. 595 hat die
Landesregierung den Klimaplan Südtirol 2040
genehmigt. Aus diesem geht ausdrücklich hervor,
dass zu den zentralen Strategien auf dem Weg zu
einer klimaneutralen Gesellschaft sowohl die
Verringerung jener Tätigkeiten und
Verhaltensweisen gehört, die direkt oder indirekt
zur Emission von Treibhausgasen beitragen, als
auch die Steigerung der Effizienz von
Transformationsprozessen und der
Energienutzung. Dadurch soll die notwendige
Reduktion der Emissionen erreicht werden. Ein
Beispiel dafür ist die Verringerung des Umfangs
des motorisierten Verkehrs.

Dazu dann weiter Datumsangaben 2018, 2021, 2023 und nun 2026. Das Vorhaben wurde von langer Hand geplant und nun mit dem Beschluss umgesetzt.

So besehen meine ich, da haben wohl etliche Hoteliers ihr Angebote auf Sand gebaut.

Völlig unverständlich ist mir warum man hier, gleich mit dem zweiten Beitrag (inzw. gelöscht! (y)), schon meint die Hasskeule ausgraben zu müssen.
 
Für Besucher aus dem Raum München ist eine Sellarunde nur ein Tagesausflug.
Aber auch Tagesgäste aus Deutschland sollten sich doch als Gast respektvoll verhalten.

Diese drei Spacken aus Garmisch blockieren ein Tisch des Kaffees. Selber sitzen sie rechts unten am Bildrand an dem Tisch.

1783099573286.png
 
Weil ja oben der Respekt erwähnt wurde.
War das respektvoll wenn mir brachial diese "Porsche-Emotionen" ungefragt in meinen Rücken gestempelt werden?
Dazu hallte es noch kilometerweit von den Felswänden.
Da wurden mit voller Absicht weiteren Wanderer etc. deren Emotionen respektlos und ungefragt durchkreuzt.
Das ist, denke ich, bei einigen gängige Praxis aber unabhängig vom Fahrzeug. Man sieht das ebenso bei Motorradfahrern gegenüber Radfahrern oder Rollerfahrer. Die wiederum sich ebenfalls rücksichtslos gegenüber Fußgängern und Wanderern verhalten. Ich hatte in letzter Zeit mal ein paar Livestreams vom Stelvio geschaut. Viele Vernünftige aber auch eben ein paar Bekloppte.

Sind denn geführte Touren per se schlecht? Ich denke da muss man doch sicher auch differenzieren.
 
Das ist, denke ich, bei einigen gängige Praxis aber unabhängig vom Fahrzeug. Man sieht das ebenso bei Motorradfahrern gegenüber Radfahrern oder Rollerfahrer. Die wiederum sich ebenfalls rücksichtslos gegenüber Fußgängern und Wanderern verhalten. Ich hatte in letzter Zeit mal ein paar Livestreams vom Stelvio geschaut. Viele Vernünftige aber auch eben ein paar Bekloppte.

Sind denn geführte Touren per se schlecht? Ich denke da muss man doch sicher auch differenzieren.
Nein, die sind natürlich nicht immer schlecht. Aber Gruppendynamik erzeugt da halt auch den einen oder anderen Aussetzer. So manch einer würde sich seinen Burnout oder Drift nicht erlauben, wenn er allein dort unterwegs wäre. Dazu kommt, dass man natürlich immer zeigen muß, was für ein toller Hecht man ist.
Zusätzlich ist es so, dass die letzten in der Gruppe oft keinen Plan haben und um den Anschluß zu halten dann eben wie bekloppt fahren müssen, sonst finden die nicht zum Hotel.

Grundsätzlich ist es aber schon so, dass die Rücksicht (z.B. gerade wegen der Lautstärke) sehr stark abgenommen hat. Es kann alles nicht laut genug sein.
 
Das Verbot wird die "hochpreisigen" Hotels schon arg treffen, denn gerade dieses Klientel muss nicht immer auf's Kreuzerle schauen.
 
Ooch, da hält sich mein Mitleid sehr in Grenzen, gerade solchen helfe ich gerne wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu finden ...
 
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