
das scheint bei den Meisten ja doch recht überschaubar zu sein. Mal schauen ob ich noch alles bei mir zusammen bekomme....
Den ersten Unfall hatte ich mit 16 oder 17, damals so Anfang bis Mitte der 90er hatte ich einen Roller mit Trommelbremsen, dazu einen Sozius hintendrauf, die Straße ist stark abschüssig und mündet in einer T-Kreuzung, wo ich rechts hätte abbiegen müssen. An der Kreuzung wurde mir dann die Vorfahrt "genommen", wobei ich eh noch zuviel Tempo drauf hatte und über die Kreuzung geschossen wäre. (die T-Kreuzung ist rechts vor links, also innerorts). Ich bin dann in der Beifahrertür eingeschlagen, mein Kopf zum Glück im Fenster der Beifahrertür. Davongetragen habe ich einen ordentlichen Bänderriss im rechten Ellenbogen, dadurch dass der Lenker durch den Einschlag ruckartig rumgerissen wurde. Mein Sozius hatte ein paar kleine Schürfwunden, den Insassen im PKW ist soweit nichts passiert, abgesehen vom Schock. Der Roller wurde repariert und weiter gings
Warum ist es passiert: Zu schnell, zu leichtsinnig, zu unerfahren, die Situation falsch eingeschätzt (Bremsweg mit Sozius hintendrauf), der Vorderradbremse zu wenig zugetraut, die Hinterradbremse hatte nicht genug Leistung.
Nächstes Erlebnis ca. ein halbes Jahr später, in einer Linkskurve rechts in die Bankette gekommen wegen Sekundenschlaf (Im Jugendlichen Leichtsinn fühlt man sich auch noch nach über 30h ohne Schlaf noch ausreichend fit für den Straßenverkehr

). In dem Moment wo ich von der Fahrbahn abgekommen bin, bin ich aber auch wieder aufgewacht und habe den Roller irgendwie weiter durch die Bankette gesteuert und am Ende der Kurve wieder zurück auf die Fahrbahn ohne einen Sturz. Dank des Adrenalins war die restliche Fahrt dann kein Problem mehr wach zu bleiben
So eine Aktion habe ich danach auch nie wieder gemacht, also mich bei Schlafmangel ans Steuer eines motorisierten Gefährts zu setzen.
Mit 18 Jahren war ich dann erstmal einige Jahre nur 4-rädrig unterwegs (leider auch nicht unfallfrei), bis Ende der 2000er. Als dann die EU-Führerscheinregelung kam, dass man mit 25 gleich den A-Schein machen konnte ohne 2 Jahre mit einem gedrosselten Motorrad fahren zu müssen, habe ich dann 2008 den Motorradführerschein nachgeholt und 2009 dann gleich einen Supersportler als erstes Motorrad gekauft. Bis zum ersten Malheur hat es nicht lange gedauert, direkt auf der Heimfahrt vom Verkäufer bin ich auf einer doppelspurigen Schnellstraße ohne Geschwindigkeitsbegrenzung in einer leichten Rechtskurve links in die leitplanke gekommen, mein Bein hatte ein paar Meter Kontakt zur Leitplanke. Zum Glück nichts weiter passiert außer leichte Schleifspuren an der Lederhose
Aber das Glück sollte nicht allzu lange währen... ein paar Wochen später in einem Forum zu einer Gruppenausfahrt mit Wildfremden angemeldet und hingefahren. Irgendwo im Spessart kurz vor Bad Orb bin in dann in einer Linkskurve rechts in der Botanik gelandet, zum Glück war in der Kurve keine Leitplanke, keine Bäume und auch kein größerer Graben. Der Unfall ging glimpflich aus und hatte nur materielle Folgen. Heim ging es per ADAC
Warum ist es passiert? Wir ihr meinem Text entnehmen könnt, war ich zu dem Zeitpunkt blutiger Fahranfänger. Dann kannte ich die Leute nicht und die kannten mich nicht, somit waren auch meine fahrerischen Fähigkeiten unbekannt. Habe damals natürlich auch nicht gesagt, dass ich Fahranfänger bin, ich wollte mir diese Gruppenausfahrt mit Gleichgesinnten halt mal angucken. Dabei wurde für meine Verhältnisse als Fahranfänger viel zu schnell gefahren, hinzu kam dann noch der Effekt der Gruppendynamik (man will dran bleiben etc)., es war schon vor dem Unfall 1-2 mal brenzlig, und ich habe eigentlich auch gemerkt, dass es mir zu schnell ist, nur wollte ich mir die Blöse nicht geben und einfach abbrechen. Tja ist dann leider im Graben geendet.
Wie dem auch sei, die Kiste wurde repariert und weiter ging es. Habe für mich selbst das Kurvenfahren etwas "geübt" und bin dann wieder bei der Gruppe mitgefahren. Es müsste noch im gleichen Jahr gewesen sein, eine Rechtskurve nicht bekommen, über die Gegenfahrbahn auf der linken Fahrbahnseite in die Bankette gekommen... mit mehr Glück als Verstand habe ich es irgendwie wieder auf die Straße geschafft und das Ganze ist ohne Sturz oder schlimmeres ausgegangen. Nicht auszumalen wenn zu diesem Zeitpunkt Gegenverkehr gekommen wäre....
Auch in den weiteren Jahren gab es Unfälle oder auch mal nur Zwischenfälle...
Als nächstes wäre ich einem Kollegen fast hinten rein gefahren, in letzter Sekunde konnte ich durch einen Lenkimpuls den Auffahrunfall verhindern, bin am Heck vorbei geschossen, dabei hatte aber mein Bremshebel kontakt mit dem Heck meines Vordermannes, was mich zu Sturz brachte. Dem Vordermann ist zum Glück nichts passiert, bei mir war auch nichts wildes, leichte Schürfwunden durch das Innenfutter von der Lederkombi, und das Motorrad war auch nicht mehr fahrtüchtig, es ging, nachdem ich aus dem Krankenhaus zum Checkup entlassen wurde, wieder mal per ADAC nach Hause. Das war irgendwo rund um Winterberg passiert.
Warum ist es passiert? Zu wenig Abstand gehalten (bei uns war es damals üblich, auf gerader Strecke nur 5-10m Abstand zum Vordermann zu lassen) und ich bin nicht, bzw nicht richtig, versetzt gefahren, wie man es eigentlich sollte. Der Vordermann ist nur vom Gas gegangen, bei 120-140 km/h ist man dann halt bei so wenig Abstand direkt in der Gefahrenzone....
Wieder mal im Spessart hatte ich eine scharfe Rechtskurve nicht bekommen, weil ich zu sehr auf das Hinterrad meines Vordermannes konzentriert war anstatt auf die Straße und den Straßenverlauf zu schauen. Auch hier hatte ich wieder mal mehr Glück als Verstand, der mir entgegenkommende PKW ist mir geistesgegenwärtig in die richtige Richtung ausgewichen, es gab keinen Unfall und weder der PKW noch meine Mitfahrer sind zu schaden gekommen, ich zum Glück auch nicht, aber ich hatte an dieser Stelle die komplette Fahrbahnbreite benötigt inklusive Gegenspur...
Die Aktion war mir allerdings eine Lehre und danach habe ich intensiv an mir gearbeitet, nicht mehr im Gegenverkehr zu landen. Hat zwar nicht sofort zu 100% geklappt, ich bin, sofern ich mich recht erinnere, danach noch 2-3 mal "leicht" im Gegenverkehr gelandet, weil ich eine Kurve falsch eingeschätzt habe, allerdings nie wenn Gegenverkehr kam (zum Glück) und seit mehr als 10 Jahren ist es nicht mehr vorgekommen, das ich eine kurve falsch eingeschätzt/nicht bekommen habe ToiToiToi
Aber weiter im Text, auch in 2011 gab es wieder einen Unfall, dabei bin ich wieder mal in einer Linkskurve rechts im Graben gelandet.
Warum ist es passiert? Ich hatte mir an dem Tag vorgenommen, eine gemütliche Tour unterhalb des Tempolimits zu machen. Dadurch hatte ich meine Aufmerksamkeit runtergeschraubt, zumal an der Stelle ein Tempolimit von 60 war, "ich bin ja langsam unterwegs" und habe in der Gegend rumgeschaut, somit nicht mitbekommen, dass da ein Linksknick in der Straße war. In dem Moment als ich wieder auf die Straße geschaut habe, ging auch schon der Asphalt aus und ich lag direkt im Graben. Mir ist dabei nichts passiert, aber das Motorrad war wieder mal fahruntüchtig, ich benötigte ein weiteres mal den ADAC.
Einen "Zwischenfall" gab es auch noch, ich bin hinter dem Tourguide gefahren, dieser wollte rechts auf einen Waldparkplatz abbiegen und hatte geblinkt, ich hatte seinen Blinker aber nicht im Blick und nicht damit gerechnet, dass er dort abbiegen will. Zum Glück hatte der Tourguide in seinen Rückspiegel geschaut und ist nicht einfach abgebogen. Ich bin an dieser Stelle auch zum Glück "richtig" versetzt gefahren, denn ich habe es nicht mehr geschafft rechtzeitig anzuhalten und bin an meinem Kollegen einige Meter vorbeigeschossen bevor ich zum Stillstand kam. Die Geschichte hätte übel ausgehen können, zum Glück ist in diesem Fall abgesehen vom Schrecken nichts passiert. Nichts worauf ich stolz bin, in dem Moment war es aber leider zu dem Vorfall gekommen
Den nächsten Unfall hatte ich dann in 2012, ich bin bergab eine Brücke runter gefahren mit ca. 35 km/h. (30er Geschwindigkeitsbegrenzung). Am Ende der Brücke ist eine große Kreuzung, und ungefähr 150 m hinter der Kreuzung ist auf der Vorfahrsstraße (meine Fahrbahn) ein Blitzer. Ich habe also nach unten auf meinen Tacho geschaut, ob es mit der Geschwindigkeit passt, und noch bevor ich wieder richtig auf die Straße schauen kann schlage ich schon ein.
Auch dieser Unfall ist "relativ" glimpflich ausgegangen, zumindest hatte ich keine Brüche zu verzeichnen. Allerdings war mein Arm stark geprellt und meine Vorderseite war von der Brust bis zu den Füßen grün und blau und später dann schwarz

Also wirklich alles inklusive Weichteile...
Ein VW-Bus hat mich trotz Stopschild übersehen und mir die Vorfahrt "genommen, ich bin also im wahrsten Sinne in eine Wand reingefahren, ungebremst. Zum Glück war das ein T4 mit Scheiben drin, also auch hinten. Ich bin in die Schiebetür reingekracht, mein Kopf in die Scheibe der Schiebetür... wenn da Blech anstatt von Glas gewesen wäre... nicht auszudenken. Und zum Glück 30er Zone gewesen, bei 50 km/h wäre der Unfall auch ganz anderst ausgegangen.
Das war immer noch das selbe Motorrad die ganzen Jahre, aber nach diesem Crash war es nun entgültig Totalschaden und es gab was neues.
2015 gab es dann den nächsten Crash. Auf einer "extrem" schlechten Straße, also scheiss Belag, ziemlich wellig, Schlaglöcher, Flicken, etc war es noch feucht, in einer leichten Rechtskurve ist mir das Hinterrad auf einem Bitumenstreifen, den ich übersehen habe, etwas weggerutscht, hat dann wieder Grip bekommen und ich habe mich per Highsider verabschiedet. Paar leichte Prellungen davon getragen, das Motorrad nicht mehr fahrtüchtig, wieder einmal ADAC inklusive Mietwagen. Das Motorrad konnte wieder repariert werden und weiter gings....
Das nächste Highlight gab es dann 2019. Ein Sturz auf dem Passo Pura in den Dolomiten, war etwas loser Dreck auf der "Straße", bei leichten Schwüngen ist mir dann einfach das Vorderrad weggerutscht. Leider hatte der Pass an dieser Stelle hohe Bordsteine, dort ist mein Motorrad mit der Hinterradfelge ordentlich eingeschlagen. Felge deformiert, Reifen platt, Fussraste abgebrochen etc. Weiterfahrt unmöglich. Ich hatte mir den Daumen stark geprellt. Bin dann bei einem Kollegen als Sozuis mitgefahren zurück zum Hotel, mit dem PKW am nächsten Tag den Hobel abgeholt. Die Kiste war wirtschaftlich Totalschaden, es gab also wieder mal was neues.
Den nächsten Unfall gab es 1 oder 2 Jahre später. Ausfahrt ist zu Ende, ich bin schon im "Entspannen-Modus", wir kommen auf eine T-Kreuzung zu, dort müssen wir rechts abbiegen. Links steht einer, der nach Links abbiegen will und verdeckt etwas die Sicht. Von Links auf der "Hauptstraße" kommt auch etwas angefahren, hat Vorfahrt, weil ich schon im Entspannen-Modus bin, will ich es lieber gemütlich angehen und anhalten und das Auto vorbei lassen, der ist ja auf der Vorfahrtsstraße. Mein Kollege denkt aber, ich würde rausziehen, und rechnet nicht damit, dass ich anhalten will. Werde also von meinem Kollegen von hinten abgeräumt (ich habe schon gestanden) und wir kommen beide zu Sturz. Uns ist zum Glück nichts passiert, aber Lenker war krumm, Bremshebel abgebrochen, Kratzer am Auspuff etc.
Seitdem ist erstmal Pause mit den Unfällen "klopfaufHolz"
Es gab aber noch den ein oder anderen Zwischenfall...
Beim Überholen habe ich den Gegenverkehr nicht gesehen, zum Glück für mich überhole ich meistens mit relativ wenig Seitenabstand zum Überholenden, sonst hätte es mich da zerlegt. Bin zwischen beiden Autos durchgekommen. Wie war es dazu gekommen? Es ging bergauf, auf eine schattige, dunkle Stelle zu, zudem hatte ich das Sonnenvisier unten. Das entgegen kommende Auto war Flaschengrün und hatte kein Tagfahrlicht und war komplett in dem dunklen schattigenBereich, ich habe es schlicht nicht wahrgenommen bis es schon zu spät gewesen wäre...
Es gab auch noch den ein oder anderen brenzligen Überholvorgang in meinen Anfangsjahren, aber ich versuche eigentlich meistens das Hirn einzuschalten und nur zu überholen, wenn ich auch wirklich was sehe. Ich verlasse mich da nicht mehr auf meinen Vordermann oder so, aber so ganz zu 100% klappt es dann doch nicht, da bleibt nichts weiter übrig als weiter an mir zu arbeiten....
2x ist es bei mir schon vorgekommen, dass auf gerader Strecke ein entgegenkommender PKW-Fahrer mit Absicht auf meine Spur gefahren ist um mir "Angst" zu machen oder was auch immer. Die eine Aktion ging noch so einigermaßen, bei der anderen Aktion musste ich eine Vollbremsung hinlegen, ansonst hätte es sehr eng für mich werden können. Fand ich nicht so lustig.
Ein anderer Zwischenfall in den Dolomiten, ich komme auf eine 180 Kurve zu, für mich eine Linkskurve, es sind vielleicht noch 200-300 m, es ist zum Glück eine breitere Straße mit 2 Spuren, trotzdem halte ich mich relativ weit rechts auf meiner Seite. Unten kommen Autos um die Kurve, und ein Motorradfahrer überholt die Autos blind auf meiner Spur. Er ist an den Autos nicht mehr vorbei gekommen, wäre ich nicht ganz rechts gefahren, dann hätte es gekracht....
Ein anderer Zwischenfall mit einem PKW, war auf einem der Pässe der Sellaronda, welcher genau weiss ich nicht mehr, spielt aber auch keine Rolle. Jedenfalls hingen schon einige Autos hinter einem Bus fest, und es waren ziemlich viele Radfahrer umterwegs (weiss nicht mehr ob es Wochenende war). Jedenfalls war den meisten klar, dass es für die PKW keine Möglichkeit zum Überholen gibt sofern der Bus nicht rechts ranfährt und die PKW vorbei lässt. Ich bin dann halt hinter den Bus gefahren und habe auf die Möglichkeit zum Überholen gewartet, das hat dem PKW-Fahrer direkt hinter dem Bus überhaupt nicht geschmeckt und hat mich ständig abgedrängt und ist dem Bus bis auf einen Meter aufgefahren etc. Leider muss ich es so sagen, aber Kennzeichen vom PKW war ein deutsches. Typisch kann ich da nur sagen, jedenfalls nach meiner Erfahrung.
Wobei ich, gerade in den Dolomiten, auch schon so meine Erfahrungen mit PKWs anderer Nationen gemacht habe, die einen bewusst nicht vorbei lassen wollen...
So, ich glaube das war so ziemlich alles, wenn ich nichts vergessen habe

Also immer schön oben bleiben
