Die Worte " Motorrad und brauchen" bringe ich nicht in einen sinnvollen Zusammenhang.
Bei mir ist es "Motorrad und wollen" und schon erscheinen die ganzen lustigen Gadgets in einem anderen Licht.
Moin,
joar, stimmt schon. Für mich ist das so ein Tanz auf dem Vulkan. Der aber so manchmal auch nicht zu Ende gedacht wird. Da ich zusätzlich ein Navi an Bord habe, begrüße ich „eigentlich“ den Zustand, das direkt ins Display zu integrieren.
Da ist Triumph und Hondas Lösung mit CarPlay oder Android Auto für mich ein guter Ansatz. Allerdings ist es damit genug, ich fahre Navi immer nur auf Sicht, nicht auf Ansage. Ich höre auch keine Musik oder telefoniere während der Fahrt.
Das nervt mich persönlich total. Ich begrüße also diese Integration hinsichtlich einer Reduktion an Geräten (das Smartphone ist ja schon jetzt eh immer zumindest dabei, wenn auch bislang während der Fahrt unnütz), den mentalen Overload wie dann noch irgendwie aufpoppende Signal Nachrichten, Anrufe oder sonstige „Bespaßung“ während der Fahrt kann mir aber gestohlen bleiben.
Eine Automatik im Getriebe finde ich persönlich auch nicht verkehrt. Nur WENN sowas schon verbaut ist, dann sollte es auf dem Niveau meines Doppelkupplungsgetriebe im Auto funktionieren. Sprich, WENN dann will ich keinen automatischen Schaltassistenten, sondern primär eine ordentlich im automatischen Modus funktionierende Automatik. Das man dann noch zusätzlich auch manuell eingreifen kann, ja schön, aber möglichst sollte das auch eben ohne selbigen einwandfrei funktionieren.
Elektronisches Fahrwerk. Ja, gefällt mir auch um schnell von ein- auf zwei Personenbetrieb umzustellen. Eine Absenkung des Fahrwerks ist dabei bei 1.93 nicht für mich nötig, aber wenn es dauerhaft funktioniert ohne das ganze Theater was man bei der 1300 GS nachlesen konnte, wäre es mir „egal“.
Zu Radarfunktionen und deren ausgiebigen Tests fehlt mir die Erfahrung. Und ich urteile nach Möglichkeit nicht über Dinge, welche ich nicht ausprobieren konnte. Hätte ich zwar bei einigen Probefahrten, habe ich aber nicht.
Die hat aber m.W. ordentlich Gewicht. Das zudem ungünstiger (Höhe) verteilt ist.
Nun, das stimmt zwar Sigmali, allerdings wird bei der Triumph gerne vergessen, das quasi in Grundausstattung alles drin ist, was Gewicht erzeugt, ganz vor allem bei den Explorer Modellen mit 30 Liter Tank.
Die GS ist ja quasi nackt. Da ist in der Standard GS nicht mal das elektronische Fahrwerk mit ins Gewicht eingepreist. Die Tiger kommt direkt mit elektronischem Fahrwerk, Hauptständer, Radar etc. pp. Und das ist alles im angegebenen fahrfertigen Gewicht mit drin. Insbesondere die GT Explorer (ohne oberen Tankbügel und mit Gussrädern) ist da im Vergleich zu einer (mit allen Paketen ausgestatteten) R1300 GSA, fast schon ein Leichtgewicht.
Inklusive all dem serienmäßigen Gedöns, was eigentlich keine Gewichtserhöhenden Maßnahmen mehr erfordert (Hauptständer etc.), liegt die bei 260 kg mit 90% gefülltem 30 Liter Tank. Die GSA liegt da bei 269 kg ohne den ganzen Kram wie HS etc. Voll ausgestattet bist du da konservativ bei rund 280 kg mit allen Paketen. Um fair zu bleiben muss man da allerdings dann an die Triumph noch Kofferhalter dran bauen, womit die dann bei rund 265 kg landet.
Aber das sind immerhin gute 15 kg weniger. Ja, das ist auch nicht die Welt, aber diese Maschinen sind mitnichten schwerer als die GS Serie, ganz im Gegenteil.
Selbst die Rally Explorer bleibt mit Speichenrädern mit 268 kg noch 1 kg unter der GSA. Hat aber dann schon eben HS, eine große Motorschutzplatte, Radar etc. pp. an Bord. Dazu noch einen Tankschutzbügel, den ich eher abbauen würde, auch wenn der Schutz verspricht. Der hohe Schwerpunkt ist allerdings wie du anmerkst klar Realität. Wobei die ja auch jetzt um 30 mm im Stand absenkt.
Aber klar ist da 3 Zylinder Reihe ungünstiger als der Boxer. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Am spannendsten finde ich neben der GT Explorer gerade die Honda ATAS. Noch mal verbessertes DCT und jetzt eben knapp 120 PS bei ebenfalls rund 120 Nm (beides ganz knapp drunter), erscheint mir sehr attraktiv.
Was ich allerdings einfach nicht verstehen will, es gibt mittlerweile dermaßen stabile und leistungsfähige mit Carbon verstärkte Gates Zahnriemen, warum machen es die Hersteller v.a. strassenorientierter Reiseenduros nicht so, das die wenigstens (wie Zero) da einen Riemen verbauen mit der Option auf Kette zu gehen (geht bei Zero auch)?
Da hätte man ähnlich einem Kardan auch lange Ruhe. Wäre m.E. die absolut perfekte Ergänzung einer 1150 ATAS.
Gruß Guido