Wichtig ist, dass eine dauerhafte Lösung gefunden wird.
Ja wäre zu hoffen, dass hier einmal eine dauerhafte Lösung gefunden. Hier gehts mir nicht um BMW-Bashing. Hatte nineT mit NULL Problemen, ebenso hab ich eine S- und F-Modell, welche einwandfrei funktionieren ohne jegliche Probleme und ich voll zufrieden bin.
Nach mittlerweile 5 Ausfällen verteilt auf 3x 13er kann man das Problem mittlerweile gut eingrenzen. Bei uns waren alle Ausfälle im Km-Bereich von 15T bis 20T. Ebenso alle Ausfälle im Hochsommer, nie bei kühleren Jahreszeiten. Da funktioniert es. Ebenso nach grösseren Belastungen, heisst Pässe oder Stadtdurchfahrt bei Sommerhitze. Heisst dort wo die Pumpe massiv arbeiten muss. Stadt ebenfalls. Rotlich, Stop. Also runter. Dann grün und wieder beschleunigen. In der Stadt fährt der Verkehr in der 50er Zone in der Regel Tacho 55. Bei 54 geht das Fahrwerk hoch. Heisst doch, alleine durch die Stadt ca. 20-50x hoch und wieder runter. Ebenso Pässe mit Spitzkehren. Dort fährt man unter 25 durch die Kehre, heisst runter. Zwischengerade mit über 54, also wieder hoch. Gerade Schnürsenkel-Pass hoch ca. pro Minute 2-4x hoch und runter. Enorme Belastung für die Pumpe.
Die Pumpe habe ich gesehen. Die ist gut 10cm lang und ca. 2cm dick. Verbaut unterhalb Fahrersitz ganz unten, unterhalb Batterie und Steuergerät. Heisst keine Lüftung, nix. Dass das heiss wird, versteht sich daher von selbst. Bei den F-Modellen ist sie am Heckrahmen aussen unterhalb des Sitzes verbaut. Sie ist zudem wesentlich grösser und hat viel weniger zu tun. Heisst einmal nach manuellem Umschalten der Beladung die Federvorspannung einstellen. Dazu nur hinteres Federbein. Bei der Höhenregelung vorne und hinten. Ich gehe daher davon aus, dass das in der Konstruktion unterschätzt wurde und die Pumpe für die Belastung unterdimensioniert ist.
Gemäss Aussage meines Händlers haben vielfach die Pumpen ab Werk zu viel Öl drin. Bei anderen zu wenig. Allenfalls Kontrolle bei jedem 10000er Service?
Aufgrund der obigen Belastungen kann ich mir gut vorstellen, dass viele davon nicht betroffen sind, die das Moped nicht solchen Belastungen aussetzen. Viele fahren damit nicht in die Ferien, fahren aufgrund Wohnort keine Hochgebirgspässe und auch wenig Stadt. Die nutzen die Maschine für Tagestouren ums Wohnort. Da gibts keine Probleme, sehen wir bei uns.
BMW hat ja bisher 3 Varianten zur Behebung des Problems durchgeführt. Zuerst wurden Pumpen getauscht, natürlich ohne Erfolg, da ja dieselbe. Danach hat man Öl nachgefüllt, wenn zu wenig und Händler haben dazu Spezialwerkzeug erhalten. Kein Erfolg. Das neuste ist die Entlüftung. Da soll Werkzeug folgen. All das wird nix bringen.
Aufgrund obiges kann man sogar BMW Handlungsempfehlung geben. Mein Vorschlag wäre wie folgt:
- Sofortmassnahme: Anpassung SW, damit erst ab 60 statt 54 Fahrwerk hoch geht und runter bei 20 und nicht 25. So wären schon mal viele Pumpvorgänge weg, was die Pumpe entlasten würde.
Als Langfristlösung wird man nicht darum herum kommen, die Pumpe neu zu konstruieren. Heisst stabilere Ausführung. Wird natürlich etwas mehr kosten. Aber machbar ist das. Ebenso wird man sich überlegen müssen, den Einbauort zu ändern, wo sie mehr Kühlung im Hochsommer erhält. Heisst allenfalls aussen analog F-Modellen. Das mit geänderter SW sollte das Problem endgültig aus der Welt schaffen.
Alternativ könnte man sich auch überlegen, wieder eine Tieferlegung ab Werk anzubieten analog 1250er GS und auch S1000XR. Dies für diejenigen, die keinen Lift wollen. Möchte auch betonen, bei mir war der Lift klar ein Kaufargument, weil ich bei der 1250er immer das Problem hatte, schlecht auf den Boden zu kommen und das obwohl ich eine Tiefergelegte hatte. Aber selbst die war mir zu hoch. Mit der Höhenregelung bei der 13er passt es jedoch perfekt und habe absolut sicheren Stand, welche auch problemloses Rangieren erlaubt.
Motor wäre dann noch meine 2. Baustelle. Auch da wäre zu hoffen, dass die das mal hinkriegen. Ansonsten sage ich immer wieder, die 13er ist ein sensationelles Motorrad. Unglaublicher Langstreckenkomfort. Sehr guter Wind- und Regenschutz. Extrem bequem für lange Tagesetappen. Ebenso gefällt sie mir optisch von allen grossen Reiseenduros klar am besten. Auch schätze ich extrem den Radartempomaten und nutze ich extrem oft. Der läuft ohne Probleme. ASA ist toll, braucht noch etwas Feinschliff, wir aber sicher mit ASA II noch folgen. Auch die elenden SW-Probleme sind mittlerweile behoben. SW ist heute eigentlich problemlos und flasche Warnhinweise extrem selten geworden. Das wurde also gefixt, ebenso der klemmende Schalthebel bei ASA. Fortschritte sieht man somit klar. Befürchte aber klar, wenn die mal ausgereift ist, kommt sogleich die neue 1350er und vieles dann wieder von vorne.