Erfahrung mit Wilbers Federbeinen?

Jules

Probefahrer
Probefahrer
Registriert
24. Sep. 2025
Beiträge
107
Reaktionspunkte
103
Motorrad
R1200 GS K25 05er Lufti
Hallo Gemeinde,

ich bin dabei, meine R1200GS K25 von alten Standard Federbeinen auf Wilbers umzurüsten, ich habe ein sehr gutes Set erstanden, wenig Laufleistung aber bereits von 2011. Entsprechend werde ich es zur Revision geben. Der Vorbesitzer hat das hintere Federbein auf 95kg mit Klamotten und inkl. 65kg Sozia mit einer 59/59-160-165 Feder ausstatten lassen. Ich habe nun überlegt, mit eine etwas weichere Feder einbauen zu lassen, ich habe ca. 115kg mit Klamotten, meine Liebste fährt nur Vespa ;) Ich habe nun etwas recherchiert. Wie es aussieht, kann ich die Feder getrost mit meinen 115kg fahren, wenn ich die Vorspannung rausdrehe, ohne dass sich die Federung zu straff anfühlt. Ist das so, gibt es hier evtl. Fachleute auf dem Gebiet?

Danke und Gruß
Jules
 
Die sogenannte Vorspannung ändert nichts an der Federhärte.
Die Vorspannung ändert lediglich die Fahrwerkshöhe.

Zu viel Vorspannung bedeutet das beim Ausfedern der Dämpfer an den Anschlag schlägt was zur Folge hätte das Dein Hinterrad abhebt im Extremfall und den Dämpfer beschädigt.

Zu wenig Vorspannung reduziert den Federweg und der Dämpfer schlägt durch nach unten.

Beides nicht gut.

Das Federbein benötigt einen bestimmten negativ Federweg gemäss Betriebsanleitung um innerhalb der vorgesehenen Parameter zu arbeiten.

Negativer Federweg = Ausfedern, blöder Begriff, in mm\cm mit Fahrer bei Solo Einstellung
 
Danke für Deine Antwort. Verstehe mich nicht falsch, aber weiter bringt sie mich nicht. Ist die eingebaute Feder bei diesem Federbein für mein Gewicht geeignet?

Merci
Jules
 
Im Prinzip jain.

Wenn Du es perfekt haben willst, Ansprechverhalten, dann wird eine zum Gewicht passende Feder nötig sein.

Jeder ~ab Werk~ Feder hat eine Bandbreite die sie für den Normfall abdecken soll. Zul. Gesamtgewicht ist die Messgrösse innerhalb alles funktionieren soll.

Bei einer Federrate die von Solo bis volle Kriegsausrüstung passen soll ist alles ein Kompromiss.

Die eingebaute Feder passt aber wenn Du Solo fährst bis mit Gepäck aber ohne Beifahrer.

Eine weniger harte Feder reduziert somit das zulässige Gesamtgewicht weil das Bike stärker einsackt und der negative Federweg sich nicht herstellen lässt bei gleichzeitig gleich langem Federweg.
 
Hatte ich bei Öhlins auch gemacht die Feder hinten 10 Punkte runter, das reicht auch mit Sozia noch( Federvorspannung dann erhöht) ist aber ansonsten komfortabler.
 
Die Vorspannung ändert lediglich die Fahrwerkshöhe.
Komisch, wenn ich bisher, egal was für ein Fahrwerk verbaut war, die Vorspannung erhöht habe, hat sich an der Höhe des Fahrwerks nie was geändert. Das Fahrwerk ist nur bei Belastung unterschiedlich eingesackt. Was dann ggf mehr Bodenfreiheit u. a. in Kurven zur Folge hat. Aber je mehr Vorspannung um so weniger Federweg.

Zur Frage: Wenn es nicht zur Revision sollte, würde ich es so lassen und probieren. Da es aber sowieso zur Revision geht, unbedingt mit Wilbers reden. Es ist ja nicht nur die Feder, die getauscht werden könnte. Auch andere Komponenten, die ggf im Rahmen der Revision sowieso getauscht werden müssten, könnten auf deinen Bedarf angepasst werden.

PS: Bei Wilbers nie (!) sagen, dass man es sportlich und hart mag... ;)
 
115 kg und 160er Feder ist definitiv nicht zu hart!
Eher an der unteren Grenze. Eine schwächere Feder, zB 150er, haut keinesfalls hin.

Also auf jeden Fall erstmal so lassen und probieren. Die Feder ist ggfs. ruckzuck gewechselt.

Die Vorspannung muß beim Ersteinbau auf Dein Gewicht eingestellt werden. Nicht mit der Hydraulik, sondern am Federteller!
Das kann ein mehrfaches Rein - Messen - Raus -Nachstellen - Rein...bedeuten. haut dann aber dauerhaft hin, sofern sich am Fahrergewicht niGS großartig ändert.

Das Gleiche gilt so auch für vorne.

Solofahrt bei Hydraulik Null, jedes kg Mehrgewicht dann via Hydraulik.

Ist das hintere W mit hydraul. Vorspannung und Ausgleichsbehälter, also mit einstellbarer Druckstufe? Dann hast Du alle Optionen und ein goiiles Fahrwerk!

Service bei W liegt aktuekl bei ca. 140€/Bein und ist zu empfehlen.
 
Komisch, wenn ich bisher, egal was für ein Fahrwerk verbaut war, die Vorspannung erhöht habe, hat sich an der Höhe des Fahrwerks nie was geändert. Das Fahrwerk ist nur bei Belastung unterschiedlich eingesackt. Was dann ggf mehr Bodenfreiheit u. a. in Kurven zur Folge hat. Aber je mehr Vorspannung um so weniger Federweg.
Deine Beobachtungen halten den Fakten eher nicht stand.

Wenn sich bei Verändern der (hydraulischen?) Vorspannung niGS an der Höhe des Fahrwerks bei aufgesessenem Fahrer (ggfs. zuzüglich Sozia plus Gepäck) geändert hat, dann kann das mehrere Ursachen gehabt haben:

Die Vorspannungsverstellung war defekt (zB Hydraulik mit Ölmangel),

die Feder war viiel zu hart oder viiiel zu weich,

die Grundvorspannung des Federbeins war komplett daneben

und paar weitere mehr.

"je mehr Vorspannung umso weniger Federweg" spricht auch für falsche Federkennung bzw. Grundvorspannung (in diesem Fall viel zu groß) und/oder für noch nicht ganz durchdrungenes Verständnis der Zusammenhänge.

Wenn die Federhärte und deren Vorspannung so ausgelegt waren, daß das Fahrwerk beim Aufsitzen Null einfedert (=Negativfederweg Null), dann ändert sich logischerweise bei voller Vorspannung auch niGS mehr.
Der Federweg des Federbeins war damit aber nicht etwa eingeschränkt - dieser Wert ist normalerweise nicht variabel - aber die Last, um das Federbein in seinen Sollzustand zu bringen, war viel zu niedrig.

Auch der umgekehrte Fall ist denkbar. Beim Aufsitzen ist das Federbein schon am unteren Anschlag. Auch die Vorspannung ändert daran nix: Feder viel zu weich...und der Arbeitsbereich des Federbeins war für (viel) geringere Last ausgelegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
die 160 er Feder ist schon weicher als Serie bei der GS. Erkundige dich mal bei Wilbers.
 
die 160 er Feder ist schon weicher als Serie bei der GS. Erkundige dich mal bei Wilbers.
Von welchem Modell sprecht Ihr?
Bei der 1100GS ist meines Wissen org. Hinten 140 vorne 52....Oehlins wollte mir 170 / 52 vorschlagen ( solo 95 kg Gepäck 15 kg. ). Habe dann 160 /52 angefordert.
Vorne und hinten geringste Vorspannung zum korrekten negativ Federweg. Komfortabel.
 
Zuletzt bearbeitet:
"meine R1200GS K25"
bei meiner R1200 R mit weniger Federweg sollte von Öhlins eine 180 er Feder verbaut werden, ich nahm 160 und war es hoch zufrieden zu 2. schlug es einmal durch in einer Senke, als ich vergessen hatte auf Sozius vorzuspannen !
 
Die Rs u. GSe sind, was die Federkennungen betrifft, wohl nur bedingt vergleichbar.

Ich meine, die Schwingen der 1100 GSe waren länger als die der 1150. Ob sie vergleichbare Hebelverhältnisse haben, weiß ich nicht.

Die Federkennungen der 1150 GS sind für 12er Lufti aber gut übertragbar.

W gibt bei 90-95 kg die 150er Feder für 1150er GS vor. Und ich weiß - nicht von mir - daß das paßt wie Faust auf Auge.
Bei den 115 kg brutto des TO paßt die vorhandene 160er daher ziemlich sicher und ist keinesfalls zu hart.
Bei meinen 115 netto plus Atlantis/Furka bin ich mit der 170er perfekt im Sollbereich und hab Null Probs mit Sozia plus Gepäck.

Wenn das hintere Fb. zusätzlich die Druckstufeneinstellung hat, die ja die Feder unterstützt, hat man ein größeres abdeckbares Spektrum mit einer bestimmten Feder als ohne.

Wilbers geht beim vorderen Fb m. W. auch von 30/70 neg/pos - dem Wert für Standardgabeln - aus und spannt daher relativ weit vor.
Mit Telelever geht "man" aber eher von 40/60 bis zu 50/50 aus. Der Federteller vorne muß daher schon weit in Richtung lose gedreht werden.

Oben schon geschrieben, das Einstellen und Messen der Grundvorspannung via Federteller beim Ersteinbau ist fundamental.

In eingebautem Zustand kommt man bei W wegen des oben liegenden Federtellers mit Gewinde nicht bei.
Das ist bei den untenliegenden bzw. oben und unten liegenden, verstellbaren Tellern der Ö natürlich viel einfacher zu lösen.
Das wird beim Vergleichsbild sichtbar. Bei meinem W ist eine mechanische und keine hydraul. Vorspannung verbaut. Aber der Verstellmechanismus der Grundeinstellung liegt auch hier in eingebautem Zustand unzugänglich oben.
 

Anhänge

  • IMG_7123.jpeg
    IMG_7123.jpeg
    174 KB · Aufrufe: 11
Zuletzt bearbeitet:
aufgesessenem Fahrer
Das (!) ist der Punkt. Vorspannung ändert nichts an der Höhe des Fahrwerks, nur an der Tiefe des Eintauchen. Und nichts anderes wollte ich präzisieren. Aber letztendlich auch sicherlich eine "akademische Diskussion" (oder Haarspalterrei meinerseits). Also besser weiter zum eigentlichen Thema (Fahrwerk und Öl sind ganz gefährliche Themen). ;)
 
Zweimal Wilbers gekauft R1150GS und R1150GSA, seitenweise Formulare ausgefüllt.
Die waren schlechter als die Originalen, nichts nach meinem Wunsch abgestimmt, lagen wohl so im Regal.
 
Das (!) ist der Punkt. Vorspannung ändert nichts an der Höhe des Fahrwerks, nur an der Tiefe des Eintauchen. Und nichts anderes wollte ich präzisieren. Aber letztendlich auch sicherlich eine "akademische Diskussion" (oder Haarspalterrei meinerseits). Also besser weiter zum eigentlichen Thema (Fahrwerk und Öl sind ganz gefährliche Themen). ;)
Das Heck hebt sich an und das ist ein Fakt. Das geht theoretisch so weit bis der Anschlag im Federbein erreicht ist.
 
Das Heck hebt sich an und das ist ein Fakt.
Nochmal: Das was Du schreibst stimmt bei Belastung des Fahrwerks. Stell das Motorrad mal auf dem Hauptständer und erhöhe dann die Vorspannung. Da ändert sich nichts an der Höhe des Fahrwerks. Auf dem Hauptständer müssten die Räder ja sonst auf dem Fußboden drücken.
 
Nochmal: Das was Du schreibst stimmt bei Belastung des Fahrwerks. Stell das Motorrad mal auf dem Hauptständer und erhöhe dann die Vorspannung. Da ändert sich nichts an der Höhe des Fahrwerks. Auf dem Hauptständer müssten die Räder ja sonst auf dem Fußboden drücken.
Ja völlig entlastet, begrenzt die absolute Länge des Federbeines (von Auge zu Auge). Um den Negativ Federweg zu bestimmen geht man auch von diesem Zustand aus. Danach in voller Montur das Eintauchen messen (sollte ca. 30-40% des Gesamtfederweges sein). Und wie schon auch richtig bemerkt wurde, hebt man mit der Vorspannung der Feder das Fahrzeug Niveau auf den "richtigen" Wert.
Wenn die Feder viel zu hart oder viel zu weich ist, kann das nicht gelingen. Auch das ist sehr theoretisch. Bei einer 1100GS und einem Fahrer von ca. 95kg. wird man wohl mit einer 150-160 er Feder (Org. war eine 140 drinn) die zulässige Zuladung (Negativfederweg) abdecken können. Vorne ist man mit einer 52 er Feder immer gut bedient.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das ist für mich die Höhe des Fahrwerks bzw es sind die Federwege (absolut, negativ, positiv). Und da kann man Verhältnisse ansetzen (1/3 zu 2/3 = bequem oder 1/4 zu 3/4 = sportlich, so jedenfalls frühere π x 👍-Regeln).

Alles andere ist die Anpassung an die Belastung (Feder, Vorspannung, etc.). Da kann man von Höhe des Motorrads, der Bodenfreiheit etc reden.
 
Stell das Motorrad mal auf dem Hauptständer und erhöhe dann die Vorspannung. Da ändert sich nichts an der Höhe des Fahrwerks.
Die Fahrwerke auf dem Hauptständer geparkter Mopeds unterscheiden sich generell kaum und sind zudem allesamt völlig intakt und prima eingestellt. Egal, ob vollelektronisch, rein mechanisch oder defekt.

Viel Geld in W. , Ö. usw zu investieren, wäre völliger Blödsinn. Eine Dachlatte tut's in 110 Prozent der praktischen Fälle auch und ist super nachhaltig, zumal die Motoren dabei auch Null Sprit unnötig verbraten.

Aber ganz am Rande gibts auch noch Mopeds, die von ein paar ganz krassen, verwegenen Wagemutigen abgebockt und tatsächlich aufgesessen bewegt werden.

Und wenn ich mich nicht täusche, gehts in diesem Faden um diese paar wenigen Ausnahmen von der Regel...
 
Ich halte mich da an die Vorgaben von BMW..

img20260428_11244136.jpg
 
Die Fahrwerke auf dem Hauptständer geparkter Mopeds unterscheiden sich generell kaum und sind zudem allesamt völlig intakt und prima eingestellt. Egal, ob vollelektronisch, rein mechanisch oder defekt.

Viel Geld in W. , Ö. usw zu investieren, wäre völliger Blödsinn. Eine Dachlatte tut's in 110 Prozent der praktischen Fälle auch und ist super nachhaltig, zumal die Motoren dabei auch Null Sprit unnötig verbraten.

Aber ganz am Rande gibts auch noch Mopeds, die von ein paar ganz krassen, verwegenen Wagemutigen abgebockt und tatsächlich aufgesessen bewegt werden.

Und wenn ich mich nicht täusche, gehts in diesem Faden um diese paar wenigen Ausnahmen von der Regel...
Is klar. Aber erst muss ja in kompl. unbelastetem Zustand ( Reifen auf dem Boden!) das Mass...z.B Kofferhalter höhe Radmitte - Boden...gemessen werden. Entweder auf dem Hauptständer hinten runterdrücken bis das Rad bodenkontakt hat und dann messen. (Vorne dasselbe).

Dann vom Hauptständer hieven und aufspringen! Und wieder messen bzw. Federvorspannung verändern. Bereits da wird ersichtlich das eine Einzelperson suboptimal ist. Mit 2 Personen beim Einstellen geht es wesentlich entspannter.

So wird auch umgangen, das man in der Garage, mit der Q auf der Fresse liegt.

Ergänzung 11:55
 
Zuletzt bearbeitet:
@elfer-schwob: mein Hinweis diente nur zur Verdeutlichung. Natürlich macht das Motorradfahren viel mehr Spaß ohne Ständer bzw Latte direkt mit dem Gummi auf der Straße ;)

PS: Mein Ansinnen war, der unklaren Formulierung entgegen zu treten und Missverständnissen vorzubeugen. Aber vermutlich habe ich mehr verwirrt als geholfen. Bin jetzt somit raus hier.
 
Fritze,
der @Nordisch hatte sich wohl an unserer laienhaften Nomenklatur, was den Begriff "Fahrwerkshöhe" betrifft, gestört. Sonst niGS!

Aber letztendlich auch sicherlich eine "akademische Diskussion" (oder Haarspalterrei meinerseits).

Das ist wie @gerd_ 's obligatorische "Klarstellung", daß man auf einer Speichenfelge nicht fahren kann, weil die Felge keine Speichen habe und keine Nabe. Das müsse korrekterweise Speichenrad heißen. Dieses Mantra hält sich seit der Erfindung des Internets und ist für ihn nicht verhandelbar.

Und im nächsten Beitrag wird in "Biete" prompt wieder eine Speichenfelge angeboten...und JEDER weiß, was gemeint ist.

Das Gleiche ist auf Schieblehre, Schraubenzieher usw. erweiterbar und bestätigt die Regel, daß sich Profis raushalten sollten, wenn Laien diskutieren, denn sie sorgen nur für Verwirrung. Was sie letztendlich beabsichtigt haben...😎

Bin jetzt somit raus hier.
Nein, das wäre echt schade!
Mußt Dich nur bissl auf unser Niveau runterziehen lassen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist wie @gerd_ 's obligatorische "Klarstellung"
Mich mit dem @gerd_ in einem Beitrag zu bringen ist zuviel der Ehre. 😊
Aber Du könntest Recht haben, Gerds Beträge sind für mich die Spitze der korrekten Formulierungen und ich amüsiere mich immer wieder köstlich, wenn die Missverständnisse kommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben Unten