Die richtige Klamotte für die Alpentour?

Sorry - ich kenne mich mit diesen zeitlos hässlichen Bekleidungsstücken nicht so aus - was sagt der modebewusste Herr von heute zu diesem Accesoire? :ROFLMAO:
Strickjacke.
Lässt sich natürlich auch häkeln.
Der betreffende Kurs an der Volkshochschule war leider ausgebucht, habe stattdessen gewaltfreies Töpfern gewählt.
 
Strickjacke.
Lässt sich natürlich auch häkeln.
Der betreffende Kurs an der Volkshochschule war leider ausgebucht, habe stattdessen gewaltfreies Töpfern gewählt.

Bei uns wurde er zugunsten des Kurses "Klöppeln fürs Klima" gestrichen.
 
Bei derlei Fragen kommt mir eigentlich stets die Vermutung, dass das nicht ernst gemeint sein kann. So ne Frage ist so sinnvoll wie Pickel am Po. Sieht man ja auch an der Bandbreite der Antworten. Ob der Fragesteller jetzt wirklich weiter ist!?

Die viel drängendere Frage ist doch, wie jemand, der sowas fragt, ansonsten ohne fremde Hilfe durchs Leben kommt. Ich habe da so meine Zweifel.
 
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Die viel drängendere Frage ist doch, wie jemand, der sowas fragt, ansonsten ohne fremde Hilfe durchs Leben kommt. Ich habe da so meine Zweifel.
Find ich ein wenig herablassend. Der Fragesteller hat geschrieben, es wird seine erste Alpentour. Da zu fragen, was man anziehen sollte, finde es jetzt nicht absolut lebensuntüchtig. Da hab ich täglich mit gestandenen Mitbürgern aber mehr Hilflosigkeit am Start.....
Nach fünf Jahren am Stück mit mindestens einmal wöchentlich in den Bergen (ok, nur März bis November), hab ich mich jetzt gegen 3-Lagen-Anzug aus der Weltraumforschung und für Zwiebelprinzip mit Meshjacke und Regenzweiteiler für Pyrenäen und RdGA Anfang Juni entschieden.
 
hab ich mich jetzt gegen 3-Lagen-Anzug aus der Weltraumforschung und für Zwiebelprinzip mit Meshjacke und Regenzweiteiler für Pyrenäen und RdGA Anfang Juni entschieden
Kluge Entscheidung (y) ... beide Vorteile lassen sich durch wenige Handgriffe nutzen. Wenn jetzt Dein Regenzweiteiler noch atmungsaktiv ist ... (y)(y)(y)
 
Find ich ein wenig herablassend. Der Fragesteller hat geschrieben, es wird seine erste Alpentour. Da zu fragen, was man anziehen sollte, finde es jetzt nicht absolut lebensuntüchtig.

Also herablassend finde ich das nicht. Ich sehe es als mittlerweile verbreitetes Problem und beziehe es nicht auf den TS, der ja schon Auswahlmöglichkeiten in Betracht gezogen hat und nur noch seine persönliche Entscheidung zu treffen hat.

Generell wird von einigen, in der Regel nachwachsenden Mitmenschen bei kleinsten Problemen eine riesige Wand an Zweifeln und stetige Fragen nach absolut korrekten Handlungsweisen heraufbeschworen.

Als ich Anfang der 80er Jahre mit dem Motorradfahren begann, gab es, wie ich finde, ein Standardwerk im Buchhandel:

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Da stand nach meinem Dafürhalten alles drin, was man für sein beginnenden Motorradleben brauchte.

Was dann jeder für sich daraus im Laufe der Jahre für sich gewann, basierte auf einem Erfahrungsschatz aus Versuch und Irrtum.

Selbstverständlich war die Bandbreite der angebotenen Kleidung nicht so vielfältig wie heute, erleichterte aber auch den Entscheidungsfindungsprozess.

Meine erste Alpen- bzw. Skandinavientour wurde mit folgenden Klamotten bestritten:

- Lederanzug
- Handschuhe
- Stiefel
- Halstuch/Sturmhaube
- Regenkombi
- dicker Pullover (Blauer Peter)
- Regenüberzieher (Hände und Füße)
- lange Unterhosen (Funktionsunterwäsche gab es noch nicht!)

Damit ging es nach dem besagten Zwiebelprinzip durch Hitze und Kälte.

Bei den Handschuhen handelte es sich um Allwetterhandschuhe aus reinem Leder(!). Während einer Kaffeepause wurden die auf die Zylinder der BMW gelegt und spendeten wohlige Wärme (zumindest für die erste Zeit).

Griff- und Sitzheizung waren noch nicht verfügbar.

Mein Rat an alle Selbstzweifler: Eine Klamottenauswahl, die den mittleren Temperaturbereich abdeckt und ggf. noch etwas zum Unterziehen, wie hier schon oft gesagt.
 
Ein wichtiger Tipp bei egal-welchem-Equipment:
Nicht unbedingt das teuerste, aber auf keinen Fall das billigste Zeug kaufen, wenn Du es öfter als einmal oder "fast nie" benutzen willst.
Gilt für Moppedklamotten, Werkzeug, Kameraausrüstung, Frauen und alles andere...
Mit "obere Mittelklasse" fährt man oft am besten - und wenn man das Gedöns wieder verkaufen will, dann bekommt man wenigstens noch ein bisschen was dafür...
 
Wir haben die Temperaturproblematik ständig, weil wir den Klausenpass als Hausstrecke haben und zusätzlich die höchsten Schweizer Pässe in naher Entfernung. Im Endeffekt bewährt sich bei trockenem Wetter eine Klamottenzusammenstellung, die sich in der Mitte zwischen tiefstem Temperaturpunkt (üblicherweise Passhöhe) und höchstem Temperaturpunkt am Ausgangspunkt (im Tal) befindet. Damit ist für den Großteil der Strecke Wohlbefinden gewährleistet. Im Normalfall regele ich das mit dem Klim Aggressor 3.0, um die nötige Wärme sicherzustellen. Ansonsten Klamotten wie immer (T-Shirt, Knox Protektorenjacke ohne Rückenprotektor, Furygan Airbag Weste und drüber noch eine Alpinestars Jacke ohne Protektoren und ohne Futter).
 
Ich würde das nicht so wichtig nehmen. Man hit nie das 100 % Richtige.
Einfach ein Langärmliges Funktionshirt mehr drunter anziehen wenn es mit 15 Grad beginnt.
Lange Funktionsklamotten drunter auch wenns heiß ist.
Später oben wenn 10 Grad wären, ziehe ich die Regenjacke über die Lederkombi, die vorne gegen Schwitzen perforiert ist.
Mal kurz kalt ist ja im Sommer auch kein Problem auf dem Gipfel.
Man kann anhalten sich nachrüsten wenn man friert. Dabe sollte man schon die Warmen Sachen haben.
Nur den ganzen Tag sollte man nicht frieren. Notfalls mal wo rein und sich aufwärmen bei ner heißen Suppe.
 
Generell wird von einigen, in der Regel nachwachsenden Mitmenschen bei kleinsten Problemen eine riesige Wand an Zweifeln und stetige Fragen nach absolut korrekten Handlungsweisen heraufbeschworen.
Naja - daran ist dieses Forum in Teilen nicht ganz unbeteiligt, wie ich finde. Hier wird ja gerne mal das absolute Maximum empfohlen, und ggf. lieber ne Schippe mehr.
Das - und Teuertech superduper Weltreisezubehör für zum damit anne Eisdiele fahn :LOL:

Ja, das Wetter in den Alpen kann garstig werden, aber das macht ja auch irgendwie den Reiz aus, finde ich.
 
Als Flachländer der schon seit fast 50 Jahren regelmäßig durch die Alpen fährt, frage ich mich wie wir das früher überleben konnten ohne Internet oder Hightec-Klamotten. Jetzt gibt's 3 Seiten Ratschläge, aber das Wichtigste wurde vergessen: Bei Kälte produziert der Körper durch Muskelzittern Wärme. Allzeit gute Fahrt😎😘
P.S.: Nicht vergessen vor den unbeleuchteten Tunnels die Sonnenbrille auszuziehen.😇🤣
 
Bei Kälte produziert der Körper durch Muskelzittern Wärme.
... oder durch Motorrad schieben.
Witz?
Nee, uralter Tipp von Opa, wenn dem im Winter kalt war hat er seine Jawa mit Seitenwagen einfach ein paar Meter geschoben. Dann wars erstmal warm und der Kreislauf in Schwung.
Mach ich auch bei Fahrten im Winter. Geht heutzutage als "Lifehack" durch.
 
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