Zündaussetzer bei meiner 1150

Reijo

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1150 GS Adventure von 2004
R100RT Monolever (Umbau) von 1992
Hallo zusammen,

ich fahre eine 1150 ADV Bj. 2004 mit aktuell 75.000 km auf dem Tacho. Seit kurzer Zeit kommt es nach Wartungsarbeiten und dem Wechsel der Einspritzdüsen beim Fahren zu unregelmäßigen Zündaussetzern.

Folgende Arbeiten wurden vor dem ersten Auftreten der Zündaussetzter von mir durchgeführt:

Wartungsarbeiten (Öle gewechselt, Filter, Neue Zündkerzen NDK Iridium, Ventile eingestellt, Synchronisation)
im Anschluss habe ich die neue Einspritzdüsen von Tills eingebaut.

Rund zwei Wochen lief die GS völlig rund. Dann traten die ersten Probleme mit Zündaussetzern während der Fahrt auf. Immer das gleiche Muster, kurzer Aussetzer (ein Schlag), danach sofort wieder normaler Motorlauf. Das Problem trat immer erst auf, wenn die GS warm war. Aus dem kalten Zustand und während der ersten 20-30 Minuten nach dem Kaltstart keinerlei Fehlzündungen.

Die Zündaussetzer erfolgen unregelmäßig beim Anfahren, im 2. Gang bei ca. 3.500 U/min und gelegentlich im 5. u. 6. Gang, dann auch mal 3-4 Aussetzer hintereinander.

Vermutet hatte ich einen Defekt der Zündspulen. Beim Testen der Zündspulen habe ich dann festgestellt, dass die re. Zündspule defekt war. Beide Zündspulen habe ich durch zwei neue Zündspulen (BERU) ersetzt. Das Problem mit den Aussetzern blieb aber, in der oben beschriebenen Art und Weise bestehen.

Meine nächste Vermutung wäre jetzt der Hallgeber? Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen, bzw. eine Idee wie ich weiter vorgehen sollte?

Beste Grüße
Reijo
 
Meist sind bei den DZ die Kerzenspulen der Hauptkerzen das Problem.
Aber es gibt ja auch noch die Nebenkerzen mit ihren Z-Spulen unterm Tank. Möglicherweise hustet der Motor auch, wenn nur diese zeitweise ausfallen.
Der Drehzahlbereich <4000/min würde noch passen, bei höheren Drehzahlen werden die ja abgeschaltet.

Wenn ZK, Kerzenspulen, ESV schon getauscht und nicht neu schon defekt sind - was kann man schon ausschließen? - dann wäre für mich der HG auch der nächste Tatverdächtige.

Hol Dir nen guten von Q-Tech. Eine Stunde später weißt Du Bescheid!
 
Zuerst würde ich an den Stellen deiner Wartungsarbeiten mal anfangen. Diese arbeiten noch mal anschauen und prüfen. Sind die Stecker und Kabel der Zündspule richtig draugesteckt und die Zündspulen richti auf die Zündkerzen gedrückt?
 
Hi
Den Ausfall der Hauptkerzen bemerkt man eigentlich nur, wenn man köher als 3500..400 dreht. Da sind die Nebenkerzen abgeschaltet und wenn eine Hauptkerzen nicht mehr tut, läuft der Motor nur auf einem Zylinder. Den Ausfall einer Nebenkerze merkt man im Grund gar nicht, es sei denn die Hauptkerze tut auch nicht.
Hallgeber kann man testen
Mit einem Fön kann man auch warmen Motor simulieren. Aber: 150°C sind nicht warm sondern viel zu heiss!
Doch zuerst würde ich die Synchro prüfen
gerd
 
Erst einmal danke für eure Hinweise.

Stecker, Zündkerzen etc. alles überprüft und sitzen korrekt.

Der Motor läuft eigentlich, bis auf die Zündaussetzer, seidenweich. Die neuen Düsen und die Iridium-Kerzen haben merklich mehr Laufruhe und besseres Ansprechverhalten gebracht.

Kann es sein, dass bei einer nicht optimalen Synchro es zu diesen Aussetzern kommen kann? Ich habe mit einfachen Synchrontester von Louis synchronisiert.
 
Hi
Klare Antwort: Schmeiss das Ding von Louis weg. Es taugt nur zum groben Voreinstellen.
Man muss es nicht auf einem Brett montieren und auch die Skala ist unnötig. Im Prinzip ein Schlauch den Du über eine Tür hängst und unten etwas dranmachst dass er "gespannt" ist.
gerd
 
So werde ich es nächste Woche mal machen Gerd. Werde berichten ob sich was geändert hat.
 
Man muss es nicht auf einem Brett montieren und auch die Skala ist unnötig. Im Prinzip ein Schlauch den Du über eine Tür hängst und unten etwas dranmachst dass er "gespannt" ist.
So werde ich es nächste Woche mal machen
Unterschätz den Bedarf an Schlauch nicht!
Je höher die Vorrichtung ist, umso weniger schnell gibts "Durchzug" bei extremer Ungleichheit.
Sinnvoll ist Gesamthöhe von 100 - 150 cm, davon die Hälfte mit Öl aufgefüllt.

Und wenn Du die Anzeige mittig vors Moped stellen/hängen willst, wo sie dann zur Synchro prima abzulesen ist, dann gibts etwa diesen

Bedarf:

2 x 150 cm für die Anzeige,
2 x 150 cm Rückführung auf den Boden
2 x 150 vom Boden bis zu den Drosselklappen-Nippeln,
also ca. 9 m !

Wenn der Schlauch innen weiter ist als die Nippel dick sind, dann brauchts noch 2 kurze Schlauchstücke als Reduktion. Mit Glück lassen sich zwei unterschiedl. dicke Schläuche unterdrucksicher ineinander stecken, dann klappt das. Irgendwelche Absperrhahnen o. ä. sind völlig überflüssig.

Man kann auch aus 3 m eine Mini-Waage bauen. Damit wirds aber nicht handlicher.

Echte Zündaussetzer wegen falscher Synchro bezweifle ich zwar, aber ne gute Synchro schadet nie.


Zum HG:
Die Dinger verabschieden sich schleichend. Die letzten, die ich gemessen hatte, sind einseitig von +12 V auf 1,5 bis 2 V abgefallen, wenn ich mich richtig erinnere. Und haben noch leidlich funktioniert. Soll wäre ja Abfall auf Null.
Der neue Q-Tech-HG brachte bei meiner eigenen ADV die alte Laufruhe vollkommen zurück.

Um den HG zu messen, müssen Tank und entweder die Riemenabdeckung runter oder die Z-Kerzen raus, denn sonst kriegst Du den Motor nicht sauber durchgedreht. Die meiste "Arbeit", um den HG dann doch zu wechseln, ist damit schon erledigt.
Den Poly-V-Riemen kann man runternehmen, ohne die Lima-Einstelliung zu verändern und kriegt ihn dann auch wieder drauf.
Fehlt nur noch der 16er Schlüssel für die Schraube der Riemenscheibe und der kleine Inbus für die 3 Schräuble des HG.

Gutes Gelingen!
 
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danke für die Infos elfer-schwob (y). Waage baue ich Montag nach deiner Anleitung auf einem Brett. Alles andere mache ich so wie gerd_ in seiner Anmerkung zum Differenzdruckmanometer bei Powerboxer geschrieben hat.

Ich berichte dann über die einzelnen Ergebnisse. Wünsche euch allen ein schönes Restwochenende.
 
@gerd_ s Anleitungen auf PB sind immer sehr ausführlich und perfekt beschrieben.
Können andererseits aber auch abschreckend sein, wenn man sich als "Neuling" an ein fremdes Thema ranwagt.

Für die Synchro gilt das m. E. besonders.
Aber Du solltes trotzdem wirklich Schritt f. Schritt verinnerlichen und abhaken.
Einstieg irgendwo in der Mitte haut nicht hin.

Bei aktuellen Temp. den Motor immer nur kurz laufen lassen nach diesem System:

Starten, ablesen, Motor sofort wieder aus, nachregeln, starten, usw. bis es paßt.
Und beim allerersten Motorstart bei angehängter Waage den Finger am Notaus!
Wenn Deine Synchro extrem daneben liegen sollte, dann ist das Öl in der Waage in Sekunden durchgeschnorchelt und Du stehst in einer Riesen-Rauchwolke...

PS: Die letzte 1150, die an meiner Waage hing, war zuvor mittels Unterdruckuhren "gut" synchronisiert.
An der Waage warens dann gleich mal ca. 25 cm! Differenz. Das dann gegen Null gestellt, hat doch merkbaren Rundlauf gebracht und den Besitzer überzeugt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
Aufgrund der Rauchwolken testet "meine" Werkstatt "neue" Motorräder immer erst mit Uhren, dann mit Schlauch.
gerd
 
Danke für die Tipps ☺️. Ich habe ja bereits mit den Uhren synchronisiert (Hinweis gerd_) und werde, wenn die Schlauchwaage fertig ist, es dann genau so machen, wie gerd_ es beschreibt. Ebenso deinen Hinweis elfer-schwob bezügl. der Temperatur.

Euch einen guten Wochenstart!
 
Aufgrund der Rauchwolken testet "meine" Werkstatt "neue" Motorräder immer erst mit Uhren, dann mit Schlauch.
Tja, Gerd,
mit zunehmendem Alter läßt die Reaktionszeit nach
"...huusch-huusch-weg-war's...!"
und wenn dann auch noch die Finger klamm werden, dann braucht's eben Plan-B...😎

Grüße vom Altenteil!

Rainer
 
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Hallo in die Runde, kleine Geschichte zum Schmunzeln.
Heute zum Baumarkt gefahren, alles eingekauft für den Bau der Schlauchwaage. Hatte mich schon auf das Synchronisieren gefreut.
Bei der Heimfahrt habe ich mir dann einen Platten eingefangen. Man glaubt es kaum, ein simpler Glassplitter (leider perfekt geformt).
Also jetzt werde ich erst den Hallgeber testen und wenn die neuen Reifen da sind, dann folgt die Synchronisation. 😁
 
Hallo in die Runde,

heute habe ich mit der Schlauchwaage die Synchro durchgeführt. Habe mich Schritt für Schritt an die Anleitung von Gerd gehalten. Wie schon fast zu erwarten war, stimmte so gut wie nichts. Das synchronisieren über die Anschlagschraube verlangt schon Geduld, aber die Schlauchwaage ist da wirklich das optimale Instrument.

Die Unterdruckuhren landen jetzt erst einmal beim Alteisen...

Nach der Synchro und einer Probefahrt muss ich sagen das meine GS jetzt sehr sauber läuft. Danke für die Unterstützung!

Werde nun eine längere Fahrt machen, um zu sehen, ob es wieder zu Zündaussetzern kommt. Ich werde berichten.
 
Freut mich für dich, dass der Motor wieder rund läuft. Denke aber, dass deine Zündaussetzer nicht damit behoben sind.
Bin gespannt
 
Wenn der eine Zylinder zu fettes Gemisch und der andere zu mageres Gemisch bekommt, dann ist (kann) die Addition für die Lambdasonde i.O. sein und der magere Zylinder Zündprobleme bekommen.
Das ist dann so ähnlich wie ein Fuß in Eiswasser und der andere in Heißwasser. Der Mittelwert ist rechnerisch angenehm warm.
Hoffen wir mal, das Reijos Problem jetzt gelöst ist!
Gruß janus
 
Wenn der eine Zylinder zu fettes Gemisch und der andere zu mageres Gemisch bekommt, dann ist (kann) die Addition für die Lambdasonde i.O. sein und der magere Zylinder Zündprobleme bekommen.
Das ist dann so ähnlich wie ein Fuß in Eiswasser und der andere in Heißwasser. Der Mittelwert ist rechnerisch angenehm warm.
Hoffen wir mal, das Reijos Problem jetzt gelöst ist!
Gruß janus
Darum ist die korrekte Synchro wichtig. (Unterdruck nach der Drosselklappe.)
Falls ein Fehler in der Kraftstoffzufuhr vorliegen würde, (Einspritzdüsen !) Würde der Synchronisierte Motor unrund laufen.
Mangelnder Benzinpumpendruck oder Verschmutzter Filter würde sich auf beide Zyl. auswirken. Einziger Punkt wäre der Mech. Zustand eines Zyl. Den man aber auch mit einer Kompr. sowie Ventilspiel Prüfung ausschliessen kann.

Kernfrage....Welches Teil könnte einem Zyl. zuwenig Kraftstoff zur Verfügung stellen?! Bei Synchroner Drosselklappenstellung bzw. Umluftschrauben.

Die Lambda-Sonde misst das "Sympthom" (Ergebniss). Es müsste ein Verursacher geben.
 
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