Wie fahrt Ihr Kurven bei solchem Belag?

Kraftradler

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Ich für meinen Teil fahre das sehr vorsichtig. Wie seht Ihr Profis das?

Bilder sind im Spoiler und bewußt nicht hier hochgeladen, um die Details zu erhalten.
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Dass sieht für mich gut aus. Aber ich bin halt auch viel in Frankreich unterwegs. Die haben ihre eigenen Techniken bzgl. Fahrbahnerneuereung. Teer, Rollsplitt drauf und dann von den Fahrzeugen fest fahren lassen. Da ist dass eigentlich schon fast Gold Standard. :ROFLMAO:
 
Bei normalen Temperaturen reicht es die Geschwindigkeit leicht zu reduzieren.
Bei 30° und mehr wirds dann kritischer. Da streuen die Franzosen inzwischen so etwas wie Kalk drüber. Das hat man auch bei der Tour de France gesehen. Ob das die Haftung verbessert kann ich nicht sagen.
 
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Welche Antwort erwartest Du?

Ich fahr da im Zweifel so durch, daß es am Ende nicht heißt: die Straße machte eine Kurve, ich nicht...!

Ob der Splitt im Zuge der Kurve auch so homogen verteilt ist wie am Kurveneingang, kannst Du davor nicht erkennen.
Wenn's blöd läuft, sind genau in der Fahrspur Deiner Reifen von anderen Fzgen Haufen aufgeschüttet worden und Du verlierst den Halt.

Wenn Deine Eingangsgeschwindigkeit paßt, kannst Du die Fahrspur noch variieren und diesen Haufen ausweichen.

Welchen Grip dieser Belag an sich bietet, kannst Du VOR der Kurve noch per ABS-Bremsung austesten.

Um die Kurve "rumtragen" würde ich mein Moped allerdings nicht.

In der Nähe der Löwensteiner "Platte" werden seit Jahren kleine, enge, kurvige "Mopedsträßle" durch den Wald einmal jährlich mit Splitt zugeschüttet statt renoviert. Die entsprechenden Warnzeichen bleiben dann das restl. Jahr stehn.
In den ersten Tagen ist tatsächl. Schleichfahrt angesagt. Aber nach kurzer Zeit ist wieder "normaler" Speed möglich.
Der unter dem Splitt liegende Fahrbahnbelag ist dabei lange nicht so gut und griffig, wie in den Bildern zu sehn.
 
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..... Aber ich bin halt auch viel in Frankreich unterwegs. Die haben ihre eigenen Techniken bzgl. Fahrbahnerneuereung. Teer, Rollsplitt drauf und dann von den Fahrzeugen fest fahren lassen. Da ist dass eigentlich schon fast Gold Standard.
Diese Methode haben sie auch bei uns versucht. Allerdings hat sich das Klebebitumen (Teer gibt's seit zig Jahren nicht mehr) nicht richtig mit dem Untergrund verbunden. In FR klappt das. Der Split mit brutaler Körnung wird auch reingewalzt. Nur ist eben soviel davon drauf, dass der Kleber nicht an der Walze pappt und nicht aller Splitt klebt (und auch gar nicht soll). Der lose Anteil fährt sich dann zur Seite (die Autolackierer haben gut zu tun) und der Belag hat brutalen Grip. Leider eine absolut reifenmordende Methode.
gerd
 
Was machen die ganzen GS-Fahrer eigentlich auf Schotter oder Sand im Gelände? Auch vorher eine ABS Bremsung zum austesten des Grip? Wenn man mal etwas rutscht ist dass doch kein Drama.

Wegen minimal unschönem Belag ein Faß aufmachen, aber meckern, dass es die 450GS nur mit 19" Vorderrad gibt, dass wäre ja völlig inakzeptabel, weil nicht gut genug für die GS-Anforderungen?

@gerd_ : Ja ich weiß :ROFLMAO:
Hat aber die 100km bis nach Haus gehalten.
 

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Tatsächlich in Frankreich nicht immer eindeutig zu erkennen, ob das loser Splitt ist oder Splitt fest verbunden mit dem Teer. Auf Schilder würde ich mich nur bedingt verlassen.
Also lasse ich testweise den Stiefel über die Fahrbahn schleifen und habe dann in der Regel ausreichende Informationen.

Stimmt: üblicherweise brutal guter Gripp, aber reifenmordend. Ich schätze mal halbe Laufleistung im Vergleich zum rechtsrheinischen Pendant.
 
Im zweiten Bild sieht man gut die schwarzen Stellen und die Furchen im weichen Bitumen.
Das würde ich als eher gefährlich empfinden und nicht als sicher und hält gut.

Aber nur meine Meinung.
 

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Der Witz an der Sache: Da liegt kein Splitt. Das ist der Asphalt. Das Bitumen, was da rausgequollen ist, ist auch nicht klebrig, sondern fest und glatt wie eine Kunststoffoberfläche.
 
Dann schau Dir mal das Zweite Bild genauer an.
Das sagt Anders.
 
Meine Einschätzung:
Im Sommer ist der Asphalt bei großer Hitze (verhältnismässig) weich geworden und schwere Fahrzeuge hab den, in/auf Bitumen "eingelegten", Split sozusagen "versenkt".
Der Split war zuvor die oberste Deckschicht und sollte vom Bitumen festgehalten werden, hat diesen aber verdrängt nach oben befördert.

Wie wenn man auf eine dicke Schicht Sand eine Lage Kieselsteine legt und so lange darauf rumläuft bis die Kiesel sich im Sand eingearbeitet haben.

Schätze das ist eine recht alte Bauweise, heute wird das so nicht mehr gemacht.
 
Stimmt: üblicherweise brutal guter Gripp, aber reifenmordend. Ich schätze mal halbe Laufleistung im Vergleich zum rechtsrheinischen Pendant.
Und wehe, Du machst Dich da mal lang. Ist wie Rutschen auf ner Raspel. :eek:

@Kraftradler: Wie @TB25 und andere schon geschrieben haben: Viel schwarz (Bitumen), wenig hell (Split), hohe Außentemperatur: Langsam machen.
Mit @Nordisch waren wir bei 40° hinter Bitche von Wimmenau Richtung Goetzenbruck unterwegs, dass fühlte sich an, als ob der Fahrbahnfertiger gerade vor 2 Minuten die Fahrbahndecke gelegt hätte. Dunkelschwarz und nass-glänzend, schmierig. Und wurde im oberen Teil, durch die aufgelegte Kalkschicht, auch nicht wirklich besser. Von der Sauerei am Möpp mal ganz abgesehen.
 
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Weiß gar nicht was ihr habt, kommt mal in meine Ecke, da wärt ihr froh über solchen Belag, geht bei uns noch viel schlimmer.
Da kommt ein Schlagloch am anderen dazu.
 
dass fühlte sich an, als ob der Fahrbahnfertiger gerade vor 2 Minuten die Fahrbahndecke gelegt hätte

jo, und das kann dort in der Ecke sogar genau so gewesen sein. Ich kam mal ich glaube Bussang angeflogen, kein Schild nix, plötzlich schwamm ich auf 10 cm Splitschicht, die dort zurückgelassen wurde, dass die Autos sie festfahren oder was auch immer. Am anderen Ende sah ich dann die letzten Fahrzeuge die Baustelle räumen, war also gerade fertig geworden
 
Hi
In DE sprüht man bei derartigen Versuchen eine relativ dünne Schicht "Kleber" auf die Fahrbahn und streut dann mit 5-er Split ab. Das Bisschen heiss aufgebrachter Kleber wird von der drunterliegenden Schicht gekühlt und pappt nicht richtig. Der Splitt wird zwar eingewalzt aber auch nicht richtig eingebettet. wenn's blöd geht, dann lösen sich viertelquadratmeter grosse Fladen
Die Franzosen machen das vorwiegend bei schönem Wetter, schmeissen eine dicke Schicht drauf und splitten sofort mit 16er Körnung ab. Der Splitt wird sehr tief eingebettet und das ganze Zeug ist derart heiss, dass es den Untergrund anlöst und sich damit verbindet. Zumindest ist die "Trefferquote" bei den Franzosen sehr viel höher. Wir haben zufällig einen Asphaltmann (Leiter eines Mischwerks) in der Bekanntschaft. Das sagt "Die Franzosen füllen auf die Art sogar Spurrillen auf. Die fluten die Strasse mit dem Zeug und arbeiten dann ihren groben Splitt auch 30mm tief ein. Ausserdem verwenden sie andere "Kleber" als bei uns üblich". Der rausgefahrene Split liegt einfach auf dem Bankett.
gerd
 
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@Kraftradler: Wie @TB25 und andere schon geschrieben haben: Viel schwarz (Bitumen), wenig hell (Split), hohe Außentemperatur: Langsam machen..................
Hell oder Dunkel? Ja, Bitumen auf jeden Fall dunkel. Beim Splitt kommt's drauf an ob es Kalk- oder Basaltsplitt ist. In unserer Gegend gibt es praktisch nur Kalk, weil das nächste Basaltvorkommen "ich weiss nicht wo" ist. In der Eifel dürfte eher Basalt üblich sein, im Bayrischen Wald vielleicht Granit, in Südtirol ist es Porphyr (rötlich)
gerd
 
Bei sowas fahre ich vorsichtig, das Vertrauen für tiefe Schräglagen fehlt halt.
 
@gerd_: In unserer Ecke (Elsass, Lothringen) mMn eher hell, aber ich wollte heute sowieso noch nachschauen fahren... :giggle:
 
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