Werde ich und mein Fahrverhalten ausgewertet/analysiert?

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Probefahrer
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Hallo,
da ich bekanntermaßen Android Auto (vom gleichen Handy) sowohl auf der BMW (Carpuride) als auch im PKW nutze, meine Frage oder oben geäußerte Vermutung.
Ich fahre auch mal ganz gern mit Google auf der BMW und schalte dabei die Autobahn, die Maut und die Fähre aus, und es ergeben sich daraus öfter mal ganz tolle Touren von A nach B. Klar, je nach Region, in der man gerade unterwegs ist unterschiedlich, aber es ist dann eben nicht so, dass dann bei mir Google nur stumpf Bundesstraßen vorschlägt auf der BMW.
Nutze ich das dann im PKW mit identischen Einstellungen, würde ich aber eben genau das gern haben. Schnell von A nach B und möglichst nur Bundesstraße.
Dem ist dann aber oft nicht so. Zum Beispiel zieht er mich von einer Bundesstraße runter, will, dass ich einen schönen und auch kurvigen Teilabschnitt mit dem PKW fahre, um mich ein paar Kilometer später wieder auf die selbe Bundesstraße zu lotsen. Und nein, dort ist keine Sperrung oder Baustelle, die dieses Verhalten erklären würde.
Fahre ich dann eine längere Zeit nur mit dem PKW, weil die BMW eben im Winter steht, passt sich so mein Gefühl Goggle wieder mehr und mehr an und bleibt wie erwähnt eben auf der Bundesstraße.
Ich schildere hier meine (eigene) Wahrnehmung/Vermutung oder mein Bauchgefühl und möchte nicht, dass sich die mögliche folgende Diskussion in eine Art Verschwörungstheorie abdriftet.
Was ich wissen möchte, ist: Kennt jemand von euch das auch und wenn ja, wie erklärt ihr euch das?
Danke.
 
All Deine Fragen werden durch das lesen der Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung genaustens beantwortet. Bis vielleicht auf den Routing-Algorithmus - den werden sie nicht raus rücken.

Da ich keine Google-Dienste oder Hardware nutze, überlasse ich das lesen und verstehen der insgesamt knapp über 100 Seiten - immerhin in deutscher Sprache - Dir.
 

Anhänge

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Das Problem ist doch, dass "vermutlich" niemand so genau weiß, wie der Routing-Algorithmus genau funktioniert und was dieses Verhalten der Software steuert.
Wir Navi-Interessierten diskutieren das doch bei den Garmin-Geräten schon seit mittlerweile 2 Jahrzehnten im Netz rauf und runter und sobald 3 Leiute im Raum sind, hat man 5 Meinungen dazu, wie und warum eine Strecke jetzt so oder so geroutet wurde. Das ist hier doch auch immer wieder zu erleben.
Und Garmin ist ein geschlossenes, noch "einigermaßen" nachvollziehbares System.

Wie soll das erst bei dem oben von Dir angesprochenen System funktionieren? Ich bin aber auch nicht so Goolge-fit. Kann sein, dass das alles klar definiert ist.
Das können andere sicher besser erklären.

Jedoch, das unser Fahrverhalten gerade von dem o.g. Dienst massivst ausgewertet und anlysiert wird, steht sogar im Kleingedruckten.
Doch wie das genau passiert, darüber halten sie sich ja auch gern mal bedeckt.

Ich kann Dir lediglich mitteilen, dass selbst mein mittlerweile auch schon 5 Jahre ales Auto auch des Öfteren meint, mir ungefragt "Routenvorschläge" machen zu müssen, wenn ich von meinem Zuhause zur Arbeit fahre und wieder zurück. Ändert sich der Arbeitsweg aufgrund einer länger besthenden Baustelle, ändert sich auch der "Routenvorschlag". Also, wenn die Kiste nicht jeden gefahrenen Meter aufzeichnet, dann weiß ich es auch nicht... Das muss sie ja wahrscheinlich sogar aufgrund der Blackbox unterm Fahrersitz. Das steht aber auch relaativ verworren in dem 80-seitigen Kaufvertrag des KFZ unter "digitale Dienste"...
 
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Ich selbst nutze Waze, welches auch zum Google Konzern gehört. Hier wird genau dieses Verhalten beschrieben, dass Waze die Gewohnheiten der letzten Fahrten analysiert und für Routenvorschläge verwendet. Recheriert, ob das bei Google Maps auch so ist, habe ich nicht. Es liegt für mich aber sehr nahe, dass hier kein großer Unterschied sein wird, da ja beides aus dem selben Haus kommt und deine geschilderte Erfahrung geht genau in diese Richtung.
 
Google Maps merkt sich nach meinem Eindruck, zumindest wenn ich eine Strecke häufger fahre, welchen Weg ich bevorzuge und irgendwann leitet es mich direkt dort rüber.

Die Routingunterschiede bei den Garmins liegen üblicherweise in den abweichenden Einstellungen und sitzen vor dem Gerät.
 
Was ich wissen möchte, ist: Kennt jemand von euch das auch und wenn ja, wie erklärt ihr euch das?
Eigentlich genau wie Du- bin ich mit Motorrad unterwegs (sehr oft) werden mir vermeintlich "schönere" Strecken öfter angezeigt. Vorschläge wie "18min länger" kommen dann schon mal alle paar Kilometer.

Letzten Winter war eher wenig Motorrad angesagt, da hat Google irgendwann aufgehört mir so Umleitungen anzuzeigen. Da kamen dann wieder die üblichen Meldungen "kürzere Strecke gefunden".
Mein Söhnchen meint das evtl. auch über Neigungssensoren gecheckt wird das man auf dem Motorrad sitzt.

In Moldau, Rumänien und Ungarn hab ich Maps genutzt um möglichst schnell und effektiv ans Ziel zu kommen (sonst Kurviger). Da sind dann dämliche Umleitungen innerorts schon nervig. Einmal wurden ich ohne weitere Warnung über eine wilde, asphaltlose Piste umgeleitet um einen "Stau" an einer Ampel zu umgehen. Bis wir das gecheckt hatten waren wir schon da- als Einzige!!! Bei meinem Sohn wurde in Google die ganz normale Strecke angezeigt!?


Screenshot 2026-09-25 101347.png

Screenshot 2026-09-25 101704.png


Deswegen fahr ich jetzt öfter mit herausgezoomter Karte, da sieht man den Blödsinn wenigstens.
Probieren kann man auch wenn 2 Leute im Auto sitzen und zum gleichen Ziel routen wollen - da spuckt Maps oft komplett andere Geschichten aus, warum auch immer.
 
Das Problem ist doch, dass "vermutlich" niemand so genau weiß, wie der Routing-Algorithmus genau funktioniert und was dieses Verhalten der Software steuert.
Wir Navi-Interessierten diskutieren das doch bei den Garmin-Geräten schon seit mittlerweile 2 Jahrzehnten im Netz rauf und runter und sobald 3 Leiute im Raum sind, hat man 5 Meinungen dazu, wie und warum eine Strecke jetzt so oder so geroutet wurde. Das ist hier doch auch immer wieder zu erleben.
Und Garmin ist ein geschlossenes, noch "einigermaßen" nachvollziehbares System.
Hallo Jan, das mit Garmin ist an mir völlig vorbeigegangen, ich habe nie Garmin benutzt.
Aus diesem Grund bitte ich diesbezüglich um Verständnis, dass ich diese Diskussion nicht kenne.
Ja, ich gebe dir Recht, im sogenannten Kleingedruckten steht so einiges, wie ich dank deiner Anhänge rauslesen konnte.
Interessant ist und bleibt es dennoch für mich, wohlwissend, dass ich da wohl nie richtig Licht ins Dunkel werde bringen können.

Ich denke aber mittlerweile auch in die Richtung, dass Google anhand von Beschleunigung, Bremsen, eventuell sogar Schräglage sehr genau weiß, mit welchem Fahrzeug ich gerade unterwegs bin. :unsure:

Klar, der Grundsatz gilt immer.
Wir bezahlen mit unseren Daten.
Aber wenn's dann mal konkret wird, find ich es durchaus, sagen wir mal, spannend und diskussionswürdig.
 
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Da bin ich voll bei Dir. Leider rücken die Hersteller ja selten mit den konkreten Informationen raus. Irgendwie auch nachvollziehbar: Diese Algorhitmen sind ja auch bestgehütete Geheimnisse, mit denen man sich vom Mitbewerbern absetzen kann.

Das mit dem Garmin war nur so ein Beispiel, dass müsssen wir nicht weiter thematisieren. Das grundlegende Problem dabei hat qtreiber ja bereits aufgezeigt.

Ich bin aber auch mal gespannt, was hier noch so an Erkenntnissen zu dem Thema ans Licht kommt.
 
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Versicherungen bieten Tarife an, die auf deinem Fahrverhalten basieren. Zur Zeit noch ein OBD2 Dongle, vielleicht aber gar nicht nötig, da Google schon alles hat.
Ich habe alle nicht betriebsnotwendigen Online Services meiner Fahrzeuge abgeschaltet und habe somit gefühlt etwas mehr Kontrolle über meine digitale Schleimspur.
 
Versicherungen bieten Tarife an, die auf deinem Fahrverhalten basieren. Zur Zeit noch ein OBD2 Dongle, vielleicht aber gar nicht nötig, da Google schon alles hat.
Ich habe alle nicht betriebsnotwendigen Online Services meiner Fahrzeuge abgeschaltet und habe somit gefühlt etwas mehr Kontrolle über meine digitale Schleimspur.

Das mit den Versicherungen war mir schon mal bekannt.
Aber das andere finde ich interessant. Magst Du dazu mal etwas ins Detail gehen, wie und wo Du abgeschaltet hast?
 
Beim Motorrad schlicht die BMW App vom Telefon entfernen und auch das Telefon nicht mit dem TFT verbinden. Damit bleibt nur Google oder auch Kurviger als Datensammler übrig. Beide Apps bekommen nur beim Verwenden eine Standortfreigabe.
Beim Auto habe ich das bislang nur bei meinem Mazda gemacht, recht einfach dort, da man die Online Dienste zumindest abschalten kann.
Der bestellte BMW Modellreihe G21 wird da sicher etwas komplizierter, da der, mit soweit ich weiß, auch mit augmented reality arbeitet. Ich lasse das mal laufen und entscheide dann, was ich dann abschalte. Im Augenblick tendiere ich dazu, nur CarPlay mit Google Maps zu nutzen und alle BMW online Services abzuschalten.
 
Jeder dieser Dienste sammelt jede Information, die er bekommen kann. Darin, im Auswerten und Verwerten dieser Daten (Werbung oder um die Dienste weiter zu entwickeln) besteht das Geschäftsmodell. Gebt heute mal einer KI (die gleiche) zweimal den gleichen Promt ein... nicht das gleiche Ergebnis.
 
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