TET fahren für Vollblutanfänger...

Wir sind einen Abschnitt des TET in den Pyrenäen gefahren, das war mit unseren kleinen Enduros in Ordnung. Mit der 1250er GS würde ich mich das nicht trauen.
 
Gute Zusammenfassung (y).
Wobei jeder ACT durchaus herausfordernde Abschnitte enthält, dazu spielt auch das Wetter eine zentrale Rolle.

Bei den TET Strecken kommt es auf die Passion der Linesmen an, sind diese eher in der Hardenduro/ Cross Szene beheimatet, wird es mit Adventure Bikes ggf. mit Gepäck schwer(rer) bis unmöglich.
Genau diese Unwägbarkeiten sind Teil des Abenteuers.
Am Ende zählen die fahrerischen Qualitäten plus gesunde Selbsteinschätzung, die Bikes können sehr viel.

Wenn man es pauschalisieren möchte: TET in Skandinavien sind idR weniger technisch, dafür viele lange und einsame Etappen.
Im Balkan teils gebirgig oft mit sehr groben Schotter und mehr technisch.
Frankreich, Spanien & Portugal irgendwo dazwischen.
Die dicht besiedelten Gebiete DE, DK & NL sind eher eine Zusammenlegung kurzer landwirtschaftlicher Wirtschafts - & Forstwege.

Die Einschätzung von @schotterali, dass die Reifen quasi keine Rolle spielen, kann ich nicht bestätigen.
Klar, auf einer schwedischen Schotterautobahn ist das Profil zweitrangig.
Sand, Matsch, Schotter von fein bis grob, Auf- Abfahrten benötigen ein grobes Profil.
Zustimmung jedoch bei: wenn man sich unsicher fühlt, umdrehen.

Mit Gussfelgen wäre ich eher im weniger groben Geläuf unterwegs.
Selbst mit Schlauch lässt sich der Reifen einer TL Felge manuell kaum ins Tiefbett drücken.
Wahrscheinlicher sind Nagelpannen und diese lassen sich bei TL prima mit Dichtstreifen reparieren.

Schraubengruß nach 450km, mitten im Nirgendwo
Anhang anzeigen 58553

Noch bessere Zusammenfassung! ;)

Also das mit den Reifen kann ich auch nicht bestätigen.
Auf festgefahrenen Schotterautobahnen würde auch ein Slick funktionieren, schon klar.. Doch Gott sei Dank gibt es auch andere Untergründe und da möchte ich die Straßenreifenverfechter dann mal sehen... Gar keine bis rudimentäre Erfahrung und dann auf Straßenreifen offroad unterwegs. Das hat man doch gerne, so etwas.

Da fällt mir zum Beispiel spontan der letzte Tag des eigentich nicht so sehr fordernden ACT Italien ein, der sich (zumindest war das 2024 so) auf mehreren, Spitzkehren durch stellenweise wirklich tiefen Schotter aufwärts zieht. Da sag ich dann nur: "Viel Spaß noch mit den Straßen-Pellen" ... und fahr weiter.

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Jeder wählt sein eigenes Schicksal.
 
Lustig ist beim ACT Italia auch beim zweiten Tag das letzte Stück bevor es zum Trasimenischen See runtergeht.
Wir waren da vor zwei Wochen.
Mit vollbepackten 5Zentner+ Geräten bekommst große Augen.
Und wir haben vier Tage keine anderen Reisenden gesehen, eigentlich nicht vorstellbar.
 
Nur mal so nebenbei, ich fahre mittlerweile auch einen Mitas.
Aber zu jüngeren Zeiten auf den Colle Mallemort mit einem normalen Tourance. Vom Col de Balme die Skipiste runter Richtung Argentiere mit einem Dunlop Meridian und ganz früher mit der 90/6 mit ME77 am Col di Alpisella unterwegs wo die Mountainbiker ihre Fahrräder getragen haben.

Solange es trocken ist alles kein Problem. Bei Nässe hört der Spaß natürlich auf.

Mit dem Mitas E07, heißt jetzt Enduro irgendwas, hab ich MEINEN Kompromiss für alles gefunden. Ich fahr aber auch nie auf der letzten Rille.
 
Lustig ist beim ACT Italia auch beim zweiten Tag das letzte Stück bevor es zum Trasimenischen See runtergeht.
Wir waren da vor zwei Wochen.
Mit vollbepackten 5Zentner+ Geräten bekommst große Augen.
Und wir haben vier Tage keine anderen Reisenden gesehen, eigentlich nicht vorstellbar.

Dann sind wir uns ja mal einig. 😀

Hier mein Fazit zu genau der Stelle aus meinem Reisebericht ACT Italy von ´24:

"Eine Ausnahme sei hier speziell für die Anfänger aber genannt: Die steinigen Felskanten so ca. 30 Minuten vor Ende des Tag 2 zum Trasimenischen See hin könnte für Anfänger mit schweren Maschinen zu viel des Guten sein und hier sei daher die Umfahrung über die vom ACT angebotene Alternative für einen entspannteren Tagesausklang empfohlen. Wir haben das Stück zwar mit Entschlossenheit und vielleicht auch mit leicht zugekniffenen Augen gepackt - „Spaß“ war mit den dicken Brocken unter uns am Ende eines langen Tages aber was anderes. Letztlich liest es sich aber schlimmer, als es war."
 
Du warst fein raus. DX hat keine 5 Zentner.
Spass.
Mit den 690 wars eine schöne Stelle, nach dem langen Tag waren alle schon fast am Einschlafen.
Der Rest vom Italienischen ACT ist nichts für Thrillseeker.
 
Die beiden Tage Act Italien kann ich bestätigen. Zum Trasimeno runter die letzten km besser eine umfahrung suchen. Die Stelle am letzten Tag wenn es steil runter geht mit großen Gestein auch besser umfahren.
 
Du warst fein raus. DX hat keine 5 Zentner.
Spass.
Mit den 690 wars eine schöne Stelle, nach dem langen Tag waren alle schon fast am Einschlafen.
Der Rest vom Italienischen ACT ist nichts für Thrillseeker.
Von wegen "fein raus", Diei DX war da schon lange nicht mehr. Den ACT IT hab ich mit der 12er GSA gefahren.
 
Es hilft schon ungemein, wenn ein Instruktor, der das Gelände kennt und seine Schützlinge einschätzen kann voraus fährt und sich den "Berg hinab stürzt". Dann nochmal kurz in Erinnerung rufen "Riding Position, Blickführung" und weiter geht die wilde Fahrt. Wenn man zulange drüber nachdenkt kostet das wesentlich mehr Überwindung.

Es braucht einige Kilometer, bis man sein eigenes Können einschätzen kann, da hilft nur langsam rantasten. "Glück gehabt, geht doch" wäre auch ein Weg, aber nicht meiner.
 
Runter kommt man immer. Irgendwie.
Rauf wird oft schon schwieriger. 😉😂
 
Es braucht einige Kilometer, bis man sein eigenes Können einschätzen kann, da hilft nur langsam rantasten. "Glück gehabt, geht doch" wäre auch ein Weg, aber nicht meiner.

Augenzwinkernd hat mal irgend jemand gesagt: Wenn Du glaubst, du hast alles unter Kontrolle, dann bist Du nicht schnell genug...

Gut, dass gilt für uns "Hobby-Spacken"jetzt eher weniger, aber ein Körnchen Wahrheit ist schon dran.

Natürlich ist es richtig, sich nicht zu überschätzen, aber manchmal lernt man auch nur, wenn man das eine oder andere ausprobiert.

Das ist auch auch wieder so ein Charakter-Ding.
 
Wie war der Titel von dem Thread nochmal?
 
Runter kommt man immer. Irgendwie.
Rauf wird oft schon schwieriger. 😉😂
Zu „runter“ hatte ein Instructor in Hechlingen folgende Empfehlung:
Motor aus (Killschalter), die Zündung anlassen (dann bleibt das ABS aktiviert) und mittels Kupplung den Hang runter - funktioniert (y).

Das Szenario bezog sich auf steile, unübersichtliche Abfahrten mit Gepäck, wo das zusätzliche Gewicht ordentlich schiebt.
 
Übrigens, wer als absoluter Schotteranfänger mit ACT oder TET liebäugelt, sollte sich vielleicht zunächst mal die Strade Bianchi in der Toscana antun.
Schöne Landschaft und die Wege sind in der Regel mit guter wassergebundener Decke versehen.
 
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