Moin,
meine Frau und ich sind bereits ü60 und haben uns im Vorfeld viele Gedanken um die Höhe gemacht. Wie sich vor Ort herausstellen sollte, waren es viel zu viele Gedanken

Ein guter Freund von uns, der bereits 4x in Südamerika unterwegs war, hat immer zu uns gesagt: "Nicht dran denken!" Und genau das passt
Natürlich haben wir die Höhe gespürt! Aber ich persönlich hatte, bis auf die Kurzatmigkeit, keine weiteren Probleme; meine Frau musste sich neben der Kurzatmigkeit 2 oder 3x mit nächtlichen Kopfschmerzen rumärgern, aber das war es dann auch. Wie mein Vorredner bereits geschrieben hat, ist es wichtig, nicht von 0 auf 4000 zu fahren und dann da oben zu bleiben. Die Höhe von Tag zu Tag steigern und, wenn möglich, auch mal 2 oder 3 Tage auf einer Höhe jenseits der 3000 Meter bleiben, kann nicht schaden.
Anmerkung dazu: Der Körper ist relativ träge und wenn Du an einem Tag auf einen Pass von über 4500 Metern fährst und dann direkt wieder runter, dann passiert nichts (selbst getestet)! Erst wenn Du länger da oben bleiben willst/musst, bemerkt der Körper, dass sich irgendetwas verändert hat
Wir sind von Mendoza/Argentinien mit mehreren Zwischenstopps in Richtung Norden gefahren und waren dann bei La Quiaca an der Grenze zu Bolivien bereits auf 3.500 Meter. Das ist dann ungefähr die Höhe des bolivianisch-peruanischen Altiplano, auf dem wir uns mehrere Wochen aufgehalten haben. Wir waren dann aber auch froh, als wir in Peru wieder auf Meereshöhe angekommen sind und endlich mal wieder tief durchatmen konnten
Insbesondere die Tage in La Paz waren für uns Flachländer sehr herausfordernd, denn die Straßen sind alle steil, oft geht es für Fußgänger nur treppauf und treppab und das ist in der Höhe einfach nur anstrengend. Aber es hat sich gelohnt, La Paz war unter den Städten ein wirkliches Highlight ... der öffentliche Nahverkehr mit den Seilbahnen ist einfach nur toll!
Um auf Deine konkreten Fragen zu antworten: Kein Sauerstoff mitgenommen, keine Smartwatch dabeigehabt, Cocablätter mehr oder weniger aus Neugier probiert (aber keinen Unterschied festgestellt)
Es gibt in den großen Städten oft Hotels, die Sauerstoffflaschen für den Notfall vorhalten. Falls Du Bedenken hast, einfach an der Rezeption fragen ...
Zur Überführung des Motorrades gibt es aus meiner Sicht keine Alternative zu "InTime"! Es lief alles perfekt und ein deutschsprachiger Mitarbeiter, der bei der Ankunft in Valparaiso unterstützt und der auch während der Reise im Bedarfsfall kontaktiert werden kann, ist aus meiner Sicht Gold wert
Für mich steht fest, dass wir das Motorrad wieder mit InTime verschiffen lassen (geplant ist Winter 27/28)!
Bei weiteren Fragen, einfach fragen