Südamerika Tippsammlung

Nixwiefort

Boxer-Schrauber
Boxer-Schrauber
Registriert
22. Sep. 2025
Beiträge
523
Reaktionspunkte
741
Ort
Pasching
Motorrad
GS
Nachdem ich jetzt mehrfach in Marokko war(2027 gehts auch wieder hin) , will ich , angefixt durch die herrlichen Reisebeschreibungen von GSme und Boxertreiber 2028 nach Südamerika.
Der Plan ist Herbst 2027 verschiffen, und Jänner, Februar 2028 durchs Altiplano (Chile, Arg, Bolivien, Peru). Ob allein oder zu zweit ist noch offen.
Hier möchte ich (mit eurer prima Unterstützung) für mich genauso wie für andere diverse hilfreiche Tipps sammeln. Alles mögliche … Routen, Unterkünfte, Werkstätten, usw.
Ich werd dann auch beizeiten mal meinen Tourplan hier einstellen. Alsdann: vamos amigos
 
Sehr guter Entschluss. Es freut mich, wenn wir dazu beitragen konnten dich zu dieser Reise zu inspirieren. Eine traumhafte Region, die sehr gut zu bereisen ist. Ich habe schon vieles von dem was sich als nützlich herausgestellt hat in meinem Reisebericht geschrieben. Am Ende des letzten Teils 9 habe ich eine kurze Liste mit Punkten, die ich für mich als sinnvoll erachtet habe eingefügt.
Lone Ride South - Teil 9

Auch finden sich dort meine Wegpunkte als gpx Daten. Ich kopiere sie hier rein.
Meine Wegpunkte der zweiten Reise reiche ich noch nach.

Ich würde die Tipps in mehrere Kategorien aufteilen
  1. An- und Abreise (Reise)
  2. Motorrad
  3. Ausrüstung, Kommunikation
  4. Kleidung
  5. Route, Länder, Grenzen
  6. Hilfe (Versicherungen, Werkstätten, Bergung)
  7. Risiken
Vieles davon lässt sich bestimmt auch auf andere Regionen übertragen oder von dort übernehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
An- und Abreise
Meine GS wurde beide Male mit InTime Forward von Hamburg nach Valparaiso verschifft. Das funktionierte zuverlässig und problemlos. Ich wüsste nicht warum ich meine GS jemals mit jemandem anderen irgendwo hin verschiffen sollte. Die GS ging Ende Oktober zum Spediteur nach Hamburg. Koffer und eine Tasche wurden mit verschifft. Ich bin nur mit Handgepäck in einer Drybag gereist. Machte den Flug etwas günstiger.
Der Spedition teilt man mit, wann man die GS In Valparaiso abholen möchte. Zwischen Ankunft der GS und Abholung sollte nicht zu viel Zeit liegen, sonst kommen Lagerkosten hinzu. Das kann man sich sparen. Also vorher klären wann man plant die GS in Empfang zu nehmen. Bisher gab es 3 Abholtage (Mo., Mi., Fr.) sollte also kein Problem sein. Die GS holt man frühestens am Folgetag nach der eigenen Ankunft in Chile ab. Am besten gönnt man sich 2-3 Tage.
Ein paar Tage (7) vor der Abholung kontaktiert man selbst noch mal den Spediteur vor Ort und bestätigt den Abholtag. Alles sehr entspannt.
Abgeben kann man sie tatsächlich morgens und abends nach Deutschland fliegen - wenn man‘s denn möchte.

Den Flug habe ich beide Male mit Iberia über Madrid genommen. Gebucht jeweils sobald der Winterflugplan verfügbar war, so Mitte März. Ich war jedesmal mit Iberia sehr zufrieden und pünktlich waren sie auch. Ich habe ein günstiges Ticket für etwa 1200€ hin und zurück gebucht, dass sich gegen Aufpreis umbuchen lässt. Hat gepasst.

Von Santiago gibt es zwei Optionen.
1. Man bleibt in Santiago und schaut sich die Stadt an. Hierfür habe ich bei meiner ersten Reise per Booking ein gutes Hotel gebucht und, eine Empfehlung, eine geführte Tour - in Englisch. In die Stadt geht es mit sehr kleinem Geld gut und sicher per Bus vom Flughafen. Ticket kann man vor Ort kaufen, wie in Deutschland auch. Alternativ ein offizielles Taxi.
2. Man fährt direkt nach Vina Del Mar oder Valparaiso. Dazu gibt es ebenfalls einen Bus. Tickets kann man online von Deutschland aus kaufen oder vor Ort. Hier war Turbus eine gute Wahl. Die Fahrt geht jedoch mit einem Umstieg in Santiago. Keine große Sache, man bleibt im Bus Terminal und steigt um. Grund, die großen Doppeldecker Busse passen nicht in den Flughafen. Kann passieren. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden.

Egal wie, man reist mind. einen Tag vor Abholung der GS an die Küste. Ich empfehle auch für die Übernachtung(en) eine Unterkunft vorab aus Deutschland zu buchen.

Für die Abgabe, falls die ebenfalls in Valparaiso stattfindet, kann man in der Unterkunft eine Buchung durchführen. Wenn sich was verschiebt, schreibt man ihnen halt, oder ruft an.

Vor Ort habe ich natürlich auch ein paar Tipps, aber ich will das hier jetzt nicht zu sehr in die Länge ziehen.
 
Mit Olaf von Intime hab ich schon telefoniert, das ist quasi fix für mich.
In Südamerika war ich beruflich und privat schon öfters. Santiago kenne ich daher schon dementsprechend, ist aber jedenfalls ein paar Tage Aufenthalt wert.
Valparaiso sowieso. Ich wohne gern hier. Frühstück auf der Dachterrasse und Sammeltaxi (beste Fahrmöglichkeit in Valpo) um die Ecke

 
Wie habt ihrs mit dem Sauerstoff gemacht ?
Ich ear ja schon in Südamerika auf 5000 hm und mit Cocatee war das auch kein Problem.

Jetzt bin ich aber 10 Jahre älter, wohl länger auf dieser Höhe und vor allem voraussichtlich allein unterwegs.

Habt ihr eine Smartwatch mit Sättigungsmrssung mitgehabt, und wie war eure Erfahrung damit ?

Hattet ihr Dosensauerstoff mit ? Diese Dinger sind ja sehr praktisch, aber im Fluggepäck geht ja heute nix mehr, und bei der Schiffsverladung sollte da evtl. möglich sein ?
 
Alles halb so wild. Kein Sauerstoff in Dosen. Ist auch nicht erforderlich. Einfach genügend Zeit für die Akklimatisierung einplanen, dann ist das überhaupt kein Problem. Ich bin auch näher an der 60 als mit lieb ist. Plan 2-3 Tage Akklimatisierung bei Anstiegen über 3400 m ein. Ich habe bei 3.000 und 3.800 Stopps eingeplant. Mit der Apple Watch ließ sich problemlos die Sauerstoffsättigung prüfen. Das wird auch mit anderen Smartwatches gehen, die das beinhalten. Ich würde mir da keinen Kopf machen. Einzig sollte man nach Möglichkeit die bekannte Regel einhalten, sich tagsüber höher aufzuhalten als man schläft. Details dazu findest du in meinen Reiseberichten. Der Körper passt sich an, das Alter spielt dabei keine entscheidende Rolle. Wichtiger sind die allgemeine Fitness und Tagesverfassung. Genug Schlaf, genug ( viel!) trinken und langsam angehen. Es schadet nicht eine gute Cardio Fitness mitzubringen. Also übergewichtig, mit Alkohol und wenig Schlaf könnte zu interessanten Situationen führen. Ansonsten fährst du halt wieder tiefer wenn du merkst, dir geht es nicht gut und der Blutsauerstoff fällt über einen längeren Zeitraum ab. Hatte ich aber nur ein Mal und nach ein paar tiefen Atmung war er wieder auf voller Leistung.
Cocatee hilft wenn man länger in der Höhe bleibt. Bevor hier wieder alle wilde Vorstellungen entwickeln, nein, der hat keinerlei narkotische Wirkung, genauso wenig wie schwarzer Tee.
 
Wie habt ihrs mit dem Sauerstoff gemacht ?
Ich ear ja schon in Südamerika auf 5000 hm und mit Cocatee war das auch kein Problem.

Jetzt bin ich aber 10 Jahre älter, wohl länger auf dieser Höhe und vor allem voraussichtlich allein unterwegs.

Habt ihr eine Smartwatch mit Sättigungsmrssung mitgehabt, und wie war eure Erfahrung damit ?

Hattet ihr Dosensauerstoff mit ? Diese Dinger sind ja sehr praktisch, aber im Fluggepäck geht ja heute nix mehr, und bei der Schiffsverladung sollte da evtl. möglich sein ?

Moin,

meine Frau und ich sind bereits ü60 und haben uns im Vorfeld viele Gedanken um die Höhe gemacht. Wie sich vor Ort herausstellen sollte, waren es viel zu viele Gedanken :LOL: Ein guter Freund von uns, der bereits 4x in Südamerika unterwegs war, hat immer zu uns gesagt: "Nicht dran denken!" Und genau das passt :cool:

Natürlich haben wir die Höhe gespürt! Aber ich persönlich hatte, bis auf die Kurzatmigkeit, keine weiteren Probleme; meine Frau musste sich neben der Kurzatmigkeit 2 oder 3x mit nächtlichen Kopfschmerzen rumärgern, aber das war es dann auch. Wie mein Vorredner bereits geschrieben hat, ist es wichtig, nicht von 0 auf 4000 zu fahren und dann da oben zu bleiben. Die Höhe von Tag zu Tag steigern und, wenn möglich, auch mal 2 oder 3 Tage auf einer Höhe jenseits der 3000 Meter bleiben, kann nicht schaden.

Anmerkung dazu: Der Körper ist relativ träge und wenn Du an einem Tag auf einen Pass von über 4500 Metern fährst und dann direkt wieder runter, dann passiert nichts (selbst getestet)! Erst wenn Du länger da oben bleiben willst/musst, bemerkt der Körper, dass sich irgendetwas verändert hat ;)

Wir sind von Mendoza/Argentinien mit mehreren Zwischenstopps in Richtung Norden gefahren und waren dann bei La Quiaca an der Grenze zu Bolivien bereits auf 3.500 Meter. Das ist dann ungefähr die Höhe des bolivianisch-peruanischen Altiplano, auf dem wir uns mehrere Wochen aufgehalten haben. Wir waren dann aber auch froh, als wir in Peru wieder auf Meereshöhe angekommen sind und endlich mal wieder tief durchatmen konnten :)

Insbesondere die Tage in La Paz waren für uns Flachländer sehr herausfordernd, denn die Straßen sind alle steil, oft geht es für Fußgänger nur treppauf und treppab und das ist in der Höhe einfach nur anstrengend. Aber es hat sich gelohnt, La Paz war unter den Städten ein wirkliches Highlight ... der öffentliche Nahverkehr mit den Seilbahnen ist einfach nur toll!

Um auf Deine konkreten Fragen zu antworten: Kein Sauerstoff mitgenommen, keine Smartwatch dabeigehabt, Cocablätter mehr oder weniger aus Neugier probiert (aber keinen Unterschied festgestellt) ;)

Es gibt in den großen Städten oft Hotels, die Sauerstoffflaschen für den Notfall vorhalten. Falls Du Bedenken hast, einfach an der Rezeption fragen ...

Zur Überführung des Motorrades gibt es aus meiner Sicht keine Alternative zu "InTime"! Es lief alles perfekt und ein deutschsprachiger Mitarbeiter, der bei der Ankunft in Valparaiso unterstützt und der auch während der Reise im Bedarfsfall kontaktiert werden kann, ist aus meiner Sicht Gold wert :geek:
Für mich steht fest, dass wir das Motorrad wieder mit InTime verschiffen lassen (geplant ist Winter 27/28)!

Bei weiteren Fragen, einfach fragen :)
 
Mit Olaf von Intime hab ich schon telefoniert, das ist quasi fix für mich.
In Südamerika war ich beruflich und privat schon öfters. Santiago kenne ich daher schon dementsprechend, ist aber jedenfalls ein paar Tage Aufenthalt wert.
Valparaiso sowieso. Ich wohne gern hier. Frühstück auf der Dachterrasse und Sammeltaxi (beste Fahrmöglichkeit in Valpo) um die Ecke


Wir haben in Valparaiso hier übernachtet und können die Unterkunft uneingeschränkt weiterempfehlen: Hotel Faro Azul
 
Moin,

meine Frau und ich sind bereits ü60 und haben uns im Vorfeld viele Gedanken um die Höhe gemacht. Wie sich vor Ort herausstellen sollte, waren es viel zu viele Gedanken :LOL: Ein guter Freund von uns, der bereits 4x in Südamerika unterwegs war, hat immer zu uns gesagt: "Nicht dran denken!" Und genau das passt :cool:

Natürlich haben wir die Höhe gespürt! Aber ich persönlich hatte, bis auf die Kurzatmigkeit, keine weiteren Probleme; meine Frau musste sich neben der Kurzatmigkeit 2 oder 3x mit nächtlichen Kopfschmerzen rumärgern, aber das war es dann auch. Wie mein Vorredner bereits geschrieben hat, ist es wichtig, nicht von 0 auf 4000 zu fahren und dann da oben zu bleiben. Die Höhe von Tag zu Tag steigern und, wenn möglich, auch mal 2 oder 3 Tage auf einer Höhe jenseits der 3000 Meter bleiben, kann nicht schaden.

Anmerkung dazu: Der Körper ist relativ träge und wenn Du an einem Tag auf einen Pass von über 4500 Metern fährst und dann direkt wieder runter, dann passiert nichts (selbst getestet)! Erst wenn Du länger da oben bleiben willst/musst, bemerkt der Körper, dass sich irgendetwas verändert hat ;)

Wir sind von Mendoza/Argentinien mit mehreren Zwischenstopps in Richtung Norden gefahren und waren dann bei La Quiaca an der Grenze zu Bolivien bereits auf 3.500 Meter. Das ist dann ungefähr die Höhe des bolivianisch-peruanischen Altiplano, auf dem wir uns mehrere Wochen aufgehalten haben. Wir waren dann aber auch froh, als wir in Peru wieder auf Meereshöhe angekommen sind und endlich mal wieder tief durchatmen konnten :)

Insbesondere die Tage in La Paz waren für uns Flachländer sehr herausfordernd, denn die Straßen sind alle steil, oft geht es für Fußgänger nur treppauf und treppab und das ist in der Höhe einfach nur anstrengend. Aber es hat sich gelohnt, La Paz war unter den Städten ein wirkliches Highlight ... der öffentliche Nahverkehr mit den Seilbahnen ist einfach nur toll!

Um auf Deine konkreten Fragen zu antworten: Kein Sauerstoff mitgenommen, keine Smartwatch dabeigehabt, Cocablätter mehr oder weniger aus Neugier probiert (aber keinen Unterschied festgestellt) ;)

Es gibt in den großen Städten oft Hotels, die Sauerstoffflaschen für den Notfall vorhalten. Falls Du Bedenken hast, einfach an der Rezeption fragen ...

Zur Überführung des Motorrades gibt es aus meiner Sicht keine Alternative zu "InTime"! Es lief alles perfekt und ein deutschsprachiger Mitarbeiter, der bei der Ankunft in Valparaiso unterstützt und der auch während der Reise im Bedarfsfall kontaktiert werden kann, ist aus meiner Sicht Gold wert :geek:
Für mich steht fest, dass wir das Motorrad wieder mit InTime verschiffen lassen (geplant ist Winter 27/28)!

Bei weiteren Fragen, einfach fragen :)


Winter 27/28: dann könnten wir einander womöglich treffen 😉
 
Zurück
Oben Unten