Straßenbiest R 12 G/S – Parkour auf Asphalt & die Suche nach dem Agilitäts-Maximum

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BMW R12 G/S
Hallo zusammen,
ich muss mal eine Lanze für unsere R 12 G/S brechen – und zwar aus einer Richtung, die wenig thematisiert worden ist.
Hat sich noch jemand für dieses Motorrad primär wegen seiner guten Straßenagilität entschieden?
Schon bei der ersten Probefahrt war ich sofort überzeugt. Das Kurvenverhalten ist der Wahnsinn, und das Vertrauen ist so groß, dass Schräglagen bis zu 50 Grad (vielleicht z.T. darüber hinaus) erreicht werden können.
In Foren und Magazinen liest man ja, dass ein 21-Zoll-Vorderrad träge sein müsste und auf Asphalt eigentlich nichts verloren hat. Einige halten mich vielleicht für verrückt, dass ich gerade aus diesen Gründen das Bike bevorzugt habe, aber mich stört das große Rad überhaupt nicht – im Gegenteil! Ich liebe es, mit Agilität durch die teils beschädigten Straßen der Eifel zu brettern.
Das Ganze hat für mich was von einem urbanen Parkour-Läufer: Elemente aus dem Straßenverkehr werden spielerisch aufgegriffen. Jede Dorfdurchfahrt ist kein lästiges Muss, sondern purer Fahrspaß. Slalom fahren bei jedem Kanaldeckel und jedem Straßenpfeil, Drempel werden über- anstatt umfahren oder auch mal bewusst eine Pfütze oder Schlagloch mitgenommen – die R 12 G/S erzeugt bei mir genau dieses extrem verspielte Gefühl. Natürlich alles mit entsprechendem Respekt (und innerorts ruhiger Motordrehzahl) vor anderen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern. Wahrscheinlich wird der Fokus auf das reine Straßenfahren von denjenigen verpönt, die das Bike ins Gelände oder fürs Reisen ausführen. Denen gönne ich den Spaß von Herzen! Aber meine starke Ausrichtung auf die Straße hat mich vor kurzem auch dazu gebracht, den Pirelli Scorpion Trail III aufzuziehen. Das war noch mal ein gewaltiger Sprung in Sachen Grip und Feedback! Beim harten Reinbremsen in die Kehren merkt man zwar ein leichtes Aufstellmoment, aber die Präzision ist genial. Trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich mir selbst einrede, das Rad müsste doch eigentlich unagiler sein, nur weil man es überall liest – obwohl mein Gefühl genau das Gegenteil sagt.
Mich würde brennend interessieren, ob es hier Fahrerinnen und Fahrern ähnlich geht? Habt ihr das Bike auch in erster Linie wegen des agilen Fahrverhaltens gekauft? (Natürlich dicht gefolgt von dem charakteristischen Motor, dem tollen Aussehen, der Sitzposition, der Möglichkeit durch jeder Terrain zu kommen, dem mix aus Alltags- und Reisefahrzeug und vieles mehr …)

Fragen an die Runde für den Austausch:
(Habe die Punkte erweitert)

  1. Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um die Straßenagilität noch weiter zu erhöhen?
  2. Welche Einstellungen habt ihr an eurem Fahrwerk vorgenommen?
  3. Jemand schon Erfahrung mit einem anderen Fahrwerk? Was wurde besser?
  4. Welchen Reifenluftdruck bevorzugt ihr?
  5. Erfahrungen mit Fussrasten umverlegen (nicht tiefer sondern agiler)?
  6. Erfahrung mit Software Änderungen?
  7. Thema Supermoto-Umbau: Ich habe vor kurzem den 17-Zoll-Umbau von Classicbike-Raisch gesehen. Hat das hier schon jemand selbst gewagt? Wie extrem verändert sich die Agilität dadurch? Für mich persönlich ist der Eingriff vorerst zu groß, weil ich den 21-Zoll-Parkour-Charakter eigentlich behalten will und super zufrieden bin – aber die technische Seite fasziniert mich.
Ich freue mich auf einen coolen Erfahrungsaustausch mit euch, wie wir das Maximum an Kurvenspaß aus dem Straßenbiest herausholen können!
DLzG (Die Linke zum Gruß)
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöner Bericht!
Ich bin auch der Meinung das die G/S super fährt. Meine wird aber auf 21/18 bleiben.
Sie fährt sich wie ein Mountainbike. Ideal für die Berge.
Und sie ist so schön puristisch.
Einzige "Massnahme" die ich getroffen habe: Steuergerät zu rs2e gesendet. Bin auf das Ergebnis gespannt.
 
Schöner Bericht!
Ich bin auch der Meinung das die G/S super fährt. Meine wird aber auf 21/18 bleiben.
Sie fährt sich wie ein Mountainbike. Ideal für die Berge.
Und sie ist so schön puristisch.
Einzige "Massnahme" die ich getroffen habe: Steuergerät zu rs2e gesendet. Bin auf das Ergebnis gespannt.
Du musst uns dann unbedingt hier von dem Ergebnis berichten. Danke schon mal im Voraus.
 
Mache ich. Wird aber September, die Jungs sind in den Ferien.
Ausschlaggebend war eigentlich die nervige Kat-Vorheizung.
Mein Freundlicher konnte nix machen, hat mir dann aber rs2e empfohlen.
 
Hallo zusammen,
ich muss mal eine Lanze für unsere R 12 G/S brechen – und zwar aus einer Richtung, die wenig thematisiert worden ist.
Hat sich noch jemand für dieses Motorrad primär wegen seiner guten Straßenagilität entschieden?
Ich bin gerne agil unterwegs (in der Eifel). Schon bei der ersten Probefahrt war ich sofort überzeugt. Das Kurvenverhalten ist der Wahnsinn, und das Vertrauen ist so groß, dass Schräglagen bis zu 50 Grad (vielleicht z.T. darüber hinaus) erreicht werden können.
In Foren und Magazinen liest man ja, dass ein 21-Zoll-Vorderrad träge sein müsste und auf Asphalt eigentlich nichts verloren hat. Einige halten mich vielleicht für verrückt, dass ich gerade aus diesen Gründen das Bike bevorzugt habe, aber mich stört das große Rad überhaupt nicht – im Gegenteil! Ich liebe es, mit Agilität durch die teils beschädigten Straßen der Eifel zu brettern.
Das Ganze hat für mich was von einem urbanen Parkour-Läufer: Elemente aus dem Straßenverkehr werden spielerisch aufgegriffen. Jede Dorfdurchfahrt ist kein lästiges Muss, sondern purer Fahrspaß. Slalom fahren bei jedem Kanaldeckel und jedem Straßenpfeil, Drempel über- anstatt vorbeigefahren oder auch mal bewusst eine Pfütze mitnehmen – die R 12 G/S erzeugt bei mir genau dieses extrem verspielte Gefühl. Natürlich alles mit entsprechendem Respekt vor anderen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern. Denn auch das ist ja ein Plus. Mit ruhigem Motor in unterem Drehzahlbereich.
Wahrscheinlich wird das von denjenigen verpönt, die das Bike ins Gelände oder für Reisen ausführen. Denen gönne ich den Spaß von Herzen! Aber meine starke Ausrichtung auf die Straße hat mich vor kurzem auch dazu gebracht, den Pirelli Scorpion Trail III aufzuziehen. Das war noch mal ein gewaltiger Sprung in Sachen Grip und Feedback! Beim harten Reinbremsen in die Kehren merkt man zwar ein leichtes Aufstellmoment, aber die Präzision ist genial. Trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich mir selbst einrede, das Rad müsste doch eigentlich unagiler sein, nur weil man es überall liest – obwohl mein Gefühl genau das Gegenteil sagt.
Mich würde brennend interessieren, ob es hier Fahrern ähnlich geht? Habt ihr das Bike auch in erster Linie wegen des agilen Fahrverhaltens gekauft? (Natürlich dicht gefolgt von dem charakteristischen Motor, dem tollen Aussehen, der Sitzposition, der Möglichkeit durch jeder Terrain zu kommen, mix aus Alltags- und Reisefahrzeug und vieles mehr …)

Zwei Fragen an die Runde für den Austausch:
  1. Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um die Straßenagilität noch weiter zu erhöhen, ohne die Sicherheit zu verlieren?
  2. Thema Supermoto-Umbau: Ich habe vor kurzem den 17-Zoll-Umbau von Classicbike-Raisch gesehen. Hat das hier schon jemand selbst gewagt? Wie extrem verändert sich die Agilität dadurch? Für mich persönlich ist der Eingriff vorerst zu groß, weil ich den 21-Zoll-Parkour-Charakter eigentlich behalten will und super zufrieden bin – aber die technische Seite fasziniert mich.
Ich freue mich auf einen coolen Erfahrungsaustausch mit euch, wie wir das Maximum an Kurvenspaß aus dem Straßenbiest herausholen können!
DLzG (Die Linke zum Gruß)
Zu 1: Wilbers Fahrwerk komplett realisiert, heute würde ich vielleicht auch Wunderlich wählen, Öhlins von Unit für vorne und hinten ist leider nicht zugelassen.
Zu 2: Bin mehrere Tage jeweils mehr als 5 Stunden Fahrzeit/Tag mit der 1300er hinter jemanden auf sehr kurvigen Strecken gefahren er hatte kleinere / breitere Räder / Reifen (die Teile sind von BMW). Sein Empfinden das Motorrad liegt im gut in der Hand - man konnte es merken beim hinterherfahren. Selbst denke ich für meine Frau an:
  • Vorne: 120/70 ZR19 ContiRoadAttack 4 (auf 3.50x19)
  • Hinten: 170/60 ZR17 ContiRoadAttack 4 (auf 5.50x17)
Die Räder von Acewell Technologies bekommst Du auch direkt (ohne "Umweg" Classicbike) dort. Es gehören noch andere Kleinigkeiten dazu. Kann Ales BMW erledigen. Das Motorrad, wie es original ist, mit neuem Fahrwerk ist schon prima. Klar kriegt man mit den anderen breiteren Reifen ein anderes Bike. Mir ist der Unterschied der Reifenbreite deutlich bewußt: 1300er vs G/S. Selbst tendiere ich zu den breiten Reifen. Der ins Auge springende Unterschied bei den Fahrern ist 50kg vs 103 kg. Ich selbst "liebe" dieses "Spiel" mit dem Aufstellmoment bei breiten Reifen. Meine Frau auch, sie kommt von 1200 und 1250GS. Schaun wir.
 
Schöner Bericht!
Ich bin auch der Meinung das die G/S super fährt. Meine wird aber auf 21/18 bleiben.
Sie fährt sich wie ein Mountainbike. Ideal für die Berge.
Und sie ist so schön puristisch.
Einzige "Massnahme" die ich getroffen habe: Steuergerät zu rs2e gesendet. Bin auf das Ergebnis gespannt.
Bezieht sich die Bemerkung zum Steuergerät auf die "Drehzahlorgie mit extremer Spätzündung" nach dem _Start (besonders bei kaltem Wetter)? Mir wurde angeboten ca. 240€, die Drehzahl wäre dann ca. 1200/min nach dem Start. Nach jeder Inspektion mit update knapp die Hälfte des Preises um die (wahrscheinlich gelöschte) Änderung erneut aufzuspielen. Im Sommer war das mit der hohen Drehzahl fast zu akzeptieren - sie trat halt nicht so massiv auf. JA die G/S fährt super mit einem wirklich guten Fahrwerk noch besser.
 
Ja, bezieht sich auf das extreme Hochtouren.
 
Hallo zusammen,
ich muss mal eine Lanze für unsere R 12 G/S brechen – und zwar aus einer Richtung, die wenig thematisiert worden ist.
Hat sich noch jemand für dieses Motorrad primär wegen seiner guten Straßenagilität entschieden?
Schon bei der ersten Probefahrt war ich sofort überzeugt. Das Kurvenverhalten ist der Wahnsinn, und das Vertrauen ist so groß, dass Schräglagen bis zu 50 Grad (vielleicht z.T. darüber hinaus) erreicht werden können.
In Foren und Magazinen liest man ja, dass ein 21-Zoll-Vorderrad träge sein müsste und auf Asphalt eigentlich nichts verloren hat. Einige halten mich vielleicht für verrückt, dass ich gerade aus diesen Gründen das Bike bevorzugt habe, aber mich stört das große Rad überhaupt nicht – im Gegenteil! Ich liebe es, mit Agilität durch die teils beschädigten Straßen der Eifel zu brettern.
Das Ganze hat für mich was von einem urbanen Parkour-Läufer: Elemente aus dem Straßenverkehr werden spielerisch aufgegriffen. Jede Dorfdurchfahrt ist kein lästiges Muss, sondern purer Fahrspaß. Slalom fahren bei jedem Kanaldeckel und jedem Straßenpfeil, Drempel werden über- anstatt umfahren oder auch mal bewusst eine Pfütze oder Schlagloch mitgenommen – die R 12 G/S erzeugt bei mir genau dieses extrem verspielte Gefühl. Natürlich alles mit entsprechendem Respekt (und innerorts ruhiger Motordrehzahl) vor anderen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern. Wahrscheinlich wird der Fokus auf das reine Straßenfahren von denjenigen verpönt, die das Bike ins Gelände oder fürs Reisen ausführen. Denen gönne ich den Spaß von Herzen! Aber meine starke Ausrichtung auf die Straße hat mich vor kurzem auch dazu gebracht, den Pirelli Scorpion Trail III aufzuziehen. Das war noch mal ein gewaltiger Sprung in Sachen Grip und Feedback! Beim harten Reinbremsen in die Kehren merkt man zwar ein leichtes Aufstellmoment, aber die Präzision ist genial. Trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich mir selbst einrede, das Rad müsste doch eigentlich unagiler sein, nur weil man es überall liest – obwohl mein Gefühl genau das Gegenteil sagt.
Mich würde brennend interessieren, ob es hier Fahrerinnen und Fahrern ähnlich geht? Habt ihr das Bike auch in erster Linie wegen des agilen Fahrverhaltens gekauft? (Natürlich dicht gefolgt von dem charakteristischen Motor, dem tollen Aussehen, der Sitzposition, der Möglichkeit durch jeder Terrain zu kommen, dem mix aus Alltags- und Reisefahrzeug und vieles mehr …)

Fragen an die Runde für den Austausch:
(Habe die Punkte erweitert)

  1. Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um die Straßenagilität noch weiter zu erhöhen?
  2. Welche Einstellungen habt ihr an eurem Fahrwerk vorgenommen?
  3. Jemand schon Erfahrung mit einem anderen Fahrwerk? Was wurde besser?
  4. Welchen Reifenluftdruck bevorzugt ihr?
  5. Erfahrungen mit Fussrasten umverlegen (nicht tiefer sondern agiler)?
  6. Erfahrung mit Software Änderungen?
  7. Thema Supermoto-Umbau: Ich habe vor kurzem den 17-Zoll-Umbau von Classicbike-Raisch gesehen. Hat das hier schon jemand selbst gewagt? Wie extrem verändert sich die Agilität dadurch? Für mich persönlich ist der Eingriff vorerst zu groß, weil ich den 21-Zoll-Parkour-Charakter eigentlich behalten will und super zufrieden bin – aber die technische Seite fasziniert mich.
Ich freue mich auf einen coolen Erfahrungsaustausch mit euch, wie wir das Maximum an Kurvenspaß aus dem Straßenbiest herausholen können!
DLzG (Die Linke zum Gruß)
Zu 1 könnte man noch ergänzen "die Gabel durchstecken". Bei der RT wird das relative Absenken der Front als der "Bringer" bezüglich Handlichkeit beschrieben. Bei der SC79 haben die Jungs das Heck angehoben mit der Aussage "das Bike wird agiler". Bezieht sich letztlich alles auf die Änderung des Nachlaufes. Zu 4: Hängt das nicht auch vom Körpergewicht ab? Meine Frau bei den Original Rädern und Conti Strassen Reifen 2,2 / 2,4 aber wir müssen noch eine Lösung für das "Luftdruck Alarmlämpchen" finden. Es heiß es wäre einstellbar. 7 ist kein Wagnis, das hat heute fast jeder im Griff und Du behältst ja die Originalräder - einfach zurück wechseln - bei nicht gefallen. Ob der Umbau "Supermoto" heißt? Warum sollte er?
 
Einzige "Massnahme" die ich getroffen habe: Steuergerät zu rs2e gesendet. Bin auf das Ergebnis gespannt.
Du darfst Dich freuen. Rainer und Robert aus Bayern verstehen Ihr Handwerk. Habe ich von einem Bekannten gehört. :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:
Fragen an die Runde für den Austausch:
(Habe die Punkte erweitert)

  1. Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um die Straßenagilität noch weiter zu erhöhen?
  2. Welche Einstellungen habt ihr an eurem Fahrwerk vorgenommen?
  3. Jemand schon Erfahrung mit einem anderen Fahrwerk? Was wurde besser?
  4. Welchen Reifenluftdruck bevorzugt ihr?
  5. Erfahrungen mit Fussrasten umverlegen (nicht tiefer sondern agiler)?
  6. Erfahrung mit Software Änderungen?
  7. Thema Supermoto-Umbau: Ich habe vor kurzem den 17-Zoll-Umbau von Classicbike-Raisch gesehen. Hat das hier schon jemand selbst gewagt? Wie extrem verändert sich die Agilität dadurch? Für mich persönlich ist der Eingriff vorerst zu groß, weil ich den 21-Zoll-Parkour-Charakter eigentlich behalten will und super zufrieden bin – aber die technische Seite fasziniert mich.
Ich freue mich auf einen coolen Erfahrungsaustausch mit euch, wie wir das Maximum an Kurvenspaß aus dem Straßenbiest herausholen können!
DLzG (Die Linke zum Gruß)
Ich fahre die Kombination 21/17 mit Wunderlich-Tractive und damit ist sie sehr agil auf der Landstraße. Deutlich agiler als die R1300GS mit ihrem breitem Hinterreifen oder auch meine R1100GS mit 17" Vorderrad. Ich habe eine erhebliche Verbesserung erzielen können, indem ich ein individuelles Fahrwerk eingebaut habe.
(Siehe Fahrwerksbeitrag https://www.gs-forum.com/threads/fahrwerk.1524/#post-112060 )
Luftdruck 2,2 und 2,3 auf Pirelli Scorpion Rallye STX

Noch agiler wäre für meinen Geschmack zuviel des Guten und ginge in Richtung nervös.

Die Agilität war für mich nicht der Hauptgrund für die Kaufentscheidung.
Mittlerweile sind mir die Emotionen die ein Motorrad hervorruft, viel wichtiger als alle techn. Datenblätter. Wie oft habe ich beim Fahren ein Lächeln unter dem Helm? Und da spielt die G/S für mich ganz vorne mit. Optik, Motor, Sound das finde ich alles sehr sehr schön. Einfach ein Moped mit Charakter und Stil. Ich würde es sofort wieder kaufen.

Grüße
Jörg
 
Hi Leute! Danke für euren ganzen Input und die wirklich spannende Diskussion hier.

Ich wollte das Thema Agilität noch mal kurz aus meiner Perspektive aufgreifen. Für mich persönlich hat Agilität nämlich nur sehr indirekt was mit harten Datenblatt-Werten, Rundenzeiten oder puren Beschleunigungswerten zu tun. Das macht ein Bike in erster Linie erst mal „schnell“.

Am Ende geht’s doch genau um das, was viele von euch schon angesprochen haben: Emotionen.

Ich bin vorher Moto Guzzi gefahren. Und auch wenn ich mich hier im Forum vielleicht etwas weit aus dem Fenster lehne: In Sachen pure Emotionen legt Guzzi die Messlatte verdammt hoch. Letztes Jahr über den Stelvio nach Mandello del Lario bollern und einfach das Leben genießen – unbezahlbar.

Warum also jetzt der Wechsel zur R 12 G/S? Weil da eben noch dieser eine, ganz besondere Punkt war: diese absolut verspielte Leichtigkeit.

Die Freiheit, sich auf der Straße spielerisch fortzubewegen. Jede Kurve noch ein bisschen sauberer, schnittiger und gleichzeitig mit einem super sicheren Gefühl zu erwischen. Diese Dynamik in Kombination mit dem luftgekühlten Boxer bietet mir im Gesamtpaket so einfach kein anderes Bike. Eine V7 oder V85 kann da dynamisch einfach nicht mithalten, und die neueren V100/Stelvio-Modelle haben für mich diese spielerische Note und die Einfachheit des Motorrads verloren.

Die R 12 G/S bringt mir einfach dieses schelmische Grinsen unter den Helm. Sei es das tänzerische Durchschlängeln im Stadtverkehr, das geschmeidige Zirkeln durch engste Kehren oder das Gefühl, die Landstraße wie einen kleinen Slalom-Parcours zu nutzen. Optik, Sound und der gewohnte Boxer-Charakter tun ihr Übriges.

Genau das war für mich letztlich der Hauptgrund für die Entscheidung zu BMW zu wechseln.

(Und noch eine kurze Anmerkung zum Beitrag vom Mönch: Auch dir Danke für deinen Beitrag - Ich bin 35 und gehöre damit wahrscheinlich zu der Generation, wo es u.A damit anfing dass Supermotos als Fahranfänger das absolute Highlight waren. Ich bin selbst so zum Motorradfahren gekommen. Und genau dieses lockere Supermoto-Feeling assoziiere ich extrem mit dieser Form von Agilität. Wenn dann jemand wie Classic Bike Raisch so ein Bike auf 17-Zöller stellt, ist das für mich im besten Sinne ein Supermoto-Umbau – doch verstehe natürlich, dass dies jeder selbst entscheiden darf)


Ich bin gespannt auf eure Eindrücke, Fahrwerks-Tipps und weiteren Erfahrungen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja das ist war! im Moment des hinschreibens der in Rede stehenden Wörter/Zahlen hatte mein Backoffice vorne mit hinten verwechselt. Aktuell muß ich ihm gegenüber sagen: Ich wußte nicht in welche Richtung er will.

Bestätigen möchte ich allerdings, dass es ein tolles Bike ist - mit einem guten Fahrwerk jedenfalls.
 
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