Sterben unser 11er langsam aus?

Lueghi

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Hallo 11er-Freunde,

ich habe das Gefühl, das die 11er so gaaanz langsam aussterben. Ich war jetzt ca. 2000km in F/ES unterwegs und habe KEINE 11er gesehen. So ein Alleinstellungsmerkmal ist natürlich schön, aber es macht mich auch etwas traurig. Die 11er sind doch eigentlich wirklich ausreichend von der Leistung und machen richtig Spaß. Und robust sind sie auch noch. Anfang 2026 gab es nur noch 12613 zugelassene R1100GS bzw. R1100R (wird vom KFA nicht weiter unterschieden). Aber wie so häufig im Leben: das Bessere ist der Feind des Guten. Und die Besseren (1200 MÜ) kommen so langsam in den bezahlbaren Bereich vieler GS-Fans.
Ich glaube/hoffe, ich werde meiner 11er treu bleiben bis sie mir zu schwer/unhandlich wird. Ja, dieser Tag wird in 5-10 Jahren (ich hoffe nicht früher) kommen, aber solange haben wir gemeinsam Spaß ... :cool::D:D:D:D. Ich liebe meine Hamster-Q 🥰.
 
Sei nicht traurig. Da bleiben genügend in den nächsten Jahren. Meine darf jeden Arbeitstag 80km raus. Und immer wieder sind auch andere zu sehen. Sie werden weniger aber sie sterben nicht aus. Wenn sie dir zu unhandlich wird, dann schraub ein Boot dran oder gib sie den Kindern/Enkeln weiter. Bis zu dem Zeitpunkt haben die verstanden was das für ein Schätzchen ist.
 
Was ist daran anders als bei einem Golf 1/2/3? Praktisch nicht mehr im Straßenbild vorhanden, da aufgrund von Schäden nicht mehr wirtschaftlich vernünftig zu reparieren. Einige wenige überleben bei Enthusiasten and das ist es dann.
 
daran würde ich keine Träne verschwenden, alles geht, auch die Alten schweren im Grunde zuverlässigen beschraubbaren Kisten..
Siehe Golf 123..
Wenn dir das wichtig scheint, dann kaufe eine gut erhaltene 11 er dazu, und gleich dazu die notwendigen ET , dann kannst du damit noch 20 Jahre fahren.
Aber dann ist sie dir auch zu schwer und du fragst dich vl warum habe ich mir damals nicht was leichtes gekauft, und da geht auch eine SR 500 oder so..

Was die 12 er werden langsam bezahlbar?
da Fahre mal zum Händler und versuche die zu verkaufen mit 100000 km nimmt dir niemand ab die ollen 12 er aus 2006..
 
Ich habe jahrelang Young timer Autos und Oldtimer Motorräder gehabt. Kostet alles einen Haufen Zeit, Energie und Geld und der Mehrwert ist überschaubar, wenn man noch andere Fahrzeuge für die täglichen Belange hat. Die Illusion einer Wertanlage zerplatzt in dem Moment, wo ein ernsthaftes Kaufangebot mit den aufgelaufenen Kosten für Reparaturen und Überholungen abgeglichen wird. Beispiele gefällig:

BMW 320i Cabrio 1991 Anschaffung ca 55.000 DM (28.000€)
Überholungen, Reparaturen 17.000€
Verkaufspreis in 2024 20.000€
Fahrleistung ca 160.000 km, davon 90% in den ersten 6 Jahren
Verlust über den Zeitraum ca. 25.000€
Hätte ich den Wagen nach 6 Jahren spätestens verkauft und in nicht weitere 25 Jahre durchgefüttert, hätte ich sicher noch 14.000€ dafür bekommen.

Harley Davidson Electra Glide Police 1967 Anschaffung ca 9000€ in 2014
Restaurierung zum Zustand 2+ 16.000€
Verkaufspreis in 2024 16.000€
Fahrleistung ca 1000 km,
Verlust über den Zeitraum ca. 9.000€

Die Liste ließe sich weiterführen mit Rollei Kameras und Märklin Dampfspielzeug, wobei hier die Demographie wie bei der Harley hineinspielt. Diejenigen, die eine Verbindung zu den Kameras hatten, liegen heute meist 6 feet under oder haben die finanziellen Mittel nicht mehr. Ergo, Preise fallen in den Keller. Welcher 30 Jährige soll sich bitte für eine 1100GS interessieren, es sei denn, er kriegt sie praktisch geschenkt.
Wenn man nun unbedingt so etwas haben will, muss man Idioten wie mich finden, die solche Spielzeuge aufwendig restaurieren und dann mit massiven Verlust verkaufen.
 
Der Unterhalt ist doch so günstig, das es sich nicht lohnt und das Kennzeichen bleibt klein 😉
 
Jepp, ausreichend ... also in Schulnoten eine 4 :rolleyes:
Von der Leistung her bekam meine 11RS immer eine glatte 2. In den Alpen hatte sie jederzeit genug Dampf aus dem Keller und selbst mit Gepäck nie Atemnot. Wäre meine Q nicht von einer dummen Kuh geschlachtet worden, würde ich sie wahrscheinlich heute noch fahren. Der einzige echte Kritikpunkt war die Seilzugkupplung, nach einem Passtag hattest du einen linken Unterarm wie Popeye und konntest Dosen ohne Öffner aufreißen.
 
Der einzige echte Kritikpunkt war die Seilzugkupplung, nach einem Passtag hattest du einen linken Unterarm wie Popeye und konntest Dosen ohne Öffner aufreißen.
Leistung war mir immer zu wenig !
meine erste 850 er mit 11 er Motor hatte dann mit R&R Tuning 110 PS
Mit dem 1130 er Zylindern dann noch mehr und lief bei 225 auf "dem langen Handtuch" in den Begrenzer, 70 bis 170 im 4. Gang
Das war dann schon mal was, lief besser wie eine damals neu rausgekommene 12 er. 98 PS 105 PS..
Die Seilzugkupplung fand ich auch immer zu hart, ich wollte schon auf Hydraulik umbauen aber die 1150 er ließen sich auch nicht besser ziehen dann hab ich es gelassen.
Sobald man Züge Nippel Hebel schmiert und Teflonselen verwendet ist das kaum ein Thema, eher die Kupplungsübersetzung.
Beweiß ist für mich die 12 er deren Kupplung mit den 142 NM manchmal nicht mehr klar kam. dann machte ich den Fehler die Kupplung neu zu machen, seitdem habe ich eine doppelt so hart zu ziehende neue Kupplungsfeder. Ich hätte nur die Feder ersetzen und die noch gute Reibscheibe drinlassen sollen.
F800 und S1000 haben auch Seilzüge..geht doch.
 
Ich habe jahrelang Young timer Autos und Oldtimer Motorräder gehabt. Kostet alles einen Haufen Zeit, Energie und Geld und der Mehrwert ist überschaubar, wenn man noch andere Fahrzeuge für die täglichen Belange hat.
Wer ein Eisenschwein (11X0) in die Kategorie Oldie mit Wertpotenzial einsortiert, liegt ja auch völlig daneben.

Sie sind eher unkomplizierte, zuverlässige, alltags- und reisetaugliche, unkaputtbare und einfach zu wartende Motorräder, die keinem Wertverlust (mehr) unterliegen.

Mit dem Wertverlust einer neuen 1300 im 1. Jahr läßt sich eine 1150 10 J. lang betreiben (ausgenommen natürlich die Betriebsstoffe und Reifen) sofern man keine 2 linken Hände hat.

Beispiel:
Meine havarierte, damals ungepflegte 2002er 1150 ADV in 2015 mit 30 TKM für 2000€ erstanden. Und gekümmert.

Aktuell bei 193 TKM angekommen. Alle wichtigen Komponenten (Motor, Getriebe, Kupplung, Kardan, Armaturen...) noch original. Einzig das HAG mußte mal nach Bonn zur Pflege.
Mit gutem Fahrwerk (Ö u. W) und paar Goodies in den entsprechenden Gefilden, wie Alpen, Sardinien, Korsika, Schotter einer jüngeren GS in keiner Weise unterlegen.
Zumal gerade dort gilt: Fahrer 80% Moped 20...

Man sieht in der Tat nur noch wenige 1150 GSe und noch "seltener" die 1100 GSe.
Aber solange es neue und gebrauchte Wartungs- und Ersatzteile gibt, werden sie sicher nicht aussterben.
Den Ewiggestrigen sei Dank!
 
Was ist daran anders als bei einem Golf 1/2/3? Praktisch nicht mehr im Straßenbild vorhanden, da aufgrund von Schäden nicht mehr wirtschaftlich vernünftig zu reparieren. Einige wenige überleben bei Enthusiasten and das ist es dann.
Golf 1 und 2 sind weggerostet. Das Problem hat die 11er nicht.
 
Wenn man bedenkt wie wenige es davon gab, bei der 1200 sah es gleich drastig mehr aus

R100GS 30042
R100GSPD 11914
R1100GS 45870
R1150GS 58023
R1150GSA 17828
R1200GS K25 184400
 
stimmt der Busscheinwerfer, aber schau mal deine Wespengesicht Frontmaske an.
wie bei KTM das gefält auch nicht jedem.
Jawollll..

NB: Dieser "Bus-Scheinwerfer" mit H4-LED, bietet bietet eine ungeahnte Lichtausbeute......Mit Zulassung!!!!..(Frei nach "Dawshill, aus .eu".....LICHTSCHWERT.....zicon_rambo.gif

Ach ja, ich hab die ja auch drinn....kann das nur bestätigen....
 

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Tja , der " Busscheinwerfer " ist ja mittlerweile schon wieder ein Alleinstellungsmerkmal und wie hydrantenfritz schon bemerkte steht er in der Lichtausbeute mit H4 - LED
vielen " Insektengesichtern " in nichts nach , mit Playmobil würde ich eher die neuen Modelle mit teils "billigen" Kunststoffanbauteilen assoziieren , mir ist mein Stahltank
da lieber zumal ich die Form nach wie vor als sehr gelungen empfinde , aber die Geschmäcker sind bekanntlich , und zum Glück auch , verschieden , ich habe auf meiner "alten" grün/weissen 1100`er bis auf einen defekten Hallgeber , welchen ich in Italien aus einer 1150 `er Unfallmaschine günstig ersetzen konnte , und einem bei 150000 km gerissenen Kupplungzug welcher unterwegs in 10 Minuten mit einem Fahrradbremszug samt Schraubnippel ersetzt wurde , 170000 problemlose Kilometer abgespult , wenn das meine "neue" kalaharigelbe mit zur Zeit 49000 km auch noch mal schafft bin ich sowieso zu alt zum fahren und werde dann vermutlich auf einem Vesparoller unterwegs sein ,
 

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Der Unterhalt ist doch so günstig, das es sich nicht lohnt und das Kennzeichen bleibt klein 😉

Da hast Du Recht.

Allerdings ist das evt. auch eine Sache des Stolzes.

Habe für meine Vespa und meine cb750 trotz diese Einwandes ein H geholt. Sind beide um die 46 Jahre alt und über 3 Jahrzehnte bei mir. Hat mit Stolz zutun denke ich... für andere ist es wohl nur altes Glump.
Wirtschaftlich bringt es nichts. Und ja das Kennzeichen ist dann größer. Aber dafür hat es ein H . 😂
 
Wenns nur am "H" liegt, den Buchstaben kannst dir auf den Eislöffel kleben 🤣
 
Wenns nur am "H" liegt, den Buchstaben kannst dir auf den Eislöffel kleben 🤣
Pssttt: Und ein H auf den Helm...Tofunny.gif

Im Ernst: In CH ist der einzige Vorteil die Verlängerung der periodischen KFZ Kontrollen auf 6 Jahre, aber in Zusammenhang von Gefahrenen km/Jahr (glaube 3000km/Jahr)
 
Hallo,

es ist wahrscheinlich die Einstellung zu dem, oder zu einem Mopped das alt ist und einfach funktioniert. Und eine Charakter Sache des Fahrers nicht den Mainstream zu folgen, das heißt aber nicht das man sich der Modernität ausschließensoll. Ich habe mir ein kleines Tablett für offline Karten an die 11 gebaut, das ich die Straßenkarte schneller im Blick habe und nicht auf den Tankrucksack glotze und den heutigen rasanten Straßenverkehretwas nicht länger die geforderte Aufmerksamkeit schenke.

Ich stehe zu dem Alten Eisen, das tut was ich mache will.( Solo , zu zweit und ins leichte Gelände ) Vielleicht sind meine Ansprüche nicht so hoch.

Freude am einfachen Fahren
 
Sch......zwei finger Adler such System, meinte : und den heutigen rasanten Straßenverkehr die geforderte Aufmerksamkeit zu schenken
 
Ich habe mir ein kleines Tablett für offline Karten an die 11 gebaut, das ich die Straßenkarte schneller im Blick habe und nicht auf den Tankrucksack glotze
Navi/Tablet statt Oldstyle-Papierkarten auf dem TR?!

Lag bei mir nicht am rasanten Straßenverkehr, sondern an der Altersweitsichtigkeit, wegen der der Abstand zw. Auge u. TR/Karte 1-2 m zu kurz wurde...
Das hat sich zwar seit 20 J. mittels Gleitsichtbrille geändert, aber der Navi blieb, weil eh da und dran gewöhnt, die Papierkarten blieben auch, als Backup und zum Überblick.

"HaiTech" (Navi) und Eisenschwein schließen sich also nicht gänzlich aus.
 
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