Mein großer Favorit ist der Tipp von Fritz, mit der heißen Schraube. Also langsam werde ich mir wohl mal nen Zughammer zulegen, wenn ich mal nen Euro über habe. Ich hätte den dieses Jahr schon dreimal gebraucht und für dieses Schauglas wäre der meiner Meinung nach perfekt.
Zwei, drei Fragen zum Thema haben sich neu ergeben:
Auf der Grafik von Fritz ist auch der Hinweis mit dem Sicherungsring zu sehen, welcher demontiert werden soll. Diesen habe ich aber bei meiner im Vorfeld noch nie gesehen und auch in beiden Videos ist hiervon nichts zu sehen. Ist der Ring also bei der 1150 überflüssig und wird vielleicht nur für andere Motoren benötigt?
Wo ich jetzt die milchige Scheibe habe, fällt mir ein, dass ich irgendwann zuletzt mal auf Arbeit, einige Zeit nach der Fahrt, nach dem Ölstand schauen wollte und dabei das Schauglas innenseitig auch so eine milchige Corona hatte, so wie wenn man gegen eine Scheibe haucht. Das habe ich aber nicht weiter beachtet, da die Scheibe später wieder klar war.
Das hatte mich gewundert, denn da wo das Öl steht kann ja nix niederschlagen. Sind die "eine Scheibe" in Wirklichkeit zwei?
Also ich weiß, dass ich den Motor einmal länger im Stand laufen lassen hatte, abgelenkt war und durch einen heißen Geruch wachgerüttelt wurde. Die Öltemperatur war zu diesem Zeitpunkt gerade beim letzten Strich angekommen und es leuchtete keine Kontrollleuchte.
Ist das von BMW so gewollt, dass sich zuerst eine Kunststoffscheibe verabschiedet und ggf. das Öl auf die Straße sprudelt, bevor ich eine richtige Warnung bekomme, dass sich demnächst der Motor verabschiedet?
Die "Überhitzungsproblematik" scheint es ja im deutschen "Hochsommer" und Stop-and-Go hin und wieder mal zu geben.
Und zuletzt noch die Anzettelung eines kleinen Glaubenskrieges, ich bin gespannt auf eure Meinungen:
Ölwechsel sinnvoll ja/nein - Das längere im Stand laufen lassen, der heiße Geruch und das geschmolzene Schauglas deuten ja auf eine, wenn auch nur sehr kurzzeitige, aber doch stattgefundene überdurchschnittliche Erhitzung des Motoröls hin.
Das liebe Internet spuckt hierzu aus:
Kritische Grenze: Ab etwa 130 °C verliert das Öl seine schützenden Eigenschaften und altert drastisch.
Flammpunkt (Verdampfung): Je nach Zusammensetzung und Viskosität fangen Öle zwischen 170 °C und 260 °C an, Dämpfe zu bilden.
Molekularer Verfall („Cracken“): Bei Temperaturen um 250 °C zerfallen die Kohlenstoffketten im Öl, was zu dauerhaftem Viskositätsverlust führt.
Da ich nicht weiß über welche Temperaturen wir bei der stattgefundenen Überhitzung sprechen, ich denke es waren etliche mehr, als im Regelbetrieb, möchte ich vorbeugend auch gleich das Motoröl wechseln, um die volle Schmierfähigkeit des Öls zu erhalten. Schließlich hängen an dem Öl die Zylinder und die Kolben und letztendlich auch ich selbst.
Das Öl hab ich auch schon organisiert, in erster Linie, weil der Tipp das Moped leicht und vorsichtig auf die rechte Seite zu legen leider zu spät kam.

