Reservekanister in Frankreich mitführen

War nur ein Beispiel für eine Schüttelpumpe auf die Schnelle , gibt's auch für Benzin.
Gibt's auch mit einem kleinen Ball zum pumpen.
 
Wir sind im Piemont verschiedene Schotterpässe gefahren. Unsere Enduros haben nur kleine Tanks mit ca. 8 Litern. Da ich speziell bei der Vergaserenduro (DR 350 S) den genauen Benzinverbrauch nicht kannte, haben wir vorsichtshalber einen 5 Liter-Kanister mit Benzin mitgeführt. Am Ende wäre das nicht nötig gewesen, da wir am Tag max. 150 km fuhren und es dafür immer reichte. Nur einmal musste ich 5 km vor der Tankstelle auf "Reserve" umschalten.
 
Hallo, ich habe in den letzten 30 Jahren schon zwei-dreimal mit Benzin ausgeholfen. Zugegeben.... das abzapfen geht bei einer R80GS sehr einfach und eine leere PET Flasche findet man an jedem Strassenrand. Doch würde ich persönlich wegen des ausdünsten und der zusätzlichen Gefahr bei Sturz von einem Kanister abraten.
Die Variante, zum Notbehelf, mit der Pumpe finde ich noch am Besten.
Vg daHolledauer

Ölflasche mit 500ml Öl habe ich bei längeren Reisen immer dabei und nehme die auch immer wieder voll mit heim 😄 ist so ein Beruhigungstool, besser Haben wie brauchen
 
Gute Reserveflaschen sind für mich die Brennstoffflaschen für Benzinkocher, 0,5 l für Öl, zur Not hätte ich noch eine 1 l-Flasche für Benzin.
Benzin musste ich in meinem Leben am Moped noch nicht nachfüllen.(am Käfer in den 80`er Jahren in Frankreich leider schon)
Meist bleiben eh die Mopeds mit den großen Tanks liegen, da für Geländefahrten zur Gewichtsersparnis nicht vollgetankt wird.
 
Mittlerweile gibt es bei uns Kartenautomaten an beinahe allen Tankstellen.

...die nicht immer alle Karten fressen, was dann mal zum herumirren an verschiedenen Tankstellen führt, bis man schnallt das V Pay König ist und nicht alle Karten das haben.
 
Diesen Frühling in Frankreichs Mitte ein Zettel an der Tanksäule im Dorf: "Heute zu, Danke fürs Verständnis". Oder während des "Stromausfalls" in Spanien, da ging bei 7 Litern aus dem Schlauch der Strom aus und ich geriet ziemlich in die Bredouille. Da wäre ein Kanister mit ein paar Litern zwar keine immense Hilfe, aber beruhigend.
 
Bin bisher zweimal ohne Sprit liegen geblieben. Beim ersten Mal mit der GS, deren Folien-Tankgeber hinüber war und immer "voll" angezeigt hat. Zum Glück hatte ein Kollegen Sprit dabei.

Vor kurzem mit der 701, da ich mich mit der Restreichweite verschätzt hatte und zudem die rettende Tankstelle geschlossen hatte. Kein Schlauch zum Absaugen von Sprit bei einem Kumpel dabei. Deswegen haben wir kurzer Hand den Tank einer 350 EXC abgebaut (geht in wenigen Minuten) und daraus Sprit in eine leere Flasche umgefüllt.

Einen Schlauch dabei zu haben wäre eine gute Idee gewesen. :sneaky:
 
Wenigstens einen Schlauch dabei zu haben, ist ungemein beruhigend
 
Diesen Frühling in Frankreichs Mitte ein Zettel an der Tanksäule im Dorf: "Heute zu, Danke fürs Verständnis". Oder während des "Stromausfalls" in Spanien, da ging bei 7 Litern aus dem Schlauch der Strom aus und ich geriet ziemlich in die Bredouille. Da wäre ein Kanister mit ein paar Litern zwar keine immense Hilfe, aber beruhigend.
In Italien auf dem Land haben Tankstellen auch mal Mittagspause von 12-15h, deutsche Karten funktionieren an den Automaten oft nicht (Abhilfe: freundlich fragen und einem Einheimischen Bargeld in die Hand drücken und für diesen Betrag auf seine Karte tanken).

Das Beste habe ich mal am Fusse des Mendelpasses erlebt, Kamerad muss tanken, es war ~ 13 Uhr- Tankstelle in Mittagspause, aber es war ein Automat vorhanden der sogar Geldscheimne nimmt.
Er lässt 20€ einziehen und - er bekommt KEIN Benzin, sondern eine Quittung auf der stand:

"Hiermit bestätigen wir Ihnen die Zahlung von 20€, dieses Guthaben können Sie während unserer Öffnungszeiten einlösen!"

😱😡
 
In Italien auf dem Land haben Tankstellen auch mal Mittagspause von 12-15h
… nach meinen Erfahrungen ist das über 20 Jahre her, dass ich in einer Mittagspause in Italien warten musste um zu tanken (das hat zwar 2 Stunden gedauert, aber der Tankwart hat mir Eis und Kaffee serviert). Seit dem habe ich immer eine Tankstelle gefunden, die entweder Bargeld oder Karte akzeptiert hat. Und meine heimische Karten haben bisher immer funktioniert und bei Lesefehlern habe ich eine andere genommen.
 
… nach meinen Erfahrungen ist das über 20 Jahre her, dass ich in einer Mittagspause in Italien warten musste um zu tanken (das hat zwar 2 Stunden gedauert, aber der Tankwart hat mir Eis und Kaffee serviert). Seit dem habe ich immer eine Tankstelle gefunden, die entweder Bargeld oder Karte akzeptiert hat.
Bei mir zuletzt 2024...
 
Seit über 300.000 km führe ich die Reservekanister mit - aber die sind so leer und neu wie gekauft.20230917_101823.jpg
2002 bin ich mit meiner XJ 900 F in Frankreich einmal liegen geblieben, alle Tankstellen, an denen ich vorbeikam zu oder im Umbau ..... und dann bin ich an einer stehen geblieben, die meine EC-Karte damals nicht angenommen hat.

Sicherlich 2 h gewartet, bis ein Franzose kam und mir etwas Sprit abgegeben hat - das hat mich geformt.

Deshalb habe ich mir die Reservekanister an die Koffer getackert, sind aber leer - wozu Gewicht mitschleppen, wenn man es nicht braucht. Sollte ich aber einmal tourentechnisch das Gefühl haben, es könnte Probleme geben, dann werde ich die nutzen.

Wir sind im Piemont verschiedene Schotterpässe gefahren. Unsere Enduros haben nur kleine Tanks mit ca. 8 Litern.

Bei so einer Tankgröße würde ich immer 2 Liter zur Reserve mitführen, gerade auf Schotterpisten, wo die Maschinen alle mehr Sprit verbrauchen.

Denn Tankstellen sind im Hinterland - gerade in Frankreich - ziemlich stark abgebaut/geschlossen worden, während ich in Albanien verwundert war, wo überall neue Tankstellen gebaut worden sind.

Tanken kann manchmal recht anstrengend werden - erlebe ich immer wieder, denn irgendwann ist jeder Tank leer.

Ich tanke in der Regel nach 350 km .... dann habe ich noch ca. 100-120 km Reserve, die ich allerdings immer wiedereinmal auch brauche.
 
Wenn ich auf Sardinien (v.a. im Südwesten) unterwegs bin, habe ich stets 2l an Reserve in Flaschen dabei. Getreu dem Motto: Lieber dabei haben und nicht brauchen als umgekehrt. 1x bin ich nämlich auf dem allerletzten Tropfen an eine Takstelle gerollt. Brauche ich nicht nochmal.
 
Hi
Der französische Text meint:
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Wie lautet die Gesetzgebung zum Transport von Benzin?

Was sagt das Gesetz dazu? Darfst du mit 50 Litern Benzin in 50 alten Contrex-Flaschen Motorrad fahren? Leider (oder eigentlich zum Glück) nein. Es gibt eine europäische Verordnung, die ADR, die den Transport gefährlicher Güter regelt, darunter auch dein geliebtes bleifreies Benzin. Was besagt sie? Auch wenn es dich enttäuschen mag, wenn du ohne Zwischenstopp durch Europa fahren möchtest, darfst du nicht mehr als 333 Liter Benzin pro Fahrzeug mitführen. Außerdem dürfen deine Kanister jeweils nicht mehr als 60 Liter fassen.

Die kostbare Flüssigkeit muss in zugelassenen Behältern transportiert werden. Wasserflaschen sind also tabu. Wie kannst du feststellen, ob dies der Fall ist? Es steht darauf geschrieben. Du findest insbesondere ein Zeichen mit dem UN-Symbol. Zu deiner Information: Diese zertifizierten Kanister müssen eine Gummidichtung haben, um einen dichten Verschluss zu gewährleisten.

Keine Unklarheiten beim Motorradfahren also? Nun, nicht ganz: Die ADR schreibt vor, dass das betreffende Fahrzeug über einen geeigneten 2-Liter-Feuerlöscher verfügen muss und die Behälter bei einem Unfall keiner Reibung ausgesetzt sein dürfen. Das lässt sich beim Motorradfahren nicht garantieren... Wie Sie sehen, gibt es in dieser Hinsicht eine gewisse Unklarheit in Bezug auf Zweiräder.
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Dazu eben die Hinweise zugelassene Kanister zu verwenden, diese nicht bis zum Stehkragen zu füllen und den Behälter ordentlich anzutüddeln und das nicht gerade am Auspuff.
Theoretisch muss man einen 2kg Feuerlöscher mitschleppen (kenne keinen Franzosen der den hat).
Die 333 l Benzion sind insgesamt zu rechnen. Auch ein LKW darf nicht mehr als 333 l Benzin dabeihaben, sprich der Tank darf nicht grösser sein.
Wie das die russischen Militär-LKW machen weiss ich nicht, aber die sind bei uns selten.
Bei Diesel ist das egal. Aber Dieselmoppeds gibt es nicht viele. Und die russischen LKW fahren mit Benzin weil Diesel in Sibirien gefriert.

In der Praxis hat mich in FR noch nie jemand gefragt. Wer einen 20l-Kanister senkrecht auf dem Soziussitz stehen hat sollte vorsichtig sein. Es sind ja EU-weit nur 5l erlaubt.
Kontrolliert wird in der Nähe von Luxemburg und Andorra, weil da gerne zum Tanken hingefahren wird. Und damit es sich lohnt, werden die Kofferräume mit Kanistern ausgefüllt. Das ergibt ein Steuerproblem und eine Gefahrenquelle.

Bei unserer Gruppe war mal einer mit einer V-Max dabei. Das Ding säuft hemmungslos und hat eine bessere Coladose als Tank (12l). Rauf auf die Route de Cretes >> "ich brauch 'ne Tanke". Runter, Tanke gesucht, rauf >> "ich brauch 'ne Tanke". Wir sind viel gefahren aber nicht weit gekommen. Bis ich ihn aus der GSA versorgte. Da hat's dann für 270 km gereicht
gerd
 
Mittlerweile gibt es bei uns Kartenautomaten an beinahe allen Tankstellen.
Bzgl. Kanister: Bei Kontrollen bin ich noch nie auf meine TT Kanister angesprochen worden.
Meine Erfahrung ist viele Jahre alt, aber damals haben die Automaten in den Vogesen keine deutschen EC Karten genommen.
 
So ist es mir in Frankreich ergangen:

Vor ziemlich genau 20 Jahren war ich mit meiner Varadero (Vergaser) auf der Route Grand Alps unterwegs. Nach einer Runde um den grand canyon du verdon habe ich mich mit der letzten Reserve zu einer Tankstelle geschleppt. Dort der Schrecken: die Tanke wird umgebaut und ist geschlossen, die nächste mind. 50 km weg. Beim Durst der Varadero zwischen 7 und 10 Litern und bereits fast 50 km auf Reserve war das kein gutes Zeichen.
Die beste Sozia ist leicht aufgeregt, ich beruhige: bei jedem Bauernhof gibts einen Motormäher oder andere Maschinen und daher bestimmt auch Benzin. Keine 5 km weiter war Schluss mit Varaderofahren, aber soviel Glück hatte ich: ein Bauernhof in der Nähe (hab bis dahin mit dem Spruch eigentlich nur die Sozia beruhigen wollen). Die Bäuerin war total aufgeregt, weil es Sonntag war und sowieso alle Tankstellen - außer in den größeren Städten - geschlossen sind.

Nach langem betteln, Zeichensprache und gestikulieren mit Hand und Fuß um vom Moped des Sohnes Benzin abzuzapfen greift der Landwirt in die Hosentasche, holt einen Schlüsselbund hervor und schickt seinen Sohn mit dem Moped los. Im Schuppen hat er einen Kanister, wo er glaubt, dass noch 1-2 Liter Benzin drin sind. Ich bedanke ich nach dem Tanken (es waren wirklich nicht mehr als 2 Liter) und frage schon aus Dankbarkeit und Höflichkeit was ich ihm schulde. Der Landwirt wie aus der Pistole geschossen: dix euro. - stolzer Preis für max 2 Liter Benzin 10,-- Euro, aber ich konnte weiterfahren und hab es tatsächlich zu einer Tanke bis nach Draguigan geschafft.
 
Also ich habe auf Reisen gerne meine 2 x 2L Benzinkanister am Moped.
Sind 4 Liter Benzin, die mich bei sparsamer Fahrweise gerne mal 100km weiterbringen.

Genutzt habe ich die schon manchmal, nicht immer für mich.

Und ich mache mir keine Gedanken, solange ich die richtigen Kanister verwende.

Nur in Kasachstan hatte ich an der Grenze zu Usbekistan mal Wasserflaschen, das gefiel den Zöllnern (zu Recht) nicht.
Aber das sie wussten, das es für 550km kein Benzin gibt haben sie uns durchgelassen.
Trotzdem habe ich daraus gelernt und nehme für sowas dann Tankbladder, wenn es auch nur Einweg ist.
Denn eigentlich haben die Recht, wenn sie sagen es ist gefährlich.

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