Ja, Schengen ist toll, dies das, aber wenn ich in Europa unterwegs bin mit dem eigenen Fahrzeug, dann brauche ich in fast jedem Land wieder was extra.
Deutsche Umweltplakette, französische Crit'Air (beide immerhin für Fahrzeuge egal welchen Zulassungsstaats erhältlich), dann aber italienische und spanische und britische und belgische Umweltzonen, für die man sich entweder gemeindeweise vorher anmelden muss oder es eben gar nicht kann, was de facto auf ein Befahrverbot hinausläuft.
Straßennutzung kostenlos oder mit Vignette oder mit länderübergreifender Mautbox oder landesspezifischer Mautbox oder Pflicht-App oder Cash/Karte am Terminal oder mit zentraler Anmeldung (Skandinavien) bei streckengenauer Abrechnung oder pauschal mit Online Vignette, wahlweise zuzüglich PSVA (Schweiz).
Tempolimit auf Autobahnen mal unlimited, 130, 120, 110, 100 oder 90, für Landstraße entsprechend irgendwas zwischen 100 und 70.
Und dann noch zu unterscheiden je nach Fahrzeugtyp (PKW, Wohnmobil, Motorrad) und ggf. nach Gewicht.
Die Vorbereitung einer Europareise wird zu einer Wissenschaft. Warum kann man nicht einfach sein Fahrzeug irgendwo an einer Stelle zentral erfassen lassen (auf freiwilliger Basis) samt Abgasnorm, Gewicht, Maßen und dann einfach kennzeichengestützt abrechnen? Freiwillig deswegen, weil einem Abgleich der europ. Zulassungsdatenbanken, wo all diese Informationen drin sind, der "Datenschutz" im Wege stünde...
Warum keine harmonisierten Tempolimits?
Entschuldigt den Rant, aber auf meiner Motorradtour habe ich jeden Abend 30-60 Minuten in genau das Thema investiert, und jetzt wo ich den Winterurlaub mit Wohnmobil vorbereite, geht das schon wieder los.