RDGA 2026

schotterali

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R 1200 GS Air cooled
Vorbericht RDGA

Es kommt ein leichtes deja vu auf. Vor der Pyrenäentour war ich ähnlich unfit. Der berühmte Turnschuh, der 6 Wochen im Rhein gelegen hat, lässt grüßen.

Anfang Juli ging’s zum Herzkatheder. Keine zwei Monate später will ich jetzt auf große Tour. Die Chefin ist schon rasend begeistert.

Bei der Voruntersuchung kam zu den Rhythmusstörungen noch Vorhofflimmern dazu. Na toll. Nach der Ablation sahen meine Oberschenkel aus als hätte ich mit dem seligen Chuck Norris im Clinch gelegen. Nach 2 Wochen habe ich das Fitnesstraining für die Tour aufgenommen. Was man halt als solches bezeichnet. Ergometertraining mit langsamer Watt- und Zeitsteigerung. Wird wohl hoffentlich ein wenig genützt haben. We will see.

Üblicherweise begrenzt die Chefin meine externen Aufenthalte ja immer auf das absolute Minimum. Bei der Planung der diesjährigen Tour hatte ich daher vorgesehen mich mit den Mitfahrern am Rhein irgendwo Nähe Laufenburg zu treffen. Die beiden Nordlichter wollten in drei Tagen an- und später wieder abreisen.

Nach Verkündigung des Tourplanes wurde mir aber beschieden, dass ich gefälligst mit Ihnen mitfahren sollte. Trotz ziemlicher Verblüffung habe ich dann ein, wenn du meinst, rausgequetscht.

Natürlich weiß sie jetzt nichts mehr davon und meckert ob der Länge der Tour rum.

So holen mich die beiden gleich zu Hause ab und ich darf vier Tage mehr Motorrad fahren.

3 Tage bis an die Schweizer Grenze
1 Tag Schweizquerung
3 Tage RDGA
3 Tage Grand Canyon du Verdon, Vercors und Jura
3 Tage Vogesen und Deutschland bis nach Hause

Einzig die Schotterabenteuer sind dieses Jahr ziemlich minimiert. Unser Benjamin hat letztes Jahr den dringenden Wunsch nach der RDGA geäußert. Daher wird’s bei einigen kleinen Abstechern und kurzen TET-Stücken bleiben.
So langsam rückt halt auch das gesetztere Alter nahe und man muss sich an weniger anstrengende Strecken gewöhnen.

Ab und zu wird es ein Bild der Tour hier geben und anschließend, wie ich das seit Jahren in einem anderen Forum gemacht habe, einen ausführlichen Reisebericht.
 
Drück dir die Daumen und Gruß an die Nordlichter. Die Runde mit Ihnen dieses Jahr, an der Du ja nicht teilnehmen konntest, war genial.

Ps: Bei uns geht es am 2.9 los, Schwarzwald, Schweiz, Toscana, Sardinien, Teile der RDGA, Vercoure, Jura und Vogesen
 
Euch bon voyage ... wir kommen im Oktober wieder ;)
 
Hola Matthias,

dann bleibt nur zu hoffen, dass ALLES gut geht und ihr 5 gesund wieder heimkommt. 🙏

Auf jeden Fall viel Spass.....und immer schön auf der alten Dame bleiben ( damit meinte ich jetzt die Rote :giggle: ).........ich beneide euch schon ein bisschen :cry:
 
Der oben erwähnte Benjamin klinkt sich hier, oh´ ehrenwerter Themenersteller, einmal in die Berichterstattung mit ein.

„Der Name Benjamin stammt aus dem Hebräischen. Er bedeutet wörtlich „Sohn der rechten Hand“, „Sohn des Glücks“ oder „Sohn des Südens“. Im übertragenen Sinn steht der Name auch für „der Jüngste“ oder „das Lieblingskind“.“
Soweit Googles Aussage.

Mir ist vor einiger Zeit das Glück widerfahren, als Vierter in die ehrenwerte Runde der schotterbegeisterten drei Musketiere aufgenommen zu werden. Quasi der d’Artagnan, somit der, der die Runde zu den vier Musketieren gemacht hat. Ob ich als Sohn des Glücks dementsprechend meinen Beitrag leisten werde, wird sich zeigen. Sohn des Südenspasst schon mal nicht, denn als gebürtiger und dort lebender Sachse ist der Süden von hier aus noch mächtig weit entfernt.

Wir vier Musketiere kennen uns aus dem besiegten und unehrenhaft untergegangenen gs-world.eu-Forum, haben schon den einen oder anderen Ausritt miteinander unternommen und die Freude an unbefestigten Wegen entdeckt. Die drei Musketiere hierbei deutlich mehr als der um sein Material besorgte Jungspund.
Aber immerhin fahre ich freiwillig sächsische Stollenreifen und hadere nicht gleich, wenn der Asphalt ausgeht. Dank der vormals drei Musketiere hat sich auch das zwanghafte Verlangen, ein stets klinisch reines Motorrad vorweisen zu können, gelegt.
Von gewissen Rückfällen abgesehen.

Sonst als einsamer Ritter zu meinen jährlichen RoadTrips unterwegs, durfte ich die ehrenwerte Runde im letzten Jahr in die staubige Toskana begleiten, von der ich noch heute den Staub der weißen Straßen in allerlei Ritzen meiner 1300er GS finde. Die war damals flammneu, Folge einer kostspieligen Manipulation der drei werten Herrschaften – natürlich für mich, nicht für sie.
Scheinbar hatte ich mich hier nicht zu dämlich angestellt – oder konnte wortgewandt fehlendes Fahrvermögen auf losem Untergrund wettmachen. Gut, der Bautzer im Schlamm war doof, auch das anschließende unten heraushängende, weil gebrochene, Schaltgestänge. Oder der doofe Nagel im Reifen, was mal wieder zum Abbruch der Tagestour führte.

Einer für alle, alle für einen – berühmtes Motto der vier Musketiere, das sich auch durch unsere Touren zieht. Freundschaft, Loyalität, Mut und gegenseitige Unterstützung – nicht nur deswegen, weil wir alterstechnisch schon gut vorgelegt haben. Natürlich gehören die Frotzeleien hinsichtlich betreuten Fahrens, vom-Motorrad-Heben und stattlicher Pausen zum Wasserlassen dazu.

Die RdGA-Tour scheint tatsächlich auf dem Misthaufen meiner GS gewachsen zu sein. Die berühmte Löffelliste hat noch einige leere Zeilen und die Zahl der Sommer, um solche Zeilen zu füllen, ist nicht mehr unendlich lang. So entwickelte sich unser RdGA-Gedanke seit Juni 2025, um nunmehr nach einem Jahr in die Tat umgesetzt zu werden.
Die lange Zeit der Planung vorbei, es geht los.

Für mich in einigen Stunden, um am morgigen Abend standesgemäß in der Burg Hornberg die Runde der vier Musketiere voll zu machen, unsere Lanzen zu kreuzen und die klapprigen Rüstungen zu ölen.

Ich freu mich!
 
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Der Kulturteil der Tour. Steinau an der Straße.
Gebrüder Grimm Stadt.


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