R1200GS 2005 aufgehübscht

gekauft/ersetzt/eingebaut:

Hauptbremszylinder Hinterradbremse (gebraucht)
cartoolstecker
4 Zündkerzen
Luftfilter
Ölfilter
Faltenbalg Kardanwelle vorn
LED-Scheinwerfer p&p
Schutzbügel
Abdeckungen für Schwingenlagerung (CNC)
Bremsflüssigkeit DOT4
Motoröl teilsynth.
Getriebeöl
Hypoid-Getriebeöl (HAG)
Diagnose und Fehlerspeicher mit HEX GS-911

Reinigungs- Gebrauchs- und Pflegemittel:

Flüssiger Stein (Scheibe)
Meguiar's Supreme Shine (Kunststoff/Gummi)
Meguiar's cleaner Wax (Lack)
Petzoldt's Carnauba Wax (Lack)
Autosol Anti-Blau (Abgasanlage)
Autosol Metallpolitur (Abgasanlage)
Kupferpaste (Abgasanlage)
Backofenreiniger (Felgen, Bremssättel)
Staburags Montagefett (Schiebeverzahnung Kardanwelle/HAG)
Mannol Schraubensicherung halbfest
Lacke (Ventildeckel li, Federbein hinten, Navi-Halterung)

Zeitaufwand (geschätzt)

50 Stunden, davon 2-3 für BF Wechsel und Entlüften
 
Dieses Jahr aus purer Langeweile drei BMW Motorräder aufgearbeitet. Im Mai Eine schwarze R1200C Cruiser gebaut 1998, EZ 2003 (ABS II, Druckmodulator defekt, plungerfehler repariert),

r1200c.png

im August eine 2007er F650GS 2spark, die 5 Jahre zugedeckt im Freien stand, HU abgelaufen, starke Korrosionsspuren und viel Gammel, lief nicht mehr und wurde als Schlachtfahrzeug angeboten. Bis auf Rahmen und Motor zerlegt, eine neue Kraftstoffpumpe spendiert, alle Teile aufgearbeitet, Komplettsercive incl. Gabel und Benzinfilter mit Druckminderer (der kostet 140 Euro) das Fahrzeug wieder zusammengebaut und zur HU gebracht.

f800gs.png

Noch während der Arbeiten an der kleinen GS wurde Ende August in einem Nachbarort die eingangs gezeigte R1200GS aus zweiter Hand angeboten. Erster Halter war BMW in München. 2006 kaufte ein Brüderpaar das Motorrad und baute es nach eigenem Geschmack um.

Auch dieses Motorrad stand die letzten 5 Jahre mehr oder weniger nur herum.
Der Umbau war zwar - naja- , deshalb hat sich diese sonst substanziell gute GS auch nicht so einfach verkauft, aber die beiden Herren, mittlerweile auch Ende 60, waren damals so klug, für den Umbau gebrauchte Teile zu verwenden und die Originalteile, darunter Schnabel und Tankabdeckung in Felsrot, über 20 Jahre einzulagern.

So bot es sich an, diese K25 wieder nahezu original aufzubauen. Nahezu, weil ich den LED Scheinwerfer schick finde und eine Schutzbebügelung sinnvoll. Ergänzt mit Leichtmetallabdeckungen für die Lagerbolzen der Schwinge.
Im Grunde war alles nur Fleißarbeit, zerlegen, putzen, polieren,

krümmerv.png krümmern.png

entrosten, (nach-) lackieren, Tausch einiger verschlissener oder defekter Teile, sowie ein kompletter Rundumservice mit Wechsel aller Öle und Filter sowie der Bremsflüssigkeit in den Steuer- und Arbeitskreisen.
 
Mit was hast Du die Krümmer poliert?
 
Krümmer: Autosol antiblau und Autosol Metallpolitur. Siehe Liste oben.

Eine Beta wäre sicher auch eine nette Abwechslung. Habe aber schon das nächste Fahrzeug auf der Hebebühne.

IMG_20261029_094004.jpg

Danach heißt es ab nach Afrika. Erst zu Weihnachten wird wieder gebastelt. Aber da kommen die Fahrzeuge aus Göppingen.
 
De gustibus non est disputandum
Das ist unbestritten. Tatsächlich hatte ich mit „aufgehübscht“ weniger das Design gemeint, als den allgemeinen Zustand.

Ziel war ein weitgehend originalgetreues, altes Kult-Motorrad, das auch auf einen zweiten Blick so aussieht, als wäre es gerade erst vom Band gelaufen. Dafür betreibe ich einen hohen Aufwand, bei dem manch einer den Kopf schüttelt, wenn ich sogar die Köpfe der Schrauben und die Muttern poliere, die den „Unterfahrschutz“ genannten Motorschutz halten.
Der Sebring Auspuff landete bereits im Schrottcontainer, der gekürzte Schnabel, die ebenfalls gekürzte und lackierte Scheibe und den Mittelteil der Tankabdeckung hebe ich wie üblich eine Zeitlang auf, um sie dann wegzuwerfen.

Die seitlichen, silbernen Tankbleche waren ein wenig zerkratzt, die habe ich mit denen einer anderen R1200GS, die ich besitze, getauscht. Die hat zwar schon ein paar Kampfspuren, aber diese beiden Bleche waren noch makellos.
 
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