Off-road mit der F900GS

IsarBoxer

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BMW F900GS
Servus zusammen,

Ich werde zum kommenden Jahr von der 1250er GS zur Mittelklasse umsteigen, weil ich künftig mehr Schotter und leichtes off-road fahren möchte.
Aha-Erlebnis war diesbezüglich der diesjährige Sardinien Trip. Der TET Sardinien ist ja einer der anspruchsvolleren und da war bei mir relativ schnell Schluss mit der 1250er.

Daher würden mich eure Erfahrungen interessieren: wie gut geht die 900er GS off-road? Gerne auch mit Bildern!

Grüße aus Niederbayern!
 
Hallo IsarBoxer,

Ich fahre F900 GS seit Mitte 2024 und inzwischen 40.000 km. Ich habe das off-road Training in Hechlingen gemacht (hatte Vorerfahrung). Ich bewege die F900 50:50 Straße off-road. Konnte auch die 1300er im Vergleich auf den selben off-road Strecken fahren.

Die F900 ist der 1300er im Gelände konstruktionsbedingt überlegen. Die Sitzposition ist deutlich besser. Setehend fahren macht auf der F900 richtig Spaß, den ich komplett auf der 13 er vermisst habe. Der Schwerpunkt liegt höher und angenehmer. 130 km/h auf einem Schotterfeldweg schluckt die 900er spielend; auch mal einen Sprung. Auf der großen habe ich mich das alles nicht getraut.

Zum Hard Enduro Einsatz gibt es gute Videos auf YT von Adam Riemann (Red Bull, Romaniacs). Die zeigen eindrucksvoll, was wirklich mit dem Moped geht. Ich denke danach ist deine Frage komplett beantwortet, wenn du das gesehen hast. 😉

Gruss
Rüdiger
 
Ich hab nur mit der 850er Erfahrung (nicht mit der 900er). Mir ist die 1200er , 1300er deutlich lieber. Ich empfinde den Boxer mit tiefem Schwerpunkt als deutlich gutmütiger als die „kopfschwere“ 850er. Den Paralleltwin hab ich öfter mal abgewürgt, während der Boxer dank Schwungmasse da mehr verzeiht.
Der Gewichtsunterschied ist für mich nicht spürbar. stehen tu ich auf beiden gut.
80-90 kmh auf Schotterweg geht mit beiden. 130 werd ich auf Schotter nie fahren. Hardenduro als Laie auch nicht. Was Profis auf Werbevideos zeigen ist für mich persönlich nicht relevant.
 
... Der Schwerpunkt liegt höher und angenehmer. ...
Diesen Teil habe ich auch nicht verstanden. Einen höheren Schwerpunkt empfinde ich als nachteilig.

Nun mag die F900 GS untenrum etwas mehr Punch haben, als die F850 GS, aber das souveräne Los"treckern" eines großvolumigen Boxers bietet sie einfach nicht.
Das sehe ich genau wie Nixwiefort als größeren Nachteil. Einmal in Schwung, mag das dann wieder anders aussehen.
 
Den Ausführungen von Rüdiger kann ich voll zustimmen (y).

Aktuell 16.000km auf der Uhr - eine F900GS mit EnduroPro Fahrwerk ist eine gute Wahl.
Mit 220kg vollgetankt immer noch schwer, aber 50kg leichter als eine 1300er.
Dafür bekommt man eine schön lineare Motorcharakteristik, perfektes Getriebe und auch lange Etappen sind kein Problem.
Wind und Wetterschutz kann natürlich nicht mit den großen Boxer konkurrieren und für Sozius Betrieb eher ungeeignet.

Bei den TET Routen sollte man generell etwas vorsichtig sein.
Wenn die „Linesmen“ Hardenduro fahren, sind die Tracks nur bedingt für ADV Bikes geeignet, dann kommt auch ein F900/ Fahrer an Grenzen oder die Schäden werden schnell teuer.
 
Diesen Teil habe ich auch nicht verstanden. Einen höheren Schwerpunkt empfinde ich als nachteilig.

Nun mag die F900 GS untenrum etwas mehr Punch haben, als die F850 GS, aber das souveräne Los"treckern" eines großvolumigen Boxers bietet sie einfach nicht.
Das sehe ich genau wie Nixwiefort als größeren Nachteil. Einmal in Schwung, mag das dann wieder anders aussehen.
Das sind zwei völlig verschiedene Motorräder, logischerweise auch anders zu fahren.
Ich brauche immer ein paar Kilometer bis ich mich wieder an das jeweilige Konzept gewöhnt habe.

Eine 1300er „treckert“ auch nicht mehr so schön, wie die 1200er Luftis.
In langsamen Passagen ist der Boxer angenehmer bzw. macht es dem Fahrer leichter.

Die F braucht etwas Drehzahl, als kopflastig empfinde ich sie nicht.
Gefühlt kaschiert ein Boxer die Pfunde gut, das „leichtfüssige“ und die Stabilität mit 21‘VR auf Schotter kann eine 1300er nicht bieten.
Auf der Strasse ist das dann umgekehrt.
 
Ich hatte exakt das gegenteilige Gefühl im Gelände. Ich empfand den Boxer als extrem unangenehm im Gelände. Der Boxer braucht definitiv weit mehr Drehzahl als der Zweizylindermotor der 900er. Ich würde niemals einen Boxer für Gelände nehmen.

Ich muss auch dazu sagen, dass ich eine 1300er mit Automatik hatte. Extrem ekelhaft im Gelände. Permanentes schalten. Die dicke hat im Vergleich 4-5 mehr geschalten als ich mit der 900er schalte. Das hat mich total genervt. Vor allem Schaltvorgänge in krischen Situationen. Nachdem es mich beinahe 2x aufs Gesicht gelegt hätte, bin ich nur noch manuell gefahren. Super Sache für geradeaus auf der Autobahn oder Bundesstraße, aber Gelände… Horror.
 
Ich hatte exakt das gegenteilige Gefühl im Gelände. Ich empfand den Boxer als extrem unangenehm im Gelände. Der Boxer braucht definitiv weit mehr Drehzahl als der Zweizylindermotor der 900er. Ich würde niemals einen Boxer für Gelände nehmen.

Ich muss auch dazu sagen, dass ich eine 1300er mit Automatik hatte. Extrem ekelhaft im Gelände. Permanentes schalten. Die dicke hat im Vergleich 4-5 mehr geschalten als ich mit der 900er schalte. Das hat mich total genervt. Vor allem Schaltvorgänge in krischen Situationen. Nachdem es mich beinahe 2x aufs Gesicht gelegt hätte, bin ich nur noch manuell gefahren. Super Sache für geradeaus auf der Autobahn oder Bundesstraße, aber Gelände… Horror.
Mein Hauptkritikpunkt an der F850 GS ist das schwache Einstiegsdrehmoment. Die F900 habe ich nur kurz pobiert: besser, aber auch nicht meine Wunschauslegung.
Dass der Boxer mehr Drehzahl als die Paralleltwins braucht, kann ich nicht bestätigen (Erfahrungen mit 1100, 1200 und 1250 ccm). Dem ASA das Schalten im Gelände überlassen: nein, auf diese Idee käme ich nicht.
 
Zum Hard Enduro Einsatz gibt es gute Videos auf YT von Adam Riemann (Red Bull, Romaniacs). Die zeigen eindrucksvoll, was wirklich mit dem Moped geht. Ich denke danach ist deine Frage komplett beantwortet, wenn du das gesehen hast. 😉
Die Romaniacs habe ich verfolgt. Eindrucksvoll, was der Riemann in seinem Alter noch auf den Track gebracht hat!
Allerdings taugt der Vergleich nur bedingt - ein Riemann oder andere Pros werden mir mit jeder Kiste zeigen, wo der Hammer hängt 😆

80-90 kmh auf Schotterweg geht mit beiden. 130 werd ich auf Schotter nie fahren. Hardenduro als Laie auch nicht. Was Profis auf Werbevideos zeigen ist für mich persönlich nicht relevant.
Ich war vor einigen Jahren mit der 1250er in Hechlingen, bei ausreichend skills kommt man mit dem Motorrad schon weit. Auf Schotter hatte ich auch nie Probleme, wenngleich ich vermutlich aufgrund der Kombination aus Gewicht/Sitz- bzw. Stehposition/Reifen-Räder in der Regel wesentlich langsamer unterwegs war. Meine Probleme haben in der Regel mit irgendwelchen ausgewaschenen Rinnen begonnen. Da würde ich erwarten, dass die 900er Gewicht- und konzeptbedingt besser funktioniert.

Wind und Wetterschutz kann natürlich nicht mit den großen Boxer konkurrieren und für Sozius Betrieb eher ungeeignet.
Die 900er ist bei mir gesetzt. Habe meine 1250er kürzlich verkauft und die 900er hat mich auf einer Probefahrt voll abgeholt. Das weniger an Komfort ist mir auch ganz klar aufgefallen, Soziusbetrieb ist für mich nicht relevant. Mit der Bestellung warte ich noch schweren Herzens auf die neue Saison, bis ich das Motorrad aus Berlin komme ist der Oktober nämlich auch weitestgehend durch 😪

Danke für eure Beiträge!
 
Die Romaniacs habe ich verfolgt. Eindrucksvoll, was der Riemann in seinem Alter noch auf den Track gebracht hat!
Allerdings taugt der Vergleich nur bedingt - ein Riemann oder andere Pros werden mir mit jeder Kiste zeigen, wo der Hammer hängt 😆


Ich war vor einigen Jahren mit der 1250er in Hechlingen, bei ausreichend skills kommt man mit dem Motorrad schon weit. Auf Schotter hatte ich auch nie Probleme, wenngleich ich vermutlich aufgrund der Kombination aus Gewicht/Sitz- bzw. Stehposition/Reifen-Räder in der Regel wesentlich langsamer unterwegs war. Meine Probleme haben in der Regel mit irgendwelchen ausgewaschenen Rinnen begonnen. Da würde ich erwarten, dass die 900er Gewicht- und konzeptbedingt besser funktioniert.


Die 900er ist bei mir gesetzt. Habe meine 1250er kürzlich verkauft und die 900er hat mich auf einer Probefahrt voll abgeholt. Das weniger an Komfort ist mir auch ganz klar aufgefallen, Soziusbetrieb ist für mich nicht relevant. Mit der Bestellung warte ich noch schweren Herzens auf die neue Saison, bis ich das Motorrad aus Berlin komme ist der Oktober nämlich auch weitestgehend durch 😪

Danke für eure Beiträge!
Im Oktober November ist eine prima Zeit, um beim Freundlichen die besten Preise zu bekommen.
Dort einlagern und erst im Frühjahr zulassen
 
Ob nun die RedBull Romaniacs wirklich als Vergleich für die Leistungsfähigkeit eines Motorrades herhaten kann? Ihr wisst schon, dass die Motorräder dort extrem umgebaut werden? Das hat nicht mehr viel mit dem Motorrad im Showroom zu tun… aber scheinbar funktioniert das Marketing… gut für BMW.
 
Im Oktober November ist eine prima Zeit, um beim Freundlichen die besten Preise zu bekommen.
Dort einlagern und erst im Frühjahr zulassen
Danke für den Tipp!

Oder das Motorrad in einer Jahreszeit nutzen, die man früher mit Kälte und Schnee verbunden hat.
Das hatte ich mit meiner 1250er auch ne Zeit lang gemacht. Allerdings hat sich das für mich nicht als praktikabel herausgestellt, da das Motorrad - sofern es länger steht - in einer Halle ca 30 min entfernt überwintert.

Ob nun die RedBull Romaniacs wirklich als Vergleich für die Leistungsfähigkeit eines Motorrades herhaten kann? Ihr wisst schon, dass die Motorräder dort extrem umgebaut werden? Das hat nicht mehr viel mit dem Motorrad im Showroom zu tun… aber scheinbar funktioniert das Marketing… gut für BMW.
Das ist sicherlich richtig. Das gilt aber dann für fast alle Fahrer mit Ausnahme von der Suzuki V-Strom und einigen weiteren aus der Core Klasse. Sofern allerdings ein Adam Riemann damit die Romaniacs besteht, besteht das Serienmoped mit mir als Fahrer auch kleinere Trails 🙃

Gibt es denn noch weitere Bilder von Off-road Einsätzen mit der 900GS? Im Vergleich zur T7 und der MT4 findet man m.M. Relativ wenig mit der 900er als Basis - wohl nicht genügend influencer von BMW bestellt 😅
 
Hallo Zusammen,

ich hab den Verweis auf Adam nur gebracht, weil der OP gefragt hat "wie gut geht die 900er GS off-road?". Diese Frage kann nur jemanden Beantwortet werden, der an die Grenze geht. Er zeigt was maximal geht und beantwortet exakt die gestellte Frage:

Dass die F900GS für off-road von uns nicht mal ins Schwitzen gebracht wird, denke ich, war jeden klar. Und würde sie tatsächlich nix taugen, wäre sie unter Adams Hintern völlig auseinandergefallen.

Viele Grüße und schönes WE!
Rüdiger
 
Triumph hat seine Tiger 900 minimal angepasst (Fahrwerk und Felgen) und ist damit ganz gut gefahren.
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Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Triumph hat seine Tiger 900 minimal angepasst (Fahrwerk und Felgen) und ist damit ganz gut gefahren.
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Entschuldige Bitte, kannst Du mir bitte erklären was die Tiger mit seiner Frage zu tun hat, insbesondere da er sich ja eindeutig für die F900Gs entschieden hat? Schon mal Danke!
 
Gibt es denn noch weitere Bilder von Off-road Einsätzen mit der 900GS? Im Vergleich zur T7 und der MT4 findet man m.M. Relativ wenig mit der 900er als Basis
Auf diversen Offroad-Rallys waren in Italien letztes Jahr jede Menge F 900 GS am Start. Die waren neben der 890er KTM wohl auch am flottesten unterwegs - auf alle Fälle wesentlich schneller als ich mit der 60 kg leichteren 701.
Wobei - das könnte auch am Fahrer gelegen haben 🤣
 
Entschuldige Bitte, kannst Du mir bitte erklären was die Tiger mit seiner Frage zu tun hat, insbesondere da er sich ja eindeutig für die F900Gs entschieden hat? Schon mal Danke!
Wir kamen von;
(…)

Zum Hard Enduro Einsatz gibt es gute Videos auf YT von Adam Riemann (Red Bull, Romaniacs). Die zeigen eindrucksvoll, was wirklich mit dem Moped geht. Ich denke danach ist deine Frage komplett beantwortet, wenn du das gesehen hast. 😉

Gruss
Rüdiger
Und landeten irgendwann bei:
(…)
Das ist sicherlich richtig. Das gilt aber dann für fast alle Fahrer mit Ausnahme von der Suzuki V-Strom und einigen weiteren aus der Core Klasse. Sofern allerdings ein Adam Riemann damit die Romaniacs besteht, besteht das Serienmoped mit mir als Fahrer auch kleinere Trails 🙃 (…)
Und dann kam ich mit meinem Hinweis, dass Triumph bei den RedBull Romaniacs nahe am Serientrimm (mit den erwähnten Ausnahmen) unterwegs war.

Es gab sogar irgendwo ein Video, in dem gezeigt wurde, wie sogar der Kabelbaum einer Maschine ausgetauscht wurde, um Gewicht zu sparen.

So viel zu der Frage, ob der Vergleich zu den RedBull Romaniacs sinnvoll ist.

Aber am Ende ist das auch völlig egal… solange der Besitzer mit seiner Wahl glücklich ist und die Erwartung erfüllt wurde.
 
Gibt es denn noch weitere Bilder von Off-road Einsätzen mit der 900GS? Im Vergleich zur T7 und der MT4 findet man m.M. Relativ wenig mit der 900er als Basis - wohl nicht genügend influencer von BMW bestellt 😅
Keine weiteren TET/ACT Fahrer hier im Forum unterwegs? 🤓
 
Daher würden mich eure Erfahrungen interessieren: wie gut geht die 900er GS off-road? Gerne auch mit Bildern!
Also ich fahre keine F900, aber ein Freund eine F800, und obwohl die nicht ganz vergleichbar sind, kann man damit prima ACT oder TET fahren. Für die ganz harten Passagen ist vielleicht auch eine F900 zu schwer aber im großen und ganzen macht es doch sowieso zu 95% der Fahrer und nicht die Maschine. Das muss man sich nur erstmal eingestehen. Und begingt durch das große Vorderrad und die ausreichende Leistung gepaart mit ausreichend Federweg stellt sich doch die Frage bei der F900 eigentlich nicht.

Also ich würde mit der F900 jeden TET in Angriff nehmen.
 
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