In der zweiten Juniwoche waren wir dieses Jahr, also 26 zum Auftakt unserer Schottlandtour für zwei Nächte in Edinburgh.
Beim Einlaufen in die Stadt hat ein Busfahrer an einer Ampel die Seitenscheibe heruntergelassen und uns darauf hingewiesen,
dass es große Probleme mit Motorraddiebstahl in Edinburgh gibt.
Am Hotel angekommen mussten wir dann feststellen, dass es keinen Hinterhof oder sonstige Abstellmöglichkeit für die Maschinen gibt.
Sie mussten also an der Straße stehen.
Die für Motorrad vorgesehenen und somit kostenlosen Plätze waren zudem noch ca. 150 Meter vom Hotel entfernt, aber aufgrund Wochenende konnten wir sie direkt vor dem Hotel abstellen.
Dort war zum Glück auch etwas frei, weil es sich um eine breite Seitenstrasse (Royal Terrace) handelte.
Die nette Hotelbesitzerin hat dann auch erzählt, dass vor wenigen Wochen erst zwei Maschinen dort gestohlen wurden.
Damit hatte keiner von uns gerechnet.
Und damit es anderen nicht auch so geht, erzähle ich daher hier einmal unsere Geschichte.
Ein freies Parkhaus lies sich nicht finden.
Also haben wir jeweils drei Maschinen zusammengestellt und einmal mit einem nicht so tollen Kabelschloss und einem dickeren Kettenschloss am Vorderrad gesichert.
In dem einen Pulk stand eine 1250er und eine 1300er, beide ohne Bremsscheibenschloss mit einer 1250er GS in der Mitte und mit Bremsscheibenschloss zusammen.
Ja, ich weiß und ich hoffe, dazu gibt es jetzt keine große Klugscheisserei. Ein Bremsscheibenschloss sollte auf jeden Fall immer ran gepackt werden.
Habe ich jetzt auch gelernt und nach 30 Jahren Tourenfahren werde ich mir eins kaufen.
Mein Mitfahrer dessen 1250er GS gegenüber meiner 1300er in dem einen 3er Pulk stand hatte die Idee, seinen Apple Airtag unter die Sitzbank zu packen.
Ich habe auch so ein Ding aber ich hatte mir nix davon versprochen oder war grad zu überfordert mit der Situation.
Am Ende hatte ich also keinen Tracker unter der Bank und hatte zudem vergessen, mein Lenkradschloss zu schließen.
Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass ich bis vor einem halben Jahr eine GS1200 aus 2005 gefahren bin und daher noch nicht so ganz
die Routine mit dem modernen Kram und den ganzen Köpfen habe. Meine Maschine war also nur mit diesem Pipifax-Draht-Dingens gesichert.
Das war natürlich extra doof.
Die Koffer hatten wir alle abgenommen, bis auf einen Topcase.
Nach der zweiten Nacht war dann meine 1300er und die 1250er mit dem Tracker verschwunden.
Das Drahtdingens war aufgeflext.
Das verbliebene Topcase war aufgebrochen und der Inhalt war weg.
Das haben wir dank unseres Rauchers schon morgens gegen 06:30 Uhr bemerkt.
Ich habe mich direkt mit der Polizei in Verbindung gesetzt (110) und habe denen 1000 Fragen beantwortet.
Die haben gesagt, dass sie jemanden schicken.
Gleichzeitig stellte der Mitfahrer fest, dass er seinen Tracker orten kann. Ich dachte gleich...ja klar, weggeworfen am Strassenrand.
Ein paar von uns sind direkt losgefahren, um den Tracker zu suchen und konnten so tatsächlich die beiden Motorräder, einträchtig am Strassenrand, etwas verborgen hinter einer Hecke stehend finden.
Die Polizei kam nicht, auch als ich nochmals angerufen habe um mitzuteilen, dass wir die Maschinen gefunden haben und dass sie doch bitte direkt und schnell dort hinkommen sollen.
Man weiß ja nie...
Nach dem Abchecken der Lage, als sie dann zu viert vor Ort waren und als immer noch keine Polizei zur Unterstützung kam, sind die Kollegen aufgesessen und haben die beiden Maschinen wieder zurückgebracht.
An der 1250er war das Lenkradschloss geknackt. An der 1300 natürlich nicht, denn die war ja nicht abgeschlossen.
Ansonsten kein Kratzer an den Bikes.
Wir haben dann noch gefrühstückt und auf die Polizei gewartet, aber die ist nicht gekommen.
Später, gegen 1630 hatte ich einen Anruf mit schottischer Vorwahl aber den habe ich weggedrückt, denn ich war am Fahren und hatte daher gerade
keinen Lust mit der Polizei, die nicht gekommen war, zu Telefonieren. Dann gab es noch eine SMS mit einer Incident-Nummer und der Aufforderung anzurufen, aber die habe ich auch ignoriert.
Ein kleines bisschen aufgehalten waren wir an dem Morgen noch, weil eine andere GS nicht angesprungen ist. Ein Überbrückungskabel war ursprünglich dabei, aber in dem Topcase und damit samt restlichem Inhalt erst einmal weg.
Ein anderer Mitfahrer hatten ebenfalls leichte Startschwierigkeiten, konnte aber starten und ist deshalb in der Gegend herumgekurvt, um seine Batterie aufzumuntern, während wir uns vom Schieben erholt haben.
JAJA wir wissen das...., eine GS schiebst du nicht an, aber man probiert es dann ja trotzdem.
Zufällig fand er den weggeworfenen Inhalt des Topcase, inklusive Starterkabel.
Wir waren also wieder komplett im Spiel.
Batterie überbrückt und unsere Tour konnte endlich mit der ersten, richtigen Etappe nach Loosiemouth starten.
Das war ein Ding, ich hatte mich schon mit drei Koffern beladen im Flugzeug oder sonstwo gesehen, um irgendwie nach Hause zu kommen.
Beim ADAC hatte ich an dem Morgen ebenfalls angerufen. Nach einer Ansage haben die mir gesagt, dass sie mir ein Formular zuschicken können.
Goldmitgliedschaft seit 40 Jahren mit alles angekreuzt, inklusive Auslandsschutzzeug und Kreditkarte vom ADAC am Arsch kann ich da nur sagen.
Da muss ich mir wohl eine Alternative suchen. Die müssen sich nicht wundern, wenn ihnen die Mitglieder weglaufen.
In Kyle haben wir die Story abends einem alleine reisenden GS-Fahrer erzählt und er hat angeregt, das hier einmal zu erzählen.
Dem bin ich hiermit gerne nachgekommen und ich möchte ihn an dieser Stelle herzlich grüßen und hoffe, dass er eine ebenso gute Tour hatte wie wir.
Frank
Beim Einlaufen in die Stadt hat ein Busfahrer an einer Ampel die Seitenscheibe heruntergelassen und uns darauf hingewiesen,
dass es große Probleme mit Motorraddiebstahl in Edinburgh gibt.
Am Hotel angekommen mussten wir dann feststellen, dass es keinen Hinterhof oder sonstige Abstellmöglichkeit für die Maschinen gibt.
Sie mussten also an der Straße stehen.
Die für Motorrad vorgesehenen und somit kostenlosen Plätze waren zudem noch ca. 150 Meter vom Hotel entfernt, aber aufgrund Wochenende konnten wir sie direkt vor dem Hotel abstellen.
Dort war zum Glück auch etwas frei, weil es sich um eine breite Seitenstrasse (Royal Terrace) handelte.
Die nette Hotelbesitzerin hat dann auch erzählt, dass vor wenigen Wochen erst zwei Maschinen dort gestohlen wurden.
Damit hatte keiner von uns gerechnet.
Und damit es anderen nicht auch so geht, erzähle ich daher hier einmal unsere Geschichte.
Ein freies Parkhaus lies sich nicht finden.
Also haben wir jeweils drei Maschinen zusammengestellt und einmal mit einem nicht so tollen Kabelschloss und einem dickeren Kettenschloss am Vorderrad gesichert.
In dem einen Pulk stand eine 1250er und eine 1300er, beide ohne Bremsscheibenschloss mit einer 1250er GS in der Mitte und mit Bremsscheibenschloss zusammen.
Ja, ich weiß und ich hoffe, dazu gibt es jetzt keine große Klugscheisserei. Ein Bremsscheibenschloss sollte auf jeden Fall immer ran gepackt werden.
Habe ich jetzt auch gelernt und nach 30 Jahren Tourenfahren werde ich mir eins kaufen.
Mein Mitfahrer dessen 1250er GS gegenüber meiner 1300er in dem einen 3er Pulk stand hatte die Idee, seinen Apple Airtag unter die Sitzbank zu packen.
Ich habe auch so ein Ding aber ich hatte mir nix davon versprochen oder war grad zu überfordert mit der Situation.
Am Ende hatte ich also keinen Tracker unter der Bank und hatte zudem vergessen, mein Lenkradschloss zu schließen.
Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass ich bis vor einem halben Jahr eine GS1200 aus 2005 gefahren bin und daher noch nicht so ganz
die Routine mit dem modernen Kram und den ganzen Köpfen habe. Meine Maschine war also nur mit diesem Pipifax-Draht-Dingens gesichert.
Das war natürlich extra doof.
Die Koffer hatten wir alle abgenommen, bis auf einen Topcase.
Nach der zweiten Nacht war dann meine 1300er und die 1250er mit dem Tracker verschwunden.
Das Drahtdingens war aufgeflext.
Das verbliebene Topcase war aufgebrochen und der Inhalt war weg.
Das haben wir dank unseres Rauchers schon morgens gegen 06:30 Uhr bemerkt.
Ich habe mich direkt mit der Polizei in Verbindung gesetzt (110) und habe denen 1000 Fragen beantwortet.
Die haben gesagt, dass sie jemanden schicken.
Gleichzeitig stellte der Mitfahrer fest, dass er seinen Tracker orten kann. Ich dachte gleich...ja klar, weggeworfen am Strassenrand.
Ein paar von uns sind direkt losgefahren, um den Tracker zu suchen und konnten so tatsächlich die beiden Motorräder, einträchtig am Strassenrand, etwas verborgen hinter einer Hecke stehend finden.
Die Polizei kam nicht, auch als ich nochmals angerufen habe um mitzuteilen, dass wir die Maschinen gefunden haben und dass sie doch bitte direkt und schnell dort hinkommen sollen.
Man weiß ja nie...
Nach dem Abchecken der Lage, als sie dann zu viert vor Ort waren und als immer noch keine Polizei zur Unterstützung kam, sind die Kollegen aufgesessen und haben die beiden Maschinen wieder zurückgebracht.
An der 1250er war das Lenkradschloss geknackt. An der 1300 natürlich nicht, denn die war ja nicht abgeschlossen.
Ansonsten kein Kratzer an den Bikes.
Wir haben dann noch gefrühstückt und auf die Polizei gewartet, aber die ist nicht gekommen.
Später, gegen 1630 hatte ich einen Anruf mit schottischer Vorwahl aber den habe ich weggedrückt, denn ich war am Fahren und hatte daher gerade
keinen Lust mit der Polizei, die nicht gekommen war, zu Telefonieren. Dann gab es noch eine SMS mit einer Incident-Nummer und der Aufforderung anzurufen, aber die habe ich auch ignoriert.
Ein kleines bisschen aufgehalten waren wir an dem Morgen noch, weil eine andere GS nicht angesprungen ist. Ein Überbrückungskabel war ursprünglich dabei, aber in dem Topcase und damit samt restlichem Inhalt erst einmal weg.
Ein anderer Mitfahrer hatten ebenfalls leichte Startschwierigkeiten, konnte aber starten und ist deshalb in der Gegend herumgekurvt, um seine Batterie aufzumuntern, während wir uns vom Schieben erholt haben.
JAJA wir wissen das...., eine GS schiebst du nicht an, aber man probiert es dann ja trotzdem.
Zufällig fand er den weggeworfenen Inhalt des Topcase, inklusive Starterkabel.
Wir waren also wieder komplett im Spiel.
Batterie überbrückt und unsere Tour konnte endlich mit der ersten, richtigen Etappe nach Loosiemouth starten.
Das war ein Ding, ich hatte mich schon mit drei Koffern beladen im Flugzeug oder sonstwo gesehen, um irgendwie nach Hause zu kommen.
Beim ADAC hatte ich an dem Morgen ebenfalls angerufen. Nach einer Ansage haben die mir gesagt, dass sie mir ein Formular zuschicken können.
Goldmitgliedschaft seit 40 Jahren mit alles angekreuzt, inklusive Auslandsschutzzeug und Kreditkarte vom ADAC am Arsch kann ich da nur sagen.
Da muss ich mir wohl eine Alternative suchen. Die müssen sich nicht wundern, wenn ihnen die Mitglieder weglaufen.
In Kyle haben wir die Story abends einem alleine reisenden GS-Fahrer erzählt und er hat angeregt, das hier einmal zu erzählen.
Dem bin ich hiermit gerne nachgekommen und ich möchte ihn an dieser Stelle herzlich grüßen und hoffe, dass er eine ebenso gute Tour hatte wie wir.
Frank
