Lösung für zu starke Schräglage im Stand auf dem Seitenständer

Hallo zusammen,

die ganze Thematik hängt mit einer nicht ausgereiften und nicht stabilen Software zusammen!!! Ein harter Reboot der Steuergeräte der Maschine hat bei meiner 1300er GS das Problem mit der Schräglage mit dem Seitenständer gelöst, da offensichtlich der Renterlift jetzt die Maschine im Stand weiter herunterfährt und anscheinend neu initialisiert wurde.

Ich bin jetzt seit fast zwei Wochen mit meiner neuen GS auf einer Skandinavientour und habe auch sehr viel Theater mit der großen Schräglage und den vollbepackten Koffern gehabt. Teilweise musste ich die vollbeladene Kiste über den ganzen Parkplatz schieben, um eine Stelle zu finden, um sie sitzend von Seitenständer aufrichten zu können - ein unhaltbarer Zustand. Ich habe mich gefragt, warum können die Entwickler von BMW so blöd sein, so etwas zukonstruieren.

Die Rätsels Lösung habe ich dann bekommen, als das ASA beim Hochbeschleunigen auf der Landstraße plötzlich und unerwartet in den Leerlauf geschaltet hat, danach sich alle elektronischen Helferlein wie zum Beispiel ABS deaktiviert wurden und ich mit der Fehlermeldung Getriebestörung aufgefordert wurde, vorsichtig anzuhalten und das Getriebe in einer Werkstatt reparieren zu lassen. Gottseidank fuhr die Maschine wieder als ich im Stand die Zündung aus und wieder angeschaltet habe. Aber eine neue Fehlermeldung „Antrieb in einer Fachwerkstatt prüfen lassen“ blieb. Da ich nicht die ganze Tour mit dieser Fehlermeldung fahren wollte, habe ich dem BMW Pannenservice in München kontaktiert. Der nette Mitarbeiter sagte mir, dass es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Software Fehler handeln würde, ich solle doch einen harten Reboot der Elektronik durchführen, in dem ich für längere Zeit den Minuspol der Batterie abklemmen sollte. Ich habe die GS dann eine Nacht spannungslos gemacht. Und was soll ich sagen:

Die Fehlermeldung war weg und das Getriebe schaltet jetzt deutlich sanfter und angenehmer.

Und ich komme mit beiden Füßen im Stand wesentlich besser auf den Boden. Als ich dann heute wieder mit beladenen Koffern gefahren bin, hatte ich auch keine Probleme die Maschine vom Seitenständer aufzurichten. Sie steht bei weitem nicht mehr so schräg! Der kurze Seitemständer passt jetzt für mich!

BMW sollte dringend seine Software überarbeiten. Wenn man beim Beschleunigen auf der Landstraße den Antrieb abgeschaltet bekommt, ist das kein Spaß!


Viele Grüße von den Lofoten

Stephan
 

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Sehr wertvoller Beitrag! Werde ich mir merken. Danke dir.
 
Meine steht auf absolut waagerechtem Untergrund 22 Grad schräg. Mit vollen Koffern ist das teilweise mühsam. Bei der 1250 war das warum auch immer, einfacher.
Hatte ich in einem anderen Posting geschrieben: ändert zwar nichts an der Schräglage, aber hilft beim aufrichten vom Motorrad:
„War jetzt wegen dem Kauf von Variokoffern beim Händler und habe hier auch die große Schräglage, beim benutzen des Seitenständer’s angesprochen.
Der Werkstattleiter hat den „Rentnerlift“ überprüft, indem er das Motorrad auf den Hauptständer gestellt hat. Danach meinte er das meine GS sowohl vorne wie auch hinten entsprechend hochfährt und daher der Lift funktioniert.
Auch er erwähnte, das die Schräglage so gewollt ist, damit man“n“ besser auf sein Motorrad kommt…..

Allerdings hatte er hier einen wirklichen guten Tip, den ich in diesem Zusammenhang übersehen hatte:
Lenker nach ganz rechts drehen und dann bekommt man das Motorrad viel einfacher aufgerichtet (analog wie beim aufheben eines liegenden Motorrad‘s, den Lenker wegdrehen vom Boden, sodass das Vorderrad vorne nach oben zeigt).

Funktioniert wirklich gut und die GS kommt fast von allein in die aufrechte Position und das mit den Koffern und dem Topcase montiert (allerdings momentan noch mit unbeladenen Koffern).

Super Tip von ihm !!!
 
Dieser Tipp, Lenker beim Aufrichten des Motorrades vom Seitenständer nach rechts einschlagen, ist hier mindestens 100x zu finden. ;)

Die Zahl ist natürlich übertrieben, aber nahezu in jedem Beitrag, in dem es um den Seitenständer geht, erwähnt.
Dazu uralt, aber, so wie zu sehen, immer wieder nützlich. (y)
 
Mit leeren Koffern und Topcase war das bei meiner GS auch kein Problem. Nach 8.000 km mit vollbeladenen Koffern /Topcase habe ich den Dreh raus, um die GS unter ungünstigen Bedingungen aufzurichten:

Den Lenker nach rechts drehen ist dabei nur die halbe Miete. Ich konnte damit meine GS einige Grad aufrichten, dann war aber mein linkes Bein zu kurz, um mit mehr Druck die Kiste in die Senkrechte zu bringen. Zusätzlich muss man nach links geneigt im Sattel sitzen, wobei der rechte Fuß keinen Bodenkontakt mehr hat und in der Luft ist. Am Besten dabei rechten Fuß auf der rechten Fußraste positionieren. So hatte ich dann links genügend Beinlänge um das Motorrad in die Senkrechte zu drücken.

Steht das Motorrad aber sehr schräg, zum Beispiel an eingen Zapfsäulen mit Bodenmulde, ist es um einiges leichter das Motorrad nach Vorne zu schieben, wo der Boden wieder ohne großes Seitengefälle nach links ist.

Um das Aufrichten der beladenen Maschine zu erleichtern, werde ich mir die Seitenständerauflagevergrößerung mit 17 mm Erhöhung von Wunderlich montieren. Das ist meines Erachtens, die kostengünstigste Lösung, die man auch schnell wieder entfernen kann, für Fahrten ohne Gepäck.

Unterschätzen sollte man auch nicht, dass das Fahrwerk bei schwerer Beladung, die Federvorspannung vergrößert und das dazu führt, dass die GS höher steht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieser Tipp, Lenker beim Aufrichten des Motorrades vom Seitenständer nach rechts einschlagen, ist hier mindestens 100x zu finden. ;)

Die Zahl ist natürlich übertrieben, aber nahezu in jedem Beitrag, in dem es um den Seitenständer geht, erwähnt.
Dazu uralt, aber, so wie zu sehen, immer wieder nützlich. (y)
Nichts für ungut, deswegen hatte ich auch KMM zitiert, um ihn auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Denn er hatte ggf. diese Info bisher auch überlesen.
Allerdings hat stephanw die Lösung sowieso relativiert, da ihm das nur bedingt hilft……
Also auch hier…..nicht alle „Lösungen“ führen zum Ziel 😳 !!!
 
... mir ist letzte Woche auf einem Pass in den Dolomiten ein kleiner Fauxpas passiert:

Das vollbepackte Moped (beide Vario-Koffer voll, Topcase voll und auf dem Sozia-Sitz eine 80 l Gepäckrolle verzurrt) stand auf dem Seitenständer, war ordnungsgemäß (also mit allenfalls leichtem seitlichen Gefälle nach links) abgestellt und der erste Gang war eingelegt.

Absteigen konnte ich ganz normal (das bedeutet für mich: der linke Fuß bleibt auf der Fußraste, das rechte Bein schwinge ich rüber und steige danach dann von der Fußraste runter.
Spart euch bitte Belehrungen, dass man das so nicht macht, ich kann es gesundheitlich nicht mehr anders lösen.

Beim Aufsteigen (wiederum über die linke Fußraste) ist mir das Moped unvermittelt nach links (also auf die Seite, auf der sich der Seitenständer befindet) umgekippt.
Der Seitenständer war nach wie vor komplett ausgeklappt und ist auch nicht in den Boden eingesunken (an der Stelle war der Boden asphaltiert).
Auch nach dem Aufrichten des Mopeds war der Seitenständer noch immer ausgeklappt.

Jedenfalls sind das Moped und ich - wie ein "nasser Sack" - hart auf dem Boden aufgeschlagen.

Ergebnis: Ich habe mir eine üble Zerrung im Rücken zugezogen, die selbst heute noch bis in den Steiß ausstrahlt.
Und am Moped ist - trotz Motor-Schutzbügel - ein ordentlicher Schaden: Scheibe verkratzt, Koffer verkratzt sowie eingedellt, Spiegel verkratzt, Windabweiser verkratzt.

Ganz miese Scheiße! Völlig überflüssig! Und es ist mir immer noch völlig schleierhaft, wie das genau passieren konnte. Das Moped stand (auch vollbepackt) schon deutlich schräger und hat bisher nie anstalten gemacht, zu kippen.

Jedenfalls werde ich bei nächster Gelegenheit zu BMW fahren und das ansprechen sowie klären lassen.

Nach der Erfahrung werde ich mir nun definitiv auch einen längeren Seitenständer zulegen.
By the way: @fjbazi : Danke für die Aufstellung und die Artikel-Nummer in Beitrag #51.
 
Auch wenn ich es körperlich noch anders hinbekommen würde, steige ich schon immer und ewig über die linke Fußraste auf und ab. Einzig bei einer alten Aprilia vor ca. 55 Jahren fing der Seitenständer an zu schwächeln.
Sonst alles im Lot; ob mit oder ohne Gepäck.

Meine 1300er hat den hier im Beitrag verlinkten längeren Seitenständer. Wie immer achte ich darauf, dass beim Anhalten und Seitenständer raus das Motorrad gegen die Getriebe-Blockade (1. Gang) geschoben wird. Es ist immer etwas Luft. Je nach Gefälle entweder nach vorne oder hinten. Wird dies nicht gemacht kann es zu dem in #60 beschriebenen Umkipper kommen. Trotz - weiterhin - ausgeklappten Seitenständer.
Die 1300er scheint mir in diesem Punkt sensibler als andere Modelle zu sein.
 
Warum steigt man über den ausgeklappten Seitenständer aufs Motorrad oder ab?
 
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