Leck's a.A. - Was 'ne geile Tagestour (Elsass-Vogesen-Schwarzwald) mal wieder...

GS-Dirgi

Adventure-Tourer
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Die Geschichte beginnt mit....

- Frau "kaputt" (Nackenschmerrzen) :(
- Kumpels...Mimimi...daheim bleiben...mimimi...Frau bespaßen und überhaupt----mimimi.....

Also wisst Ihr was - Das Wetter sollte geil werden am vergangenen Wochenende und ich mach' mal wieder seit Ewigkeiten was alleine -
Will- und kann ja keiner mit.
Hat aber auch was Gutes denn ich muss nun auf Niemanden Rücksicht nehmen und kann durchziehen, so wie ich es möchte.
Ich will mal schauen ob ich und meine Dicke es noch so richtig krachen lassen können.
....Mal wieder eine "Extrema Toura" fahren - Andere würde vielleicht sagen, auf den Spuren von "Bonsai" 🤪

Keine Ahnung - Also SA Abends noch schnell an den Rechner gesetzt und mit Kurviger in einer halben Stunde eine "nette Runde" gebastelt.
Jetzt kommt es einem zu Gute, wenn man schon lange fährt und sich ganz gut auskennt. Eine "nette Runde" ist alsbald fertig -
und die hat es in sich. >600km 😮 - Und davon locker über 400km nur Landstrasse und auch kleinere Sträßchen....let's rock. 😜

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Extra mal früh aufstehen am Sonntag - Der Wecker klingelt um 7Uhr. Ich weiß, manche habe da schon ihre Bildzeitung ausgelesen.
Ich bin aber eher Nachtmensch und während die anderen bereits an der Matratze horchen, plane ich noch meine Tour für den nächsten Tag 😊

Also dann 7Uhr - Frühstücken, notwenigen Ballast abwerfen (muss sein - Gaaanz wichtig!!) - Wollte eigentlich spätestens um 8.30h los.
Nun ja, es wird fast 9.30h. Hätte bei meinem Sena am Vortag kein Firmware update mehr machen sollen. 🤮. Ist natürlich nix mehr gekoppelt.
Und wenn man keine Anleitung hat....die viele Knöpchendrückerei...nervt nur noch. Stehe also zu lange in der Garage und Irgendwann bekomme
ich mein altes Setup dann doch wieder hin. Handy und Navi verbunden und MESH funzt auch. Dann kann es endlich losgehen mit Verspätung.

Um gleich zum "wichtigen" Teil meiner Tour vorzustoßen, überfliege ich die nähere Umgebung und rausche erst mal auf schnellstem Wege über die A6/B9
ca 100km gen Wissembourg zu, Das Tor zum Elsass.

Na geht doch....noch nicht einmal eine Stude später heisst es: Vous êtes en France 😊
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Gleich mal die erste Supermarkt Tanke ansteuern - In diesem Falle die "Match" Filiale - Soll ja aktuell günstiger sein als bei uns.
Hätte den Rezensionen glauben sollen - Mittlerweile mutiert zu der schrottigsten Tanke, die ich je in Frankreich gesehen habe und...
...der Sprit ist leer. (n)o_O
Der angezeigte "Traum" Preis bringt auch nichts, wenn nichts aus dem Hahn kommt. 😕
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Naja, es gibt noch 'ne andere Tanke im Dorf, die kennen nicht so viele, vor allem keine Tanktouristen aus Deutschland und...
...da gibt es auch noch Sprit. Brauche jetzt zwar nicht dringend, aber ein voller Tank beruhig im recht einsamen,
elsässischem Hinterland.

Ist das jetzt aktuell "günstig" - für E10 :unsure: - Egal - Rein und Voll machen....
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Und los gehts. Erst mal "Standard" über Lembach entlang der Nordvogesen weiter Richtung Saverne.
Sehr schön zu fahren - Immer wieder tolle Blicke in die Rheinebene und auf die andere Seite zu den Rändern des Schwarzwaldes -
ebenso (da die Vogesen hier eine Bogen beschreiben) auf das was noch kommt - Bereits hier tiefer in die Wälder zu fahren, hätte mich
zu viel Zeit gekostet - Außerdem ist die Gegend noch eher Teil meiner "Hausstrecke", die ich öfters mal befahre - Natürlich mit
obligatorischem Flammkuchen Vesper - Das muss ;).
Mein heutiges Ziel ist da dann doch schon eine Ecke weiter - deshalb schaue ich, das ich noch etwas vorwärts komme.
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In Saverne stößt man auf den Rhein-Marne Kanal. Dieser ist überwiegend mit Hausböt'chen schiffbar und man sieht auch jede Menge davon.
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Viele Schleusen auf dem Weg, die oft selbst bedient werden müssen dienen der Entschleunigung und tragen zum Charakter bei.

Ich folge dem Kanal etwas aufwärts und will dann auf kleinen Sträßchen hoch bis zum "Grand Soldat". Es sollte ein mir bisher unbekannter
Abschnitt werden. Die Wärme (bereits über 20°) ist man noch nicht wirklich gewohnt. An einem schattigen Plätzchen im Wald mache ich
einen kurzen break um dann weiter in den Wald zu fahren.
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1777319634901.pngDa hat mich dann wohl die Planung "verarscht". Der weitere Weg ist offiziell nicht mehr befahrbar 😕

Echt doof jetzt. Hmm, also gut, wieder zurück an den Kanal und dann halt den "alten" mir bekannten offiziellen Weg zum "Grand Soldat" fahren. Will heute noch weit kommen, also keine Zeit für Experimente....

Noch etwas weiter den Kanal hinauf, kommt Lützelbourg - Ein kleines verschlafenes Städchen,
welches ebenso pittoresk von dem Kanal durchflossen wird.
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Noch etwas weiter den Kanal hinauf nicht weit von Lützelbourg kommt eine sehr interessante Stelle und wenn man das
noch nie gesehen hat, sollte man mal die Zeit nehmen sich dieses technische Wunderwerk anzuschauen.
Leider lässt sich dort sehr schlecht anhalten, mit dem Bike geht es allerdings einigermaßen. Es handelt sich
hier um ein Schiffshebewerk, welche den unteren Teil des Kanals mit dem oberen verbindet. Das ist wie eine Art
fahrbare "Badewanne" die den Berg hoch und runter fährt um die einzelnen Bööt'chen vorwärts zu bringen.
Links im Bild ist die "Badewanne" gerade den Berg hochgefahren und läd/entläd nun. Ich fahre allerdings
weiter, da ich das schon gesehen habe und es jetzt zu lange dauern würde, bis sie sich wieder bergabwärts in Fahrt setzt.
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Weiter geht's Richtung Schäferhof - dem mir bekannten offiziellen Zugang hoch zum "Grand Soldat"
Jawoll, das Schild sieht gut aus und die Strasse ich noch offen (weiß man ja nie nach locker 5 Jahren als ich vielleicht das letzte Mal hier war)
Einzige Sperrung ist hier - Da die kleine Strasse komplett einsam mehrere Kilometer durch den Wald führt,
das sie Nachts zwischen 20-7h nicht befahren werden darf.
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Herrlich hier - Ich mache nochmal Pause an einem malerischen Ort - Natur pur.
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Hurra, ich bin nach einer schönen Fahrt auf kleinsten Sträßchen - GS Territory halt....(aber noch geteert) am "Grand Soldat" gelandet
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1777321997936.pngWas ist eigentlich der "Grand Soldat"?
es ist eigentlich nur ein kleines "Käffchen" - nennt sich hier in der Gegend einen "Weiler", das diesen recht seltsamen Namen trägt und mitten irgendwo im einsamen Vogesenwald liegt. Ansonsten ist dort "Tote Hose" - Allerdings endet hier auch die Strecke von einer Schmalspurbahn, die früher als Waldbahn diente und heute gelegentlich Touristen durch die wunderschöne Gegend fährt. In "Grand Soldat" ist der Endpunkt (links im Bild). Hier macht das Bähn'chen Pause, bevor es wieder zurückgeht.

Grand Soldat ist ein kleiner Weiler, der zur Gemeinde Abreschviller (Alberschweiler) im Département Moselle in Frankreich gehört.
Herkunft des Namens: Der Ort trug ursprünglich den deutschen Namen Soldatenthal.
  • Bedeutung: Der Name bedeutet schlicht "Tal des Soldaten" oder "Tal der Soldaten".
  • Legende: Es wird vermutet, dass der Name auf den Fund einer antiken Statue zurückgeht – entweder von Merkur oder Mars (dem römischen Kriegsgott), die dort entdeckt wurde.
  • Französisierung: Im 19. Jahrhundert wurde der Name offiziell in das französische Grand-Soldat übertragen.

So sähe das dann aus, wenn das Bähn'chen da wäre:
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So, das war's mit dem ersten Teil für heute - Morgen oder übermorgen geht es weiter.
Gute Nacht
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöne Tour! Würdest du die GPX Daten teilen? Diese Tour möchte ich nachfahren. Danke schon mal!
 
Super Tour. Die würde ich eher in 3 Tagen fahren und genießen. Ist ja vom uns nicht so weit (KL)
 
Eine feine Tour hast Du da gefahren Dirk (y) danke für Bilder & Text ... könnte ich glatt mal nachfahren :rolleyes: ... ;)
 
600 km, au Backe. Die Tour ist ja geradezu für Karlsruhe konzipiert , sind dann 100-150 km weniger. Bin gespannt auf die nächsten Berichte. 👍
 
Lasst mich das mal noch fertig machen, dann hänge ich auch die Planung an. Da kommen ja noch 400km. 🤪
Ja, ab Karlsruhe ist definitiv „gesünder“ wobei das dann eh nur Autobahn waren, die waren im Prinzip schnell gefahren…
 
Ja, ab Karlsruhe ist definitiv „gesünder“
Meinen Einstieg würde ich +/- an der Rheinbrücke Wintersberg sehen und planen :rolleyes: ... aber schau mer mal was Deine restlichen 400 Km bieten ;)
 
Rheinbrücke Wintersberg
Ach deshalb hat das Google nicht gefunden. Heisst Wintersdorf 😏 - Ja klar, da kann man ja quer über den Acker nach Wissembourg ziehen. Im späteren Verlauf komme ich ja auf der Rückfahrt auch wieder rüber, dann aber über die Brücke bei Ottenheim.
 
Hi,
sehr schön! Das ist eine schöne Inspiration für den Mai. Von Darmstadt aus auch machbar..... bin schon am planen... :cool:(y)
Mag jemand mitkommen? Ein Wochenende im Mai?
 
Bin heute auf dem Weg von Berlin nach Karlsruhe um mir den Vortrag von Erik Peters anzugucken. Danach wäre ja noch Zeit um am nächsten Tag diese schöne Tour nachzufahren. In Berlin und Umgebung gibt so etwas leider nicht.
 
Schöne Tour, schön erzählt 👍🏼
Kommt mir auch manches vertraut vor, da ich ebenfalls öfters in den Vogesen unterwegs war.
Saverne mit seinen Schleusen, da geht man gerne auf einen ☕ und 🥮 Stopp.

Könnte man ja mal Nachfahren, bis zum Einstieg Speyer hab ich es ja nicht so weit.
 
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man kann von K'he aus bis ans Ende der Vogesen vorarbeiten. Cols gibt es zur genüge. Bin häufiger in den Vogesen unterwegs. Hier die geplante Runde mit Übernachtung.
 
Schöne Tour, nette Bilder und gute Story.
Witzig, eine in großen Teilen deckungsgleiche Strecke hatte ich neulich auch unter die Räder genommen.
Bin aber wie meist ohne Planung los und hab mich unterwegs treiben lassen.
 
Bin heute auf dem Weg von Berlin nach Karlsruhe um mir den Vortrag von Erik Peters anzugucken. Danach wäre ja noch Zeit um am nächsten Tag diese schöne Tour nachzufahren. In Berlin und Umgebung gibt so etwas leider nicht.
Leider ausverkauft, sonst wäre ich spontan hinzugekommen. :(
 
Elsass und Vogesen gibts viel und im direkten Vergleich schon etwas anders als Schwarzwald, wenn auch manchmal ähnlich aber gerade hinten raus weitaus weniger Traffic und einsamer.
Bei Leuten die in der Rheinebene zwischen Karlsruhe und Basel wohnen sind da definitiv Hausstrecken dabei.
Generell kann man da- und um es etwas gemütlicher anzugehen, würde ich da wenigstens 4 Tage empfehlen- von Karlsruhe aus das Elsass und die Vogesen hoch fahren, dann rüber in den Schwarzwald um dann da wieder runter zu fahren.
Bin das persönlich SO noch nie gefahren, war aber dort in allen Bereichen schob öfters mal in meinem Leben. Wer also mag, dem kann ich gerne mal so eine Tour zusammen basteln. Wie gesagt. Unterschätzt das nicht, wer ausgiebig fahren möchte, sollte da locker vier Tage einbauen. Und im Elsass gibt’s leider noch ein kleines Manko. Da sehr dünn besiedelt und gerade weiter rein Richtung Frankreich, wird die Gegend auch zunehmend ärmer (ich baue da noch was ein, wenn ich das später in meiner Tagestour Erzählung fortsetze).
Auf was ich aber hinaus will: kurzfristig Übernachtungsmöglichkeiten im Elsass zu finden ist oft nicht so einfach. Hotel sind rar und entweder bereits belegt oder leider auch in die Jahre gekommen. Meist muss man zumindest wieder aus dem Wald und den Bergen raus um vorne in der Rheinebene (aber noch Frankreich) etwas zum übernachten zu finden, da es dort touristisch bedingt mehr Angebote gibt.
 
Leider ausverkauft, sonst wäre ich spontan hinzugekommen. :(

„Geheimtipp“

Wer in der Gegend wohnt:
Eric Peters kommt (ja, is noch etwas hin) im November in die nähe von Hockenheim.
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Kann die Veranstaltung empfehlen, war da jetzt auch schon 2x
Näheres unter Fernreise-feeling.de
 
Eigentlich sind seine Vorträge alle spitze - Himalaya, Norwegen und Afrika hoffentlich auch
 
Du meinst die Idee, uns zu treffen und zusammen zu schauen, was die Ecke vom Elsass hergibt?
Ich komm aus Heilbronn, brauch also bis Karlsruhe ca ne Stunde.
Lass uns das per PN weiter abklären.
 
Ich hab mal schnell ne kleine Tour von der Fähre Neuburg zum Grand Soldat gebastelt, da Andreas und ich uns wmgl. tatsächlich morgen spontan treffen und das angehen.
Irgendwelche Verbesserungen von Kennern der Gegend? Das Schiffshebewerk (6) könnt man evt. streichen oder anders anfahren...
Sorry Dirk, wenn wir hier Deinen Thread missbrauchen, es hilft halt, das jetzt schnell einzutüten.

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