HannesGS
Prospekt-Träumer
- Registriert
- 31. Mai 2026
- Beiträge
- 18
- Reaktionspunkte
- 66
- Motorrad
- BMW R 1250 GS
Ich lese ja stets neidisch die Berichte anderer Fahrer, die über Wochen Norwegen bzw. ganz Skandinavien bereisen und zum Nordkap fahren. Irgendwann mache ich das auch. Einstweilen bleiben zwischen Beruf und privaten Verpflichtungen aber leider nur ein paar Tage, um sich seinen Träumen zumindest ein wenig anzunähern. Ich nutze die langen Winterabende gerne zur Planung meiner Sommertour und dieses Jahr hatte sich der Gedanken einer Norwegen-Tour eingenistet. Viel Planung, viel Lesestoff, viele Gedanken und am Ende ein: Egal, ich mache das jetzt. Ein kleines Hindernis waren An- und Rückreise, ich muss leider immer in den Süden Republik. Letztendlich wurden es neun Tage, in denen ich meine Tour unterbringen musste. Von Anfang an war mir klar, dass das nicht für ganz Norwegen (oder gar das Nordkap) reichen wird. Aber ein wenig wollte ich doch sehen und es zumindest bis zum Trollstigen schaffen.
Gesagt, getan. Hier nun mein kurzer Reisebericht sowie ein paar wenige Fotos.
Tag 1 und 2: Ab in den Norden
Die Anfahrt konnte ich erfreulicherweise auf zwei Tage verteilen, ursprünglich wollte ich an einem Tag bis Flensburg kommen. Das wäre machbar gewesen, mit dem plötzlichen Hitze-Sommer in DE aber auch anstrengend. Überraschend ergab sich die Gelegenheit, durch einen Stopp bei Bekannten die Strecke ein wenig aufzuteilen. So konnte ich diverse Autobahnstrecken rausnehmen und mir mit mehr Zeit die ein oder andere Landstraße und Kurve gönnen.
Tag 3: Auf nach Norwegen
Von der deutschen Grenze aus ging es an diesem Tag durch Dänemark zur Nachmittagsfähre nach Hirtshals. Ursprünglich wollte ich die schönere Route entlang der Nordseeküste nehmen. Habe mir in den Morgenstunden aber in Nordfriesland (immer am Deich entlang) leider ein wenig zu viel Zeit gelassen, so dass ich in Dänemark dann doch die Autobahn nutzen musste. Wer hätte ahnen können, dass die quasi eine durchgehende Baustelle ist. Aber egal. Hat gelangt und ich war auf den Punkt zur Eröffnung des Check-In an der Fähre. Auch wenn mich vermutlich ein paar Autofahrer verflucht haben, die da in ihrer langen Schlange standen und nicht bemerkten, dass in diesem Moment ein weiteres Tor geöffnet wurde. Egal. Ich war drin und habe mir eine Weile die Beine vertreten, bevor es dann auf die Fähre ging. Angurten (Spanngurte und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr…) war zum Glück kein Problem. Hat geklappt, hat gehalten und die Teile gingen bei der Ankunft auch wieder auf.
Um 18:30 Uhr etwa fuhr ich dann von der Fähre zum ersten Mal auf norwegischen Boden. Endlich! Mein Hotel hatte ich in Mandal gebucht, so dass noch ein paar Kilometer zu fahren waren. Aus dem ersten Tunnel raus hätte ich bereits 100 Fotos knipsen können. Das Land ist einfach magisch.
Ursprünglich hatte ich für den nächsten Morgen den Besuch am Südkap geplant. Das Wetter war aber super und ich noch topfit. Spontan habe ich den Tag also noch ein wenig verlängert. Am Südkap bin ich ein paar Minuten nach Schließung des Kassenhäuschens eingetroffen. Der gute Mann dort machte gerade Feierabend und wünschte mir viel Spaß beim Umschauen. Was mir schon dort auffiel. Ja, es standen (natürlich) ein paar Wohnmobile auf dem Parkplatz. Aber von den Menschenmassen, die man immer wieder auf Fotos oder in Videos sieht, war nichts zu sehen. Das sollte erfreulicherweise so bleiben. Ich war fast immer alleine.
Tag 4: Von Mandal nach Stavanger
Heute begann der eigentliche Norwegen-Trip. Von Mandal aus ging es über die Lysevegen nach Lysebotn, von dort mit der Fähre durch den Lysefjord in Richtung Stavanger. Am Morgen gab es erst einen kurzen Schreck, weil mein Navi hartnäckig behauptete, dass keine Straße dorthin verfügbar sei. Ich bin dann auf gut Glück los. Es stellte sich heraus, dass eine ehemalige Straßenbaustelle der Routenplanung hier einen Streich spielte. Die Straße war zwar noch nicht ganz fertig, die Absperrungen lagen aber im Graben. Also munter durch, eine super Fahrt genossen und die Lysevegen erfolgreich erreicht. Die Fahrt ab da durch die Mondlandschaft sowie die Kurven beim Abstieg zum Fjord muss man mal gemacht haben. Ein Hochgenuss! Mit der Fähre ging es dann gute drei Stunden durch den Fjord. Am Ziel führte mich ein kurzer Abstecher noch an den „Schwertern im Berg“ vorbei, bevor der Abend im Hotel endete. Mein Versuch, die Parkgebühr zu bezahlen, wurde mit den Worten „wir können in der App nur Autos eingeben, du kostest nichts“ quittiert. In Norwegen was gespart. Kommt auch nicht so oft vor.
Tag 5: Von Stavanger nach Eidfjord
Nach einem genialen Sommertag gestern begrüßte mich Norwegen heute mit Regen. Egal, dafür gibt es die richtigen Klamotten. Von Stavanger ging es heute durch das Hjelmeland nach Eidfjord. Für jemanden, der Norwegen bisher nur von Bildern oder Videos kannte, war das unfassbar. Hinter jeder Kurve neue Fotomotive. Ich musste mich irgendwann beherrschen. Die Regenhandschuhe haben dabei geholfen. Hat einfach genervt, die immer an- und auszuziehen. Wasser war an dem Tag ein beherrschendes Thema, die Tour führte unter anderem am Flesefossen und Lateflossen vorbei, bevor sie am Voringsfossen endete.
Tag 6: Von Eidfjord nach Lom
Statt nass gab es heute kalt (und später nass und kalt). Von Eidfjord aus ging es heute über die Hardangerbrücke am Tvindefossen vorbei entlang dem Aurlandsfjord hoch auf den Aurlandsfjellet und von hier weiter in Richtung Tindevegen und Sognefjellsvegen. Was für traumhafte Strecken! Meterhohe Schneewände waren zwar nicht mehr zu sehen, entlang den Passstraßen lag aber noch so einiges von dem weißen Zeug. Hatte auf die Straßenverhältnisse aber keinerlei Auswirkung. Richtung Lom kam dann tatsächlich die Sonne raus und der Tage endete, als hätte man den ganzen Tag am Pool gelegen und wäre nicht bei knapp über 0 Grad mit Heizgriffen unterwegs gewesen.
Tag 7: Endlich am Trollstigen
Heute standen mein eigentliches Reiseziel und Tourhighlight auf dem Plan. Von Lom aus ging es in Richtung Geiranger und Trollstigen. Auf dem Weg dorthin habe ich noch die Gelegenheit genutzt und ein paar Schotterwege eingebaut (für das Abenteuergefühl) und ein paar (sehr) tiefe Pfützen als Gewässerquerung definiert. Eingesaut habe ich mich auf jeden Fall. Oben geblieben bin ich auch. Kurz vor dem Geiranger wurde es richtig hässlich. Bei 0 Grad, heftigstem Seitenwind und Schneeregen ging es auf den Dalsnibba. Alles gut gegangen. Mit einer spektakulären Aussicht wurde man zwar nicht belohnt (alles inkl. mir in den Wolken), die Fahrt hoch und runter hat aber richtig Spaß gemacht. Und wie überall auf meiner bisherigen Tour: Einfach nichts los.
Danach ging es weiter an den Geirangerfjord. Bei der Abfahrt in den Ort hatte ich tatsächlich das erste mal echten Verkehr auf der Straße. Hat mich sicher fünf Minuten gekostet! Der Ort selbst ist (leider) wirklich nur zur Durchfahrt geeignet. Zwei Kreuzfahrtschiffe lagen vor Anker und der örtliche Souvenirshop wurde gerade gestürmt. Ich bin nur vorbei und direkt die Adlerstraße hoch und habe erst an der Aussichtsplattform in der Ornesvingen gestoppt. Hier waren dann tatsächlich auch mal viele Menschen. Egal. Fotos geknippst und weiter. Auf dem Weg zum Trollstigen gab es dann noch den Pflichtstopp am Gudbrandsjuvet - weniger wegen dem Wasser als wegen der Zimtschnecken. Bis dato hatte ich natürlich schon die ein oder andere Kanelbolle probiert, diese hier sollten aber mit zu den besten gehören. Ob es stimmt, keine Ahnung. Sehr lecker waren sie auf jeden Fall.
Frisch gestärkt ging es dann auf die letzten Meter, bis endlich: Der Trollstigen! Hier hatten sich zwar diverse Wohnmobile und Reisebusse auf den Parkplatz verirrt, die Aussichtsplattform war aber bequem begehbar. Und viel wichtiger, die Straße war frei. Runter, wieder hoch, nochmal runter. Und jedes Mal ohne hinter einem überforderten Camper oder einem entspannten Busfahrer festzuhängen. Das hätte ich den ganzen Abend noch machen können. Ziel erreicht!
Weiter ging es dann noch bis Otta. Dem letzten Stopp vor der Fähre.
Tag 8: Von Otta nach Oslo
Da ich um 12 Uhr an der Fähre sein wollte / musste, ging es heute sehr früh los. Bevor ich den Rest des Weges entlang der norwegischen „Autobahn“ verbrachte, konnte ich sowohl die Anfahrt dorthin als auch den Peer Gynt Vegen noch so richtig genießen. Ab dem Hotel alleine unterwegs, kein anderer Mensch, kein anderes Auto. Ledliglich ein paar Schafe tauchten immer wieder als Gegenverkehr auf. Die Zeit in der Natur verflog leider viel zu schnell. Für die restlichen Kilometer hieß es dann: Strecke machen. Pünktlich um 12 Uhr ging es auf die Fähre. Motorrad abstellen, festzurren und die nächsten 20 Stunden einfach gar nichts tun. Während die anderen Passagiere sich auf das Sonnendeck, in die Einkaufspassage oder die Restaurants verirrten, verzog ich mich in das Bord-Spa. Die nächsten Stunden verbrachte ich in der Sauna mit Blick auf den Oslofjord. Ich traue es mich kaum zu schreiben: Auch hier war ich komplett alleine. Wenn es doch nur immer so wäre. Der Rest der Fährpassage war unspektakulär. Ich pendelte zwischen Sonnendeck und Cafe hin und her. Irgendwann ging es ins Bett.
Tag 9: Von Kiel nach Hause
Kiel begrüßte mich mit heftigem Regen. Egal. Regenzeug an und los ging es. Knappe 800 Kilometer warteten heute nochmal auf mich, leider alles Autobahn. Bis Kassel hat es geregnet, ab Kassel dann 30 Grad. Am frühen Abend war ich wieder daheim. 3.785 Kilometer sind es am Ende geworden.
Das war Norwegen in aller Kürze. Da war ich sicher nicht zum letzten Mal! Und irgendwann hoffentlich mit viel mehr Zeit.
Hier noch eine sehr, sehr kleine Bilderauswahl.
Danke fürs Mitfahren!
LG Hannes
Gesagt, getan. Hier nun mein kurzer Reisebericht sowie ein paar wenige Fotos.
Tag 1 und 2: Ab in den Norden
Die Anfahrt konnte ich erfreulicherweise auf zwei Tage verteilen, ursprünglich wollte ich an einem Tag bis Flensburg kommen. Das wäre machbar gewesen, mit dem plötzlichen Hitze-Sommer in DE aber auch anstrengend. Überraschend ergab sich die Gelegenheit, durch einen Stopp bei Bekannten die Strecke ein wenig aufzuteilen. So konnte ich diverse Autobahnstrecken rausnehmen und mir mit mehr Zeit die ein oder andere Landstraße und Kurve gönnen.
Tag 3: Auf nach Norwegen
Von der deutschen Grenze aus ging es an diesem Tag durch Dänemark zur Nachmittagsfähre nach Hirtshals. Ursprünglich wollte ich die schönere Route entlang der Nordseeküste nehmen. Habe mir in den Morgenstunden aber in Nordfriesland (immer am Deich entlang) leider ein wenig zu viel Zeit gelassen, so dass ich in Dänemark dann doch die Autobahn nutzen musste. Wer hätte ahnen können, dass die quasi eine durchgehende Baustelle ist. Aber egal. Hat gelangt und ich war auf den Punkt zur Eröffnung des Check-In an der Fähre. Auch wenn mich vermutlich ein paar Autofahrer verflucht haben, die da in ihrer langen Schlange standen und nicht bemerkten, dass in diesem Moment ein weiteres Tor geöffnet wurde. Egal. Ich war drin und habe mir eine Weile die Beine vertreten, bevor es dann auf die Fähre ging. Angurten (Spanngurte und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr…) war zum Glück kein Problem. Hat geklappt, hat gehalten und die Teile gingen bei der Ankunft auch wieder auf.
Um 18:30 Uhr etwa fuhr ich dann von der Fähre zum ersten Mal auf norwegischen Boden. Endlich! Mein Hotel hatte ich in Mandal gebucht, so dass noch ein paar Kilometer zu fahren waren. Aus dem ersten Tunnel raus hätte ich bereits 100 Fotos knipsen können. Das Land ist einfach magisch.
Ursprünglich hatte ich für den nächsten Morgen den Besuch am Südkap geplant. Das Wetter war aber super und ich noch topfit. Spontan habe ich den Tag also noch ein wenig verlängert. Am Südkap bin ich ein paar Minuten nach Schließung des Kassenhäuschens eingetroffen. Der gute Mann dort machte gerade Feierabend und wünschte mir viel Spaß beim Umschauen. Was mir schon dort auffiel. Ja, es standen (natürlich) ein paar Wohnmobile auf dem Parkplatz. Aber von den Menschenmassen, die man immer wieder auf Fotos oder in Videos sieht, war nichts zu sehen. Das sollte erfreulicherweise so bleiben. Ich war fast immer alleine.
Tag 4: Von Mandal nach Stavanger
Heute begann der eigentliche Norwegen-Trip. Von Mandal aus ging es über die Lysevegen nach Lysebotn, von dort mit der Fähre durch den Lysefjord in Richtung Stavanger. Am Morgen gab es erst einen kurzen Schreck, weil mein Navi hartnäckig behauptete, dass keine Straße dorthin verfügbar sei. Ich bin dann auf gut Glück los. Es stellte sich heraus, dass eine ehemalige Straßenbaustelle der Routenplanung hier einen Streich spielte. Die Straße war zwar noch nicht ganz fertig, die Absperrungen lagen aber im Graben. Also munter durch, eine super Fahrt genossen und die Lysevegen erfolgreich erreicht. Die Fahrt ab da durch die Mondlandschaft sowie die Kurven beim Abstieg zum Fjord muss man mal gemacht haben. Ein Hochgenuss! Mit der Fähre ging es dann gute drei Stunden durch den Fjord. Am Ziel führte mich ein kurzer Abstecher noch an den „Schwertern im Berg“ vorbei, bevor der Abend im Hotel endete. Mein Versuch, die Parkgebühr zu bezahlen, wurde mit den Worten „wir können in der App nur Autos eingeben, du kostest nichts“ quittiert. In Norwegen was gespart. Kommt auch nicht so oft vor.
Tag 5: Von Stavanger nach Eidfjord
Nach einem genialen Sommertag gestern begrüßte mich Norwegen heute mit Regen. Egal, dafür gibt es die richtigen Klamotten. Von Stavanger ging es heute durch das Hjelmeland nach Eidfjord. Für jemanden, der Norwegen bisher nur von Bildern oder Videos kannte, war das unfassbar. Hinter jeder Kurve neue Fotomotive. Ich musste mich irgendwann beherrschen. Die Regenhandschuhe haben dabei geholfen. Hat einfach genervt, die immer an- und auszuziehen. Wasser war an dem Tag ein beherrschendes Thema, die Tour führte unter anderem am Flesefossen und Lateflossen vorbei, bevor sie am Voringsfossen endete.
Tag 6: Von Eidfjord nach Lom
Statt nass gab es heute kalt (und später nass und kalt). Von Eidfjord aus ging es heute über die Hardangerbrücke am Tvindefossen vorbei entlang dem Aurlandsfjord hoch auf den Aurlandsfjellet und von hier weiter in Richtung Tindevegen und Sognefjellsvegen. Was für traumhafte Strecken! Meterhohe Schneewände waren zwar nicht mehr zu sehen, entlang den Passstraßen lag aber noch so einiges von dem weißen Zeug. Hatte auf die Straßenverhältnisse aber keinerlei Auswirkung. Richtung Lom kam dann tatsächlich die Sonne raus und der Tage endete, als hätte man den ganzen Tag am Pool gelegen und wäre nicht bei knapp über 0 Grad mit Heizgriffen unterwegs gewesen.
Tag 7: Endlich am Trollstigen
Heute standen mein eigentliches Reiseziel und Tourhighlight auf dem Plan. Von Lom aus ging es in Richtung Geiranger und Trollstigen. Auf dem Weg dorthin habe ich noch die Gelegenheit genutzt und ein paar Schotterwege eingebaut (für das Abenteuergefühl) und ein paar (sehr) tiefe Pfützen als Gewässerquerung definiert. Eingesaut habe ich mich auf jeden Fall. Oben geblieben bin ich auch. Kurz vor dem Geiranger wurde es richtig hässlich. Bei 0 Grad, heftigstem Seitenwind und Schneeregen ging es auf den Dalsnibba. Alles gut gegangen. Mit einer spektakulären Aussicht wurde man zwar nicht belohnt (alles inkl. mir in den Wolken), die Fahrt hoch und runter hat aber richtig Spaß gemacht. Und wie überall auf meiner bisherigen Tour: Einfach nichts los.
Danach ging es weiter an den Geirangerfjord. Bei der Abfahrt in den Ort hatte ich tatsächlich das erste mal echten Verkehr auf der Straße. Hat mich sicher fünf Minuten gekostet! Der Ort selbst ist (leider) wirklich nur zur Durchfahrt geeignet. Zwei Kreuzfahrtschiffe lagen vor Anker und der örtliche Souvenirshop wurde gerade gestürmt. Ich bin nur vorbei und direkt die Adlerstraße hoch und habe erst an der Aussichtsplattform in der Ornesvingen gestoppt. Hier waren dann tatsächlich auch mal viele Menschen. Egal. Fotos geknippst und weiter. Auf dem Weg zum Trollstigen gab es dann noch den Pflichtstopp am Gudbrandsjuvet - weniger wegen dem Wasser als wegen der Zimtschnecken. Bis dato hatte ich natürlich schon die ein oder andere Kanelbolle probiert, diese hier sollten aber mit zu den besten gehören. Ob es stimmt, keine Ahnung. Sehr lecker waren sie auf jeden Fall.
Frisch gestärkt ging es dann auf die letzten Meter, bis endlich: Der Trollstigen! Hier hatten sich zwar diverse Wohnmobile und Reisebusse auf den Parkplatz verirrt, die Aussichtsplattform war aber bequem begehbar. Und viel wichtiger, die Straße war frei. Runter, wieder hoch, nochmal runter. Und jedes Mal ohne hinter einem überforderten Camper oder einem entspannten Busfahrer festzuhängen. Das hätte ich den ganzen Abend noch machen können. Ziel erreicht!
Weiter ging es dann noch bis Otta. Dem letzten Stopp vor der Fähre.
Tag 8: Von Otta nach Oslo
Da ich um 12 Uhr an der Fähre sein wollte / musste, ging es heute sehr früh los. Bevor ich den Rest des Weges entlang der norwegischen „Autobahn“ verbrachte, konnte ich sowohl die Anfahrt dorthin als auch den Peer Gynt Vegen noch so richtig genießen. Ab dem Hotel alleine unterwegs, kein anderer Mensch, kein anderes Auto. Ledliglich ein paar Schafe tauchten immer wieder als Gegenverkehr auf. Die Zeit in der Natur verflog leider viel zu schnell. Für die restlichen Kilometer hieß es dann: Strecke machen. Pünktlich um 12 Uhr ging es auf die Fähre. Motorrad abstellen, festzurren und die nächsten 20 Stunden einfach gar nichts tun. Während die anderen Passagiere sich auf das Sonnendeck, in die Einkaufspassage oder die Restaurants verirrten, verzog ich mich in das Bord-Spa. Die nächsten Stunden verbrachte ich in der Sauna mit Blick auf den Oslofjord. Ich traue es mich kaum zu schreiben: Auch hier war ich komplett alleine. Wenn es doch nur immer so wäre. Der Rest der Fährpassage war unspektakulär. Ich pendelte zwischen Sonnendeck und Cafe hin und her. Irgendwann ging es ins Bett.
Tag 9: Von Kiel nach Hause
Kiel begrüßte mich mit heftigem Regen. Egal. Regenzeug an und los ging es. Knappe 800 Kilometer warteten heute nochmal auf mich, leider alles Autobahn. Bis Kassel hat es geregnet, ab Kassel dann 30 Grad. Am frühen Abend war ich wieder daheim. 3.785 Kilometer sind es am Ende geworden.
Das war Norwegen in aller Kürze. Da war ich sicher nicht zum letzten Mal! Und irgendwann hoffentlich mit viel mehr Zeit.
Hier noch eine sehr, sehr kleine Bilderauswahl.
Danke fürs Mitfahren!
LG Hannes
Anhänge
-
IMG_9350.jpeg215,2 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_9364.jpeg190,3 KB · Aufrufe: 32 -
IMG_9385.jpeg133 KB · Aufrufe: 35 -
IMG_9390.jpeg217,5 KB · Aufrufe: 35 -
IMG_9465.jpeg208,3 KB · Aufrufe: 37 -
IMG_9507.jpeg163,9 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_9563.jpeg107,4 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_9575.jpeg115,6 KB · Aufrufe: 32 -
IMG_9588.jpeg282,2 KB · Aufrufe: 33 -
IMG_9661.jpeg306,8 KB · Aufrufe: 33 -
IMG_9706.jpeg261,9 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_9720.jpeg239,1 KB · Aufrufe: 32 -
IMG_9756.jpeg193,1 KB · Aufrufe: 31 -
IMG_9890.jpeg164,2 KB · Aufrufe: 31 -
IMG_9984.jpeg184 KB · Aufrufe: 32 -
IMG_0044.jpeg287,5 KB · Aufrufe: 33 -
IMG_0074.jpeg237,7 KB · Aufrufe: 33 -
IMG_0114.jpeg199,8 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_0136.jpeg276,1 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_0147.jpeg222,7 KB · Aufrufe: 35 -
IMG_0221.jpeg138 KB · Aufrufe: 34 -
IMG_0249.jpeg161,3 KB · Aufrufe: 34
Zuletzt bearbeitet: