Dunlop Trailmax Raid - 50/50 Off Road

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Boxer-Schrauber
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Motorrad
R1200GS LC Adv. (0A02 aus 03/17)
Aus dem alten Forum übernommen...

Zwischen Dunlop Trailmax Meridian (90/10) und dem Dunlop Trailmax Mission (70/30) hat Dunlop noch Platz im Angebot für einen 50/50 (Straße/Gelände) Reifen gefunden.
Den Dunlop Trailmax Raid:
Dunlop_Trailmax_Raid_2.jpg


Siehe auch
 
Mein Erfahrungsbericht nach 5.537 km in 2024 mit dem Dunlop Trailmax Raid.

R1200 GS LC Adv.
Vorn: 120/70R19 60T
Hinten: 170/60R17 72T

Wg. meiner persönlichen "Grundlast" immer mit Federbeineinstellung "Helm & Gepäck". Meist im Dyn.-Modus und härtester Dämpfung.

Meine Fahrweise: Norddeutsch, immer auf der Suche, es besser zu machen ;)

Auf die Fußraten komme ich sehr selten und nur bei allerbester Laune, aber nie absichtlich. Nur mit einem "Uih! Soweit ging's heute also..."

Die Maße mit einem analogen Messschieber gemessen:

0 km
vorne: 8,2mm
hinten: 9,5mm

Die ersten km im Weser-Bergland inkl. Anfahrt über Bundesstraßen und kleine Autobahnetappen mit leichtem Gepäck Also nur reiner Straßenbetrieb.
nach 1.350 km
V = 8,0mm
H = 8,0mm

Dann knapp 4.200 km durch Norwegen, voll beladen (Zelt usw. inkl. roter Tonne (Insider)). Anreise über Landstraßen an der Deutschen und Dänischen Nordseeküste lang. Zurück ab Hirtshals 700km Autobahn mit 130km/h bis 160km/h

nach 5.550 km (gesamt)
V = 6,5-7,5 (Vorder-, Hinterkante)
H = 4,5-4,2 (Vorder-, Hinterkante)

Meine Erfahrungen:

Der Reifen heult. Verdammt, heult der. Aber bei dem Profil kein Wunder. Wahrscheinlich ist die LC auch ein sehr guter Verstärker, der "Sound" sammelt sich sehr schön hinter der Scheibe. Aber ich wollte es so, also Ohren auf bei der Reifenwahl. Da ich aber wg. Tinnitus und Hörschäden zu 95% sowieso mit Stöpseln fahre, ist es auch egal.

Sonst fahre ich nur den ContiTrailAttack 3. Im Vergleich zum CTA3 hat sich sofort ein Vertrauen zum Dunlop aufgebaut. Egal ob bei trockener oder nasser Straße. Lediglich die "Zielgenauigkeit" war beim Dunlop etwas schlechter, was aber dem Spaß keinen Abbruch getan hat.

Egal ob schnelle Kurven oder kleinste winkelige Serpentinen (in Norwegen, nicht in Norddeutschland), voll beladen oder ohne, auf der Straße musste ich meinen Fahrstil nicht umstellen, nur etwas genauer "zielen".

Auf der Autobahn hat er ab ca. 150km/h bei voller Beladung eine leichte Unruhe gezeigt. über 170km/h bin ich nicht gegangen. Unter 140km/h hat er sauber seine Naht gezogen, so das ich mit Tempomat sogar freihändig fahren konnte.

In Norwegen wollte ich ab der Schwedischen Grenze den 1. Teil vom TET, ,also bis zum Blåhø, fahren. Allerdings habe ich dann nach den ersten ca. 40 km Teile vom TET ausgelassen. Als ungeübter Geländefahrer mit einer voll beladenen Adv. war mir das, da ich allein unterwegs war, dann teilweise doch zu unsicher. Einige Male bin ich, trotz eines Luftdruckes von 2,0/2,5 bar ganz schön ins Rutschen bzw. "Schleudern" gekommen. Ich musste mir eingestehen, dass das Problem oben auf dem Motorrad saß. Der Dunlop hat mir aber eine Sicherheit gegeben, so das die Entscheidung, Teile auszulassen, letztendlich nur wegen des Dauerregens an den ersten Tagen fiel. Ich bin dann immer wieder an Teile des TETs ran gefahren und sobald es Schotterpisten waren, bin ich die auch gefahren. Und da vermittelte mir der Dunlop eine Sicherheit, dass ich richtig Spaß hatte. Beim CTA3 musste ich mich vor zwei Jahre auf den Schotterpisten mehr konzentrieren. Mit dem Dunlop überhaupt nicht. Egal ob frischer Schotter, Spuren oder total glatt gefahren, Gas und durch.

Mein Fazit: Der kann mehr als ich nutzen kann. Bei meiner Fahrweise und Nutzung wäre er wohl für ca. 7.000 km gut. Als 50/50 Reifen ist der zu Schade für mich. Beim nächsten Mal Norwegen würde ich mir eher einen 70/30er suchen.

Nach 5.500km:
Hinten.jpgvorn.jpg
 
Mein kurzes Statement zum Dunlop Trailmax Raid nach etwa 7000 km auf einer 700er Ténéré Rally.

Auf einer 3-wöchigen Balkan-Tour mit ordentlichen Schotteranteilen war dieser Reifen ein treuer Gefährte! Ich hatte ihn erstmalig in Verwendung, genauso wie mein Tour-Buddy. Wir waren beide sehr positiv angetan.

Im Bereich der 50/50er Reifen habe ich persönlich als Vergleich den altbekannten Conti TKC 80 und den Bridgestone AX41.

Dunlop Trailmax Raid und Bridgestone AX41 sind sich im Fahrverhalten auf Asphalt und abseits davon sehr ähnlich. Große Unterschiede sehe ich da nicht.

Der Conti TKC 80 ist auf Asphalt (trocken und nass) etwas im Nachteil, auf hartem Schotter auch insbesondere im Hinblick auf die Langlebigkeit. Wird es sandig oder matschig kann der Conti TKC 80 wieder etwas aufholen.

Grundsätzlich macht der Dunlop Trailmax Raid nur Sinn, wenn man auch tatsächlich einen größeren Teil seiner Touren abseits des Asphalts absolviert und Freude daran hat, wenn ein Reifen dort hinsichtlich Traktion und Seitenführung performt. Wer hauptsächlich den Asphalt nicht verlässt, wird bei Reifen anderer Kategorie eher glücklich werden.

Ganz am Rande: Der Trailmax Raid ist derzeit die Standardbereifung bei den Leihmotorrädern und den Motorrädern der Instruktoren im Enduro Center Mammutpark in Niedersachsen. Performt im dortigen Gelände ganz ordentlich und Dunlop gehört halt zu deren Partnerfirmen.
 
Servus miteinander!

Ich habe mir mit dem Trailmax Raid das erste mal einen " Geländereifen" auf meine 1200er Mü08 montiert.
Ansonsten fuhr ich immer Michelin Pilot Road seit der Nr 1.
Anfangs ging das Fahrgefühl in Richtung unfahrbar....,nach ca 1300 Km zur und durch die Schweiz war es halbwegs okay, es stellte sich doch etwas vertrauen ein.
Ab Grenoble ging es dann auf den ACT France. Bei den Offroadetappen war der Reifen klasse und meist nicht die Ursache fürs Scheitern an einer kniffligen Passage!
Wieder auf rauem, französischen Asphalt, lässt sich der Reifen gut bis zur Kante fahren, das Fahrgefühl bleibt aber immer etwas schwammig😉.
Auch den ACT Pyrenäen hat der Reifen gut weg gesteckt und war Offroad nie das Limit.
Auch Schlammpassagen waren damit gut zu machen.
Am Atlantik angekommen, bestanden dann doch Zweifel, ob die Laufleistung ausreichend ist, da noch gut 1800 Km Heimreise anstanden und der Reifen nach 4000Km hinten am Begrunzungsindex angekommen war..
Der Reifen hat die Autobahnetappe dann aber schadlos überstanden, der Autobahnasphalt war gnädiger als die rauen Landstraßen.

Der Reifen hinten ist bei mir also nach 5.800Km am Ende angekommen.
Davon ca. 1200Km ACT Offroad.

Luftdruck hatte ich vorne 2,2,
hinten 2, 5 Bar mit Gepäck als Kompromiss für die Offroadpassagen.

Für den nächsten ACT würde ich diesen Reifen wieder wählen, wenn vielleicht auch auf nem anderen, leichterem Moped!😉

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Zuletzt bearbeitet:
Ich hab ihn auf der 690zger.
Kann auf der Straße keine Unannehmlichkeiten feststellen....
 
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