Hi
Naja, es müssen sich ja nicht nur 600 Nichtwissenende Abgeordnete, sondern alle EU-Länder streiten. Dazu noch die nach Brüssel Abgeschobenen.
Der Hype ist verständlich.
Bei uns sehe ich etliche Drohnenbesitzer die fröhlich machen was sie wollen ohne sich um jegliche Vorschriften zu kümmern. Da könnte man noch denken "hab' ich nicht gewusst" (naja).
Aber wie man (auch bei uns) Drohnen und Drachen im Final der Einflugschneise fliegen lassen kann, wenn 260 m direkt darüber Verkehrsflugzeuge anfliegen? Dazu braucht's schon extra wenig Hirn.
Natürlich ist es unwahrscheinlich gesehen zu werden, wenn einer im Dorf neben der Landebahn seine Drohne ohne Hintergedanken ausprobiert. Wenn sie aber doch registriert wird, ist eben die Hölle los.
Wir wollten 1,4 km vom Platz entfernt mit einer Drohne aus einem Gewächshaus in ein anders fliegen (Werbeaufnahme). Flughöhe max. 6 m, Entfernung 40 m. Also mal vorsichtshalber angerufen und an einen netten Typ gekommen. Effektiv "no way". " Ich versteh' Sie. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass es von uns bemerkt wird, doch wenn ein Nachbar anruft müssen wir dem Ganzen nachgehen. Sie können beim LBA eine Ausnahmegenehmigung beantragen . . .. Tut mir leid".
OK, die Drohne "flog" an der Spitze einer langen Dachlatte.
Fakt ist:
Spätestens seit dem Ukrainekrieg ist klar, dass sich ziemlich billige, kleine Drohnen als Waffe eignen. 30 gr C4 dran, ein ausgeschlachtetes Uralt Mobilfon als Funkzünder. Grob ion den Abflugweg eines Jets gesteuert. Den Rest macht der Jet wenn etr das Ding ansaugt. Da möchte niemand drinsitzen.
"Ja , aber ich mach' sowas doch nicht!" >> Dann flieg' nicht dort wo Du nicht fliegen darfst!
Folglich überlegt man sich Abwehrmassnahmen (Gruss an die Lobbyisten!). Ein Start-up bei München hat ein Gerät entwickelt das eine Wärmesignatur auf 1,5 km erkennt, mit der Funksignatur von"dort" koppelt und die Drohne mit einem Laser runterholt. Kommentar: Wir zielen auf einen Motor, der ist ohnehin heiss und wir überhitzen ihn soweit, dass er ausfällt. Das Ding ist derzeit zum Test im weltgrössten Testlabor (Ukraine) und schafft bis zu 60 Abschüsse pro Minute.
Dumm nur (das haben sie gleich dazugesagt), wenn die Drohne auf autonomen Flug programmiert ist und Korrekturen über Mobilfunk bekommt. Da geht's dann nur über die Wärmesignatur (Vögel werden übrigens erkannt).
Jetzt könnte man natürlich Jammer einsetzen. Doch da werden Persönlichkeitsrechte beschnitten. Der US-Farmer, der aus MUC den Getreidekurs in Kansas abfragt, könnte wirtschaftlich beeinträchtigt werden. Wenn er tot auf die Startbahn knallt ist egal?
Ist man sich über die Technik einig, so wird gestritten wer das bezahlt. Vollkommen klar, die Bundespolizei. Die ist für die Sicherheit zuständig. Doch dann dürfte die Bundeswehr im Verteidigungsfall den Kram ja gar nicht nutzen! Ein Kostenstellenproblem. Bis man sich da einig ist, ist diese Technik veraltet.
Überdies sind 60 Abschüsse /min gar nicht nötig, also wird eine abgespeckte Version entwickelt. Mit 10/min kostet das Gerät dann nur 5998 EUR/kg anstelle von 6000 EUR. Wer den Cent nicht ehrt . . .
Das Start-Up ist dann zwischenzeitlich, wegen drohender Insolvenz, an einen Investor aus Bongo-Bongo-Land verkauft, der in der Folgewoche von einem russischen Konzern geschluckt wird.
Das ist leider nicht alles Sarkassmus
gerd
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