Downgrade? Von der 1250 GS zur 900 GS

Sankt Bernhard

Boxer-Schrauber
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Motorrad
BMW R 1250 GS Rallye
Moin zusammen,

in letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder dabei über einen Wechsel von meiner 1250 GS zur 900 GS nachzudenken. Warum? Eigentlich ganz einfach, mir gefällt die 900 GS optisch sehr und was neues oder anderes hat ja auch immer mal so seinen Reiz.

Bei der 1250er weiß ich, was ich habe und das Loblied kann ich mir hier natürlich schenken. Eine 900 GS bin ich noch nie gefahren, habe es aber definitiv für die nächste Zeit vor. Die kleinere GS käme ausschließlich als Trophy mit dem volleinstellbaren Fahrwerk und möglichst wenig elektronischen Gimmicks in Frage. Das aber nur am Rande.

Die Frage, was ich mir von der 900er erwarte drängt sich natürlich auf. Nun, genau das, was ich mit der 1250er auch mache. Also Feierabendrunde, Tagestour, mal ein paar Tage mit reduziertem Gepäck raus aus dem Hamsterrad und vielleicht so alle ein, zwei Jahre mal ne längere Tour (~ eine Woche). Dabei stets solo mit leichtem Softgepäck. Keine Offroadambitionen, denn die definiere ich komplett anders und da ist ein Motorrad > 120 Kilo für mich das falsche „Werkzeug“.

Nun interessiert mich eure Meinung dazu und insbesondere die Sichtweisen und Erfahrungen derer, die diesen Schritt gegangen sind wie auch ähnliche Gedanken hatten und den Wechsel dann doch nicht vollzogen haben.
 
Ich habe nur ein paar Kilometer mit der 900er als Er“Fahr“ung, hatte sie einmal als Ersatzmopped während einer Wartung, 8km hin- 8 km zurück.
Schickes Mopped, fährt sich auch gut, aber…

Genau das, was ich an meiner 1250er so liebe, dieser gnadenlose Punch, völlig egal aus welcher Drehzahl, das gabs nach meinem Gefühl bei der 900er nur weiter oben raus.

Das muss man mögen. Gefühlt kam da bei meinen normalen Drehzahlen herzlich wenig (Achtung, das ist definitiv NICHT objektiv).
 
ich war vor 2 Wochen für 4 Tagen in den Alpen mit meiner F900er. Dazu das Mosko 40 und Stunger22. Das war mehr als genug - echt reichlich. Mit den meisten 1200er und 1300er habe ich trotz 70/30 Bereifung mindestens mitgehalten und wenn es eng wurde klar davon gefahren. Ja, die große hat den Punch und ist sicherlich zu zweit und km machen besser. Aber der Fahrspaß mit der F900 ist um Welten agiler. Auf Pässen, dominiert die F900 klar in der Agilität über die dicke. Ich möchte nicht tauschen. Die F900 ist an Leichtigkeit und Freude kaum zu übertreffen.
Und viele bringen immer das Drehmoment des Boxers an. Ich muss sagen, im Muss mit dem Boxer mehr schalten, als mit der F.

Ja und das ist ebenso NICHT objektiv.
 
Nur selber probieren bringt einen da weiter. :) Agilität..meine 1250 GSA ist mörderagil, eigentlich schon zu viel, teilweise nervös.;)

Bei mir muss sie aber auch für die 2-Personen-Urlaube herhalten und viel Gewicht schleppen auf meinen Berufsfahrten, von daher ist sie diesbezüglich alternativlos.

Würde ich eine F900GS haben wollen?

Ohne jegliche Soziatouren und bei mehr Schotterbetrieb (TET) käme sowas in Frage. Aber dafür habe ich jetzt schon meinen kleinen Kürbis, der ist nochmals 60 kg leichter , je schwerer das Gelände, desto besser, dafür motorisch kaum die Hälfte der 900 GS.

Der Telelever (kein Eintauchen beim bremsen, aber viel besseres Ansprechen der Federung vorne) und die Mörderbremse würde mir auf der 900er fehlen, das kann die GS wie keine andere!
 
ich war vor 2 Wochen für 4 Tagen in den Alpen mit meiner F900er. Dazu das Mosko 40 und Stunger22. Das war mehr als genug - echt reichlich. Mit den meisten 1200er und 1300er habe ich trotz 70/30 Bereifung mindestens mitgehalten und wenn es eng wurde klar davon gefahren. Ja, die große hat den Punch und ist sicherlich zu zweit und km machen besser. Aber der Fahrspaß mit der F900 ist um Welten agiler. Auf Pässen, dominiert die F900 klar in der Agilität über die dicke. Ich möchte nicht tauschen. Die F900 ist an Leichtigkeit und Freude kaum zu übertreffen.
Und viele bringen immer das Drehmoment des Boxers an. Ich muss sagen, im Muss mit dem Boxer mehr schalten, als mit der F.

Ja und das ist ebenso NICHT objektiv.
Au mann. Wirklich mal im Leben einen Boxer in den Alpen selber gefahren?
 
ich empfehle Dir mal einen Blick über den Tellerrand: fahr mal eine V85TT von Moto Guzzi
die Leichtigkeit und der Bumms von unten, dazu der Kardan und ein ausgewogenes Fahrwerk
Du sitzt ähnlich perfekt wie auf der GS

Es sind schon sehr viele von der GS auf die V85TT umgestiegen und alle, die ich kenne, sind anschließend mehr als zufrieden

bei der 900GS hast Du Kette, dann kannst Du gleich eine Voge kaufen
 

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Ich habe den Wechsel von der 1250er auf die 900er hinter mir und ärgere mich, dass ich dies nicht schon früher gemacht habe. Wer sich von der 1250er verabschieden und ein leichteres Motorrad fahren möchte, für den ist die 900er eine sehr gute Alternative. Als Fahrer einer 1250er ist einem die Bedienung einer BMW in Fleisch und Blut übergegangen. Und genau dies ist ein klarer Vorteil der 900er. Alles ist so und dort, wie man es von der 1250er kennt. Es braucht keinen Zeit zum Eingewöhnen an ein neues Motorrad. Sogar seinen Naviagtor kann man mit auf die 900er nehmen. Sofern das Enduro-Pro Paket mit dem besseren Showa-Fahrwerk geordert wurde, braucht man sich als 1250er Fahrer über das Fahrwerk ebenalls keine Gedanken zu machen. Die Einstellung gem. BMW-Handbuch passt. Die spanische Partnerzeitung der "Motorrad" hat Anfang des Jahres einen umfassenden Vergleichstest der 700er, 800er und 900er Enduros durchgeführt. Den hat die 900er gewonnen. Wundert es jemanden? In der Enduroklasse unter der 1250er ist die 900er BMW das non-plus-ultra.

Eine Einschränkung muss ich allerdings machen. Wer mit Sozia regelmäßig längere Tourem fährt, der sollte bei der 1250er bleiben. Die 900er ist mehr für den Einzelfahrer, der es auch einmal härter angehen lassen möchte. Ich habe meine schon 2 Mal abgelegt. Bis auf den linken Blinker und einen Kratzer in der Tankverkleidung aus Kunststoff hat sie keine weiteren Schäden erlitten. BMW bietet übrigens die Kunststoffteile roh und fertig lackiert an. Ein solider Strurzbügel ist Pflicht. Auch der Hausptständer, den BMW als Zubehör anbietet, ist angenehm (Kette fetten). Natürlich ist die 900er teurer als ihre Mitbewerber (Ausnahme Ducati). Aber versuch später einmal ein Guzzi, eine KTM oder gar ein China-Bike gebraucht zu verkaufen. Viel Spaß.

Noch etwas. Vielfach werden gebr. 900er ohne das Enduro-Pro Paket angeboten. Deren Preis ist interesant und für denjenigen, der nur Straße fährt, absolut ausreichend. Die 900er hat jedoch ihre Stärken gerade im Gelände und dazu gehört eben auch das Enduro-Pro Paket, welches u.a. an der goldenen Gabel zu erkennen ist. Gebr. 900er mit Enduro-Pro Paket werden bei Mobile übrigens deutlich weniger angebpten. Und die, die angeboten werden, sind entsprechend teuer.

Jonni
 
ich empfehle Dir mal einen Blick über den Tellerrand: fahr mal eine V85TT von Moto Guzzi
die Leichtigkeit und der Bumms von unten, dazu der Kardan und ein ausgewogenes Fahrwerk
Du sitzt ähnlich perfekt wie auf der GS

Es sind schon sehr viele von der GS auf die V85TT umgestiegen und alle, die ich kenne, sind anschließend mehr als zufrieden

bei der 900GS hast Du Kette, dann kannst Du gleich eine Voge kaufen
Nicht für Geld und gute Worte würde ich die fahren. Sorry, nicht böse gemeint. Geschmäcker sind nunmal verschieden.
 
Ich habe den Wechsel von der 1250er auf die 900er hinter mir und ärgere mich, dass ich dies nicht schon früher gemacht habe. Wer sich von der 1250er verabschieden und ein leichteres Motorrad fahren möchte, für den ist die 900er eine sehr gute Alternative. Als Fahrer einer 1250er ist einem die Bedienung einer BMW in Fleisch und Blut übergegangen. Und genau dies ist ein klarer Vorteil der 900er. Alles ist so und dort, wie man es von der 1250er kennt. Es braucht keinen Zeit zum Eingewöhnen an ein neues Motorrad. Sogar seinen Naviagtor kann man mit auf die 900er nehmen. Sofern das Enduro-Pro Paket mit dem besseren Showa-Fahrwerk geordert wurde, braucht man sich als 1250er Fahrer über das Fahrwerk ebenalls keine Gedanken zu machen. Die Einstellung gem. BMW-Handbuch passt. Die spanische Partnerzeitung der "Motorrad" hat Anfang des Jahres einen umfassenden Vergleichstest der 700er, 800er und 900er Enduros durchgeführt. Den hat die 900er gewonnen. Wundert es jemanden? In der Enduroklasse unter der 1250er ist die 900er BMW das non-plus-ultra.

Eine Einschränkung muss ich allerdings machen. Wer mit Sozia regelmäßig längere Tourem fährt, der sollte bei der 1250er bleiben. Die 900er ist mehr für den Einzelfahrer, der es auch einmal härter angehen lassen möchte. Ich habe meine schon 2 Mal abgelegt. Bis auf den linken Blinker und einen Kratzer in der Tankverkleidung aus Kunststoff hat sie keine weiteren Schäden erlitten. BMW bietet übrigens die Kunststoffteile roh und fertig lackiert an. Ein solider Strurzbügel ist Pflicht. Auch der Hausptständer, den BMW als Zubehör anbietet, ist angenehm (Kette fetten). Natürlich ist die 900er teurer als ihre Mitbewerber (Ausnahme Ducati). Aber versuch später einmal ein Guzzi, eine KTM oder gar ein China-Bike gebraucht zu verkaufen. Viel Spaß.

Noch etwas. Vielfach werden gebr. 900er ohne das Enduro-Pro Paket angeboten. Deren Preis ist interesant und für denjenigen, der nur Straße fährt, absolut ausreichend. Die 900er hat jedoch ihre Stärken gerade im Gelände und dazu gehört eben auch das Enduro-Pro Paket, welches u.a. an der goldenen Gabel zu erkennen ist. Gebr. 900er mit Enduro-Pro Paket werden bei Mobile übrigens deutlich weniger angebpten. Und die, die angeboten werden, sind entsprechend teuer.

Jonni
Wie war für dich das Leistungs- und Drehmomentmanko zu „verkraften“? Und der Punch aus dem Drehzahlkeller?
 
Ich habe den Wechsel von der 1250er auf die 900er hinter mir und ärgere mich, dass ich dies nicht schon früher gemacht habe. Wer sich von der 1250er verabschieden und ein leichteres Motorrad fahren möchte, für den ist die 900er eine sehr gute Alternative. Als Fahrer einer 1250er ist einem die Bedienung einer BMW in Fleisch und Blut übergegangen. Und genau dies ist ein klarer Vorteil der 900er. Alles ist so und dort, wie man es von der 1250er kennt. Es braucht keinen Zeit zum Eingewöhnen an ein neues Motorrad. Sogar seinen Naviagtor kann man mit auf die 900er nehmen. Sofern das Enduro-Pro Paket mit dem besseren Showa-Fahrwerk geordert wurde, braucht man sich als 1250er Fahrer über das Fahrwerk ebenalls keine Gedanken zu machen. Die Einstellung gem. BMW-Handbuch passt. Die spanische Partnerzeitung der "Motorrad" hat Anfang des Jahres einen umfassenden Vergleichstest der 700er, 800er und 900er Enduros durchgeführt. Den hat die 900er gewonnen. Wundert es jemanden? In der Enduroklasse unter der 1250er ist die 900er BMW das non-plus-ultra.

Eine Einschränkung muss ich allerdings machen. Wer mit Sozia regelmäßig längere Tourem fährt, der sollte bei der 1250er bleiben. Die 900er ist mehr für den Einzelfahrer, der es auch einmal härter angehen lassen möchte. Ich habe meine schon 2 Mal abgelegt. Bis auf den linken Blinker und einen Kratzer in der Tankverkleidung aus Kunststoff hat sie keine weiteren Schäden erlitten. BMW bietet übrigens die Kunststoffteile roh und fertig lackiert an. Ein solider Strurzbügel ist Pflicht. Auch der Hausptständer, den BMW als Zubehör anbietet, ist angenehm (Kette fetten). Natürlich ist die 900er teurer als ihre Mitbewerber (Ausnahme Ducati). Aber versuch später einmal ein Guzzi, eine KTM oder gar ein China-Bike gebraucht zu verkaufen. Viel Spaß.

Noch etwas. Vielfach werden gebr. 900er ohne das Enduro-Pro Paket angeboten. Deren Preis ist interesant und für denjenigen, der nur Straße fährt, absolut ausreichend. Die 900er hat jedoch ihre Stärken gerade im Gelände und dazu gehört eben auch das Enduro-Pro Paket, welches u.a. an der goldenen Gabel zu erkennen ist. Gebr. 900er mit Enduro-Pro Paket werden bei Mobile übrigens deutlich weniger angebpten. Und die, die angeboten werden, sind entsprechend teuer.

Jonni

also ich habe meine Moto Guzzi V85TT absolut ohne Probleme verkaufen können. War 4 Jahre alt und hatte 46.000 km drauf... der neue Besitzer fährt sie immer noch zu seiner vollsten Zufriedenheit.

Habe sie nur deshalb verkauft, weil ich unbedingt wieder einen Boxer wollte.
 
Wie war für dich das Leistungs- und Drehmomentmanko zu „verkraften“? Und der Punch aus dem Drehzahlkeller?

Klar, die 900er gebraucht mehr Drehzahl und auch das 21 Zoll Vorderrad ist zunächst ungewohnt. Aber spätestens nach der 2. Tagestour weiß man, wie der Hase läuft. An den höheren Schwerpunkt muss man sich ebenfalls als Boxer-Fahrer erst gewöhnen. Ist aber kein Problem. Zumindest war es für mich so. Die Suche nach dem Leerlauf ist kein Ruhmesblatt für die Konstrukteure aus München, soll aber unmittelbar mit Stand der Motorölmenge zusammenhängen. Ist also eine Frage des Services.

Jonni
 
Nun kenne ich nur den Vorgänger der F900, den dafür aber ausgiebig. Das Einstiegs-Drehmoment ist nicht berauschend - und das meine ich selbst auf den Hubraum bezogen.
Den satten Punch eines 1250/1300 Boxer unten raus sucht man hier vergebens. Der Vergleich der Leistungskurven zwischen 850 und 900 zeigt kein grundsätzlich verbessertes Verhalten.
Ja, man kann sich daran gewöhnen ...
 
Die 900er war auch bei mir im Blick. Da wir aber zu 80% zu Zweit unterwegs sind, nicht die Alternative zur Integra. Da ist meist nach max. 1 Stunde mit Sozius der Fahrspaß vorbei.
 
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