Das trifft eher auf Billigelektronik zu, bei der man sich ernsthaft fragt, wie so etwas überhaupt möglich ist. Ein Beispiel wäre ein 12-V-Reifenfüllkompressor für 8,99 €. Anspruchsvolle Multikopter hingegen kosten durchweg über 800 €. Die NEO 2 zählt dabei nicht dazu, das ist allerdings ein anderes Thema. DJI macht damit ein Riesengeschäft. Materialwert, zB. einer DJI Mini 5 pro, ist maximal 30 €. Also damit ließe sich überall gutes Geld verdienen. Da DJI konkurrenzlos ist und die Stückkosten wegen des "Niedriglohns" gering sind, ist der Gewinn maximal.
Bei uns zeigt sich vielmehr eine teilweise hysterische Abneigung gegenüber allem, was fliegt. Den einen stört schon das Summen einer Fliege, den nächsten der von dir erwähnte Airbus, obwohl man selbst gern damit in den Urlaub fliegt. Ich glaube auch nicht, dass sich diese „Nachschmeißdrohnen“ hierzulande in relevantem Maße verbreiten. Nach ein- oder zweimal Fliegen lässt das Interesse meist schnell nach. Also kann sich die vielbeschworene nackig sonnende Nachbarin weiter ungestört auf der Liege räkeln. Gott bewahre, hoffentlich schwenkt mein Multikopter die Kamera gen Himmel, wenn ihr die vor die Linse kommt. Sorge ist aber unbegründet, ich fliege dort eh nicht.
Hoffnungsvoll stimmt mich die strenge Regulierung durch die EU-Drohnenverordnung, die lässt sich nicht mehr steigern, außer durch ein generelles Verbot, dem sie schon sehr nahe gekommen ist. Sie dürfte viele abschrecken, sodass das Ganze insgesamt kein großes Thema werden wird. Relevant ist es im Grunde nur für eine bestimmte Gruppierung in unserem Land. Und seien wir ehrlich, etwa 10 % Deppen gibt es in jeder Gruppe, damit muss/kann man leben.
Nur zur Info: Die
Droniq-App zeigt dir sehr aktuell, die 20% wo du in DL fliegen darfst. Der Rest ist verboten. Deutschland ist hier leider zu sehr verkopft. In Österreich, der Schweiz, Italien u. v. a. ist das deutlich entspannter, obwohl die Verordnung auch dort gilt, Ausnahme Schweiz, mein Multikopterparadies. Hoffentlich treten die niemals der EU bei.