Die Zukunft ist düster....

Lässt sich schwer verallgemeinern. Ich wollte mit 18 den Mopedschein machen. Meine Eltern hätten es komplett finanziert, einzige Bedingung war, praktische Stunden Moped erst nach bestandener PKW-Führerscheinprüfung. Scheint ein finsterer Plan meiner Eltern gewesen zu sein, der aufgegangen ist: als ich den PKW-Führerschein hatte war rumcruisen mit dem Auto irgendwie 1000x attraktiver als wieder Fahrstunden zu machen… Ende vom Lied: Mopedführerschein dann erst mit Mitte 40.

Im Nachhinein denke ich einerseits, schade um die verpasste Zeit auf 2 Rädern. Andererseits bin ich nicht sicher, ob es mich heute noch gäbe, wenn ich mit 18 auf einem Moped gesessen hätte…

Darum hab ich mit meinen Kids den Deal: ich zahl den Mopedschein, wenn sie den mit 25 immer noch machen wollen. Wenn sie den schon mit 18 unbedingt machen wollen, müssen sie ihn selbst bezahlen.
 
Was waren wir früher doch alle Helden, wenn ich die Beiträge lese.
War mir gar nicht bewusst.
Mir zeigt es eins. Hier tummeln sich nur Senioren, mich inklusive. Leider.
 
Die Grundaussage in dem Video ist ja durchaus korrekt. "Junge Menschen haben keinen Bock mehr auf Motorräder". Sehe ich genau so, und es wird bestätigt, wann immer irgendwo jemand den Helm abnimmt. 50+ erscheint mir heute als Altersdurchschnitt. Die Erklärung aus dem Video ist jedoch unterkomplex, und bestenfalls ein Teilaspekt. Und es gibt einen großen Unterschied zwischen Stadt und Land. In Letzterem gibt es keinen geeigneten ÖPNV, und man fährt (Elektr)roller, Fahrrad und später Auto. PKWs werden weiterhin mehr auf deutschen Straßen, und Motorräder als Primärfahrzeug sind längst ausgestorben.

Motorrad fahren hatte für mich auch immer eine soziale Komponente. Man kannte sich, man half sich, man schätzte Gleichgesinnte. Das ist heute anders. Das Kernproblem liegt m.E. eher an der (selbstverschuldeten) Vereinsamung durch exzessiven Missbrauch (a)sozialer und digitaler Medien. Man trifft sich nicht mehr persönlich, man chattet miteinander. Und selbst das scheint problematisch. Aktuell liest man, dass junge Leute 'Angst' vor eingehenden Nachrichten entwickeln. Das ist somit ein soziales Problem, welches nur durch Selbstreflexion und Therapeuten (die es nicht gibt) gelöst werden könnte.

Und dann bleiben da noch die Probleme des Alltags. Bevor man fährt, muss man wohnen und essen. Und dies ist sehr teuer geworden. Dazu kommt die (berechtigte) Sorge um einen Arbeitsplatz und die oft eher miese Qualifikation beim Berufseinstieg.

Unser Hobby basiert auf dem Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Könnte uns alten Säcken egal sein, denn wir liegen 6 Fuss unter der Erde, whe the shit hits the fan. Junge Menschen hingegen müssen in der Welt leben, die wir ihnen hinterlassen. Ich zumindest beneide sie nicht darum.

Zuletzt zu den Herstellern. Harley und BMW sind da schon recht gut gewählt. Ersterer hat's so gut wie hinter sich, und BMW ist im (verdienten) Sturzflug. Als ich 1986 meine BMW K100 kaufte, zahlte ich (damals stolze) 10.000,- DM inklusive Gepäck und einigem Zubehör (ein ähnlich potenter Japaner hätte 2.000-3.000 weniger gekostet). Man machte alles selber, war mit dem Fred vom Ersatzteilverkauf auf Du, und war immer gerne gesehen. Auch Tipps zum Einbau waren nicht ungewöhnlich, und selbst Spezialwerkzeuge wurden in Einzelfällen ausgeliehen. Mitte der 90er wurde recht schlagartig alles anders. Gute, aber wenig repräsentative Werkstätten wurden gekündigt, und es kamen die Glaspaläste. Ersatzteile bekam man weiterhin, aber man fühlte sich nicht mehr willkommen. Die Zielgruppe wurde durch BMW geändert, und die Preise begannen zu kulminieren. Es ging um zahlungskräftige Neukunden, die im Idealfall alle 2 Jahre das neuste Modell kauften. Um Menschen, die sich nie und nimmer die Finger schmutzig machen würden, und die ein Motorrad als pures Livestyle-Produkt sehen. Und das hat bestens funktioniert. In den 1970/1980ern konnte man neben jedem, x-beliebigen Biker anhalten, und war schnell in einem guten Gespräch vertieft. Das ist heute anders. Meine persönlich Bilanz: 8 von 10 heutige Biker wären für mich nicht geeignet, mit ihnen ein Bier trinken zu gehen. Rechtsanwälte, Frauenärzte und ähnliche Gutverdiener, die ein Motorrad haben, weil der Nachbar keins hat - oder auch eins hat. Durchschnittliche Jahresfahrleistung aller deutschen Biker 1.000 km (das war 2016). Heute ist man mit 30.000 Euro dabei. Welcome to the Club. Mit Verlaub, das ist obszön. BMW hat eindeutig den Knall nicht gehört - und zahl jetzt die Zeche. Der schwindende Restmarkt wird zukünftig an China gehen, die bisherige 'verlängerte Werkbank von BMW'.

Am Ende bleibt die Frage: Who cares? Mich, als Dinosaurier und Greis auf einem Motorrad, stört es NULL, wenn junge Menschen andere Prioritäten setzen.
 
Auch beim Führerschein muss man mal genauer hinschauen. 1000DM von 1980 entsprechen Inflationsbereinigt heute um die 1400€, das ist schon mal die halbe Miete.
Und auch heute(oder vor 1 1/4 Jahren kann ein Führerschein noch für unter 2000€ klappen.
Was heute auch anders ist..... ich bin mit meinem Vater früher schwarz gefahren. Feldwege, Wald beim Holzmachen, bei Freunden am Hof und vielleicht auch mal so😉. Technik hat mich interessiert und Verkehrsregeln und Schilder waren schon Gesprächsthema im Auto, lange bevor ich ins führerscheinrelevante Alter kam. Im Ergebnis hatte ich vor den Pflichtstunden genau eine offizielle Fahrstunde und danach keine weitere. Nicht weil ich so ein Held bin, sondern weil ich einen Bezug zu dem Thema hatte. Das war bei all meinen Kumpels damals ähnlich.

Und bei meinem Sohn? nahezu das gleiche. Am Anfang ihn mit einbezogen (Verkehrsregeln, Schilder) dann durfte er vom Beifahrersitz aus Schalten (Anfangs auf Kommando, irgendwann lief das ohne Ansage). Trecker bei Freunden auf dem Hof und mangels Waldwegen dann von Zeit zu Zeit auf dem Übungsplatz. Im Ergebnis ein bezahlbaren Führerschein.... weniger als die Hälfte dessen, was sein Freundeskreis bezahlt hat. Und Funfact den Hänger rückwärts um die Ecke Fahren konnte er besser als sein Fahrlehrer 😂, der Beweis wurde am Wertstoffhof erbracht.
Nun ist meine.Tochter dran und nach ihren Erfahrungen als Sozia im Esterellgebirge freut sie sich auf Ihren Motorradführerschein.

Es liegt nicht alles immer ganz an den anderen.....😉
Da gebe ich dir zu 100% Recht.

Wir sind ab 14 alles gefahren. Trecker auf den Feldern und Auto im Hof (so ein schöner 1600 BMW).

Bei meiner letzten Fortbildung waren zwei Zwillinge dabei (15) - vom Dorf. Auf meine Frage,ob sie Trecker oder Auto fahren können ein Nein.
Zu ihren Vater hab ich dann gesagt, er soll sie sofort fahren lassen (auf den Feldern oder Hof, also nicht öffentlich), damit sie das Schalten/Kuppeln lernen und er soll sie abwechselnd als Beifahrer nach vorne setzen, damit sie den Verkehr genau beobachten können und daraus lernen.

Denn daran mangelt es unserer heutigen Jugend. Durch das dauernde "Glotzen" nehmen sie die Umgebung nicht mehr wahr und sind nicht aufnahmefähig. Viele Fahrlehrer in D bemängeln dies, dadurch brauchen die Fahrschüler länger bis der Schein in der Tasche ist. Und so wird das halt teuer.

Es reicht schon der Platz neben dem Fahrer und der Blick aus dem Auto auf die Vorgänge draußen. Und das nicht nur für einmal.
 
Was waren wir früher doch alle Helden, wenn ich die Beiträge lese.
War mir gar nicht bewusst.
Mir zeigt es eins. Hier tummeln sich nur Senioren, mich inklusive. Leider.

Wenn wir früher nicht als Junge so angefangen hätten, würde ich vermutlich heute auch nicht fahren.

OK, viele machen den Schein erst später.
Aber trotzdem fahren genug Junge rum.

Mein Enkel ist gerade 16 und fährt 2Rad, meine Enkelin 8 und hat eine Kinderenduro und liebt es.

Die Grundaussage in dem Video ist ja durchaus korrekt. "Junge Menschen haben keinen Bock mehr auf Motorräder". Sehe ich genau so, und es wird bestätigt, wann immer irgendwo jemand den Helm abnimmt. 50+ erscheint mir heute als Altersdurchschnitt.

Das ist nicht meine Wahrnehmung.
Ich sehe wirklich viele junge Motorradfahrer.

Die sind nur meist mit anderen Motorrädern und auf anderen Strecken unterwegs als wir.
 
Augenzwinkern: unsere Opas und Väter hatten noch alte Quickly`s in der Scheune. Damit konnten wir gut unsere ersten illegalen Erfahrungen sammeln.
Wer von uns hat heute noch eine Quickly für unsere Kinder, Enkel in der Garage? Die 1300 GSA dürfte da weniger gut geeignet sein. 🤣 ;)
 
P.S. Meine drei Kinder schrauben selbst, Auto und Motorrad. Und haben den Motorrad- und Autoführerschein.

Lässt sich schwer verallgemeinern. Ich wollte mit 18 den Mopedschein machen. Meine Eltern hätten es komplett finanziert, einzige Bedingung war, praktische Stunden Moped erst nach bestandener PKW-Führerscheinprüfung. Scheint ein finsterer Plan meiner Eltern gewesen zu sein, der aufgegangen ist: als ich den PKW-Führerschein hatte war rumcruisen mit dem Auto irgendwie 1000x attraktiver als wieder Fahrstunden zu machen… Ende vom Lied: Mopedführerschein dann erst mit Mitte 40.

Im Nachhinein denke ich einerseits, schade um die verpasste Zeit auf 2 Rädern. Andererseits bin ich nicht sicher, ob es mich heute noch gäbe, wenn ich mit 18 auf einem Moped gesessen hätte…

Darum hab ich mit meinen Kids den Deal: ich zahl den Mopedschein, wenn sie den mit 25 immer noch machen wollen. Wenn sie den schon mit 18 unbedingt machen wollen, müssen sie ihn selbst bezahlen.
Traust du deinen Kindern so wenig? Rasen sie mit dem Auto oder haben sie ihren Ego nicht im Griff?
Und warum verleidest du ihnen 6 Jahre Fahrspass, nur weil du erst mit 40 angefangen hast? Du hoffst bestimmt, dass sie so bequem sind wie du. 😉😇

Mir kommt das sehr bekannt vor. Mein Vater hat mir meinen Schein auch nicht bezahlt. Who cares?
Ich hab ihn trotzdem gemacht und mir ein Motorrad gekauft. Und alles selbst bezahlt. Mit 18. Ich bin halt nicht bequem...

Und dreimal darfst du raten, wer dann ständig den Schlüssel geklaut hat und mit dem Motorrad unterwegs war...
 
Das ist nicht meine Wahrnehmung.
Ich sehe wirklich viele junge Motorradfahrer.

Ich ebenfalls.
Zum Treckerthema: Fahre ich hier über Land, sitzt auf jedem zweiten Trecker ein junger Mensch. Auf den Wiesen und Äckern sehe ich dann noch jüngere drauf arbeiten. Seltsamerweise Vormittags unter der Woche weniger. Da sind die meisten in der Schule.

Meine zwei Jungs haben relativ wenige Fahrstunden für den 3er und 1er Führerschein benötigt. Weshalb wohl?
 
.......


Das ist nicht meine Wahrnehmung.
Ich sehe wirklich viele junge Motorradfahrer.

Die sind nur meist mit anderen Motorrädern und auf anderen Strecken unterwegs als wir.
Meine Wahrnehmung ist da in der Pfalz und jetzt im Winter in Andalusien (Logo nur Rentners) eine andere.
Eher auf 8 Silberrücken, zwei Junge. Ausnahme, der Treffpunkt Johanniskreuz (den ich eher meide), da fahren meist die Wilden. Ich bekomme es ja hautnah mit, da die Anexe zu unserem Dorf gehört und die First Responder und Wehren nah dran sind.
 
Augenzwinkern: unsere Opas und Väter hatten noch alte Quickly`s in der Scheune. Damit konnten wir gut unsere ersten illegalen Erfahrungen sammeln.
Wer von uns hat heute noch eine Quickly für unsere Kinder, Enkel in der Garage? Die 1300 GSA dürfte da weniger gut geeignet sein. 🤣 ;)
Ein NSU Quickly hat mir mein Opa geschenkt, ich war 10 oder 11Jahre.
Was für eine Freude, 45km/h solo liegend bergab, da sind die Bäume vorbeigeflogen.
Hauptproblem war der Sprit,
Kein Geld,
Nur mit dem Fahrrad 6 km zur Tanke,
aber manchmal auch mitgebracht worden.
A' Fantastische Zeit🫠
Das musste ich jetzt einfach Rauschunterdrückung.
 
Ich lese so oft Trecker, für.mich ein melancholischer Rückblick. Es gibt doch heute viel weniger. Die jungen die draufsitzen haben meist Landwirtschaft und kaum Zeit.
Dann reicht es doch heute nicht mehr aus, die paar Hundert Meter Feldweg gefahren zu sein. Der Verkehr und Ansprüche sind heute viel höher.
Ich merke es doch selbst wenn ich mit meinem Klasse CE und Hänger oder testweise nach Reparatur Reisebus unterwegs bin.
 
Haben junge Menschen einfach die Lust an Freiheit und zwei Rädern verloren? Nein. Dahinter stecken drei unsichtbare System-Gründe: Die Luxus-Strategie von Herstellern wie Harley-Davidson und BMW (30.000-Euro-Maschinen für wohlhabende Boomer) etc., die 3.500-Euro-Mauer durch den europäischen Stufenführerschein (A1, A2, A) und das leise Aussterben der alten Zweitakt-Mofa-Kultur.

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Quark. Die Gen Z und Gen Alpha definieren Freiheit komplett anders als die Boomer und Gen X. Für letztgenannte konnte es mit dem eigenen Fahrzeug nicht schnell genug gehen. Es war überaus erstrebenswert ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Für erstgenannte ist es hingegen eine Last. Der Zeitgeist ist ein komplett anderer.
 
Und am Ende ist es mir wirklich egal, ob es in 20 Jahren BMW Motorrad noch gibt oder irgendjemand noch Motorrad fährt. Wer bin ich, den Jüngeren zu erklären, was ich gut finde? Die Welt gehört ihnen und nicht mehr mir und sie sollen sie so gestalten, wie sie es wollen. Und am Ende ist es den Jungen auch egal, ob mir das gefällt.......
 
Wenn ich hier die Geschichten von früher lese, steht da für mich die Aussage, dass wir früher es irgendwie geschafft haben. So lange die alten Geschichten keine Aufforderung sind, es heute genauso (!) zu tun oder sie als Vorwurf einzusetzen, kann ich mich darüber freuen, wenn man sich an seine (!) Erfolge fröhlich erinnert.

Heute sind die Zeiten anders. Da können wir alten Säcke unsere Erfahrung Wissen nur anbieten und die jungen Menschen können sich nehmen, was sie davon gebrauchen können. Anders herum ist es doch auch so: Ich höre zu, verstehe aber nicht mehr alles und manches will ich für den Rest meiner Zeit auch nicht mehr verstehen oder wissen (so lange es nur mich angeht). Und das möchte ich mir auch nicht vorwerfen lassen.

Um nicht ggf falsch verstanden zu werden: Sobald es um das Miteinander der Menschen geht, muss mein Egoismus zurück stecken, da ist jeder verpflichtet zuzuhören und sich zu beteiligen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da können wir alten Säcke unsere Erfahrung nur anbieten und die jungen Menschen können sich nehmen, was sie davon gebrauchen können.
Jo ... oder anders ... die jungen Menschen haben das Recht ihre eigenen Fehler zu machen ... ;)
 
Sag ich doch, es gibt Länder wo alles besser ist.......

PS: Mein Lappen (1 und 3) hat 1979 auch nur knappe 800 DM gekostet, nützt aber heute nichts, da der Aufwand und das Volumen, welches es zu lernen und beachten gilt völlig andere Dimensionen hat.
Stimmt so nicht. Was muss man heute mehr lernen? Es ist umgekehrt so, dass die theoretische Prüfung einfacher gestaltet werden soll (es fallen sonst zuviele durch). Die Kosten sind exorbitant hoch, weil die Anzahl der Fahrstunden gesetzlich vorgegeben wird. Um einen Einachshänger ziehen zu können braucht man einen Befähigungsnachweis, der auch kostet. Wie bescheuert ist das denn? Zu unserer Zeit konnte der Fahrlehrer abschätzen, ob man mit 5, 10 oder 20 h fahrtauglich ist. Ich habe übrigens 1978 mit 6 Autostunden und einer Motorradstunde den Deckel bekommen.
Mein Sohn hatte den Motorradschein gemacht und sich dann eine neue R7 60th Anniversary gekauft. Die wurde dann in einer Saison 48km bewegt und dann verkauft. Jetzt hat er ein altes Hercules Mofa und tuckert damit ab und zu mit einem Kumpel, der auch so ein Teil hat, herum.
 
Am Ende bleibt die Frage: Who cares? Mich, als Dinosaurier und Greis auf einem Motorrad, stört es NULL, wenn junge Menschen andere Prioritäten setzen.

Klar, jede Generation hat eigene Prioritäten.
Aber es ist immer erfreulich, wenn man bei Veranstaltungen/ Treffen ect. auf begeisterten jungen Moped-Nachwuchs trifft.
Gerade in lländlichen Gebieten gibt es noch junge „Petrol Heads“.
 
Über die Kosten beim Führerscheinerwerb wurde hier schon diskutiert. Wenn man den Preis/Lohnindex der letzten 45 Jahre betrachtet,könnte es passen. Müsste die Frage nicht lauten,ob die Führerscheinausbildung in dem aktuellen Umfang erforderlich ist? Wir alten Säcke haben unseren Führerschein relativ schnell mit geringem Aufwand in der Tasche gehabt. Es gab kaum Pflichtstunden und die wurden zusammengefasst. Nacht und Autobahnfahrt wurde zusammen erledigt. Obwohl wir alle augenscheinlich mangelhaft ausgebildet wurden, leben wir noch und fahren immer noch Motorrad. OK, wir haben die risikoreiche Zeit irgendwie (18 - 25 Jahre/laut Versicherung) überstanden. Langsam gleiten wir wieder in die risikoreiche Zeit ( ab75 Jahren aufwärts/laut Versicherung):(;). Genau dieses Problem können Fahrschulen gar nicht beheben. Manche Fahrlehrer glauben wirklich,sie könnten da etwas bewirken.Zu unserer Sturm- und Drangzeit wurden wir durch hohe Versicherungsprämien ausgebremst. Nochmals zu den Fahrlehrern. Ein Fahrlehrer rechtfertigte den Schulungsbedarf mit der hohen Verkehrsdichte. Bin mir nicht so sicher,ob das ein Grund ist. Hohe Verkehrsdichte bremst den Verkehr und verlangsamt ihn. In anderen Ländern kommt man schneller und günstiger an eine Fahrerlaubnis. Ich kann nicht beurteilen,ob es besser oder schlechter ist. Allerdings habe ich den Eindruck,das unser Fahrlehrerverband gute Lobbyarbeit leistet. Die geburtenstarken Jahrgänge sind durch. Der Kundenstrom ebbt ab.
 
Für mich sind die Vergleiche mit "früher" (z.B. Preisvergleiche mit damaligen Einkommen, Anzahl der Pflichtstunden, sonstige Vorgaben etc.) eher nicht so zielführend. Interessanter ist für mich eher der Vergleich im "heute": wie sind die Kosten in den Ländern um uns herum. Wenn dort viel niedriger wie bei uns: warum?

Und dann lande ich bei der Frage, warum wir auch woanders teurer sind, als andere um uns herum:
unsere Energiekosten, unsere Lohnkosten, unsere Arbeits- und Urlaubszeiten, Grundstückskauf, Hausbau, Grundsteuer, Gastronomie, Lebensmittel usw.

Und dann am Ende: wo kann man wie eine Veränderung/Verbesserung erzielen, bzw. können wir das überhaupt?
 
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