Beifahrer*in mit Endoprothesen - Risiko zu hoch?

FinallyGS

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Motorrad
BMW R 1250 GS Rallye 2023
Hallo,
Diese Frage treibt mich seit längerer Zeit um und gibt mir zunehmend zu denken. Ein privates Problem mit dem man ungern hausieren geht. Meine beste (und einzige) Sozia von allen, hat, hauptsächlich aufgrund von Versäumnissen in der Kindheit (kein Spreizhöschen als Baby usw) und späterer schwerer körperlicher Arbeit, inzwischen beidseitig künstliche Hüftgelenke (seit 12+14 Jahren) sowie Knie-Teilprothesen (seit 2+3 Jahren).

Motorrad-und E-Bike fahren sind bei weitem unsere liebsten und wichtigsten Hobbys. Sie möchte sehr gerne auch weiterhin mit mit auf kleinere und größere Touren mit dem Motorrad gehen ... und ich will sie liebend gerne (um nicht zu sagen unbedingt) dabei haben.

Wie ist eure Meinung dazu - wäre euch das Risiko zu hoch - könntet ihr das verantworten?
 
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Hallo,
Diese Frage treibt mich seit längerer Zeit um und gibt mir zunehmend zu denken. Ein privates Problem mit dem man ungern hausieren geht. Meine beste (und einzige) Sozia von allen, hat, hauptsächlich aufgrund von Versäumnissen in der Kindheit (kein Spreizhöschen als Baby usw) und späterer schwerer körperlicher Arbeit, inzwischen beidseitig künstliche Hüftgelenke (12+14 Jahre) sowie Knie-Teilprothesen (2+3Jahre).

Motorrad-und E-Bike fahren sind bei weitem unsere liebsten und wichtigsten Hobbys. Sie möchte sehr gerne auch weiterhin mit mit auf kleinere und größere Touren mit dem Motorrad gehen ... und ich will sie liebend gerne (um nicht zu sagen unbedingt) dabei haben.

Wie ist eure Meinung dazu - wäre euch das Risiko zu hoch - könntet ihr das verantworten?
Ich fahre seit vielen Jahren mit zwei Hüftprothesen mit der GS...keinerlei Probleme....die funktionieren derart gut.

Natürlich muss man sich bewusst sein, dass bei einem Sturz, solche entstehen können. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Dasselbe meine Partnerin mit der Triumph Tiger 955ie...Sie hat 2 bearbeitete Knie...glaub so irgendwie "Teilprothesen". Das funktionierte auch.

PS: Natürlich erst bei der völligen Ausheilung. Das war bei mir nach ca. 10-12 Wochen der Fall. ( Ohne Stöcke laufen und arbeiten nach ca. 6 Wochen)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe vor zwei Jahren ein Hüft-TEP bekommen und habe beim Motorradfahren überhaupt keine Probleme.

Zum Unfallrisiko habe ich mich mit einem Physiotherapeuten unterhalten. Er hat mir sinngemäß gesagt: Skifahren würde er nicht mehr machen, da das Sturzrisiko recht hoch ist und Gefahr besteht, dass man sich da etwas auskugelt oder bricht. Zum Motorradfahren meinte er, dass wenn man stürzt, ohnehin alles Scheixxe ist, ob mit oder ohne TEP. Ergo: viel Spaß bei den gemeinsamen Touren.
 
... tja, solange es einen während der Fahrt nicht hinlegt oder man über den Haufen gefahren wird, sind Prothesen / Implantate in vielen Fällen sicher kein Problem.
Aber im Falle eines Falles?

Ein gebrochener Knochen heilt wieder zusammen.
Aber bei künstlichem Knie oder künstlicher Hüfte könnte nach einem Unfall womöglich nicht mehr genug Knochen für ein neues Implantat vorhanden sein.
Ich bin kein Arzt, daher kann ich nur vermuten. Vielleicht gibt es hier unter den Mitforisten einen Arzt, der das besser einschätzen kann?

Als Mopedfahrer und -Beifahrer(in) ist man sich natürlich bewusst, dass als Folge eines Unfalls ggf. Arm oder Bein oder beides "weg" sein können, wenn's doof läuft.
 
... Sie möchte sehr gerne auch weiterhin mit mit auf kleinere und größere Touren mit dem Motorrad gehen ... und ich will sie liebend gerne (um nicht zu sagen unbedingt) dabei haben.
Wie ist eure Meinung dazu - wäre euch das Risiko zu hoch - könntet ihr das verantworten?
Letztlich würde ich ihr die Entscheidung überlassen, ob sie sich das bedenkenlos zutraut.
Du solltest dann Deinen Teil dazu beitragen, dass nichts passiert ... wie bei jedem gesunden Passagier auch.

(Trage seit knapp 10 Jahren ein künstliches Hüftgelenk ohne, dass es mich das im geringsten einschränkt oder irgendwelche Ängste weckt).
 
Servus!

Diese Teile werden ja "eingebaut" um die alte Lebensqualität wieder zu erhalten.
Ich würde mir dadurch nicht die Freude an einem Hobby nehmen lassen, vor allem nicht, wenn ich es wieder schmerzfrei ausführen kann.
Natürlich kann immer etwas schief gehen,
aber es kann mir auch ein Blumentopf auf den Kopf fallen.😏

Allzeit gute Fahrt!🙋‍♂️
 
Solche Fragen gehören nicht in ein Motorradforum, sondern zum behandelnden Arzt!

Nur der kennt die genauen Umstände, angewandte OP-Technik, eingesetzes Prothesenmodell etc.
Alles wichtige Faktoren, die hier keiner kennt!

Gesundheitsrisiken durch ein Motorradforum abzuschätzen ist nicht zielführend.
 
Ich habe vor zwei Jahren ein Hüft-TEP bekommen und habe beim Motorradfahren überhaupt keine Probleme.

Zum Unfallrisiko habe ich mich mit einem Physiotherapeuten unterhalten. Er hat mir sinngemäß gesagt: Skifahren würde er nicht mehr machen, da das Sturzrisiko recht hoch ist und Gefahr besteht, dass man sich da etwas auskugelt oder bricht. Zum Motorradfahren meinte er, dass wenn man stürzt, ohnehin alles Scheixxe ist, ob mit oder ohne TEP. Ergo: viel Spaß bei den gemeinsamen Touren.
Mein Arzt hat mir genau dasselbe gesagt.
Wenn der Keil der Kugel ausbricht, dann haste ne Arschkarte. Nicht ganz unmöglich das Ganze wieder "einzukleben/betonieren...." aber sehr aufwändig.
Bei den Knien meiner Partnerin, war es eher so das die Beweglichkeit der Kniegelenke Ihr einen Strich durch die Rechnung machte, auf der Triumph.
Da der Kniewinkel recht klein ist hinten drauf, muss man das mal versuchen.

Fazit: Defensiv auf Vorsicht focusiert fahren. Nichts provozieren.
 
Solche Fragen gehören nicht in ein Motorradforum, sondern zum behandelnden Arzt!
Richtete ich in meinem Fall die Frage an meinen Orthopäden, würde er mit höchstwahrscheinlich abraten.
Ich kann seine Sicht verstehen. Aber Motorradfahren möchte ich trotzdem.
Es bleibt eine Entscheidung, die ein Motorradfahrer eher und ein Arzt weniger nachvollziehen kann.
 
Denke es geht nicht darum die Meinung des Arztes in Frage zu stellen.
Oder die Antwort anzuzweifeln. Der weiss schon wie und warum Er was sagt.
Mehr um das "wie geht Ihr damit um".
 
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Servus

Ich habe in beiden Knien komplette Endoprothesen, außerdem besteht meine rechte Schulter ebenfalls komplett aus einen Endoprothese.
Ich fahre sehr gern Moped, mache mir da keine intensiven Gedanken deswegen, habe aber meine Fahrweise nach touristisch-blümchenpflücken verschoben. So habe ich noch etwas mehr Konzentration für andere Verkehrsteilnehmer (was man m.E. sowieso haben sollte), fahre nicht auf der letzten Rille und kann so weiterhin meinem Hobby frönen.

Viele Grüße
Peter

P.s.: mein Doc hatte da nichts gegen Mopedfahren einzuwenden
 
Richtete ich in meinem Fall die Frage an meinen Orthopäden, würde er mit höchstwahrscheinlich abraten.
Ich kann seine Sicht verstehen. Aber Motorradfahren möchte ich trotzdem.
Es bleibt eine Entscheidung, die ein Motorradfahrer eher und ein Arzt weniger nachvollziehen kann.

Ich habe meinen Orthopäden, nachdem ich mir die oberen 5 Halswirbel gebrochen hatte, natürlich bei einem Motorradunfall, gefragt ob ich Fahrrad fahren darf. Ich habe bewusst nicht nach Motorrad fahren gefragt - als er ja sagte - habe ich das so verstanden, dass ich auch wieder Motorrad fahren darf.
Aber richtig - das kann aus meiner Sicht nur ein Arzt beantworten. Vielleicht einer, der selbst Motorrad fährt.
 
Ich habe links eine Hüft-Endoprothese und hab vor der OP meinen Orthopäden gefragt, ob ich damit wieder Motorrad fahren könnte. Er meinte, das sei kein Problem, ich solle halt nicht drauf fallen...
 
Ich habe links eine Hüft-Endoprothese und hab vor der OP meinen Orthopäden gefragt, ob ich damit wieder Motorrad fahren könnte. Er meinte, das sei kein Problem, ich solle halt nicht drauf fallen...
Einfach und pragmatisch. So isses....
 
Sehe ich auch so,
wenn Ihr selbst dabei keine Schmerzen habt und das Risiko eingeht, ist das ganz Eure Angelegenheit.

m. M.

Wir hatten auf die Frage geantwortet, wie das Betroffene sehen, d.h. wie sie damit umgehen. Niemand hat sich angemaßt, die Frage für die im Eingangsthreat beschriebene Person zu beantworten.
 
Wir hatten auf die Frage geantwortet, wie das Betroffene sehen, d.h. wie sie damit umgehen. Niemand hat sich angemaßt, die Frage für die im Eingangsthreat beschriebene Person zu beantworten.
Lies den letzten Abschnitt nochmal im Eingangsbeitrag, da steht niGS von nur betroffenen.
Und nur weil ich nicht alle meine Wehwehchen hier öffentlich mache, darf ich nicht meine Meinung dazu äußern ?

Wenn, hast Du Dir angemaßt, meine Meinung in Frage zu stellen.
 
Solche Fragen gehören nicht in ein Motorradforum, sondern zum behandelnden Arzt!

Nur der kennt die genauen Umstände, angewandte OP-Technik, eingesetzes Prothesenmodell etc.
Alles wichtige Faktoren, die hier keiner kennt!

Gesundheitsrisiken durch ein Motorradforum abzuschätzen ist nicht zielführend.
Ich finde doch, genau da gehören sie hin. Meine bessere Hälfte hat keinerlei Beschwerden mit ihren 4 Prothesen. Die Hüftgelenke sind ja schon 12 und 14 Jahre drin, die in den Knien 3+2 Jahre - in dieser Zeit sind wir bestimmt +/- 100 tkm zusammen gefahren. Beschäftigen tut mich die Frage aber schon seit der 1. Prothese.

Die ärztlichen Fragen sind geklärt. Nur, was soll ich einen Arzt/Orthopäden, der womöglich noch nie auf einem Motorrad gesessen und evtl sogar ein grünlicher Stadtbewohner und Gegner jeglicher Motorfahrzeuge ist, fragen. Er wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und abraten.

Motorradfahren ist ein Risiko, mit Endoprothesen noch mehr, weil auch einfache Brüche schnell kompliziert werden können.
Ginge es um mich selber, hätte ich hier nicht gefragt - mein Risiko. Aber es geht um die bessere Hälfte.

Seis drum, ich wollte eure Meinungen hören und danke für die bisherigen Antworten - gerne mehr davon 👍
 
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Lies den letzten Abschnitt nochmal im Eingangsbeitrag, da steht niGS von nur betroffenen.
Und nur weil ich nicht alle meine Wehwehchen hier öffentlich mache, darf ich nicht meine Meinung dazu äußern ?

Wenn, hast Du Dir angemaßt, meine Meinung in Frage zu stellen.
Der TE wollte lediglich Meinungen zu dem Thema hören. Und da können halt betroffene am meisten dazu sagen.
Den Thread als überflüssig zu bezeichnen, halte ich für falsch.
 
Richtete ich in meinem Fall die Frage an meinen Orthopäden, würde er mit höchstwahrscheinlich abraten.
Ich kann seine Sicht verstehen. Aber Motorradfahren möchte ich trotzdem.
Es bleibt eine Entscheidung, die ein Motorradfahrer eher und ein Arzt weniger nachvollziehen kann.
Genau
 
Davon abgesehen: Was soll ein Orthopäde zu dem Thema denn schon sagen? "Keine Sorge, bei einem Unfall hält die Prothese, alles kein Problem"? Im Fall der Fälle hat er dann einen verunfallten Patienten vor sich liegen, der ihm diese Aussage unter die Nase reibt. Von daher wird jeder Dottore eher abraten.

Das ganze fällt imho unter persönliches Risiko und Eigenverantwortung. Ich fahre ja auch mit dem Hüft TEP und gehe grundsätzlich davon aus, das ich mich nicht auf die Nase lege.

( Bei meinem Sturz letztes Jahr war ich umso erleichterter, dass es mich auf die "gute" Seite hingeknallt hat 😉 )
 
Ich finde doch, genau da gehören sie hin. Meine bessere Hälfte hat keinerlei Beschwerden mit ihren 4 Prothesen. Die Hüftgelenke sind ja schon 12 und 14 Jahre drin, die in den Knien 3+2 Jahre - in dieser Zeit sind wir bestimmt +/- 100 tkm zusammen gefahren. Beschäftigen tut mich die Frage aber schon seit der 1. Prothese.

Die ärztlichen Fragen sind geklärt. Nur, was soll ich einen Arzt/Orthopäden, der womöglich noch nie auf einem Motorrad gesessen und evtl sogar ein grünlicher Stadtbewohner und Gegner jeglicher Motorfahrzeuge ist, fragen. Er wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und abraten.

Motorradfahren ist ein Risiko, mit Endoprothesen noch mehr, weil auch einfache Brüche schnell kompliziert werden können.
Ginge es um mich selber, hätte ich hier nicht gefragt - mein Risiko. Aber es geht um die bessere Hälfte.

Seis drum, ich wollte eure Meinungen hören und danke für die bisherigen Antworten - gerne mehr davon 👍

Sorry,

Aber es gibt x - verschiedene OP-Methoden und dutzende verschiedene Endoprothesen und verschiedene Ausgangssituationen- die je nachdem besser oder schlechter zum Motorrad fahren geeignet sind.

Und das weiß nun mal nur der behandelnde Arzt besser als Hörensagen vom Forum.

Und Du glaubst doch nicht wirklich im Ernst, daß ein Arzt der Motorrad fahren ablehnt seine Patienten deshalb falsch berät?
 
Der Arzt kann dir sagen ob dauerhaft 110Grad Kniewinkel über viele Stunden möglich sind und ob die Vibrationen die Prothese losrütteln. Die Punkte haben wir gerade geklärt, meine Frau bekommt nächste Woche ein neues Knie.
Alles weitere ist persönliche Risikobewertung.
Ich persönlich habe einen langen Nagel im rechten Schienbein der einen erneuten Bruch sehr viel komplizierter macht.
Wir sind bei erster Gelegenheit wieder Mopped gefahren. Wir gehen das Risiko ein.
Dafür macht das Touren viel zu viel Freude.
No risk no fun.
Gruß
Ronald
 
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