Begegnungen auf dem Weg nach Albanien oder wenn man auf Reisen ist lernt man Leute kennen

umdieecke

Wegfinder
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R1150GS
Wir sind gerade auf dem Weg, uns Montenegro und Albanien anzusehen.

Heute erste Begegnung, wir fahren Ungarn rein und ich bin mir unsicher wegen Maut. Fahre also ab und versuche zu googeln, aber noch im Grenzgebiet daddelt das iPhone rum und wil lsich nicht richtig einloggen. Auf einmal hält ein Tesla neben mir und der Fahrer fragt, ob er helfen kann. Er wäre auch Motorradfahrer und sah uns fragend am Rand stehen. Sehr nett, kurz erklärt worum es geht und dann meinte er, wirsollen hinterherfahren und er zeigt uns de nWeg, da die Autobahn wohl neu ist und man das nicht gleich richtig findet, ohne Maut weiter zu kommen. Top, fuhr extra vor uns her, hupte irgendwann und winkte nach links, er wendete und fuhr zurück

Zweite Begegnung, am Balaton steht diese GS





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neugierig trete ich ran und sehe den Beifahrer

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und dann das Kennzeichen:oops:

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später kam der Fahrer und wir haben uns länger unterhalten. Er ist seit 7 Monaten unterwegs, Dubai, Ägypten, Fähre Türkei, hoch nach Russland, durch die Baltischen Länder, Finnland dann hoch zum Nordkap im Oktober, Norwegen wieder runter, durch Frankreich nach Gibraltar, rüber nach Marokko, dort Dromedar gekauft, durch bis zum Senegal und zurück, jetzt in Ungarn und will durch Rumänien über Transfagarasan (habe ihm gesagt, die ist bis Juni gesperrt) und dann will er irgendwie nach Hause. Er kann nicht durch Syrien und sowieso ist dort gerade Bombenstimmung. Aber er war eine Frohnatur und wird das schon schaffen. Inzwischen ist er 60.000 km am Stück gefahren, glaube damit hat er Klaus in den Schatten gestellt🥳 Er liebt seine GS, aber umfallen sollte sie nicht, weil.... er nicht gerade ein Riese ist

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Mal sehen, was wir noch so an Begegnungen haben...
 
Danke udE für den Bericht. Das sind so die wunderbaren Begegnungen, die man nie vergisst. Ich wünsche Dir/Euch(?) eine sehr schöne Reise. Montenegro ist schön!
Übrigens: wenn Du in Ungarn auf die Autobahn gerätst und hast keine Vignette, du kannst nachbuchen. Das klappt, eine Stunde lang.
Gute Reise wünscht janus
 
dritte Begegnung, wir kommen in Kroatien an und Calimoto wollte uns gleich abseits führen. Der Füllstand beider Tanks war dagegen. Da wir knapp hinter der Grenze Tankstellen googeln wollten und wieder mal das iphone sich nicht entscheiden konnte, welches Netz es nimmt kreiselte Google. Es kübelte aus Eimern und trotzdem kamen 2 Kroaten zu uns gerannt und fragten, wo wir hin wollen. Tanken, ok, 15 km in diese Richtung. Super, hat gepasst, wir fanden die Tankstelle und das iphone wieder das Internet.

vierte Begegnung, ich begegnete mir selbst... getankt und gehe an die Kasse, halte das iphone an den Scanner, kurz gerödelt ABGELEHNT, kann nicht sein, nochmal, wieder gerödelt und wieder ABGELEHNT. Innerhalb von Sekunden war Schweiß auf der Stirn, die Gedanken ratterten, ich gucke den Kassierer an, Kopf größer, Armumfang bestimmt 40 cm, geschätzt 120 kg Kampfmaschine, alte Judokenntnisse kamen hoch, man soll die Kraft des Angreifers aufnehmen und dann sprach meine Judotrainerin, Du spinnst, RENNE. Ok, war auch keine Option, der Kassierer war schon etwas ungehalten, hinter mir stand ein Landwirt, der bezahlen wollte, bloss, ICH blockierte die Kasse. Ich springe schnell raus zum Tankrucksack und finde Bargeld, ufff rein, bezahlt und schnell wieder raus. Während ich meiner Frau erzähle, dass die Kasse die Visa Karte verweigert hat, meinte sie nur, das haben wir doch jedesmal, hast Du die Ländersperre für Bosnien etc. aus der App genommen. Flache Hand an Stirn, richtig und natürlich wie immer vergessen die Visa Karte freizuschalten für außerhalb Deutschland. Mann o man, schnell nachgesehen und siehe da, natürlich alle Länder gesperrt bis auf Deutschland.

fünfte Begegnung, kurz nach der Tankstelle stand seelenruhig ein Fasanmännchen und wollte nicht von der Strasse gehen. BMW abgestellt und während ich absteige hat der Herr sich bequemt wegzufliegen.

sechste Begegnung an der Grenze nach Bosnien, gebe ich Perso und Fahrzeugpapiere ab. Fenster zu, umgedreht und mit Kollegen gesprochen und mit meinen Papieren gewedelt. Dreht sich wieder um und redet auf mich ein. Natürlich auf Bosnisch, ich verstehe gar nichts. Da kommt ein Passant rüber und spricht den Beamten an und dann mich auf Deutsch. Warum Perso und Fahrzeugschein am gleichen Tag ausgestellt ist, das wäre doch komisch. Meine Frau hört über die Sprechanlage mit und soufliert mir, dass doch vor 8 Jahren meine Papiere gestohlen wurden und deswegen alles am gleichen Tag ausgestellt sind. Dem Passanten erklärt, der dem Beamten, der nickt, Fenster zu, kurz diskutiert, Fenster auf und Papiere zurück, gute Fahrt. Habe mich bei dem Passanten bedankt und dann ging es weiter.

Mal sehen, was wir noch so an Begegnungen haben...
 
Achte Begegnung

Wir haben in Montenegro eine Rafting Tour gebucht und dabei Nina kennengelernt. Sie ist die einzigste Rafting Bootsführerin in dieser Gegend und kommt aus Peru😳sie ist begeisterte Rafterin und kennt einige der grössten Flüsse vornehmlich Südamerika. Hat uns hervorragend den Fluss runtergebracht

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Mal sehen, was wir noch so an Begegnungen haben...
 
Zuletzt bearbeitet:
9 Begegnung

im Rafting Camp haben wir einen jungen Holländer kennengelernt, könnte unser Sohn sein. Er hat am Tag was selber gemacht und abends haben wir uns getroffen zum essen. Viel gelacht und Spaß gehabt. Wir haben ihn eingeladen, uns in Berlin zu besuchen und er will sich melden
 
10 Begegnung

In Podgorica habe ich zufälligerweise einen BMW Händler gesehen. Gleich rangefahren und gefragt, ob mir jemand helfen kann den Öleinfüllstutzen zu wechseln Ich habe die Fassung nicht rausbekommen und mein Motorgehäuse war mehr als süffig. Ein junger Mechaniker kam raus mit Oberarmen wie Popeye und hat den Einsatz flott rausgehebelt. Mein Ersatzstück mit Vaseline eingeschmiert und mit dem Daumen reingepresst, Motor noch sauber gemacht und dann wollte er einfach gehen. Er meinte Service, alles gut. Habe ihm 5 € in die Hand gedrückt.
 
11 Begegnung

Beim Frühstück haben wir ein albanisches Ehepaar kennengelernt, die leben in der Schweiz (deswegen Verständigung möglich) und mache nhier Urlaub. Haben einiges aus der Geschichte Albaniens erzählt und ein paar Fragen Hintergründe uns erklären können. Als Westberliner wollte ich unter anderem wissen, wie es in den Zeiten der 80er Jahre war mit Grnzsicherung. Kei9ne Mauer oder Stacheldraht, sondern starke Bewachung und gegenseitige Bespitzelung. Interessant war, er ist Albaner aber sieht sich mehr als Balkaner, da er Verwandschaft über all hat im Balkan. Nette Ansicht, er meint, Grenzen sind nervig, eigentlich sollte der gesamte Balkan zusammen betrachtet werden. Religionen werden fast überall gelebt und akzepziert.
 
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