So tragisch die Unfälle der letzten Wochen auch sind, so muss man doch etwas genauer hinsehen. Der erste Reflex von vielen, auch Medien, "jetzt rasen sie wieder", gefolgt von untauglichen Massnahmen der Behörden "machen wir eben die Strecke so unattraktiv wie möglich für Motorradfahrer (bis hin zur Gefährdung derselben), ist so erwartbar wie unsinnig.
So ist lt. Meldungen der Unfall auf der B500 mit zwei toten Zweiradfahrern vor allem darauf zurückzuführen, dass die Motorradfahrerin nach links auf einen Parkplatz abbiegen wollte, wonach ein Motorradfahrer mit ihr zusammenstiess. Wer da nun die Schuld trägt, das muss noch herausgefunden werden. Ich möchte, meine persönliche Meinung, schon denken, dass der Motorradfahrer, der auffuhr, doch etwas zu eilig unterwegs war. Kinetische Energie, wo beim Aufprall zwei Leute sterben, das geht nicht mit Schrittgeschwindigkeit.
Beim Unfall jetzt im Kreis Karlsruhe am Wochenende hat ein Autofahrer beim Linksabbiegen einen Motorradfahrer übersehen, welcher beim Ausweichversuch noch mit dem Unfallverursacher und dann noch mit einem zweiten Pkw zusammenstiess. Auch hier war also der Motorradfahrer Opfer eines Zusammenstosses beim Linksabbiegen.
Und wenn in einem dritten Fall, bei Kaltenbronn wars glaube ich, quer zur B500, einer schlicht nach links auf die Gegenfahrbahn kommt und es dann knallt, tja, was will man da machen. Das kann Unvermögen genauso sein wie überhöhte Geschwindigkeit oder der Blick aufs Handy oder Navi.
Nachdem die Strecke endlich mal ausgebaut wurde, das war zuvor beinahe eine Endurostrecke, wollen es ein paar Unbelehrbare natürlich auch wieder wissen und knallen die Strecke durch, schei** aufs Tempolimit.
Und die B500: Als "Fast"-Anwohner meide ich die so gut wie's geht, man nimmt sie eben stückweise und langsam (Radar!) mit, um die Strecken quer zu ihr zu befahren. Wobei die auch schon verkehrsberuhigt werden, 60 oder 70 km/h für Motorradfahrer. Es wird halt immer mühsamer.