B500- Unfallstrecke im Blick der Behörden

sigmali

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BMW R 1250 GS (EZ 3/2020)
Die B500 zw. Baden-Baden und Freudenstadt dürfte hinlänglich bekannt sein. Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt es schon länger. Gemessen und kontrolliert wird auch öfter.
Nachdem die Unfallereignisse mit Motorrädern anscheinend immer noch hoch hoch oder zu hoch sind, bin ich gespannt, was den Entscheidern einfallen wird.

Im SWR ist heute ein Artikel eingestellt

https://www.swr.de/swraktuell/baden...nfaelle-im-nordschwarzwald-ein-toter-100.html
 
Sie ist viel gerade und trotzdem über weite Strecken auf 70 und 50 limitiert. Wenn ich da so fahre, finde ich Fahrradfahren deutlich gefährlicher. Wenn sich natürlich welche an nichts halten und dann angekachelt kommen, rechnet man nicht damit.

Oder wenn jemand von alleine von der Strasse abkommt und gegen Bäume fährt. Ober der da eingeschlafen war?
 
B500 Schwarzwaldhochstraße "doof" würde ich nicht sagen. Es ist landschaftlich nachwievor eine Traumstrecke. Und genau deswegen wird 50/70 km/h max. selbst zur Gefahr. Dieses langsame Bummeln verleitet halt zum Spazieren-Gucken - vor lauter toller Landschaft kann man da schon mal vergessen dass man eigentlich gerade Motorrad fährt und auch langsam auf die Gegenfahrbahn gerät.

Ich für mich fände es schlimm wenn die Straße für uns geschlossen würde. Ich kann sie auch mit 50-70 km/h geniessen.
 
Tja, was soll man denn noch machen? Die Strecke ist doch schon Geschwindigkeitsreduziert.
Man kann doch nicht alles sperren.

Aber am einfachsten ist es anscheinend immer noch an Fahrverbote zu denken und diese am Ende auch zu verhängen.

Die Strecke B500 ist wirklich schön - aber eigentlich viel zu gut ausgebaut, und dass zieht halt die "Knieschleifer" an.
Ist hier im Sayntal bei Koblenz auch nicht anders. Komplett beschränkt auf 70 und das interessiert die nicht.
 
So tragisch die Unfälle der letzten Wochen auch sind, so muss man doch etwas genauer hinsehen. Der erste Reflex von vielen, auch Medien, "jetzt rasen sie wieder", gefolgt von untauglichen Massnahmen der Behörden "machen wir eben die Strecke so unattraktiv wie möglich für Motorradfahrer (bis hin zur Gefährdung derselben), ist so erwartbar wie unsinnig.
So ist lt. Meldungen der Unfall auf der B500 mit zwei toten Zweiradfahrern vor allem darauf zurückzuführen, dass die Motorradfahrerin nach links auf einen Parkplatz abbiegen wollte, wonach ein Motorradfahrer mit ihr zusammenstiess. Wer da nun die Schuld trägt, das muss noch herausgefunden werden. Ich möchte, meine persönliche Meinung, schon denken, dass der Motorradfahrer, der auffuhr, doch etwas zu eilig unterwegs war. Kinetische Energie, wo beim Aufprall zwei Leute sterben, das geht nicht mit Schrittgeschwindigkeit.
Beim Unfall jetzt im Kreis Karlsruhe am Wochenende hat ein Autofahrer beim Linksabbiegen einen Motorradfahrer übersehen, welcher beim Ausweichversuch noch mit dem Unfallverursacher und dann noch mit einem zweiten Pkw zusammenstiess. Auch hier war also der Motorradfahrer Opfer eines Zusammenstosses beim Linksabbiegen.

Und wenn in einem dritten Fall, bei Kaltenbronn wars glaube ich, quer zur B500, einer schlicht nach links auf die Gegenfahrbahn kommt und es dann knallt, tja, was will man da machen. Das kann Unvermögen genauso sein wie überhöhte Geschwindigkeit oder der Blick aufs Handy oder Navi.
Nachdem die Strecke endlich mal ausgebaut wurde, das war zuvor beinahe eine Endurostrecke, wollen es ein paar Unbelehrbare natürlich auch wieder wissen und knallen die Strecke durch, schei** aufs Tempolimit.
Und die B500: Als "Fast"-Anwohner meide ich die so gut wie's geht, man nimmt sie eben stückweise und langsam (Radar!) mit, um die Strecken quer zu ihr zu befahren. Wobei die auch schon verkehrsberuhigt werden, 60 oder 70 km/h für Motorradfahrer. Es wird halt immer mühsamer.
 
Das Problem ist doch nicht die Straße, sondern das Klientel. Nicht nur dort, an vielen Hotspots der Knieschleifer erwischt es in erster Linie junge Fahrer, voller Enthusiasmus, Risikobereitschaft und jugendlicher, vermeintlicher Unverletzbarkeit.
Dieses im Grunde völlig normale Klientel bekommt man doch nicht durch schärfere Regeln - die man in jugendlicher Unbekümmertheit eh ignoriert - in den Griff. Da müsste man sich längst was anderes einfallen lassen. Bei Streckensperrungen fahren sie einfach zehn Kilometer weiter im nächsten Anstieg hoch und runter.
Das einzige was hilft, ist Ansprache auf Augenhöhe > Rennleitung 110
Oder rigoroses Einkassieren vom Motorrad. Das ist aber auch nicht gerade wünschenswerte Staatsräson.
Wahrscheinlich muss man traurigerweise akzeptieren, dass der/die ein oder andere nicht mehr nach Hause kommt vom Motorradfahren, vom Paragliden, Basejumpen, Skifahren oder was auch immer. Es sterben außerdem täglich Leute auf den Autobahnen wegen zu geringem Abstand, Raserei oder immensen Tempounterschieden zwischen den Fahrspuren.
Wo fängt man an, wo hört man auf?
 
wenn ich mich hier an die Geschwindigkeitsvorschrift halte, werde ich in der Regel ständig von PKWs überholt
das ist hier im Lautertal noch schlimmer Sa So Feiertag Motorräder max 50 kmh .... ist aber ne Landstraße , wer auch immer sich den Schwachsinn ausgedacht hat .... ja die Strecke wird an den Tagen von Vielen per Rad auch befahren und überall kreuzen Wanderwege und P Plätze aber macht die Sache mit den Autos nicht einfacher. und Freitag um 17 Uhr kannst unter den Augen der PoL ballern um die Kurven. Ah alle Ortschaften dann 30 für alle .

OT weil ich grad an nem anderen Thema dran war .......

In Deutschland sterben jedes Jahr mindestens 85.000 Menschen an den Folgen einer Sepsis
Ungefähr 0,10 % der in Deutschland lebenden Menschen sterben jedes Jahr an einer Sepsis.

Tödliche Motorradunfälle 500 bis 600 Todesfälle machen etwa 0,01 % aller zugelassenen Maschinen aus ( Ich hab 3 und sicher nicht der Einzige , also geht die Zahl eher runter )
 
Zuletzt bearbeitet:
PS überall wo mehr als 3 Biker zusammen kommen wird es kritisch. Sa 16 Uhr von Glemseck weg Richtung Reutlingen .... keine 10 km da lagen schon mindestens 2 auf der Fahrbahn , RTW hat grad die Türen auf gemacht ....... und nochmal 4 km weiter in nem Waldstück wollte wohl einer den Graben testen ....

Ich meide die B500 zumindest in den Stoßzeiten wie auch andere Hotspots ....... außer ich weis die Pol ist grad dort 🤭
 
Das Problem ist doch nicht die Straße, sondern das Klientel.
Für mich einer der maßgeblichen Gründe, mich von Strecken wie der B500 fernzuhalten. Mit den Beschränkungen kann man leben, mit den Fahrkünsten mancher "Aushilfs-Rossis" wird das biologisch manchmal schwierig. 🤷‍♂️ Hinzu kommt, ist aber meine ganz persönliche Meinung, dass der gute Ausbau der Straße nicht dazu dient, sie sicherer zu machen. Wie @FinallyGS schon geschrieben hatte, suggeriert das ein falsche Sicherheit. Und die macht Fahren dann nicht wirklich sicherer.

Wenn ich aber lese, dass jemand in einer langgezogenen Linkskurve frontal und voll im Gegenverkehr landet, dann frage ich mich schon, wie man das schafft? Zu schnell und falsch korrigiert? Komplett falsche Linie? Zu unaufmerksam? Mit 58 Jahren kann da natürlich auch ein medizinisches Problem dahinter stecken...aber das sind alles Mutmaßungen und bringen nix.

Wir werden uns, sollten sich nicht irgendwann alle mal etwas am Riemen reißen, über kurz oder lang an Autobahnkreuzen zum Kurvenfahren verabreden. Das wird es dann gewesen sein. Nebenbei frage ich mich, wann der erste Krankenversicherer auf die Idee kommt, saftige Risikozuschläge für die Nutzer motorisierter Zweiräder aufzurufen?
Und jetzt können mich die üblichen Verdächtigen gerne wieder als Heuchler betitulieren, der so tut, als hätte er in jungen Jahren nie über die Stränge geschlagen. Haben wir. Aber so ne Sch... wie der Naked-Bike-Pilot, der mich am WE auf der Eselssteige in einer der Linkskurven innen überholt hat, haben wir definitiv nicht getrieben. Zwischen seiner und meiner Linie war kein Meter Platz:mad:, ich hab mich fast eingesch...:eek:
 
... Hinzu kommt, ist aber meine ganz persönliche Meinung, dass der gute Ausbau der Straße nicht dazu dient, sie sicherer zu machen. Wie @FinallyGS schon geschrieben hatte, suggeriert das ein falsche Sicherheit. Und die macht Fahren dann nicht wirklich sicherer.

...:eek:

Hier in Spessart, Vorderrhön und Mainfranken genau so an mehreren Abschnitten.
Bis vor wenigen Jahren geflickter Asphalt, rüttelige Fahrbahnoberfläche, loses Bankett > überwiegend Tourenfahrer auf Motorrädern und im Familienauto.
Dann komplette Fahrbahnerneuerung, breiter, topfeben, griffig und sauber eingefasst > Knieschleifer, Gebückte und auspuffknallende Sportwagen/GTI's im Ballermodus. :rolleyes:

Und was die Autobahnkreuze betrifft, sowas gibt es schon. Gugel mal nach dem "Hockenheim Achter" bei Schwetzingen. 🙃
 
In der Regionalzeitung waren diese Woche zwei große Artikel von/mit Michael Lenzen und Ricky Lowag

Außerdem gibt es wohl noch einen Kommentar dazu

(online alles hinter Bezahlschranke, offline sind "nur" die beiden ersten Artikel bei mir vorbeigekommen)
 
Das Problem ist doch nicht die Straße, sondern das Klientel.
In gefühlt jedem zweiten Nachrichtenbeitrag, wo es um unbotmäßige Motorradfahrer geht, ist das Motorrad gestohlen, nicht zugelassen, nicht versichert, der Fahrer betrunken, bekifft bzw. ohne Führerschein. Mit (noch) schärferen Regeln kann man solchen Fällen eh nicht beikommen ...
 
In gefühlt jedem zweiten Nachrichtenbeitrag, wo es um unbotmäßige Motorradfahrer geht, ist das Motorrad gestohlen, nicht zugelassen, nicht versichert, der Fahrer betrunken, bekifft bzw. ohne Führerschein. Mit (noch) schärferen Regeln kann man solchen Fällen eh nicht beikommen ...
Ich denke, hier täuscht Dich Dein Gefühl gewaltig.
Sigmali wird besser wissen, ob die Quote an gestohlenen Fahrzeugen oder bekiffter Fahrer unter den Opfern auffällig ist. Ich vermute, dass dem nicht so ist.

Nun sind die Raser nicht unbedingt die Opfer, wie man aus einem Vorfall aus dem letzten Jahr auf der B500 weiß. Dort kam ein Raser aus einem Trio auf dem Bergauf-Stück zwischen Baden-Baden und Bühlerhöhe zu Sturz, ein entgegenkommender Autofahrer musste scharf bremsen, wodurch ein ihm folgender Motorradfahrer stürzte und schwer verletzt wurde. Die drei Helden aus dem Raum Pforzheim begangen Unfallflucht, konnten aber nach ein paar Monaten identifiziert werden.

Aber ich weiß auch nicht, welche Maßnahmen hier zum Rückgang der Opferzahlen tauglich wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Ernst, was treibt einen an, dass man Artikel postet die hinter einer Bezahlschranke liegen?
Zum einen zu zeigen, daß das Thema durchaus regional ein ziemliches Thema ist (so viele Motorrad-Artikel in so kurzer Zeit sind sonst selten). Zum anderen gibt es (in der BNN-Region) schon mal den einen oder anderen, der hinter die Bezahlschranke gucken kann.
 
Ich denke, hier täuscht Dich Dein Gefühl gewaltig.
Sigmali wird besser wissen, ob die Quote an gestohlenen Fahrzeugen oder bekiffter Fahrer unter den Opfern auffällig ist. Ich vermute, dass dem nicht so ist.
In der Gesamtzahl der überhaupt aktenkundigen Fälle und der Berichte im Polizei-Presseportal hast Du sicher recht. Aber bei dem, was es in die Publikumsnachrichten (bei mir meistens SWR) schafft, würde ich meine Vermutung nicht komplett zurückziehen.
 
Heute auf der B500: Polizeikontrollen zwischen Baden-Baden und Bühlerhöhe - war zu erwarten.
Viele Motorradfahrer warnten die Entgegenkommenden.
Nur wer die Augen komplett zumachte, lief Gefahr in die Kontrolle zu geraten.
 
Letztendlich eine ewige Wiederholung von Placeboaktivitäten. IdR initiiert durch Dienststellenleiter oder Vorgesetzte um papiermässig etwas für Öffentlichkeit (Medien) und übergeordnete Stellen vorweisen zu können.
 
Ja, die Beamten ließen durchscheinen, dass sie "zu wenig Kundschaft" hätten.
 
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