10 Tage mit meiner neuen R12 G/S

ÖftMcJackson

Prospekt-Träumer
Prospekt-Träumer
Registriert
18. Okt. 2025
Beiträge
43
Reaktionspunkte
40
Ort
Hamburg
Motorrad
R12 G/S
Nach den ersten 10 Tagen mit meiner neuen R12 G/S wollte ich mal ein kleines Zwischenfazit ziehen.

Die Rallysitzbank ist zwar grenzwertig hoch, bietet aber einen deutlich angenehmeren Kniewinkel als die rote Soziusbank, die ich zusätzlich gekauft habe. Ich bin 1,79 m groß und komme mit der Rallybank nur mit etwas weniger als den Fußballen auf den Boden – das ist gerade noch okay, aber definitiv gewöhnungsbedürftig.

Vielleicht werde ich mir den roten Bezug von Unit Garage zulegen und die Rallysitzbank beim Sattler damit umbeziehen lassen. Das Rot gefällt nämlich ganz gut.

Vor dem Kauf dachte ich, dass es mich nicht stören würde, dass das Keyless-Konzept nicht auf Tankdeckel und Lenkerschloß angewendet wurde. In der Praxis muss ich aber sagen: Es nervt tatsächlich ein wenig, da man sich doch öfter dabei ertappt, den Schlüssel zu brauchen, obwohl man sich schon an „keyless“ gewöhnt hat.

Klingeln oder Klopfen sind bisher kein Thema gewesen.

Die Kupplung hat lediglich in den ersten etwa 800 km etwas Geruch verursacht, seitdem ist sie absolut unauffällig. Ich vermute, dass sich auch eine neue Kupplung erst einmal einfahren muss.

Der Berganfahrassistent funktioniert im Automatikmodus wirklich klasse. Das empfinde ich als sehr komfortabel und zudem kupplungsschonend – ein Feature, das ich schnell zu schätzen gelernt habe.

Das Digitaldisplay ist einfach klasse, ich bereue keinesfalls das ich mich nach der Bestellung nochmals unentschieden habe und das Rundinstrument aus meiner Konfiguration rausgeschmissen habe. Zudem sieht es einfach schick aus.

Irritierend für einen BMW-Neuling ist, dass scheinbar kein Symbol für das aktivierte Abblendlicht im Digitaldisplay angezeigt wird, obwohl es bei eingeschalteter Zündung immer an ist. Da musste ich mich erst einmal dran gewöhnen.

Die Lithium-Leichtbaubatterie hatte nach einer Nacht nahe dem Gefrierpunkt ein paar Startschwierigkeiten – erst beim dritten oder vierten Versuch sprang der 1170 ccm Motor an. Das werde ich im Auge behalten.

Schaltautomat und Blipper funktionieren weitestgehend geschmeidig und machen richtig Spaß, vor allem bei dynamischer Fahrweise.

Was mir außerdem auffällt: Man wird extrem oft auf das Motorrad angesprochen – meistens mit dem Einstiegssatz: „Schön ist sie ja…“

Mal sehen, wie die Zufriedenheit nach 100 Tagen aussieht. Momentan bin ich aber definitiv wieder im Motorradhimmel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe meine heute bereits 196 Tage ... und finde sie immer noch toll, wahrscheinlich sogar noch besser ... :)
Die Schlüsselfunktion ist wirklich daneben.
Es war schon schwierig genug, einen Paltz für den Schlüssel zu finden. Gut, ist eine Jackentasche geworden.
Aber kaum fährt man los, ruft die Tankstelle .... und schon geht das Taschengefummel los ...
Mir wäre es lieber, wenn der Schlüssel in einem Zündschloss steckte.

Dir noch viel Spaß mit deiner G/S!
 
Das mit dem Berganfahrassistent kann ich nur bestätigen. Das ist der Beste den ich bisher bei BMW gefahren bin. Im Automatikmodus unauffällig gut im Alltag, also endlich mit Mehrwert.

Leider muss ich das auch mit der Batterie bestätigen, fühlt sich seltsam an nach einer kühlen Nacht als ob sie fast leer ist. Dauert dann 3-4 Startversuche. Tagsüber sonst kein Problem.

Warum ist bei dir das Abblendlicht immer an? Bei mir geht das an je nach Umgebungshelligkeit. Also Tagsüber nur das schöne X von vorne zu sehen.
 
Bergfahrassistent? Wusste gar nicht, dass die sowas hat… Muss ich heute gleich mal im Menü suchen. Übrigens, 10K Inspektion kostete 800 Öcken
 
Leider muss ich das auch mit der Batterie bestätigen, fühlt sich seltsam an nach einer kühlen Nacht als ob sie fast leer ist. Dauert dann 3-4 Startversuche. Tagsüber sonst kein Problem.

Warum ist bei dir das Abblendlicht immer an? Bei mir geht das an je nach Umgebungshelligkeit. Also Tagsüber nur das schöne X von vorne zu sehen.

Hab das Thema mit der Batterie bei meinem Händler mal platziert. Rückmeldung deckt sich mit meiner Vermutung das LiPo Batterien empfindlich sind bzgl. Niedriger Umgebungstemperaturen. Ist kein Fehler oder Defekt am Motorrad. Bei mir ist gestern früh bei 5 Startversuchen die Spannung soweit abgesackt das Die Uhrzeit im Digitaldisplay auf 00:00 gesetzt wurde.

Bzgl. Des Abblendlichts hast du natürlich recht. Tagsüber ist nur das Tagfahrlicht geschaltet was über die grüne Indikation im Display zu Anzeige gebracht wird. Sobald es dunkel wird schaltet das Motorrad auf Abblendlicht um und die grüne Indikation erlischt. Es wird nun nichts mehr im Display angezeigt.
 
"Die Lithium-Leichtbaubatterie hatte nach einer Nacht nahe dem Gefrierpunkt ein paar Startschwierigkeiten – erst beim dritten oder vierten Versuch sprang der 1170 ccm Motor an. Das werde ich im Auge behalten."

Tipp: Schalte erst die Zündung ein und lass die Batterie dadurch "hochfahren" und erst nach gut 30-60 Sekunden starten....versuch es mal ;-)
 
😱Wie bitte?! Da bezahle ich wesentlich weniger für meine E-Klasse. Hast du nur den Standartumfang machen lassen oder irgendwelche Sonderwünsche?
Keine Sonderwünsche, nur die Inspektion. Allein die Zylinderhaubendichtungen kosten 200 Euro.
 
"Die Lithium-Leichtbaubatterie hatte nach einer Nacht nahe dem Gefrierpunkt ein paar Startschwierigkeiten – erst beim dritten oder vierten Versuch sprang der 1170 ccm Motor an. Das werde ich im Auge behalten."

Tipp: Schalte erst die Zündung ein und lass die Batterie dadurch "hochfahren" und erst nach gut 30-60 Sekunden starten....versuch es mal ;-)
Das hat er so genannte Ansprechpartner bei meinem freundlichen bei mir auch behauptet, funktioniert aber nicht. Ich warte mit Aktivität Zündung jedes Mal mindestens 1 Minute bis das CRN sich mit dem Hotspot meines Handy verbunden hat.
Zudem haben die LiPo im Auslieferungszustand deines Fahrzeugs meist nur ein Ladezustand/Lagerzustand von 50 %. Ich will Drohnen und E-Autos hantiert, weiß was ich meine. Wenn der Händler dann vor der Auslieferung das Laden der Batterie vergisst, merkt man das. Mir wurde das BMW Ladegerät in die Hand gedrückt, mit dem Hinweis mein Motorrad zu laden. Leider sind die Temperaturen jetzt aber nicht mehr tief genug, damit dieses Phänomen auftritt. Nichtsdestotrotz fühlt er sich bei jedem Startvorgang wie eine Lehre Batterie an.
Und obwohl sie das Problem kennen, weiß ich beim Kauf natürlich niemand darauf hin.
Die 250 € Aufpreis hätte ich besser in einer kleine Diät gesteckt und hätte so viel mehr Gewicht Ersparnis gehabt… 😂

Bei mir ist schlimm, dass sich nach 4-5 Startversuchen dann die Diebstahlwarnanlage unbemerkt in den Transportmodus stellt. tztz…
 
Heute hatten wir den Tag über ca 12 grad. Am Nachmittag wieder 5 Startversuche gebraucht bis Sie angesprungen ist. Nervt schon sehr. Für mich definitiv eine Fehlkalkulation was die Startleistung der verbauten Batterie betrifft. Hätte ich das gewusst hätte ich mir das Geld auch gespart. Ich werde ggf. Auf eine LiFePO Batterie von Aliant wechseln. Hatte die in meiner Ducati 1199 Panigale verbaut und die hatte null Probleme den 1200 ccm V2 zu starten. Nicht mal bei Frost.
 
Das scheint mir ungewöhnlich. Ich hatte damals auch diese Batterie zur G/S gewählt. Und auch im Winter im 0°C startete sie nach 5 Wochen Stillstand im ersten Versuch - etwas zäh, ja, - aber ich habe bis dato noch gar nicht 2x oder gar mehr starten müssen. 🤔
 
Das scheint mir ungewöhnlich. Ich hatte damals auch diese Batterie zur G/S gewählt. Und auch im Winter im 0°C startete sie nach 5 Wochen Stillstand im ersten Versuch - etwas zäh, ja, - aber ich habe bis dato noch gar nicht 2x oder gar mehr starten müssen. 🤔
Hmmm…hör blos auf. Ich dachte hier gab es noch mehrere Personen die ein ähnliches Startverhalten wie bei meiner G/S zu beklagen hatten? An was könnte es dann liegen? Defekt der Batterie? Defekt am Motorrad? Nachdem Sie dann einmal gestartet wurde und ich sie wieder abstelle und dann erneut starten möchte springt sie meistens beim 1. Versuch an.

Eben nochmal probiert. Motorrad steht seit gestern Nachmittag ca 16:00 Uhr im Carport. 10 Grad Außentemperatur.
Beim 6. Startversuch ist Sie angesprungen. Ich habe ein Video aufgenommen: R12 G/S Startversuche mit M Lightweight Batterie
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm…hör blos auf. Ich dachte hier gab es noch mehrere Personen die ein ähnliches Startverhalten wie bei meiner G/S zu beklagen hatten? An was könnte es dann liegen? Defekt der Batterie? Defekt am Motorrad? Nachdem Sie dann einmal gestartet wurde und ich sie wieder abstelle und dann erneut starten möchte springt sie meistens beim 1. Versuch an.

Eben nochmal probiert. Motorrad steht seit gestern Nachmittag ca 16:00 Uhr im Carport. 10 Grad Außentemperatur.
Beim 6. Startversuch ist Sie angesprungen. Ich habe ein Video aufgenommen: R12 G/S Startversuche mit M Lightweight Batterie
Hast du ein Multimeter?

Ich habe mich mittlerweile sehr in das Thema vertieft. Ich kann dir fast genau sagen wie voll deine Batterie anhand der gemessen Werte ist. Seitlich wo das Einstellrad des hinteren Dämpfer ist ist eine Kappe mit Plus Symbol. Da kann man mit einem Multimeter die Spannung der Batterie direkt abgreifen.

Achtung: Neue LiPo‘S benötigen mehrere komplette Ladezyklen (0-100%) zum bevor sie ihre max. Kapazität liefern.


Hier mal ein paar aktuelle Zahlen zur Einschätzung der gemessenen Werte (Achtung Temperaturabhängig):

Ruhe Zustandsmessung: Messung nach einer Stunde Zündung aus am Pol gegen Masse (+/- 0,1 Volt):
Soll: 13,4 Volt = 100%
Ist: 13,0 Volt = 50%

Last Messung (nur Zündung ein) am Pol oder auch am Tacho möglich:
12,9-13,00 Volt = 50%

Lademessung während der fahrt:
14,6 Volt = Batterie wird geladen
14,4 Volt = Erhaltungsladung

Eigene Beobachtung:
Spätesten 10min nach Fahrt geht bei mir die Spannungsanzeige im Cockpit bereits auf 14,4Volt, sprich Erhaltungsladung. Am Ende der Tour nach einer gewissen Ruhezeit habe ich nie mehr gemessen als 13,0-13,1 Volt. Sprich niemals mehr als 60% Ladezustand.

Fazit zu max. Ladezustand 60%:
Aus Sicht der Dauerhaltbarkeit in Bezug auf LiPo macht das sogar Sinn. Hält man eine Batterie in diesem Bereich lässt sich der Maximalwert der möglichen Ladezyklen verdoppeln. Würde man dem BMS (Battery Management System) gestatten permanent auf 100% zu Laden, könnte dies bei längerer Standzeit (bei meinen Drohnen sind das z.B. nur 5 Tage) zu Schäden an der Batterie führen.

Ergebnis:
Batterieauslegung für Temperaturen <10 Crad Celcius zu schwach in Bezug auf den maximalen Ladezustand von ca. 60%

Wie machen es andere Hersteller:
Zum Beispiel wird bei meinen Drohnen bei einem Ladezustand von 100% ab 5 Tagen durch das BMS des Ladegeräts die Batterie automatisch entladen und Schäden an der Batterie zu verhindern. Im Motorrad nicht umsetzbar?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kugelfang

Deine Aussagen enthalten ein paar richtige Ansätze, aber auch Fehler:

1. „LiPo brauchen mehrere Ladezyklen“

Das stimmt so nicht. LiPo/LiFePO4 haben keinen Memory-Effekt und liefern ihre volle Kapazität von Anfang an. Mehrere Zyklen dienen höchstens der Kalibrierung der Anzeige, nicht der Kapazität.


2. Spannungswerte = Ladezustand

Das ist der größte Denkfehler. Bei LiFePO4 ist die Spannung über weite Bereiche sehr konstant.

13,0 V können je nach Zustand alles zwischen grob 30–80% bedeuten – 50% lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten.


3. Ladespannung

14,4–14,6 V während der Fahrt sind völlig normal und zeigen, dass geladen wird.


4. „Nur 60% Ladezustand“

Die Schlussfolgerung ist nicht korrekt. Aus 13,0–13,1 V nach der Fahrt kann man nicht ableiten, dass die Batterie nur zu 60% geladen ist – sie kann deutlich voller sein.


5. 60% für längere Lebensdauer

Das stimmt nur für Lagerung (z. B. Drohnenakkus).

Im Motorrad ist das nicht sinnvoll, weil die Batterie für maximale Startleistung möglichst voll sein sollte.


6. Schwäche bei Kälte

Das ist richtig – liegt aber an der Chemie von LiFePO4 und nicht primär daran, dass sie angeblich nur zu 60% geladen ist.


Fazit:

Die Ladespannung wirkt unauffällig, aber die Interpretation über den Ladezustand anhand der Spannung ist bei LiFePO4 nicht zuverlässig. Die Batterie ist sehr wahrscheinlich deutlich voller als angenommen.



Der LiFePO4 BMW Akku hat eigentlich 10 Ah oder ist das bei der R 12 G/S anders? Wenn diese verbaut ist, sind diese Anzahl von Startversuchen äusserst ungewöhnlich. Den Akku gibt es schon seit Jahren und er funktioniert auch bei Temperaturen unter null Grad, wenn man, wie schon hier beschreiben wurde, diesen durch Verbraucher anwärmt.


Die Gründe warum das bei euch so ist, sollte man über den Händler klären lassen.

Das die Maschine selbst bei 10 Grad nicht anspringt muss auf deinen Defekt/Störung hinweisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kugelfang

Deine Aussagen enthalten ein paar richtige Ansätze, aber auch Fehler:

1. „LiPo brauchen mehrere Ladezyklen“

Das stimmt so nicht. LiPo/LiFePO4 haben keinen Memory-Effekt und liefern ihre volle Kapazität von Anfang an. Mehrere Zyklen dienen höchstens der Kalibrierung der Anzeige, nicht der Kapazität.


2. Spannungswerte = Ladezustand

Das ist der größte Denkfehler. Bei LiFePO4 ist die Spannung über weite Bereiche sehr konstant.

13,0 V können je nach Zustand alles zwischen grob 30–80% bedeuten – 50% lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten.


3. Ladespannung

14,4–14,6 V während der Fahrt sind völlig normal und zeigen, dass geladen wird.


4. „Nur 60% Ladezustand“

Die Schlussfolgerung ist nicht korrekt. Aus 13,0–13,1 V nach der Fahrt kann man nicht ableiten, dass die Batterie nur zu 60% geladen ist – sie kann deutlich voller sein.


5. 60% für längere Lebensdauer

Das stimmt nur für Lagerung (z. B. Drohnenakkus).

Im Motorrad ist das nicht sinnvoll, weil die Batterie für maximale Startleistung möglichst voll sein sollte.


6. Schwäche bei Kälte

Das ist richtig – liegt aber an der Chemie von LiFePO4 und nicht primär daran, dass sie angeblich nur zu 60% geladen ist.


Fazit:

Die Ladespannung wirkt unauffällig, aber die Interpretation über den Ladezustand anhand der Spannung ist bei LiFePO4 nicht zuverlässig. Die Batterie ist sehr wahrscheinlich deutlich voller als angenommen.



Der LiFePO4 BMW Akku hat eigentlich 10 Ah oder ist das bei der R 12 G/S anders? Wenn diese verbaut ist, sind diese Anzahl von Startversuchen äusserst ungewöhnlich. Den Akku gibt es schon seit Jahren und er funktioniert auch bei Temperaturen unter null Grad, wenn man, wie schon hier beschreiben wurde, diesen durch Verbraucher anwärmt.


Die Gründe warum das bei euch so ist, sollte man über den Händler klären lassen.

Das die Maschine selbst bei 10 Grad nicht anspringt muss auf deinen Defekt/Störung hinweisen.
Habe das Video meinem Händler geschickt. Er stimmt mir zu das es nicht normal ist und aöler Wahrscheinlichkeit nach rin Defekt vorliegt. Er hat bereits das BMW Werk angeschrieben. Ich denke es wird auf einen Tausch der Batterie hinauslaufen.
 
Zurück
Oben Unten