Neue EU Regeln beim Führerschein, was ändert sich?

*Topas*

Administratore
Teammitglied
Registriert
04. Juni 2025
Beiträge
1.978
Reaktionspunkte
4.681
Ort
🇨🇭 Schweiz /🐻lin / 🇪🇺 Europa
Website
www.gs-forum.com
Motorrad
🏍 R1300GSA 🏍
ASA - *all-in*
Die Führerschein-Reform ist Teil des europäischen Verkehrssicherheitspakets, mit dem die EU ihr Ziel der "Vision Zero" verfolgt - keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr bis 2050.
Nach dem 2018 gefassten Ziel soll die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 halbiert werden im Vergleich zu 2019 - davon ist die EU derzeit aber noch weit entfernt. In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der Verkehrstoten nur um rund zwölf Prozent.



 
Das wird nur gelingen wenn wir alle zu Fuss gehen, dabei zertifizierte AAA Schutzkleidung inkl Helm tragen und alle unter 40 Handyverbot dabei haben.

Was ein Schwachsinn
 
Diesen Passus finde ich gravierend:

Was ändert sich bei Verstößen gegen Verkehrsregeln?


"Aktuell dürfen EU-Länder, die den Führerschein nicht ausgestellt haben, Fahrverbote nur im eigenen Hoheitsgebiet durchsetzen. Wenn die neuen Regeln in Kraft treten, kann der Staat, in dem der Verstoß stattgefunden hat, den Ausstellungsstaat darüber informieren, der dann wiederum das verhängte Fahrverbot übernehmen und europaweit durchsetzen kann.


Ein solches Fahrverbot in der ganzen Europäischen Union kann drohen, wenn massiv gegen die Verkehrsregeln in einem EU-Land verstoßen wurde. Das gilt etwa bei Trunkenheit und Drogenkonsum im Straßenverkehr, tödlichen Unfällen oder extremem Rasen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Verkehrssünder künftig in allen Mitgliedstaaten zur Verantwortung gezogen werden."

Bin gespannt, ob wir das bei uns übernehmen 🇨🇭
 
@*Topas* Danke für den link. Gute Zusammenfassung und man sieht wo die Reise hingeht.
Was mich betrifft werde ich konkret dann mehr Rücksicht darauf nehmen, wann im Ausland ggf der Lappen weg wäre:
===
Edit: Genau was Du grade gepostet hast
 
Diesen Passus finde ich gravierend:

Was ändert sich bei Verstößen gegen Verkehrsregeln?


"Aktuell dürfen EU-Länder, die den Führerschein nicht ausgestellt haben, Fahrverbote nur im eigenen Hoheitsgebiet durchsetzen. Wenn die neuen Regeln in Kraft treten, kann der Staat, in dem der Verstoß stattgefunden hat, den Ausstellungsstaat darüber informieren, der dann wiederum das verhängte Fahrverbot übernehmen und europaweit durchsetzen kann.


Ein solches Fahrverbot in der ganzen Europäischen Union kann drohen, wenn massiv gegen die Verkehrsregeln in einem EU-Land verstoßen wurde. Das gilt etwa bei Trunkenheit und Drogenkonsum im Straßenverkehr, tödlichen Unfällen oder extremem Rasen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Verkehrssünder künftig in allen Mitgliedstaaten zur Verantwortung gezogen werden."

Bin gespannt, ob wir das bei uns übernehmen 🇨🇭

Natürlich werdet auch ihr das übernehmen. Alle Länder picken sich das Beste raus um Fahrzeugführer zu gängeln. 😏
 
Also die jetzt aufgezeigten Regelungen empfinde ich als gerechter denn als Gängelung. So sieht das aber jeder anders.😎
 
Das wird meiner Meinung nach schon daran scheitern, am Beispiel Frankreich gemessen, dass verschiedene Delikte in Frankreich als Ordnungswidrigkeit geahndet werden und in Deutschland als Straftat. Da war die Errungenschaft mit dem Deckel an der Plastikflasche weitaus einfacher einzuführen. Abgesehen davon, dass die Plastikflaschen in FRA immernoch pfandfrei sind.
 
Danke für den link. Gute Zusammenfassung und man sieht wo die Reise hingeht.


Wichtige Änderungen im Überblick


Digitaler Führerschein:

Bis 2030 soll ein digitaler Führerschein für das Smartphone in allen EU-Ländern anerkannt werden und sicher im European Digital Identity Wallet gespeichert werden können.


Fahrverbote:
Schwere Verkehrsverstöße wie Trunkenheit am Steuer oder extremes Rasen können künftig EU-weite Fahrverbote zur Folge haben.

Begleitetes Fahren:
Das begleitete Fahren wird EU-weit ausgeweitet.

Wohnmobile:
Mit dem Pkw-Führerschein der Klasse B dürfen künftig nach einer zusätzlichen Ausbildung Fahrzeuge bis 4,25 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden.

Mindestalter:
Das Mindestalter für Lkw-Fahrer sinkt von 21 auf 18 Jahre und für Busfahrer von 24 auf 21 Jahre, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Gültigkeit:
Pkw- und Motorradführerscheine sind künftig 15 Jahre gültig, Lkw- und Busführerscheine fünf Jahre. Mitgliedstaaten können die Gültigkeit für Pkw- und Motorradführerscheine jedoch auf zehn Jahre verkürzen, wenn sie gleichzeitig als Ausweisdokument dienen.

Fahrtauglichkeit:
Ab 70 Jahren wird eine Befristung der Führerscheine auf fünf Jahre eingeführt, um eine regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit zu erleichtern.

Prüfungen:
Die Fahrausbildung und -prüfung soll sich stärker auf die Gefahrenbewertung konzentrieren, beispielsweise in Bezug auf den toten Winkel, die Ablenkung durch Mobiltelefone, Fußgänger und Radfahrer sowie die sichere Öffnung von Türen.
 
Neuregelungen in dieser Tragweite in Gesamteuropa einzuführen dürfte mal ne echte Herausforderung sein. Ich bin da relaxed.
 
Neuregelungen in dieser Tragweite in Gesamteuropa einzuführen dürfte mal ne echte Herausforderung sein. Ich bin da relaxed.
Das seh ich auch so. Da wird ja eher kaltgepresst. Aussitzen. Bis es soweit ist, hab ich keine schlimmen 5 Minuten ohne Impulskontrolle mehr. Hoff ich. ^^
 
Da digitales niemals 100% sicher gespeichert werden kann....... bleibt der Schein bei mir Physisch in der Tasche.

Bei der Gültigkeit tauchen leider immer wieder Missverständnisse auf, die Gültigkeit bezieht sich alleine auf das Dokument.

Bei der Tauglichkeit bin ich raus da ich CE habe und eh alle 5 Jahre muss. Mein Traum Camper ist ein umgebauter Linienbus da werde ich so oder so alle 5 Jahre müssen!

Wobei bei der Tauglichkeit, wenn ich mich nicht irre, meine Tante in Italien, schon länger hin musste.
Auch mit der Führerscheinverlängerung in Italien, gab es eine Zeit da mussten die sich Briefmarken in den Schein kleben, ganz nach dem Motto "keine Marke kein Auto fahren"

Bis zur Nationalen Umsetzung fließt noch viel Wasser den Rhein runter.
 
Da digitales niemals 100% sicher gespeichert werden kann....... bleibt der Schein bei mir Physisch in der Tasche.
Geht schon, QR Code mit Public-Key des Zertifikats des Ausweises auf dem Handy. Der Wachtmeister scannt dann den QR-Code und prüft die Gültigkeit des Zertifikats beim Straßenverkehrsamt bzw. da, wo er es heute schon mündlich per Funk prüft, wenn man den Führerschein vergessen hat - da sucht ja heute auch keiner mehr Karteikarten raus sondern checkt das digital im PC.
 
Nein, keine Sorge. Zunächst sollte man Europa nicht mit der Europäischen Union gleichsetzen. Der digitale Führerschein funzt aber nur innerhalb dieser Mitgliedsstaaten. Was aber, wenn ich außerhalb dieser Staaten eine Reise antreten will, wie z.B. UK, MDA, oder auf dem afrikanischen Kontinent. Da werd ich wohl doch einen Nachweis in Form eines Kartenführerscheins benötigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, keine Sorge. Zunächst sollte man Europa nicht mit der Europäischen Union gleichsetzen. Der digitale Führerschein funzt aber nur innerhalb dieser Mitgliedsstaaten. Was aber, wenn ich außerhalb dieser Staaten eine Reise antreten will, wie z.B. UK, MDA, oder auf dem afrikanischen Kontinent. Da werd ich wohl doch einen Nachweis in Form eines Kartenführerscheins brauchen.
Oder einen Internationalen noch in Papierform
 
Den hab ich schon länger, denn in manchen Länder ist er von Nöten.
Muss halt alle 5 Jahre erneuert werden.
Ist auch kein großer Aufwand.
 
Alles unter dem Deckmantel "Vision Zero", aber LKW darf man dann schon mit 18 Jahren (statt 21) und Bus schon ab 21 Jahren (statt 24) fahren? Finde ich spannend und widersprüchlich zur Vision Zero.
 
Unser damaliger Bundesrat Moritz Leuenberger hat im Jahr 2000 in der Schweiz die "Vision Zero" unter dem Decknamen "Via Secura" eingeführt. Es sollten "alle notwendigen Massnahmen umgesetzt werden, mit dem Ziel die Anzahl Verkehrsopfer in der Schweiz auf Null zu reduzieren".
25 Jahre später kann man sagen: ja, die Anzahl Verkehrsopfer sinkt gegenüber früher (Quelle: Bundesamt für Statistik), jedoch primär nicht dank der Massnahmen, sondern weil die Fahrzeuge sicherer und der Verkehr viel dichter geworden ist - die Anzahl Blechschäden ohne Personenschäden steigt nämlich wieder. Geblieben sind drakonischen Verkehrsstrafen auch bei geringen Verstössen, Radarfallen auch an unkritischen Stellen (viele Städte kalkulieren ihre Budgets mit den Erträgen der Bussen), sowie gewollte Verkehrsbehinderungen statt flüssiger Verkehr. Politisch offenbar gewollt von gewissen Kreisen.
Nicht flächendeckend durchgesetzt hat sich das Verbot von Motorrädern in Innenstädten: „Am Stadtrand parkieren und auf den öffentlichen Verkehr umsteigen! Denn der grösste Teil der heutigen Motorräder sind schlecht umweltverträglich, weil die Euronorm 03 erst 2003 eingeführt wurde. Alle vor diesem Datum zugelassenen Fahrzeuge sind «Dreckschleudern», die für die sauberen Innenstädte keinen Zugang bekämen: Alle Vespa-Fahrer, die einen traditionell 2-taktenden Motor haben, müssten ihr Fahrzeug nach Leuenbergers Meinung nach Hause schieben …“. Nur in Genf ist es jetzt Realität - selbstverständlich nur "temporär", was in der Schweiz "für immer" bedeutet.

Nichts gegen griffige Massnahmen gegen grobe Verkehrssünder, aber wenn es ideologisch wird, schadet es nur noch!
 
Alles unter dem Deckmantel "Vision Zero", aber LKW darf man dann schon mit 18 Jahren (statt 21) und Bus schon ab 21 Jahren (statt 24) fahren? Finde ich spannend und widersprüchlich zur Vision Zero.
das halte ich auch für gewagt, wenn dann die Jugend schon mit 40Tonner herumfährt und nicht mal Erfahrung allgemein mit dem PKW im Verkehr gesammelt hat,
beim Bus hätten sie ja dann schon 3 Jahre Erfahrung evtl.
betrifft aber wohl auch wieder nur die Landjugend, denn in den Großstädten fahren die meisten eh kaum, da der öffentliche Verkehr dort besser ausgelegt ist,
somit auch kaum Erfahrung im Fahrzeug lenken vorhanden
 
das halte ich auch für gewagt, wenn dann die Jugend schon mit 40Tonner herumfährt und nicht mal Erfahrung allgemein mit dem PKW im Verkehr gesammelt hat,
beim Bus hätten sie ja dann schon 3 Jahre Erfahrung evtl.
betrifft aber wohl auch wieder nur die Landjugend, denn in den Großstädten fahren die meisten eh kaum, da der öffentliche Verkehr dort besser ausgelegt ist,
somit auch kaum Erfahrung im Fahrzeug lenken vorhanden

Ich bin mir auch nicht sicher ob diese Reduzierung der Altersgrenze für CE und DE wirklich sinnvoll ist.
Ich habe meinen "2er" beim Bund gemacht und dann mit 21 Jahren umschreiben lassen.
Den Personenbeförderungsschein gab es erst mit 23 und vor allem nur mit nachgewiesener Praxis auf LKW´s.
Gut, damals war man auf dem LKW und BUS wirklich noch "Kraft"-fahrer. Teilweise kein ABS, keine Zusatzbremsen oder sonstige elektronische Helferlein.
Aber die Gefahren die von so einem Teil ausgehen sind geblieben.
Auch wir mussten Erfahrungen sammeln und haben sicherlich die gröbsten Schnitzer mit dem LKW gemacht und nicht mit dem BUS mit 50 Leuten.
Ich denke da so an Situationen wie: wann ziehe ich die Schneeketten auf, Bremsweg bei Eis und Schnee, komme ich da mit meinen Dicken noch durch, usw. usw.
Ich für mich glaube, dass ich mit 18 Jahren noch nicht die nötige Reife gehabt hätte um einen 40-Tonner durch Europa zu fahren und schon gar nicht ohne Fahrpraxis einen BUS mit 50 oder mehr Menschen.
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren!
 
Vor allem war auch beim Bund damals die Ausbildung intensiver, da warst du ja 6-8 Wochen am Stück in der Fahrschule und für den Straßenbetrieb war immer noch Begleitung dabei.
 
Bitte nicht vergessen, wer eine Spedition betreibt kann seinen Nachwuchs auch jetzt schon mit 18Jahren den LKW Führerschein machen lassen.
Es gibt also schon vereinzelt junge Fahrer auf den LKW's.
 
Zurück
Oben Unten