Motorradunfälle zum Saisonbeginn

Marebalticum

Boxer-Schrauber
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Motorrad
BMW R1200 GS LC
Da ein anderer Thread zu einem ähnlichen Thema geschlossen wurde, was ich iO. finde, möchte ich hier einen neuen Beitrag eröffnen. Es geht mir ausdrücklich nicht darum, Angst zu verbreiten oder Sensationen zu erzeugen, sondern um eine sachliche Betrachtung.
Über mehrere Jahre hinweg habe ich für mich eine Statistik geführt, um zu verstehen, warum insbesondere zu Saisonbeginn scheinbar mehr Motorradunfälle passieren als im weiteren Verlauf der Saison, obwohl später deutlich mehr Motorräder unterwegs sind.
Selbstverschuldete Unfälle habe ich zwar mit erfasst, sie sollen hier jedoch nicht im Mittelpunkt stehen, da sie über das Jahr hinweg relativ gleichmäßig verteilt waren.
Zur Datengrundlage:
Ich habe Einsätze von RTW und NAW ausgewertet, bei denen es verletzte oder getötete Motorradfahrer gab. Dazu habe ich die Einsatzprotokolle eingesehen und mit Kollegen gesprochen, die vor Ort waren, um deren Einschätzung zur Unfallursache zu erfahren. Diese Einschätzungen wichen teilweise deutlich von den Pressemeldungen ab, in denen häufig pauschal von „Rasern“ die Rede war.
Der Vollständigkeit halber, diese Erhebungen liegen inzwischen etwa 25 Jahre zurück.
In der Zusammenfassung, ohne konkrete Prozentzahlen oder Fallzahlen zu nennen, zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Unfälle durch Autofahrer verursacht wurde. Typische Situationen waren Linksabbiegen, Überholen, Einbiegen in Vorfahrtsstraßen oder das Übersehen von Motorrädern. Reflexartige Aussagen, der war viel zu schnell. Und was nich auffiel der größte Teil der Verursacher waren Frauen. Über dieser Aussage werden sich jetzt wieder einige aufregen, damit kann ich gut leben.

Was ich mit diesem Beitrag erreichen möchte?
Im Grunde das, was viele erfahrene Motorradfahrer ohnehin berichten, gerade zu Saisonbeginn besonders vorausschauend fahren und jederzeit mit Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, Überholmanöver sorgfältig abwägen, an Einmündungen Tempo reduzieren und stets defensiv denken.
Wenn ich mit meinen beiden Freunden unterwegs war, haben wir früher manchmal über Funk gewettet: „Wetten, der fährt raus?“, leider mit sehr hoher Trefferquote. Das war kein Zynismus, sondern Ausdruck einer Erfahrung, man muss immer damit rechnen, übersehen/unterschätzt zu werden.
Mir geht es hier ausschließlich um einen Appell zu mehr Aufmerksamkeit und defensivem Fahren, besonders zu Saisonbeginn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu habe ich die Einsatzprotokolle eingesehen und mit Kollegen gesprochen, die vor Ort waren, um deren Einschätzung zur Unfallursache zu erfahren. Diese Einschätzungen wichen teilweise deutlich von den Pressemeldungen ab, in denen häufig pauschal von „Rasern“ die Rede war.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was du andeutest? Meinst du, die offiziellen Statistiken sind falsch?

Und könntest du vielleicht präzisieren, was das für Kollegen sind, von denen du sprichst? Polizei? RTW? Freiwillige Feuerwehr?
 
Ich bin mir nicht ganz sicher, was du andeutest? Meinst du, die offiziellen Statistiken sind falsch?

Und könntest du vielleicht präzisieren, was das für Kollegen sind, von denen du sprichst? Polizei? RTW? Freiwillige Feuerwehr?
Ich möchte hier keinerlei Schuldzuweisungen oder Bewertungen treffen. Mir geht es nur darum, dass Motorradfahrer besonders zu Saisonbeginn einem höheren Risiko ausgesetzt sind, weil sie nach der Winterpause wieder „neu“ auf den Straßen unterwegs sind. Die Hauptursachen habe ich genannt.
Eine genauere Bewertung überlasse ich denjenigen, die sich fachlich damit besser auskennen.
– Berufsfeuerwehr /RD / NA

Auslöser war dieser Beitrag.

EDIT Mod. Schriftfarbe von hellgrau auf Schwarz geändert damit es lesbar ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meine Erfahrungen der letzten Tage hier im Spessart:
viele, gerade jüngere Motorradfahrer heizen in den aktuellen Sonnenstunden wie die Bekloppten - wahrscheinlich verursacht durch die Mischung aus dem Kick, endlich wieder aufs Motorrad steigen zu können und dem trügerischen Gefühl, mit jeder Menge eingebildetem Talent und Fahrzeugbeherrschung auf jedem noch so schnellen Kilometer Herr der Lage zu sein.
Mir stehen darüber die Haare zu Berge und ich weiß, dass ich morgen (erster warmer Sonntag, Rückkehr der Saisonfahrer) auf keinen Fall auf zwei Rädern in irgendeines der umgebenden Mittelgebirge fahren werde.
Ich bin (noch) nicht Lebensmüde.

Zitat @Marebalticum :
In der Zusammenfassung, ohne konkrete Prozentzahlen oder Fallzahlen zu nennen, zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Unfälle durch Autofahrer verursacht wurde. Typische Situationen waren Linksabbiegen, Überholen, Einbiegen in Vorfahrtsstraßen oder das Übersehen von Motorrädern. Reflexartige Aussagen, der war viel zu schnell.

Ich habe seit Jahren guten Kontakt (Mitglied) zum Präventionsverein Rennleitung110 sowie zu einigen Jungs der Motorradstaffel/VÜ Südhessen.
Der im Zusammenhang mit Unfällen mit Autobeteiligung häufig angeführte, oft erst nach Pressemeldung durch Gutachter verifizierte Umstand, das der beteiligte Motorradfahrer (viel) zu schnell unterwegs war, ist leider traurige Tatsache und eher Regel statt Ausnahme.
 
Vielleicht mal als Erklärung:

Eine sachliche Diskussion zu dem Thema ist sicher sinnvoll.
Und wenn es nicht darum geht Schockfotos von Motorradunfällen zu verbreiten, ist eine Diskussion zu Saisonstart über die Gefahren durchaus sinnvoll.


Was ich mit diesem Beitrag erreichen möchte?
Im Grunde das, was viele erfahrene Motorradfahrer ohnehin berichten, gerade zu Saisonbeginn besonders vorausschauend fahren und jederzeit mit Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, Überholmanöver sorgfältig abwägen, an Einmündungen Tempo reduzieren und stets defensiv denken.
Wenn ich mit meinen beiden Freunden unterwegs war, haben wir früher manchmal über Funk gewettet: „Wetten, der fährt raus?“, leider mit sehr hoher Trefferquote. Das war kein Zynismus, sondern Ausdruck einer Erfahrung, man muss immer damit rechnen, übersehen/unterschätzt zu werden.
Mir geht es hier ausschließlich um einen Appell zu mehr Aufmerksamkeit und defensivem Fahren, besonders zu Saisonbeginn.

Ich denke auch, defensive Fahrweise ist der Schlüssel.
Was nicht heißt das man dahinkriechen muss.

Aber einfach aufmerksam sein, mit den Fehlern Anderer rechnen.

Mir ist auch die letzten Tage wieder Einiges aufgefallen:

Einerseits rechnen die Autofahrer noch nicht mit dem erhöhten Aufkommen an Motorradfahrern, andererseits sieht man auch deutlich,
das viele bei Saisonanfang etwas "eingerostet" fahren

Wenn man wie ich das ganze Jahr durchfährt fällt das richtig auf.

Gerade die letzten Tage war ich erstaunt, wieviel Mut manche im Verkehr haben, wo sie offensichtlich gerade den Saisonstart haben.

Damit ist dieser Appell sicher sinnvoll:

Mir geht es hier ausschließlich um einen Appell zu mehr Aufmerksamkeit und defensivem Fahren, besonders zu Saisonbeginn.
 
Ich fahre ja das ganze Jahr über, aber im Winter eigentlich nur 3-Rad sofern es die Straßenverhältnisse zulassen.
Was mir aufgefallen ist, dass bis etwa Mitte November Du als Motoradfahrer durchaus wahrgenommen wirst.
Danach vergessen die Blechdosenfahrer einfach die Erfahrungen die Sie mit Motorradfahrern gemacht haben - sind ja auch keine mehr unterwegs - was soll ich da aufpassen, oder?
Nun im Frühjahr sind die Jungs und Mädels auf Ihren Teufelsmaschinen plötzlich wieder da :devilish:
So wie sich viele Motorradfahrer im Frühjahr überschätzen was Ihre Leistungsfähigkeit, Fitness, und Können betrifft, so kommen die meisten Dosenfahrer mit der Silhouette und der Geschwindigkeit eines Motoradfahrers nicht zurecht - bzw. haben alles vergessen.
Eine durchaus schlechte Ausgangsbasis für beide Parteien :eek:
Wir sind gestern und heute ausgiebig mit dem Gespann unterwegs gewesen und mit meiner Frau hab ich immer gewettet wer noch rausfährt oder überholt, ich hab oft gewonnen.
Also, Holzauge sei wachsam und rechne im Frühjahr noch mehr mit Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe im Winter keine Pause, da wir viel mit dem Motorrad in Spanien unterwegs sind. Unsere Hauptreisezeit mit Wohnmobil und Motorrad.
Was ich hier sehe, gerade diese Woche (Top Wetter) ist großer Übermut, Unvernunft und Selbstüberschätung.
Gerade hier in der Pfalz (Johanniskreuz, kennen bestimmt viele) ist das Problem massiv. Die Folge sind Unfälle, weil meist zu schnell.
Ich weiß Vergleiche hinken, aber in Spanien fährt kein Tourist oder Einheimischer so.
 
Einfach grundsätzlich davon ausgehen, dass anderer Verkehrsteilnehmer einen selbst nicht wahrgenommen haben, und schon gibt es weniger Gefahrenpotential.
Ich bremse grundsätzlich an Einmündungen, auch wenn ich Vorfahrt habe.
Wenn man das beherzigt, ist man mit dem Moped sicherer unterwegs.
Das man trotzdem gefährdeter ist, ist in meinen Augen eine Binsenweisheit, die jedem Mopedfahrer klar sein muss!

Gruß,
maxquer
 
ich hege erhebliche Zweifel an der Relevanz Deiner "Erhebung", die völlig unrepräsentativ, einseitig und obendrein komplett veraltet ist. Du hättest einfach schreiben sollen, dass man zu Beginn der Saison evtl. noch etwas besser aufpassen muss als sonst sowieso schon, fertig. Das mit komplett aus der Luft gegriffenen "Fakten" zu unterfüttern, ist hanebüchen. Fehlt nur noch irgend ein name dropping, um das zu erhärten
 
ich hege erhebliche Zweifel an der Relevanz Deiner "Erhebung", die völlig unrepräsentativ, einseitig und obendrein komplett veraltet ist. Du hättest einfach schreiben sollen, dass man zu Beginn der Saison evtl. noch etwas besser aufpassen muss als sonst sowieso schon, fertig. Das mit komplett aus der Luft gegriffenen "Fakten" zu unterfüttern, ist hanebüchen. Fehlt nur noch irgend ein name dropping, um das zu erhärten
Beides ist erlaubt, entspricht sogar wissenschaftlichem Vorgehen. These und Antithese. Aber gleich die Forderung die These zu ändern und noch etwas hineininterpretieren, das geht zu weit. Denn was richtig ist stellt sich doch oft erst nach langer Diskussion heraus.
Fazit: Dieser Beitrag ist keine Antithese.
 
ich hege erhebliche Zweifel an der Relevanz Deiner "Erhebung", die völlig unrepräsentativ, einseitig und obendrein komplett veraltet ist.
Was du hegst und deine „Liker“, ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Trotzdem antworte ich, nicht deinetwegen, sondern weil vielleicht andere einen Nutzen aus meiner Erhebung ziehen können. Und wenn nicht, ist es auch gut. Es steht soviel unwichtiges in diesem Forum, da kommt es auf meinen Beitrag auch nicht mehr darauf an.
Erfahrene Fahrer brauchen weder eine Statistik noch irgendwelche Expertentipps. Die wissen aus eigener Erfahrung, worauf zu achten ist. Für sie kann meine Auswertung höchstens eine Bestätigung sein, was sie ohnehin längst beobachten.
In erster Linie ging es mir darum, die deutlich erhöhten und häufig „unverschuldeten“ Motorradunfallzahlen zu Saisonbeginn anhand praktischer Beispiele einzuordnen und die jährlich wiederkehrenden Presseberichte nach dem Motto „Die Raser sind wieder unterwegs“ etwas zu relativieren.
Und was irgendein Depp in meinen Beitrag hineininterpretiert, ist für mich ungefähr so wichtig wie T a K. 🤭
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf Arbeit nennt man das bei uns Sensibilisierung im Arbeitsschutz. Hier werden auch jedes Jahr am Anfang die Sicherheitsunterweisungen ausgeführt.
Und sie rüttel einen wieder wach und machen einen etwas umsichtiger.
Genauso verstehe Ich diesen Beitrag. Der im Grunde genommen keine Zahlen und Fakten benötigt.
Er soll uns zu Saisonstart einfach noch einmal Wachrütteln und in Erinnerung rufen, was wir schon alle wissen, doch eventuell wieder übersehen.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen Unfallfreien Saisonstart und Saison.
LG Reisetourer
 
Zuletzt bearbeitet:
gerade zu Saisonbeginn sollte man erst recht Vorsichtig sein,
andere Verkehrsteilnehmer rechnen um dieses Jahreszeit noch nicht mit Euch,
auch wenn es bereits Frühlingshafte Temperaturen hat, der Belag und der Boden ist noch noch kalt,
besonders in Waldgebieten,
 
Ist klar, zu Saisonbeginn steigt die Zahl der Motorradunfälle. Leider.

Das sind sowohl fremdverschuldete Unfälle (Motorrad übersehen) als auch selbstverschuldete (Alleinunfall, Fahrkönnen überschätzt).

Ich bezweifle, dass wir ausreichend Datenmaterial besitzen, um eine aussagekräftige Aufteilung vornehmen zu können, was nun zu Saisonbeginn überwiegt.
Einzelbeobachtungen dienen dabei eher als "Bestätigung" der jeweils subjektiven Vorstellungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ein anderer Thread zu einem ähnlichen Thema geschlossen wurde, was ich iO. finde, möchte ich hier einen neuen Beitrag eröffnen. Es geht mir ausdrücklich nicht darum, Angst zu verbreiten oder Sensationen zu erzeugen, sondern um eine sachliche Betrachtung.
Über mehrere Jahre hinweg habe ich für mich eine Statistik geführt, um zu verstehen, warum insbesondere zu Saisonbeginn scheinbar mehr Motorradunfälle passieren als im weiteren Verlauf der Saison, obwohl später deutlich mehr Motorräder unterwegs sind.
Selbstverschuldete Unfälle habe ich zwar mit erfasst, sie sollen hier jedoch nicht im Mittelpunkt stehen, da sie über das Jahr hinweg relativ gleichmäßig verteilt waren.
Zur Datengrundlage:
Ich habe Einsätze von RTW und NAW ausgewertet, bei denen es verletzte oder getötete Motorradfahrer gab. Dazu habe ich die Einsatzprotokolle eingesehen und mit Kollegen gesprochen, die vor Ort waren, um deren Einschätzung zur Unfallursache zu erfahren. Diese Einschätzungen wichen teilweise deutlich von den Pressemeldungen ab, in denen häufig pauschal von „Rasern“ die Rede war.
Der Vollständigkeit halber, diese Erhebungen liegen inzwischen etwa 25 Jahre zurück.
In der Zusammenfassung, ohne konkrete Prozentzahlen oder Fallzahlen zu nennen, zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Unfälle durch Autofahrer verursacht wurde. Typische Situationen waren Linksabbiegen, Überholen, Einbiegen in Vorfahrtsstraßen oder das Übersehen von Motorrädern. Reflexartige Aussagen, der war viel zu schnell. Und was nich auffiel der größte Teil der Verursacher waren Frauen. Über dieser Aussage werden sich jetzt wieder einige aufregen, damit kann ich gut leben.

Was ich mit diesem Beitrag erreichen möchte?
Im Grunde das, was viele erfahrene Motorradfahrer ohnehin berichten, gerade zu Saisonbeginn besonders vorausschauend fahren und jederzeit mit Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, Überholmanöver sorgfältig abwägen, an Einmündungen Tempo reduzieren und stets defensiv denken.
Wenn ich mit meinen beiden Freunden unterwegs war, haben wir früher manchmal über Funk gewettet: „Wetten, der fährt raus?“, leider mit sehr hoher Trefferquote. Das war kein Zynismus, sondern Ausdruck einer Erfahrung, man muss immer damit rechnen, übersehen/unterschätzt zu werden.
Mir geht es hier ausschließlich um einen Appell zu mehr Aufmerksamkeit und defensivem Fahren, besonders zu Saisonbeginn.
Die Frauenquote kann ich nicht beurteilen, ansonsten bin ich bei Dir.

Das betrifft ja auch Radfahrunfälle. Grade zum Saisonstart wird man einfach gerne übersehen.
im Kreisverkehr ist das dann eher doof, als gefährlich.
Riskant sind alle Situationen in denen eine Dose Deine Vorfahrt beachten müsste, und das dann eben nicht tut.
Zur Not nehme ich selber speed raus, bin immer bremsbereit und gucke vorher nach einer potentiellen Lücke. Ich leg mich lieber im Gemüse ab, als in einer Dose.
Das mach ich schon sehr lange so, belastet mich nicht.
Mich ärgerts auch nicht wirklich, wenn mich wer übersieht. Nobody is perfect.
 
Wir Ganzjahrsfahrer haben da einen kleinen Vorteil, wir müssen uns nicht anfangs Saison wieder einarbeiten. Die Reflexe sind noch da, die Aufmerksamkeit bleibt eingeübt. Aufgrund meiner Erfahrung kann ich zudem sagen, dass man Schlafmützen / Abgelenkten im Auto das ganze Jahr begegnet. Darum lässt meine vorausschauende Vorsicht nicht nach.

Und was vor 25 Jaren mal erhoben wurde, hat heute keine Gültigkeit mehr, denn Handy und Infotainment (Unfallursachen) waren damals schlichtweg nicht vorhanden. Damit mir selber sowas nicht passiert, weigere ich mich weiterhin ein Motorrad zu kaufen, dessen Cockpit überladen ist und die Anzahl der Knöpfe die meiner Finger übersteigt. Vielleicht auch eine Überlegung wert, wenn man auf so einem überladenen Mopped in die Saison starten möchte. Vom Auto gar nicht erst zu reden.
 
Somit kommt es doch eher zu einer "Bestätigung" der jeweils subjektiven Vorstellungen.
Wir sind ja häufig nicht einer Meinung, beziehungsweise du nicht mit meiner, 🤭 aber genau das wollte ich mit meinem Beitrag erreichen, einfach einmal innehalten und darüber nachdenken, ob vielleicht doch etwas daran sein könnte. Wenn nicht, auch gut.
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Was ich in meiner "Erhebung", die sich über etwa fünf Jahre erstreckte, bewusst nicht ausführlich erwähnt habe, die Zahlen waren über die Jahre gleich und lagen deutlich höher als die über das gesamte Jahr verteilten Durchschnittswerte. Selbst verursachte Fälle spielten dabei kaum eine Rolle, zumindest nicht bei den Unfällen mit Verletzten oder Todesopfern. Deshalb habe ich sie nicht gesondert erwähnt.

Und wer meinen Kollegen misstraut, von denen viele selbst Motorrad gefahren sind, dem kann ich nur sagen, gemeinsam mit der Polizei sind sie als Erste am Unfallort sehr wohl in der Lage, die Ursachen realistisch einzuschätzen, mit Sicherheit deutlich fundierter als so mancher Journalist. In der öffentlichen Wahrnehmung kommen jedoch nur diese zu Wort. Und auch hier befinden wir uns in einer Form von Öffentlichkeit.

Natürlich darf jeder aus Beiträgen seine eigenen Schlüsse ziehen. Diese jedoch pauschal zu diffamieren oder ins Lächerliche zu ziehen, ist eine andere Sache und lässt oft schnell erkennen, dass es an Substanz fehlt und stattdessen nur unsachliches Geschwätz ist.


Teneric
Und was vor 25 Jaren mal erhoben wurde, hat heute keine Gültigkeit mehr, denn Handy und Infotainment (Unfallursachen) waren damals schlichtweg nicht vorhanden.

Hat es doch, die Unfallarten sind die gleichen, ob es erhöhte Zahlen gibt, könnte man vermuten.
 
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