Marebalticum
Boxer-Schrauber
- Registriert
- 23. Sep. 2025
- Beiträge
- 768
- Reaktionspunkte
- 1.932
- Motorrad
- BMW R1200 GS LC
Da ein anderer Thread zu einem ähnlichen Thema geschlossen wurde, was ich iO. finde, möchte ich hier einen neuen Beitrag eröffnen. Es geht mir ausdrücklich nicht darum, Angst zu verbreiten oder Sensationen zu erzeugen, sondern um eine sachliche Betrachtung.
Über mehrere Jahre hinweg habe ich für mich eine Statistik geführt, um zu verstehen, warum insbesondere zu Saisonbeginn scheinbar mehr Motorradunfälle passieren als im weiteren Verlauf der Saison, obwohl später deutlich mehr Motorräder unterwegs sind.
Selbstverschuldete Unfälle habe ich zwar mit erfasst, sie sollen hier jedoch nicht im Mittelpunkt stehen, da sie über das Jahr hinweg relativ gleichmäßig verteilt waren.
Zur Datengrundlage:
Ich habe Einsätze von RTW und NAW ausgewertet, bei denen es verletzte oder getötete Motorradfahrer gab. Dazu habe ich die Einsatzprotokolle eingesehen und mit Kollegen gesprochen, die vor Ort waren, um deren Einschätzung zur Unfallursache zu erfahren. Diese Einschätzungen wichen teilweise deutlich von den Pressemeldungen ab, in denen häufig pauschal von „Rasern“ die Rede war.
Der Vollständigkeit halber, diese Erhebungen liegen inzwischen etwa 25 Jahre zurück.
In der Zusammenfassung, ohne konkrete Prozentzahlen oder Fallzahlen zu nennen, zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Unfälle durch Autofahrer verursacht wurde. Typische Situationen waren Linksabbiegen, Überholen, Einbiegen in Vorfahrtsstraßen oder das Übersehen von Motorrädern. Reflexartige Aussagen, der war viel zu schnell. Und was nich auffiel der größte Teil der Verursacher waren Frauen. Über dieser Aussage werden sich jetzt wieder einige aufregen, damit kann ich gut leben.
Was ich mit diesem Beitrag erreichen möchte?
Im Grunde das, was viele erfahrene Motorradfahrer ohnehin berichten, gerade zu Saisonbeginn besonders vorausschauend fahren und jederzeit mit Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, Überholmanöver sorgfältig abwägen, an Einmündungen Tempo reduzieren und stets defensiv denken.
Wenn ich mit meinen beiden Freunden unterwegs war, haben wir früher manchmal über Funk gewettet: „Wetten, der fährt raus?“, leider mit sehr hoher Trefferquote. Das war kein Zynismus, sondern Ausdruck einer Erfahrung, man muss immer damit rechnen, übersehen/unterschätzt zu werden.
Mir geht es hier ausschließlich um einen Appell zu mehr Aufmerksamkeit und defensivem Fahren, besonders zu Saisonbeginn.
Über mehrere Jahre hinweg habe ich für mich eine Statistik geführt, um zu verstehen, warum insbesondere zu Saisonbeginn scheinbar mehr Motorradunfälle passieren als im weiteren Verlauf der Saison, obwohl später deutlich mehr Motorräder unterwegs sind.
Selbstverschuldete Unfälle habe ich zwar mit erfasst, sie sollen hier jedoch nicht im Mittelpunkt stehen, da sie über das Jahr hinweg relativ gleichmäßig verteilt waren.
Zur Datengrundlage:
Ich habe Einsätze von RTW und NAW ausgewertet, bei denen es verletzte oder getötete Motorradfahrer gab. Dazu habe ich die Einsatzprotokolle eingesehen und mit Kollegen gesprochen, die vor Ort waren, um deren Einschätzung zur Unfallursache zu erfahren. Diese Einschätzungen wichen teilweise deutlich von den Pressemeldungen ab, in denen häufig pauschal von „Rasern“ die Rede war.
Der Vollständigkeit halber, diese Erhebungen liegen inzwischen etwa 25 Jahre zurück.
In der Zusammenfassung, ohne konkrete Prozentzahlen oder Fallzahlen zu nennen, zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Unfälle durch Autofahrer verursacht wurde. Typische Situationen waren Linksabbiegen, Überholen, Einbiegen in Vorfahrtsstraßen oder das Übersehen von Motorrädern. Reflexartige Aussagen, der war viel zu schnell. Und was nich auffiel der größte Teil der Verursacher waren Frauen. Über dieser Aussage werden sich jetzt wieder einige aufregen, damit kann ich gut leben.
Was ich mit diesem Beitrag erreichen möchte?
Im Grunde das, was viele erfahrene Motorradfahrer ohnehin berichten, gerade zu Saisonbeginn besonders vorausschauend fahren und jederzeit mit Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, Überholmanöver sorgfältig abwägen, an Einmündungen Tempo reduzieren und stets defensiv denken.
Wenn ich mit meinen beiden Freunden unterwegs war, haben wir früher manchmal über Funk gewettet: „Wetten, der fährt raus?“, leider mit sehr hoher Trefferquote. Das war kein Zynismus, sondern Ausdruck einer Erfahrung, man muss immer damit rechnen, übersehen/unterschätzt zu werden.
Mir geht es hier ausschließlich um einen Appell zu mehr Aufmerksamkeit und defensivem Fahren, besonders zu Saisonbeginn.
Zuletzt bearbeitet:

