Genauigkeit RDK

VFR-Karsten

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BMW R1300 GS
BMW K1300 S
Hallo GS-Gemeinde,

ich hoffe, ich habe bei Suche nichts übersehen...

Bei der heutigen ersten Ausfahrt in diesem Jahr hatte ich folgende Beobachtung gemacht und wollte mal rumfragen, wie dies bei Euch so mit der RDK-Anzeige (Reifendruckkontrolle) aussieht:

Ordentlich wie ich bin, hatte ich gestern nochmal Luftdruck bei kalten Reifen geprüft und nachgefüllt und sowohl mit dem Bosch-Akkukompressor als auch mit Dunlop-Luftdruckprüfer vorn einen Luftdruck von 2,55 Bar und hinten 2,95 Bar (+/- 0,05 Bar Abweichung zwischen beiden Messgeräten...) eingestellt.

Heute bin ich nun losgefahren und bereits bei erster Messung kurz nach Losfahren (also immer noch kalte Reifen) wurde mir von der BMW-RDC-Anzeige vorn 2,9 Bar (!) und hinten 3,3 Bar (!) angezeigt...

Die Onboard-Anzeige ging dann mal um 0,01 Bar höher bei warmen Reifen - aber eben ca. 0,4 - 0,5 Bar mehr als Dunlop und Bosch gemessen hatte! Ist ja dann doch eine relevante Abweichung...

Habt ihr ähnliche Abweichungen zwischen BMW-RDK-System und sonstigen (externen) Reifendruckprüfern?

Gruß aus Berlin!
Karsten
 
Hier steht es in der Bedienungsanleitung.
Eine Abweichung habe ich dann natürlich auch.
1000060147.jpg1000060149.jpg
 
Hallo Grinser,

Danke, die Stelle im Wartungsheft kenne ich und dass die BMW-RDK temperaturkompensiert misst auch... Allerdings hatte ich ja betont, dass ich die Luftmessung am kalten Reifen in Garage bei ca. 15 Grad gemacht hatte und heute beim Losfahren ja auch ca. 15 - 16 Grad Umgebungstemperatur waren.

Und so eine große Abweichung von 0,4 - 0,5 Bar (auch wenn man auf 20 Grad Umgebungstemperatur interpoliert) erscheint mir dann doch seehr viel...

Zumal z.B. meine K1300S ja auch temperaraturkompensiertes RDK hatte und dort die gemessenen Drücke bei 15 - 20 Grad Umgebungstemperatur fast deckungsgleich zwischen Bosch/Dunlop und BMW-RDK waren...

Hat jemand ggf. "handgemessene" Werte und BMW-RDK-Anzeige als Vergleich?

Karsten
 
Na, ich werde das mal beobachten...die 0,4 bis 0,5 Bar Differenz von heute sind m.E. schon recht viel.

Ich gehe dann erstmal davon aus, dass für den "richtigen" Reifendruck (v 2,5, h 2,9) die Daten meiner (bisher bewährten) externen Messprüfer die verlässlicheren sind...

Gruß aus Berlin
Karsten
 
Hallo Karsten,
lass doch mal Deinen Händler prüfen und vergleiche.
 
Wenn ich meine GS von der Inspektion beim Freundlichen hole und der den Reifendruck kontrolliert hat zeigt es mir im TFT auch 2,8 vorne und 3,2 hinten an.
Das war bei meiner 12,5er und bei der 13er schon sol.
Nach Rückfrage sagte man mir das sie in der Werkstatt den richtigen Wert einstellen (abgelesen vom Manometer nicht vom TFT).

Ich finde das auch zuviel und stell es dann selber ein indem ich Luft ablasse.
Nachdem ich heute nach ein par Wochen Stillstand losgefahren bin wurden v. 2,2 und hi. 2,6 bar angezeigt. Nach ca 15km waren es dann vo. 2,4 und hi 2,8 was für mich ok ist.

Vertrau einfach ein wenig auf dein Popometer, die Anzeige ist "nur" ein Richtwert für mich aber nicht in Stein gemeisselt ;)
 
Ich habe eine Abweichung von maximal 0,2 bar niedriger im TFT. Wenn ich den Reifendruck im Offroad Betrieb absenke, schaue ich immer nur am TFT. Die Anzeige der Veränderung funktioniert auch wenn man nicht rollt.
 
0,1 - 0,2 Bar Abweichung. Anzeige im TFT höher.
 
Hatte dasselbe Anfang dieser Woche, als ich sie nach der Winterpause in Betrieb genommen hatte. Auch mit Mini-Kompressor auf 2.5 und 2.9 aufgeblasen. Dann raus und gefahren. Im TFT dann 2.7 und 3.2 hinten. Fühlte sich auch extrem hart an. Dann an die Tanke und dort nochmals geprüft, TFT stimmte. Also Luft wieder runter genommen auf 2.5 und 2.8. Das wurde dann auch im TFT angezeigt. Seither gut.

Aber ja, hab auch nicht mehr dran gedacht, dass sich Luftdruck erhöht wenn wärmer und gefahren. Hatte ja in der kalten Garage geprüft und aufgepumt. Draussen war dann 20 Grad und logisch, da kriegt man mehr.

Daher sollte man zuhause vor dem Fahren und bei Kühle 0.1 bis 0.2 weniger reinpumpen, dann müsste es passen.
 
Ca 0.1bar Änderung pro 10 C Außentemperatur ist als Faustformel nicht viel. Praktisch liegt der Einfluss zwischen 0.1-0.2 bar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Luftdruck direkt nach der Fahrt bei warmen Reifen zuhause messen/vergleichen zeigt den realen Unterschied zwischen RDK und Manometer.
Eine gewisse Messtoleranz hat jedes Gerät, daher kann im Zweifelsfall natürlich eine Messung mit mehreren Geräten aufschlussreich sein.
Bsp.? Mein großer Kompressor liegt ca. 0,2 bar geringer als meine kleine Boschpumpe ... diese 0,1 bar über RDK.
Natürlich gibt es wie überall Toleranzen pro Gerät und pro Messung ... die würde ich bei +/- 0,1 - 0,2 bar sehen.
 
Hallo Grinser,

Danke, die Stelle im Wartungsheft kenne ich und dass die BMW-RDK temperaturkompensiert misst auch... Allerdings hatte ich ja betont, dass ich die Luftmessung am kalten Reifen in Garage bei ca. 15 Grad gemacht hatte und heute beim Losfahren ja auch ca. 15 - 16 Grad Umgebungstemperatur waren.

Und so eine große Abweichung von 0,4 - 0,5 Bar (auch wenn man auf 20 Grad Umgebungstemperatur interpoliert) erscheint mir dann doch seehr viel...

Zumal z.B. meine K1300S ja auch temperaraturkompensiertes RDK hatte und dort die gemessenen Drücke bei 15 - 20 Grad Umgebungstemperatur fast deckungsgleich zwischen Bosch/Dunlop und BMW-RDK waren...

Hat jemand ggf. "handgemessene" Werte und BMW-RDK-Anzeige als Vergleich?

Karsten
Es ist doch völlig unsinnig nicht-temperaturkompensierte Werte ('handgemessen') mit temperaturkompensierten Werten zu vergleichen, sofern Du nicht rechnerisch die Temperaturkompensation mit berechnest.

Alles andere ist reine Spekulation oder "Bauchgefühl".
 
@VFR-Karsten
Weil für die Reifenfülldruckanpassung bei der R12G/S ein - für mich blödes - Vorgehen beschrieben ist,
habe ich mal im verbotenen Buch der R1300GS nachgesehen und bin dort auf das gleiche Vorgehen gestoßen.
Danach ist die Druckanpassung ausschließlich nach Anzeige im externen Gerät passé.
Also nicht mehr so, wie ich es bei allen anderen Fahrzeugen seit Jahrzehnten praktiziere.

Hier die entsprechenden Auszüge aus der Bedienungsanleitung:

1.jpeg
2.jpeg

Das heißt, bevor du mit einem externen Gerät den Fülldruck anpasst, musst du zuerst feststellen, welchen Druck das RDC anzeigt.
Die Differenz zum Sollwert musst du dir merken.
Dann das externe Gerät anschließen und den Druck um den gemerkten Differenzwert verändern.
Das heißt für mich, das externe Gerät kann danach einen ganz anderen Wert als das RDC anzeigen.
 
@VFR-Karsten
Weil für die Reifenfülldruckanpassung bei der R12G/S ein - für mich blödes - Vorgehen beschrieben ist,
habe ich mal im verbotenen Buch der R1300GS nachgesehen und bin dort auf das gleiche Vorgehen gestoßen.
Danach ist die Druckanpassung ausschließlich nach Anzeige im externen Gerät passé.
Also nicht mehr so, wie ich es bei allen anderen Fahrzeugen seit Jahrzehnten praktiziere.

Hier die entsprechenden Auszüge aus der Bedienungsanleitung:

Anhang anzeigen 35837
Anhang anzeigen 35838

Das heißt, bevor du mit einem externen Gerät den Fülldruck anpasst, musst du zuerst feststellen, welchen Druck das RDC anzeigt.
Die Differenz zum Sollwert musst du dir merken.
Dann das externe Gerät anschließen und den Druck um den gemerkten Differenzwert verändern.
Das heißt für mich, das externe Gerät kann danach einen ganz anderen Wert als das RDC anzeigen.
Mache ich bei der GS schon seit Jahren so. Klappt aber trotzdem selten. Wenn der Wert stimmt, passt es nach ein paar Kilometern wieder nicht mehr. Nun, machen 0,1 Bar auch nicht viel aus.
 
Mache ich bei der GS schon seit Jahren so. Klappt aber trotzdem selten. Wenn der Wert stimmt, passt es nach ein paar Kilometern wieder nicht mehr. Nun, machen 0,1 Bar auch nicht viel aus.
Moin,

für mich ist das RDK in erster Linie dafür da mir einen „ungewöhnlichen“ Druckverlust zu melden/anzuzeigen.

Das Ding ist bei mir das gleiche wie hier bei den 13 ern. Kompressor zeigt 2.5/2.9 und am RDK dann irgendwie 2.7/3.1. oder 2.6/.3.0. stört mich nicht, pendelt dann im Frühjahr ein paar Wochen, je nachdem wie schnell es draußen wärmer wird, um diese Werte, erreicht irgendwann nach 8-12 Wochen dann die 2.5/2.9.

Mir passt das. Der PST2, den ich immer fahre, ist da auch m.E. nicht so empfindlich. Bei Unterdruck dagegen schon eher. Wie gesagt, mir ist das Wurscht.

Hauptsache ich habe „genug“ Luft im Reifen. Das ist mir das wichtigste am RDK.
0.4 bis 0.5 Abweichung hatte ich allerdings noch nie. Ist eigentlich immer um die maximal 0.2 nach oben.

Gruß Guido
 
Danke für die Rückmeldungen!

Mein "Popometer" war heute eigentlich recht zufrieden, auch wenn TFT die recht hohen Werte angezeigt hatte. Insofern erstmal alles gut!

Mal schauen, ob sich die externen und TFT-Druckwerte bei noch etwas wärmeren Umgebungstemperaturen um die 20 Grad wieder etwas mehr annähern...

Und wenn man die Anzeige-Abweichung einigermaßen konstant kennt, ist es ja auch kein wirkliches Problem. Eine Differenz (bei kalten Reifen) von +/- 0,1 oder 0,2 Bar wäre m.E. ohnehin fast normal und ok. Mich hatten eben die 0,4 bis 0,5 Bar Differenz etwas verwirrt.

Schönen Abend noch!
Karsten
 
Es ist doch völlig unsinnig nicht-temperaturkompensierte Werte ('handgemessen') mit temperaturkompensierten Werten zu vergleichen, sofern Du nicht rechnerisch die Temperaturkompensation mit berechnest.

Alles andere ist reine Spekulation oder "Bauchgefühl".
@TTTom-UnterwegsGS nur kurze Anmerkung zu Deinem Beitrag:

Es stimmt natürlich: Sobald man ein paar Kilometer gefahren ist und die Reifen (und die Luft darin) durch Walkarbeit ggf. sogar deutlich heißer als die Umgebungstemperatur geworden sind - können dann ja auch deutlich mehr als 20 Grad sein - würde ich auch immer eher auf die BMW-RDK-Werte vertrauen als irgendeinem anderen externen Messgerät...da brauche ich natürlich eine Temperaturkompensation!

Mein Ausgangspunkt war aber: Wenn ich aber bei kalten Reifen (also die Umgebungstemperatur von z.B. 15 - 20 Grad in Garage bevor ich losfahre) mit einem guten externen Luftdruckprüfer auf "handgemessene" v2,5 /h 2,9 Bar komme, sollten letztlich die gleichen Werte (+/- 0,1 - 0,2 Bar) durch das BMW-RDK rauskommen - denn bei ~20 Grad gibt's nix thermisch zu kompensieren... entscheidend ist hierbei nochmal: 'kalter' Reifen!

Gruß aus Berlin!
Karsten
 
Das TFT zeigt nach meinem Verständnis den Druck an, den der Reifen bei Betriebstemperatur haben wird. Der Luftdruckprüfer den aktuellen Druck. Ich glaube nicht, dass die 20° hier was nützen, da sie nicht der Betiebstemperatur entsprechen.
 
Ihr geht ja alle davon aus, dass eure externen Geräte und deren Manometer genau sind, welches dieser Geräte ist denn wirklich geeicht!? Keines! Meine Erfahrung ist die, mein alter Kompressor/Manometer ging nach, also musste immer etwas höher der Druck am Manometer sein! Neuer Kompressor/Manometer, mache ich genau 2,5/2,9 bar rein, TFT 0,2 bar höher! Lasse dann meistens etwas ab! Ich richte mich nach dem TFT! Sollte der Druck noch etwas höher sein, also mehr als >0,2 bar über Soll, dann bemerke ich das im Strassenbetrieb schon, je nach Typ Reifen, war zum Beispiel bei Conti Road Attack so, wird dann die Fuhre im Solobetrieb etwas kippeliger! Fährst an die Tanke, eigentlich geeichte Manometer, ist aber trotzdem abweichend, auf dem Balkan sowieso! Fazit: TFT ist mein Richtwert! Das ist meine reine subjektive Erfahrung damit!
 
Bisher habe ich sehr selten an einer Tanke Luft nachpumpen müssen. Wenn doch, bleibt nach der Ankunft die Zündung an um sofort die Daten und Abweichungen im TFT und dem Druckluftgerät zu sehen.
 
Ich habe den hier:
1000060286.jpg


Sollte ziemlich genau sein.
Warum BMW bei kalten Reifen die 2,5 und 2 ,9 bar schreibt verstehe ich ja auch nicht....kann eigentlich ja nie passen.
 
Ich verstehe ehrlich gesagt die große "Aufregung" um das Thema Reifendruck nicht ganz.
Ich fülle im Frühjahr bei etwa 20 °C einmal den für mich passenden Reifendruck ein (vorne 2,6 bar, hinten 3,0 bar). Danach nutze ich die Anzeige im Cockpit in erster Linie als Kontrollinstrument, um zu sehen, ob der Druck über die Zeit konstant bleibt.
Wenn ich feststelle, dass er sinkt, überprüfe ich beim nächsten Tanken den tatsächlichen Reifendruck und korrigiere ihn gegebenenfalls. Ansonsten dient mir das System hauptsächlich als Hinweis darauf, ob der Reifen dicht ist.
Vielleicht bin ich da weniger sensibel als andere, aber Druckunterschiede von beispielsweise 0,3 bar spüre ich beim Fahren persönlich nicht.
Für mich ist das Reifendruckkontrollsystem daher vor allem eine Sicherheits- und Kontrollanzeige, kein permanentes Feinjustierungsinstrument. Als ich mit geflickten Reifen unterwegs war, war die Anzeige an, sonst interessiert sie mich vielleicht alle 2 Monate, wenn überhaupt.
 
Für mich ist das Reifendruckkontrollsystem daher vor allem eine Sicherheits- und Kontrollanzeige
Jo ... so ist das bei mir auch. Wenn mir beim fahren nix komisch vorkommt oder auffällt reicht mir nach dem Start am Ortsausgang ein kurzer Check im Display.
Und ja, alles unter +/- 0,2 bar ist für mich Messtoleranz/-ungenauigkeit und völlig egal.
 
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